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Was Zen nicht ist!
Im Zen taucht immer wieder der Begriff; “ Nichts „ auf, im Zen sitzt man auf einem Kissen und tut “ Nichts, “ man soll nicht einmal Denken. Das denken loslassen, im Soto-Zen blickt man sogar gegen eine Wand zum nichts tun. In folgendem Witz, welcher mir ein Freund, der kein Zen macht, mit dem guten Glauben zu schickte, er hätte mir da einen guten Zen-Witz, über das nichts tun.
Zwei Freunde treffen sich und der eine Fragt den anderen; Was hast du Heute gemacht?“ Worauf der andere Antwortet; “ nichts“ „und was machst Du Heute noch?“ „auch nichts“ – “ aber wieso machst Du nichts?“ – “ ich bin gestern nicht fertig geworden:“
Etwas anders würde dieser Witz, als Zen Version lauten.
Der Zen-Meister fragt seinen Schüler; „Was hast du Heute gemacht?“ Worauf der Schüler antwortet; “ Nichts, ich sass auf meinem Kissen und habe meditiert,“ – „und was machst du jetzt? “ Auch nichts,“ – “ machst du das auch bewusst, bist du dabei wach oder döst du vor dich hin? – ich mache nicht, Nichts, ich sitze, Hier und Jetzt und bin in jedem Augenblick hellwach.“
Bei dieser Version geht der Witz leider verloren, weil Zen ist bewusstes Leben und nicht einfach nichts tun. Es gibt aber durchaus auch Humor im Zen.
Ein Zen – Meister bestellt sich ein Sandwich:
„Eins mit allem.“
Was schenken sich Zen-Buddhisten zum Geburtstag?
Nichts!
Was macht ein Zen-Mönch, wenn er ins Gefängnis kommt?
Erst mal sitzen !!
Oder auch die Geschichte von Tao-hsin, ist voller Humor und Weisheit.
Ein Mann kam zu Tao-hsin und fragte ihn; Was ist wichtiger: die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft?“
Tao-hsin stand auf, ging zu dem Mann hin, schlug ihn, setzte sich wieder und fragte ihn dann „Was war schlimmer: mich kommen zu sehen oder der Schmerz oder die Erinnerung daran?“
Der Mann war sprachlos und ging.
Der Sinn des Zens kommt aus den Erkenntnissen des Buddhas, der 4 edlen Wahrheiten und dem Achfachen Pfad und das ist genau so die Grundlage des Zens, das wird oft vergessen. Buddha hat das Leben studiert und seine Lehre, ist aus dem Leben für das Leben, entstanden. Aus dem Bedürfnis, den immer wieder kehrenden Kreislauf der Wiedergeburten zu stoppen und die Erleuchtung noch in diesem Leben zu erreichen. Der Sinn des Zens ist nicht durch Entspannungsübungen, wie im Yoga, glücklicher zu werden, sondern klar erkennen, dass das Leben nirgends wo passiert, nur Hier und auch nur Jetzt. Das ist das ganze Geheimnis vom Zen.
Nachdem der Buddhismus, mit Boddhidharma nach China gekommen war, wurde daraus zuerst das Chinesische ,,Chan,, und von dort kam es mit Meister Dogen nach Japan und es wurde dort zum Zen und als dann, das Zen, über Amerika nach Eurpa kam, machte es den Anschein, wie wenn das Zen etwas Eigenes sei. Der Buddhismus, wie er in vielen Regionen der Welt als Religion gelebt wird, wurde von den alten Meistern, entrümpelt und es blieb nur noch die Essenz des Buddhismus übrig, das Zen. Alles überladene, ist verschwunden, oder fast, es ist eine Weisheitslehre geworden die jeder, zu jeder Zeit und an jedem Ort Praktizieren kann. Es wurde wieder zu der Lehre wie es Buddha wollte und es war nie etwas anderes.
Buddhismus studieren bedeutet,
dich selbst studieren-
dich selbst studieren bedeutet-
dich selbst vergssen-
dich selbst vergessen bedeutet-
von allen Dingen erweckst werden.
(Meister Dogen)
05.01.2009 Text von zentao
auch noch zum Thema lesen:
Was ist Zen ?
Rückschau eines Zenschülers
Der Affe in uns
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