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1.er August 2008 Schweizer Nationalfeiertag,
Das Wetter ist bewölkt und regnerisch kühl und es macht mich gar nicht an, unsere Offizielle Nationalfeier im Dorf zu besuchen. Zudem sind zurzeit wenige Nationale und Patriotische Gefühle vorhanden. Ich bin durchaus auf unsere Schweiz Stolz und was wir Schweizer seit 1291 geleistet haben, ist wirklich sehenswert.
Das haben aber unsere Vorfahren geleistet und viele eingewanderte, ehemalige Ausländer, die heute alles wunderbare Schweizer geworden sind.
Das ich Schweizer bin, das ist nicht mein Verdienst, ich bin hier geboren worden und das Leben verlief ruhig und ordentlich, wie es sich für einen Schweizer gehört.
Wissen wir überhaupt noch was Freiheit, im Sinne der alten Eidgenossen heisst?
Es hiess bei den alten Eidgenossen noch;
„Alle für einen einer für alle“
Mein Vater war noch in der Gewerkschaft und ist jeden 1. Mai im Umzug mitgelaufen und er hat sein Leben lang keine Abstimmung verpasst. Er war mir ein gutes Vorbild und darum, wenn irgend wie möglich, wähle und stimme ich auch regelmässig ab.
Dank solchen Männern und Frauen geht es uns heute Gut, weil die älteren Generationen gekämpft und sehr viel gearbeitet haben.
Wir Schweizer sind träge geworden, viele Schweizer gehen kaum noch zu einer Abstimmung, weil ihnen ihre individuelle Freizeit lieber ist. In der Schweiz kommt Freizeit vor Freiheit, wir wehren uns erst, wenn unser persönliches Gärtlein betroffen ist, zudem machen unsere Politiker mehr oder weniger was sie wollen. Alles dreht sich ums liebe Geld. Jede grosse Firma hat ihre Lobby in Bern, nur das Volk hat heute keine Lobby mehr.
Wir werden mehr und mehr angelogen. Wer heute in den Nationalrat will, muss Jahre in einer Partei sein. Es ist heute fast ein muss, dass man Akademiker ist und vorteilhaft ist es, wenn man Jura studiert hat.
Früher herrschte in Bern, in den Räten, noch ein anständiger Umgangston, was heute leider nicht mehr so ist. Einige unserer Herren National- und Ständeräte haben keinen Respekt mehr vor dem jenigen, der nicht die gleiche Meinung vertritt wie sie, da wird nur noch diffamiert und den von der anderen Partei lächerlich gemacht. Ehrlich Argumente scheinen nicht mehr zu wirken.
Jeder National- und Ständerat hat ein Minimum von 3 bis 4 Mandaten in einem Verwaltungsrat der Wirtschaft, sie sind also keine Volksvertreter mehr, sie Vertreten die Wirtschaft und treten jetzt, nach dem Volk.
Früher war es ein geben und nehmen, heute wird mehrheitlich genommen, am liebsten beim Bürger.
Früher wurde dafür geschaut, dass es dem Volk besser geht, heute wird von unseren Politikern versucht, dem Volk immer mehr wegzunehmen.
Dem Arbeiter wird Lohn weggenommen.
Der Arbeiter soll länger Arbeiten, mehr Stunden und mehr Jahre, bis zur Pensionierung.
Die Pensionskassen werden immer wieder Opfer von Grossanleger. Unsere gierigen Banken, verbreiten einen schlechten Ruf im Ausland.
Die Konsumenten müssen immer wieder höhere Preise bezahlen für Waren die im Nahen Ausland viel billiger sind.
Soll ich solchen Politiker, egal von welcher Partei, noch irgendetwas glauben und Ernst nehmen.
Früher war der Landvogt unser Problem, heute ist es die Industrie mit Hilfe der Politiker, die uns unser gutes Geld aus der Tasche ziehen.
Ist es da verwunderlich wenn das Volk politiküberdrüssig geworden ist?
Es gibt Hoffnung, unsere Jugend ist gar nicht so schlecht wie sie immer wieder dargestellt wird, wir haben keine andere Wahl, als auf unsere jungen Leute von Heute zu Vertrauen. Es gibt auch viele Ex-Ausländer die zu guten Schweizern geworden sind, viele meiner Freunde sind Ausländer und das sind alles gute Menschen.
Leider ist die Schweiz zu klein, dass die ganze Welt bei uns leben könnte, darum müssen wir schauen, dass nur Menschen hier leben, die auch unsere Geschichte und unser Land Lieben und Respektieren und unsere Sprache und unsere Bräuche auch lernen wollen.
Mir kommt dazu immer der Vergleich in den Sinn;
Wenn ich einen grossen Honigtopf, einfach offen lasse ohne einen Deckel darauf zu tun, dann muss ich mich nicht wundern, wenn der Topf voller Fliegen und Wespen ist.
Wenn ich aber immer dann, wenn jemand Honig will, den Deckel vorsichtig wegnehme und jedem seinen berechtigten Löffel Honig gebe, dann bleibt der Honig sauber und alle erfreuen sich lange an dem Honig.
In diesem Sinne wünsche ich allen Schweizern und jenen die es werden wollen einen schönen 1.en August zum 717 mal.
Das soll uns mal jemand nachmachen, alle reden von Demokratie, wir haben sie.
Wer hats erfunden, die Schweizer.
Wie es sich gehört, habe ich euch noch ein kleines Feuerwerk.
Erste 1. August Blog Rede von Bundesrat moritzleuenberger
1.er August 2008 zentao
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Lieber zentao, es gefällt mir gut, Dein beredtes Schimpfen. Und das Bild mit dem Honigtopf finde ich sehr treffend. Das Problem der Demokratie ist (ich bin für die Demokratie), die Korruption. Irgendwann wollen sich die, an den Hebeln der Macht, bedienen…..
LG Rainer