Tags: Achtsamkeit, Alltag, Bankenkrise, Blogger, Blogs, Buddha, Buddhismus, Gedanken, Karma, Leben, Leerheit, Meditation, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen
welcher ausser unserer Kontrolle ist
Der spirituelle Weg, ist ein Weg mit vielen Sackgassen und Umwegen. Immer wenn ich zu hohe Erwartungen an mich selber habe und überzeugt bin, dass ich bereits alles verstanden habe, dann sabotiere ich mich oft selber, in meiner Aufregung und meinem Ärger kann ich nicht mehr folgerichtig Denken und mache Fehler. In diesen Momenten scheint alles was ich in meiner Meditationsschulung gelernt habe, wie weggewischt und vergessen. Mein Geist ist leer und ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit, eine Art Trauer gefolgt von Ärger, über nimmt die Kontrolle über mein Denken. Früher war das ein Drama, für mich und meine Familie und ich konnte mich oft Tage lang nicht davon lösen. Das ist ein Zustand den viele Menschen auch erleben und es ist unangenehm, einfach nur unangenehm.
Das ist eine Energie welche aus schlechten Angewohnheiten entsteht, viele Menschen sind schon so stark in dieser Gewohnheitsenergie verwurzelt, dass sie glauben das sei normal. Erst wenn die Probleme überhand nehmen und der Mensch darunter leidet, ist er bereit etwas daran zu ändern. Leider leidet oft die Familien am meisten unter diesen negativen Stimmungen. Die Ursache ist fast immer, dieses ich will oder ich will nicht, das eine ist die Gier und das andere die Ablehnung. Dieses immer mehr haben wollen, verschuldet die Menschen, macht sie Krank und so mancher ist wegen dieser Gier zum Dieb geworden .Die Bankenkrise ist auch ein Ergebnis von dieser Gier. Genau so ist es mit der Ablehnung, den mag ich nicht, diese Arbeit gefällt mir nicht, das will ich nicht. Die Ablehnung verhärtet die Menschen und ist eine der Ursache von Ängsten, Streitigkeiten und von Kriegen.
Wir leiden weil wir die Wirklichkeit, dass wir Menschen geboren werden, dass es Krankheit gibt, dass sich alles verändert und dass es keine Instanz in uns gibt welche Ewig ist. Das Leben ist ein Prozess, welcher ausser unserer Kontrolle ist, ob wir wollen oder nicht, das was uns geschieht ist möglicherweise vorbestimmt.(Karma) Diese Ego Zentriertheit ist auch ein Glaube, und zwar der Glaube wir selber seien so wichtig und ohne uns ginge es nicht, aber das ist eine Illusion. Wir kennen das alle, dieses Gefühl, unser Ich sei etwas Festes und beständiges. Wenn wir einmal unsere Erinnerungen durch forsten, von der Geburt bis zum Kindergarten über die Schulzeit, bis zur Lehre oder Studium. Erste Liebe die Heirat und die Geburt der Kinder und wenn wir einmal alte Fotos vergleichen, dann sehen wir ein Phänomen, alle dies Stationen das waren wir, aber auf der anderen Seite, sind wir es heute nicht mehr und doch sind wir immer noch die gleiche Person wie damals. Wir sind und auf der anderen Seite sind wir es nicht.
Die Fotos, das sind nur Momentaufnahmen von einer vergangenen Zeit und wir staunen immer wieder und können es fast nicht glauben, dass wir so klein und niedlich waren. Jetzt wird uns bewusst, dass unser Leben gar nicht so beständig ist wie wir immer glaubten und je älter, dass wir werden bemerken wir, wie schnell die Zeit vergeht. Unser Körper verändert sich dauernd, bis zum zwanzigsten Altersjahr ist unser Körper immer gewachsen und von da an baut der Körper ab. Der Prozess des Alterns hat begonnen und ist nicht mehr auf zuhalten. Es wird uns bewusst, dass sich wirklich alles verändert inklusive wir selber und es wird uns bewusst, dass es so nicht weitergehen kann.
Wir müssen etwas ändern, aber wo anfangen, oder wo aufhören? Zuerst müssen wir unsere Hektik, etwas runter fahren, unser Leben etwas geruhsamer angehen. Bildlich gesprochen; „die Bremse anziehen. Das weglassen was zu viel ist und hinzufügen was uns fehlt. Die meisten Menschen wissen genau was sie ändern müssen, wir fangen einfach an, wir entscheiden uns für unseren gesunden Menschenverstand. Ideal wäre für alle die Meditation, um zur Ruhe zu kommen, wenn möglich täglich. Meditation ist gar nicht so schwer, zu Beginn einfach das Telefon ausschalten, und wir ziehen uns in ein ruhiges Zimmer zurück und setzen uns auf einen Stuhl. Der Trick bei der Meditation ist der, dass wir uns auf ein Objekt konzentrieren, meisten beobachten wir zu Beginn unseren Atem und lassen ihn so wie er ist, wir beobachten ihn einfach. Nach einer Weile werden wir ruhiger, wir beobachten wie der Atem länger und ruhiger wird. Beim meditieren lassen wir die Augen offen, damit wir nicht einschlafen, können wir die Flamme einer Kerze beobachten. Am Anfang meditieren wir einfach so lange wie es geht, vielleicht zehn Minuten mit der Zeit verlängern wir die Zeit auf etwa 20 Minuten. Das wird uns helfen, dass unser Geist ruhiger wird und wir werden gelassener.
Am einfachsten für uns ist es, wenn wir zum Leben ja sagen können und alles was kommt, als wenn wir es bestellt hätten anzusehen, mit einer ruhigen Gelassenheit, die weiss, alles kommt schon gut.
16.09.2009 Text von zentao
Es gibt gute Bücher über Meditation unabhängig von Religion und Glauben, denn meditieren kann man auch ohne einer Religion anzugehören.
Meditation für Dummies
Rückschau eines Zenschülers
Leerheit
Wie geht das Zen-Meditation? oder Was ist Zen























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Hallo Zentao
Ja das stimmt, manchmal denke ich auch, jetzt kann mir gar nichts mehr passieren, ich bin so schön in der Mitte, innere Freude und und und ist da. Und dann passiert es wieder einmal, wie kürzlich, da liess ich mich so verärgern, dass ich jemanden sogar als A…loch titulierte. Nicht zu fassen, die innere Harmonie war natürlich gleich zerstört. Doch ich lasse mich nicht mehr so lange hängen wie früher, ich habe mir selbst verziehen und weiter geht’s.
Kürzlich habe ich von einem buddhistischen Lehrer gehört, wir sollen daran denken, dass das Samsara ist, unser samsarischer Geisteszustand, und darum nicht zu viel, weder von uns noch von anderen, erwarten. Das hat mich dann auch etwas getröstet.
Übrigens der Buddha Blog, den du gesucht hast, ist ganz futsch, doch ich habe jetzt wieder einen kleinen buddhistischen Blog eröffnet, wenn du meinen Namen anklickst, findest du darauf, wenn du magst.
Ich wünsche dir alles Gute.
Liebe Grüsse
Elfe
Lieber zentao,
das ist ein wunderbar geschriebenes und auch auf mich zutreffendes Post.
Das Leben ist außer unserer Kontrolle! Diese Worte muss ich erst einmal auf mich wirken lassen.
Immer, wenn ich denke, ich habe es “geschafft”, ich bin nun ganz in meiner Mitte, alles ist gut, passiert wieder irgend etwas, was mich da hinaus katapultiert. Und ich beginne wieder von vorne. Aber immer besser und besser kann ich erkennen, was da passiert, und vor allem, was ich dazu beigesteuert habe.
Allerliebste Sonnengrüße
Dori
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