Der Skorpion und der Mönch.

Der Skorpion und der Mönch.

Zwei Wandermönche gingen zum Fluss um ihre Bettelschalen zu Waschen, da bemerkten sie einen Skorpion der ins Wasser gefallen war und am ertrinken war. Einer der Mönche fuhr mit der Hand unter den Skorpion und rettete ihn. Er legte den Skorpion auf einen grossen besonntenStein um ihn zu trochnen. Während der Rettungsaktion wurde der Mönch gestochen. Er nahm seine Schale auf, um sie fertig zu waschen. Da sah er, dass der Skorpion schon wieder ins Wasser gefallen war und er rettete ihn zum zweiten Mal und natürlich wurde er wieder gestochen. Worauf ihn der andere Mönch vorwurfvoll fragte “ Der Skorpion hat dich doch schon einmal gestochen und du weisst doch, dass ein Skorpions stechen muss, das ist doch seine Natur, warum rettest du ihn denn ein zweites Mal?

“ Der Mönch antwortete ihm;

„Weil meine Natur, die Natur des Helfens ist.“

Die Moral der Geschichte; Auch wenn wir aus tiefsten Herzen helfen wollen, schützt uns das nicht vor Veletzung.

nacherzählt von zentao

13.01.2008

6 Antworten

  1. Guten Tag rainer
    ich danke Dir für Deinen Komentar.
    Wenn ich je einen Skorpion retten werde, dann würde ich mich mit Handschuhen schützen oder ich nähme ein Hilfsmittel um den Skorpion zu retten. Wie Du tendiere ich eher zur Hilfe durch Selbsthilfe.Ich glaube helfen, heisst nicht, das man Naiv sein muss. In jungen Jahren hatte ich einmal das Ideal, das ich Buddhistischer Mönch werden wollte, heute habe ich erkannt, dass ich die Ideale des Buddha, auch im täglichen Leben umsetzen kann, ohne Mönch zu werden. Ich schaue mal, vieleicht finde nächstens wieder eine schöne Zen-Geschichte.
    Gruss zentao

  2. Hallo zentao, bei Helfen fällt mr auch immer der Grundsatz ein Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn der Skorpion immer wieder ins Wasser fällt und er Möch immer weider gestochen wird, hilft das beiden nicht. Aber das ist ja auch nicht die Moral der Geschichte.
    Eine schöne Geschichte zum Nachdenken. ich wünschen mir mehr von deinen Geschichten. Wann warst Du der Mönch?

  3. Hallo Stefan danke Dir, für deinen neuen Kommentar.
    Auf die heutige Gesellschaft bezogen, hast Du natürlich vollkommen Recht.
    Sehr oft wird wer hilft, nur ausgenutzt, da muss man halt ganz klar die Konsequenzen ziehen. Der Mönch war wohl etwas unvorsichtig im Umgang mit giftigen Tierchen. Wenn wir schon helfen wollen, ist es sicher besser wenn wir uns schützen. Dass wenn ich helfe, ich auch noch beraubt würde,(kommt leider durchaus vor)das wäre schon der Gipfel.
    Es Grüsst Dich zentao

  4. Von einem Tier nicht, das ist richtig. Aber ich habe die Geschichte eher metaphorisch verstanden.

    Und wenn ich jemandem helfe, kann ich doch wohl erwarten, dass er mich als Dank nicht auch noch beraubt oder ähnliches.

    Der Mönch wollte damit doch nur ausdrücken, dass er, egal wem oder was, einfach hilft. Weil das eben seiner Natur, seiner Moral entspricht.

    Bezogen auf die heutige Gesellschaft, gibt es wohl nicht viele, die so handeln würden.
    Und ich denke, es haben schon viele die Erfahrung gemacht, dass sie jemandem helfen wollten. Aber kein Dank sondern gar Bestrafung bekommen haben, und aufgrund dessen es zukünftig vermeiden, Bedingungslos zu helfen.

    So würde ich das in Bezug auf die heutige Gesellschaft deuten.

    mfg

  5. Guten Tag Stefan
    wenn Du die entwicklungs Geschichte alles Lebewesen anschaust, siehst Du dass erst ab den Säugetieren, sich die Brutpflege entwickelt hat. Die Reptilien fressen ihre eigene Brut. Die Insekten und das ist ja ein Skorpion sind trieb gesteurt und die Angst ist auch ein starker Trieb. Die Fähikeit zu unterscheiden gibt es möglicherweise auch bei den Tieren aber erst der Mensch kann auch vom Verstand her unterscheiden. Wir dürfen wohl annehmen, dass man erst ab dem Menschen von Moral sprechen darf.
    Es gilt so oder so der Grundsatz; wenn ich helfen will, darf ich keine Gegenleistung erwarten.
    es grüsst Dich zentao

  6. Wahrscheinlich würde diese Einstellung von vielen belächeld werden.

    „Der hat sie doch nicht mehr alle. Warum sollte ich jemandem helfen, der mir dafür nicht einmal dankbar ist, und mir vielleicht sogar noch Schaden zufügt.“

    Vielleicht ist das der Grund dafür, dass es in der heutigen Gesellschaft so schwer geworden ist, bedingungslos die Hand auszustrecken. Wir haben einfach zu viel Angst gestochen zu werden. Und wie es nunmal die Natur einiger Menschen ist, bestechen wir darin, undankbar zu sein.

    Ist es moralisch gerechtfertigt, dass der Skorpion ihn immer wieder sticht, obwohl die Absicht des Mönchs wohl unverkennbar ist? Und wie lässt sich das auf unsere Gesellschaft anwenden? Wir würden heutzutage den Skorpion verurteilen, oder eben ertrinken lassen.

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