Tags: Sport, Meditation, Velofahren, Radfahren, Krafttraining, Zen, Buddhismus, Leben, Menschen, Flow, Qui, Prana, Lebenskraft
Sport und Meditation das sind zwei die sich ergänzen, den bei beiden müssen wir achtsam sein und uns komzentrieren, wir müssen präsent sein und auf den Weg achten. Die heilende Wirkung von Zen, Joga, Qui Gong und anderen meditativen Aktivitäten kommt nicht vom Tun, sondern durch die Konzentration, die wir aufbringen müssen um eine Tätigkeit erfolgreich abschliessen zu können. Wenn wir uns auf das Tun konzentrieren, dann sind wir im Fluss und unsere Ich Gedanken, treten in den Hintergrund. Wenn wir im Fluss(Flow) sind, dann sind wir eins mit unserer Handlung und unserem Sein, wir sind in unserer Mitte. Das was wir Flow nennen wurde von Dr. Mihaly Csikszentmihaly entdeckt. Wenn wir etwas mit Freude, mit Lust und Spass tun, dann sind wir im Fluss.(Flow) Flow ist heute ein Modewort und immer wenn es uns läuft, wenn wir im Fluss sind und wenn wir eins mit uns selber und unserer Umgebung sind, dann brauchen wir dieses Modewort. Es ist aber eigentlich nichts anderes als die Lebenskraft die wir jetzt spüren. Im Autogenen Training sagt man; “Es Atmet mich” Wir sind uns Bewusst, dass es etwas in uns gibt wo wir keine Kontrolle haben. Wir können Es nur erfahren, wenn wir es einfach geschehen lassen. Wenn wir es erzwingen wollen müssen wir erkennen, dass es plötzlich mühsam wird und am Ende sind wir Todmüde. Diese Kraft ist bekannt als das Qui oder Prana, auch im Zen, Meditation und Qui Gong und allen Asiatischen Kampfkünsten wird diese Kraft seit Urzeiten angewendet.
Es ist unwichtig welche Tätigkeit, es funktioniert bei allem was wir tun. Ich erlebe immer wieder beim Velofahren, dass sich nach kurzer Zeit, problematische Gedanken wie in Luft auflösen oder ich wusste am Ende der Velotour, die Lösung. Velofahren und aber auch das Krafttraining erlebe, ich als ganz besondere Problemlöser, es ist, wie wenn sich die Knöpfe im Hirn auflösen würden. Auch das Laufen ist natürlich für diese Flow Erfahrung ideal, ich habe da einfach weniger Erfahrung. Meistens Denken wir zu viehl und machen uns unnötige Sorgen im Alltag. Sehr viele Menschen sind nur über den Verstand und das “Ego” gesteuert. Da gibt es ein Phänomen; wenn wir uns bewegen, können wir viel besser Denken, dann treten die “Ich” Gedanken in den Hintergrund, ich selber empfinde mich nicht mehr so wichtig, nur das tun ist jetzt wichtig. Es ist wie wenn wir uns selber beobachten würden, alles geschieht mit Leichtigkeit, das diskursive Denken hört auf wir sind ganz da. Ohne dass wir es bemerken sind wir im Hier und Jetzt und wenn wir im gegenwärtigen Augenblick sind, dann sind wir wach.
Auch wenn Sport etwas vom Besten ist was wir für uns tun können, ist da doch ein sehr grosser Unterschied zur Meditation.Im Sport muss ich mich bewegen, um im Fluss(Flow) zu sein, in der Meditation erlebe ich Flow in der Ruhe und Stille. Wenn wir Sport treiben, kommen wir trotz der besten Konzentration, nie zu so tiefen Erfahrungen wie in der Meditation. Im Unterschied zu den Sportarten, wo wir uns mehr oder weniger stark bewegen, sind wir in der Meditation eher Unbeweglich, ausser in der Gehmeditation, welche wir zwischen zwei Meditationen machen. Wenn wir meditieren, versuchen wir still zu sitzen, was uns, am Anfang nicht immer gelingt. Es sieht von aussen, nur so aus, wie wenn wir Unbeweglich wären, in Wirklichkeit bewegen wir uns ganz subtil und verändern immer wieder unsere Sitzposition, wenn wir auf dem Kissen sitzen. Wenn ich mich in der Meditation, achtsam auf den Atem konzentriere, werde ich, im Gegensatz zu den Sportarten, noch mehr zum Beobachter. In der Meditation wollen wir zur Ruhe kommen, wir wollen innerlich still werden. Wir beobachten wieder den Atem und dabei beobachten wir unsere Gedanken und Gefühle und schauen sie an und lassen sie wieder los. Das ist ein Prozess des Beobachtens.
ATEM. GEDANKEN, GEFÜHLE, KÖRPER,
Abwechselnd schauen wir was jetzt, in diesem Augenblick geschieht. Wir werden still, der Puls wird ruhiger und der Atem wird immer länger und ganz ruhig und manchmal spürt man ihn fast nicht mehr. Während dem Ein und Aus atmen achten wir besonders auf das Ausatmen. Ich bin weiterhin achtsam und mein Geist dehnt sich aus, ich höre viel mehr als ausser der Meditation und doch ist es Unwichtig und weit weg. Auch wenn ich konzentriert auf einen imaginären Punkt, etwa 45 cm vor mir schaue, bin ich mir bewusst, was um mich herum geschieht. Ich bin hellwach, meine Haltung ist aufrecht, gerade, mit einer gewissen Spannung im Körper, dabei bleibe ich ganz entspannt und lasse alles was kommt einfach geschehen. Ich bin der beobachtende und zugleich der jenige der beobachtet wird. Es tönt Paradox und doch bin ich beides, zur selben Zeit.
Der Sport scheint all das zu sein was die Meditation nicht ist; wenn wir uns sportlich bewegen, dann steigt unser Puls, die Atmung wird schneller und kürzer, bei hoher Anstrengung wird das tiefe Atmen fast Unmöglich. Nach längerem tun, werden die Muskeln angespannt und kürzer und wir werden müde. Wenn wir müde werden, können wir uns nicht mehr konzentrieren unsere “Ich” Gedanken melden sich wieder, der Flow ist vorbei und wir sind froh wenn wir nach anstrengendem sportlichem tun unter die Dusche dürfen. Jetzt kommt die Entspannung und wir fühlen uns wieder gut.
Meine Erkenntnis; Sport und Meditation schlissen sich nicht aus, sonder ergänzen sich. Beide tun uns gut und beide haben eigentlich keine Nachteile sondern nur Vorteile.
Der Sport ist für unsere körperliche Gesundheit sehr wichtig, hingegen die Meditation ist unverzichtbar für unsere geistige Gesundheit und es wäre von Vorteil wenn man das richtig lernen würde und auch regelmässig, in einer Zen oder Meditationsgruppe praktizieren würde. Genau wie auch fast jede Sportart mit Freunden mehr Spass macht.
19.04.2008 zentao























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Hallo zenato, das mit dem Flow(im Fluss) ist wie beim Strom, je weniger Widerstand herscht, um so effizienter seine Wirkung.
Werde zur Supraleitung.
Hallo zentao, ein schöner Post, den ich gerne gelesen habe. Er ist ja so perfekt, dass ich kaum etwas kommentieren kann.
Zum Flow fällt mir aber noch etwas ein. Der Csikszentmihaly, dessen Schreibeweise ich immer noch nicht kann ohne nachzuschauen, hat den Flow natürlich nicht erfunden, sondern er hat bei Leuten wie mir und dir nachgeschaut was da wirkt, und hat das dann Flow genannt.
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