Alles verändert sich und ist vergänglich

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Alles Verändert sich und ist vergänglich


Heute war wieder einmal ein schöner Sonnenuntergang. Jetzt im Herbst kann man es wunderbar beobachten, wie sich alles verändert. Am Morgens wenn ich aufstehe und zum Fenster raus schaue, da ist es neblig und es ist kühl. Der Nebel sieht aus wie eine Wand. Im laufe des Morgens verändert sich alles. Der Nebel hebt sich und die Sonne zeigt sich zaghaft. Trotz Sonne ist es noch sehr kühl, wir können heute nicht auf dem Balkon zu Mittag Essen. Aber schon um ca. zwei Uhr Nachmittags wird es langsam warm. Um vier Uhr ist es angenehm temperiert, schon fast heiss. Das Nachtessen haben wir auf dem Balkon gegessen. Aber schon während dem Essen wurde es kühler und man musste schon etwas überziehen. zum Schluss, wie zur Belohnung, sahen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang. Eine Stunde später war es wieder recht kühl. Aus diesem alltäglichen geschehen, sieht man, wie sich alles verändert.

Das ist das was wir aussen sehen, wir beobachten wie die Natur sich verändert, da ist ein ständiges Werden und Vergehen, das wir aber nicht sehen wollen. Auch wir verändern uns, jetzt in diesem Moment, wir meinen alles sei stabil und für die Ewigkeit, so wie wir es gewohnt sind. Schon Morgen können wir krank werden. Oder wir verlieren den Arbeitsplatz. Jemand in der Familie stirbt plötzlich. Vielleicht gewinnen wir auch im Lotto. All dies kann auch uns treffen. Nur bei den Anderen sehen wir Veränderungen. Nur bei uns selber sind wir Blind. Wir meinen, alles müsse so bleiben wie es ist, am liebsten hätten wir keine Veränderungen. Wir können uns über kleine Veränderungen masslos ärgern. Meine Tochter sagte einmal, als wir eine neue Telefon Nummer erhielten, warum müssen wir jetzt die Nummer ändern, die  war ja gut so. So bald wir uns an etwas gewöhnt haben, erwarten wir dass es immer so bleibt. Dabei vergessen wir dass es ohne Veränderung kein Leben geben kann, ohne Veränderung würde unsere Welt gar nicht existieren. Es gäbe kein Wachstum keine Entwicklung und auch keinen Wohlstand. Dank der Veränderung haben wir die Chance, etwas in unserem Leben zu ändern. Wir wissen dass wir uns irgendwann, auch einen etwas ausgefallenen Wunsch erfüllen können. Es kann etwas noch so gut oder schlecht sein, wir haben die Gewissheit, dass es vorübergeht.

Wenn wir endlich verstehen, dass es kein dauerhaftes Glück aber auch kein dauerhaftes Leid geben kann, wenn wir akzeptieren, dass alles vergänglich ist, alles ist den Gesetzen der Vergänglichkeit und des Wandels unterworfen, es gibt nichts stabiles, dauerhaftes oder voraussagbares. Das einzige auf das wir vertrauen können ist die Vergänglichkeit, die einzige Sicherheit die es gibt, ist die Gewissheit,

“ Alles ist vergänglich, unbeständig, unwandelbar und

ohne eine eigenständige Existenz.“

Wenn wir die Vergänglichkeit verstehen, dann verstehen wir auch, dass alles ärgern sorgen und all zu grosse Erwartungen und Hoffnungen unnötig und kontraproduktiv sind. Das was wir lieben, lernen wir wieder mehr zu schätzen. Wenn wir wissen Morgen könnte ich alles verlieren, was mir lieb und teuer ist, dann bin ich achtsam im Umgang mit meiner Familie. Wir lernen wieder die Dinge so zu nehmen wie sie sind. Wir leben wieder mehr im Hier und Jetzt. Wir hören auf unrealistische Ziele zu planen, weil wir wissen es kommt so oder so ganz anders. Festhalten und loslassen sind wieder zwei wichtige Themen für uns. Wenn sich eh alles ändert, was ist den jetzt noch so wichtig. Unser Leben wird wieder einfach.

Alles Gewordene ist Veränderlich, vergänglich, in sich zerbrechlich wie ungebrannter Ton.

Es gleicht etwas geliehenem, einer Stadt, die auf Sand gebaut ist, und existiert nur kurze Zeit.

Unaufhaltsam löst es sich auf wie Putz, der vom Regen weg gewaschen wird wie das Sandufer eines Flusses es ist ganz und gar bedingt und dem Verfall unterworfen.

Wie Kerzenlicht flackert es plötzlich auf, um im nächsten Augenblick zu verlöschen.

Es ist unbeständig wie der Wind oder wie Schaum, flüchtig und leer.

Der Weise kennt die Begrenzungen des Ichs, sein Zustandekommen und sein Vergehen.

Der Weise weiss, dass es aus dem Nichts kam und ins Nichts zurückkehrt, das es unwirklich ist wie ein Zaubertrick.

Der Weise schaut die wahre Wirklichkeit und erkennt die Leere und Ohnmacht alles Gewordenen.

Nach dem Lalitavistara

16.10.2007 Text von zentao

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