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Archive for Mai, 2010

unterwegs…

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unterwegs…

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Gestern war ich an der Limmat unterwegs, ohne Ziel und ohne feste Absicht, irgend etwas fotografieren zu müssen. Meine Nikon D5000 hatte ich natürlich dabei und eingeschaltet. Es war ein Gehen wie in der Meditation, einfach gehen, voll präsent im jetzigen Augenblick, irgendwie zeitlos. Ein Achtsames Gehen, weder schnell, aber auch nicht sehr langsam, nur unterbrochen, von den Momenten des fotografierens, aber dennoch jeden Moment voll erlebend. Das einzige was nur zu hören, aber nicht zu sehen war, dass waren die kleinen Singvögel,die versteckten sich gut in den grünen Blätter.

Es ist erstaunlich der Unterschied, im Gegensatz zu, wenn ich ein Ziel habe und unbedingt, ein ganz bestimmtes Objekt suche, dann sehe ich viele andere schöne Dinge überhaupt nicht. Dann bin ich, wie blind für das. was ich sehen müsste. Heute war das ganz anders, die Natur präsentierte sich mir von ihrer schönsten Seite und ich durfte viele schöne Fotos machen. Aber auch unschönes habe ich gesehen, wie diese rostigen Velos, die aus dem Stausee gefischt wurden und alls Mahnmal,immer noch am Geländer standen. Auch einen alten Schuh, den jemand weggeworfen hat, als Stilleben weischen den Blumen.

Aber irgendwann braucht es immer wieder eine Ruhepause und die habe ich mir dann auch gegönnt, an einem alten Rastplatz sass ich einfach da und beobachtete ein Schwanenpaar und einen Reiher, der sich aber bald langsam gehend in Sicherheit brachte. Das habe ich schon so oft beobachtet, die tun so, wie wenn sie einen nicht gesehen hätten und laufen langam aus dem Blickfeld.

Wie doch alles miteinander vernetzt ist, wie das eine ohne das andere nicht leben kann, ohne Sonnenschein, keine grünen Blätter, ohne Wasser kein Leben, ohne Leben keine Nahrung, und so fort und am Ende schlisst sich der Kreis wieder. Und alles dazwischen ist Leerheit.

Form ist Leerheit, Leerheit ist Form, wie es so schön im Herzsutra heisst.

27.5.2010 Text und Fotos von zentao

Fotos mit der Nikon D5000

Auch noch lesen.

des einen Freud ist des anderen Leid…

das Zen des Fotografierens



des einen Freud ist des anderen Leid…

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Es ist wieder einmal warm, seit gestern scheint die Kälte besiegt, es war heute über 25 Grad warm, das war schon ein Sommertag. Am Rheinufer waren alle freien Plätze besetzt, es trieb fast die ganze Bevölkerung hinaus ins Freie und am Rheinfall war alles voll von Touristen aus der ganzen Welt. Alle wollen dieses Naturschauspiel sehen, diesen gewaltigen Wasserfall, mit Unmengen von tosendem Wasser. Da staunt man über die gewaltige Kraft der Natur, im grossen wie im kleinen. Gerade neben der gewaltigen Wasserkraft, bringt die Natur junges Leben hervor, eine Entenmutter mit drei kleinen Entlein und ein Schwanenpaar mit einem ganz kleinen Schwanenkücken.

Es ist immer noch Frühling, kurz vor dem Sommer, es ist wieder einmal eine Zeit des Werdens, aber auch des Vergehens, am Himmel hoch oben lauert der Milan und beobachtet, ob es da unten ein unvorsichtiges Mäuslein oder eben ein junges Entlein oder Jungschwan zu erjagen geben würde, auch der Milan hat jetzt Junge zu füttern. Nur die Forelle schwimmt friedlich im seichten Wasser, sie hat bei uns wenige Feinde und das Wasser ist Sauber, auch die Forelle frisst kleinere Fische.

Auch der Löwenzahn ist verblüht, seine tausenden kleinen Fallschirmchen, tragen neues Leben weiter. Auf der Treppe fotografiere ich eine kleine Blume, ein richtiger Überlebenskünstler.

Alles ist voneinander abhängig, Fressen oder gefressen werden, des einen Freud ist des anderen Leid, dies zu Begreifen,zu verstehen und akzeptieren ist wohl der Beginn von Weisheit. Wir Menschen sehen nur immer das, für uns so schöne und Angenehme, dass die Natur einen dauernden Überlebenskampf aus ficht, das sehen viele nicht. Schlussendlich sind wir auch ein Teil der Natur.

Diese Worte von Buddha sagen eigentlich alles was es dazu zu sagen gibt.

Wenn dies ist, ist jenes;.

wenn dies entsteht, entsteht jenes.

Wenn dies nicht ist ist jenes nicht;

wenn dies aufhört, hört jenes auf.

Im Buddhismus wird nach diesem Grundsatz , die ganze Bedingtheit der Relativität und der gegenseitigen Abhängigkeit, das ganze Dasein und die Fortdauer und das Aufhören des Lebens, in einer ausführlichen Formel erklärt, welche Paticca- samuppadda, Bedingte Entstehung genannt wird.

24.5.2010 Text und Fotos von zentao



Ein Mensch ohne Rang und Namen

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Am letzen Montag war ich in der Sangha Zürich beim Vortrag von Marcel und habe für meinen Partner Blog taozazen diesen Beitrag geschrieben, welchen ich nun auch hier veröffentliche.

Ein Mensch ohne Rang und Namen

der Text von zentao in diesem Beitrag wurde von Marcel Geisser autorisiert.

Marcel Geisser vomHaus Tao in Wolfshalden versuchte uns, den Menschen Lin Chi etwas näher zu bringen.

Lin chi I- hsuan (in Japan Rinzai Gigen ) wurde nach 810 mit dem Familiennamen Hsing geboren und starb 866/867. Er ist der Begründer der nach ihm benannten Schule Linji zong welche sich über Korea, Japan, und Vietnam ausbreitete. In Japan heisst Lin Chi, Rinzai und das ist auch der Name derselben Schule. Marcel erzählte uns diese Geschichte über Lin Chi.

Lin Chi war bereits seit 3 Jahre bei Huang Po, da fragte ihn ein Mit-Schüler „ warst Du schon bei Huang Po zu einer persönlichen Unterredung? Was Lin Chi verneinte. Der ältere Schüler drängte ihn, er müsse unbedingt Huang Po eine Frage über Zen stellen. Was dann Lin Chi auch tat, es war aber die falsche Frage und vor allem es war nicht Echt und das bemerkte Huang Po ganz klar und schlug ihn. Von Zeit zu Zeit, wie es von ihm erwartet wurde, ging er wieder zu Huang Po um ihm wiederum eine Frage über Zen, zu stellen. Nach dem Lin Chi zum dritten Mal geschlagen wurde, da verleidete es ihm und er wollte Huang Po verlassen. Huang Po erfuhr davon und fand das sogar gut und gab ihm gleich noch eine Adresse von einem Zen-Meister auf einer kleinen Insel unten im Fluss wo dieser als Einsiedler lebte. Um die Geschichte kurz zu halten Lin Chi blieb drei Jahre bei diesem Eremit und er lernte hier richtig zu meditieren. Hier in dieser Einsamkeit und Ruhe, entdeckte er, dass es nichts zu erreichen gibt, dass alles ja bereits vorhanden ist, die Wahrheit ist im eigenen Geist. Sei einfach ein Mensch ohne Rang und Namen. Mit dieser Erkenntnis ging er zu dem Eremiten und erzählte ihm seiner Erfahrungen und dieser meinte nur; „Ich bin nicht Dein Lehrer, das musst Du Huang Po erzählen, das ist dein Meister.

Darauf kehrte Lin Chi zu Huang Po zurück, dieser schaute Lin Chi nur an und er wusste bescheid.

Ein Dieb erkennt immer, einen Dieb, auch im Dunkeln.

In jungen Jahren war Lin chi noch stark von der Lehre von Konfuzius geprägt, die Obrigkeiten und seine Eltern waren für ihn das höchste Gut, er war auch sehr Autoritätsgläubig. Als er mit 20 Jahren ins Kloster eintrat, da gab es zwei Studienrichtungen; das Sutra Studium oder das Studium der Mönchsregeln, was er dann auch studierte.

Als er erkannte wie einfach es in Wirklichkeit ist, wurde er extrem Radikal gegen alles Anhaften, bei sich selber, aber auch bei seinen Schülern. Wir sollen uns selber immer wieder Fragen, wo ist mein grösstes Anhaften, wie Geld, Macht, Ehe, Kinder, Religion, Ideologien und Besitz. Er erkannte, dass alles nur Konzepte sind und vieles was wir für wichtig und richtig halten, in Wirklichkeit, vollkommen unwichtig ist. Er wusste um die Tendenz der Menschen, sich immer an etwas Heiliges und Höheres zu binden und darum benutzte er, meiner Meinung nach auch so radikale Vergleiche, wie;

„Wenn ihr Buddha trefft, tötet Ihn,

Oder auch;

Die drei Juwelen sind wie ein Pflock, gerade recht um Esel anzubinden.

Oder auch,

die Buddhas und Boddhisattvas sind eine grosse Kloake

Er wurde leider oft falsch verstanden, den er meinte nicht man soll die Person Buddha töten, sondern wir sollen alle Ideen, von etwas besonderem, in uns selber töten und er meinte auch nicht, dass die Lehre von Buddha nur zum Esel anbinden tauge auch seine etwas unappetitlichen Vergleiche, waren dazu da um seine Zuhörer aufzuwecken. Er hat mit drastischen Worten, die Forderung von Buddha, wir sollen nicht anhaften, seinen Schülern nahe gebracht. An gar nichts Anhaften, nicht einmal an den Worten vom Buddha.

Er war in manchem radikaler als der Buddha.

Es war eine schwere Zeit, im alten China, die Buddhisten wurden wieder einmal verfolgt, die Klöster geschlossen und viele Mönche mussten wieder eine Arbeit suchen. Es war Krieg im ganzen Land und das prägte auch die Menschen. Es herrschte ein rauer Umgangston und die Menschen waren nicht zimperlich und ertrugen einiges. Auch die Mönche mussten hart arbeiten und sie pflanzten ihre eigene Nahrung an.

Lin Chi war bekannt für seine ungewöhnlichen Methoden um seine Schüler zu erwecken, unteranderem benutzte er den Stock (Kyosaku) und den Fliegenwedel (Hossu) aber vor allem war er für seine unerwarteten Schreie bekannt mit denen er seine Schüler zur Wachheit erzog.

Hier einige seiner Ratschläge an seine Schüler

Seit nicht wie die Schafe, hört auf umherzurennen.

Die Wahrheit ist im eigenen Geist.

Ihr braucht keine Lehrer, seid einfach euch selbst.

Seid einfach ein Mensch ohne Rang und Namen und seid einfach nichts Besonderes

Er meinte nicht, man solle nichts erreichen, er selber hatte ja auch den Titel eines Zen-Meisters. Er meinte damit ganz einfach, man solle sich nichts darauf einbilden und innerlich sich selber bleiben.

Sucht euch einen spirituellen Freund. Das war sein Rat an die noch unerfahrenen Schüler, mit einem schon etwas erfahrenem, spirituellen Freund würden die jungen Schüler schnellere Fortschritte machen.

Er betonte immer wieder, die Lehre sei auch nur ein Hilfsmittel, wir können Wasser nur mit einem Gefäss trinken. Wir sollen immer unterscheiden Gefäss und Inhalt, es ist beides wichtig ohne Gefäss kann man keinen Inhalt transportieren, dennoch ist immer der Inhalt, das was zählt.

Die Lehre von Buddha ist ein Hilfsmittel um Erleuchtung (Erwachen) zu erreichen.

Im Buddhismus ist das als upaya oder hilfreiche Hilfsmittel bekannt.

Unter oder hinter der Form ist das Formlose

Lin Chi lehrte nur gerade mal 10 Jahre lang und wurde nur 55 Jahre alt. Umso erstaunlicher ist es, dass er mit seinen Methoden so grossen Erfolg hatte und seine Schule bis heute in vielen Ländern auch heute noch, neben dem Soto Zen, eine der zwei grossen Zen Schulen ist.

Einer seiner bekanntesten Ratschläge an seine Schüler war;

Auch wenn du Titel und Orden besitzt, in dir selber sollst du ohne Rang und nahmen sein.

Unsere Buddhanatur kennt keine Hierarchien und lässt sich nicht mit Titeln und Namen festhalten. sie ist unsere grundlegende Natur und alle Formen und Namen sind nur unsere relative Wirklichkeit, der wir besser nicht anhaften. Deshalb lehnte Lin chi alle Dogmen und Abhängigkeiten konsequent ab.

Ein Zen-Meister der seiner Zeit voraus war, er ist in vielem heute immer noch sehr Aktuell.

13.05.2010 Text von zentao

Beitrag von Marcel Geisser autorisiert.


Absichtslosigkeit

 

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Am Freitag war wieder einmal Zazen und es wurde uns ein wunder schöner Text,von Thich Nath Hanh vorgelesen “ Das Herz von Buddhas Lehre“ . Ich möchte meinen Lesern, diesen Text nicht vorenthalten

Erstveröffentlichung: Blog von taozazen.wordpress.com

Absichtslosigkeit

Das dritte Tor der Befreiung ist die Absichtslosigkeit (abranithita) Es gibt nichts was getan werden müsste, nichts was zu verwirklichen wäre, kein Programm, keine Tagesordnung. Das ist die buddhistische Lehre, was die Eschatologie betrifft. Muss eine Rose irgend etwas tun? Nein, der Zweck der Rose ist eine Rose zu sein. Dein Zweck ist es Du zu sein. Du brauchst nirgends wohin zu laufen, um ein anderer zu werden. So wie du bist, bist du wunderbar. Diese Lehre des Buddha erlaubt es uns, Freude zu haben – an uns selbst, am blauen Himmel und an allem, was im gegenwärtigen Augenblick erfrischend und heilend ist. Es ist nicht Nötig, dass wir uns ein Ziel setzen und ihm nachjagen.

 

Wir haben schon alles, wonach wir suchen; wir sind schon das,was wir werden wollen. Wir sind schon Buddha. Warum also nehmen wir nicht einfach einen anderen Buddha an der Hand und praktizieren Gehmeditation? Das lehrt uns das Avatamsaka-Sutra. Sei du selbst! Das Leben ist kostbar – so wie es ist. Alle Elemente zum Glücklichsein stehen dir bereits zur Verfügung. Es ist nicht nötig, dass du einer Sache nachjagst, dich abmühst, suchst oder kämpfst. Das einzige was nötig ist; ist, dass du vollkommen präsent bist, dass du ganz im Hier und Jetzt, das heisst im gegenwärtigen Augenblick verweilst. Das ist die tiefe Erfahrung, die du durch Meditation machen kannst.

Die meisten Menschen können es nicht glauben, dass es ausreicht, nur zu gehen – und zwar so, als ob wir nirgendwohin gehen wollten. Sie meinen es sei normal und notwendig, Leistungen anzustreben und mit anderen in Konkurrenz zu treten. Versuche mal, nur  5 Minuten lang Absichtslosigkeit zu Praktizieren. Du wirst sehen, wie glücklich du während dieser 5 Minuten sein kannst.

Im Herz-Sutra heisst es; „es gibt kein erlangen.“ Wir meditieren nicht um Erleuchtung zu erlangen; „Wir sind schon erleuchtet.“ Wir brauchen nirgendwo zu suchen. Wir brauchen keinen Zweck und kein Ziel. Wir praktizieren nicht, um eine hohe Stellung zu bekommen. Absichtslosigkeit lässt uns erkennen, dass es uns an nichts mangelt, dass wir das schon sind, was wir zu werden hoffen,und all unsere Mühen hört einfach auf. Wir finden Frieden im Gegenwärtigen Augenblick und nehmen nichts anderes wahr als Sonnenlicht. das durch unser Fenster flutet, oder auch das Rauschen des Regens. Wir brauchen nicht länger hinter irgend etwas herzulaufen.

Wir können uns jedes Augenblicks erfreuen. Viele sprechen davon, dass wir ins Nirvana „eintreten.“ Wir treten aber nicht ein, wir sind schon da. Absichtslosigkeit und Nirvana sind eins.

Ich wache auf und lächle.

24 nagelneue Stunden liegen vor mir.

Ich gelobe, jeden Augenblick des Tages voll Achtsamkeit zu leben

und alle Wesen mit den Augen der Liebe zu betrachten

Freitagstext vom 14.5.2010

 

aus dem Buch von

Das Herz von Buddhas Lehre: Leiden verwandeln - die Praxis des glücklichen Lebens (HERDER spektrum)

Thich Nath Hanh “ Das Herz von Buddhas Lehre“ Seite 153 -154



Zum Thema auch noch lesen;

ist eine Rose, immer eine Rose ?


Verwandlung und Abschied

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Verwandlung und Abschied
Wie regelmässige Besucher von meinem Blog wissen, war ich auf einer Nilkreuzfahrt in Ägypten und habe in letzter Zeit, meine Berichte über unsere Reise im Blog zentao veröffentlicht.

Schon lange habe ich nicht mehr über Zen geschrieben, ganz einfach; es geschah nichts besonderes, das Leben dümpelte einfach so dahin, ich meditierte regelmässig und meinte, dass alles so laufe wie es sein soll. Die Themen haben sich irgendwann erschöpft und über vieles habe ich bereits geschrieben, auch über das älter werden. Hier; „alle wollen älter werden, aber keiner will alt sein

Vor drei Jahren musste meine Mutter, 88 Jahre alt, ins Altersheim und durfte vor drei Tagen friedlich einschlafen. Meine Mutter hatte ein schweres Leben, mit viel Arbeit und vielen Ungerechtigkeiten, die sie nicht vergessen konnte. Sie wuchs in einem Kinderheim auf und erlebte auch da viele Ungerechtigkeiten. Sie war ein wehrhafter und oft auch rachsüchtiger Mensch, sie gab alles zurück, im Guten wie im Bösen. Man könnte auch sagen sie hatte ein starkes Ego. Als Mensch war sie eine Herausforderung für ihre Umwelt und liebte es mit provozierenden Sprüchen, ihre Mitmenschen zu konfrontieren. Sie hatte ihren eigenen Humor, der oft auf Kosten anderer ging. Sie war leider nie bereit, Erkenntnisse über sich selber umzusetzen, vor allem war sie nie bereit ihrer Mutter zu verzeihen.

In den ersten Tagen, als sie im Altersheim war, gab sie uns Söhnen die Schuld, dass sie jetzt keine Wohnung mehr hatte und viele ihrer schönen Sachen weggeben musste. Ihr Anhaften an allem Materiellen war stark. Sie war für mich eine gute Lehrerin -in allem, wie man es nicht machen soll. Der Grund, warum sie ins Altersheim gehen musste war ihre grosse Vergesslichkeit. Was man ihr kurz vorher erzählte, war gleich wieder vergessen. Auch ihre Augen wurden immer schlechter, so dass sie fast nichts mehr sah.

Dass sie so vergesslich wurde, war im ersten Moment anstrengend, vor allem für uns Angehörigen, das wurde mit der Zeit zum Glück, denn sie vergass mit der Zeit sogar alles Böse aus der Vergangenheit und sie war gezwungen immer im Augenblick zu leben. Sie lebte ganz im Hier und Jetzt, gezwungener massen, denn etwas anderes war gar nicht mehr möglich. Mit der Zeit wurde sie eine richtig liebe Person, denn alle ihre Boshaftigkeit verfiel mehr und mehr. Mit der Zeit hatte sie gar keine Kraft mehr, ihre eigenwillige Persönlichkeit, ihr Ego aufrecht zu erhalten. Sie, die ein Leben lang immer meinte, sie müsse immer nur kämpfen, wurde am Ende ihres Lebens gezwungen loszulassen. Wie eine Kerze, die keinen Sauerstoff mehr bekommt, erlöschte sie und schlief friedlich ein.

Wiederum ist meine Mutter für mich eine grosse Lehrerin, denn auch ich muss lernen, nicht immer alles so wichtig zu nehmen und das Leben etwas gelassener an zu gehen. Für mich war das eine Erfahrung, zu sehen wie viel Kraft wir alle brauchen, um unsere Maske, so wie wir gerne gesehen würden, aufrecht zu halten und wie viel Kraft es wiederum braucht um loszulassen. Wenn ich das Hinweg gehen meiner Mutter so betrachte, wird mir bewusst, dass auch ich eines Tages diesen Weg gehen muss und werde.

Wenn du die Menschen und Dinge,

die um dich sind, eingehend betrachtest,

so erkennst du, wie alles dauernd im Fluss ist.

Alles lehrt dich, wie unbeständig die Dinge sind.

12.05.2010 Text von zentao

zum Thema auch noch lesen

Wenn du nicht alt werden willst, dann häng dich jung auf

alle wollen älter werden, aberkeiner will alt sein…


Leben am Nil

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Leben am Nil
Kleiner Einblick in das Leben der Menschen am Nil

Das Niltal ist eine üppige und reiche Landschaft, reich an grünen Pflanzen, und Tieren, reich an aller Arten von Vögel.(Vögel am Nil) Die Palme ist wohl der Baum den man am häufigsten sieht. Auch kleine und grössere Bananenplantagen sieht man. Auf den Feldern wird überall immer wieder gearbeitet, vor allem von Hand. Die Bauern leben in einfachen Lehmhäuser, einige besitzen sogar eine Satellitenantenne. Ab und zu sieht man ein grösseres Dorf mit Moschee und einem Minarett. In den Dörfer haben die Menschen meisten auch Elektrischen Strom.

Das Haupttransportmittel, ist wohl immer noch der Eselkarren, ab und zu sieht man einen kleinen Lieferwagen. aber relativ selten. Autos können sich hier nur die Reichen Menschen leisten, hier gilt, wer eine Wohnung, und ein Auto besitzt, der gehört zu den Reichen. Der Rest der Menschen geht halt zu Fuss. Hier wird noch viel Handarbeit geleistet, wir besuchten dann auch eine Alabasterschleiferei, wo uns demonstriert wurde, wie der Stein bearbeitet wird.(Fotos)Diese Alabastervasen, sind sehr grob und nicht unbedingt das Souvenir was ich brauche.

Dann besuchten wir noch eine Parfümerie, wo uns eine junge Moderne Frau, in einem eleganten Arabischem schwarzem Tschador mit Kopftuch, unter dem schwarzen Kleid trug die Frau, moderne Sandalen und ihre Zehennägel, waren mit einem schönen Rot lackiert. Sie erklärte uns wie und welche Duftöle und für was sie verwendet werden.

Hier sahen wir auch einen Glasbläser, welcher die kleinenPhiolen im Feuer formte.(Fotos) Während unseren Tempel Besuchen sahen wir noch so manches, was für uns einfach Fremd ist, Ägypten ist wirklich eine andere, aber Echt interessante Welt. Oft meint man die Zeit seit irgendwann stillgestanden. Die Menschen hier, scheinen noch Zeit zu haben und das Leben ist hier noch nicht so hektisch.

Was aber auffällt, hier arbeiten wohl nur die Männer, Frauen sieht man, wenn überhaupt, nur im Tschador, mit Kopftuch, selten sieht man Frauen, wie in der Parfum Manufaktur, in öffentlichem Bereich arbeiten. Wobei der Nil natürlich ein ländliches Gebiet ist, und darum sicher auch konservativer. Aber auch auf unserem Schiff, arbeiten nur Männer. Ich frage mich oft, warum ist das nur so, dass in allen Muslimischen Länder, die Frauen so versteckt werden? Sobald Muslimische Männer in Europa leben, müssen die Frauen oft, Arbeiten gehen, weil sich der Mann sonnst kein Auto leisten kann, oder ist das wieder einmal so ein Vorurteil? Ich weiss es nicht, aber man macht sich halt so seine Gedanken.

Auch noch lesen:

Hatschepsut Tempel

Zum Them Niel-Reise, auch noch Lesenswert, auf dem Blog von Smily12

Ferien in Ägypten 2010

4.05.2010 Fotos von zentao mit Nikon D5000

 

 

 

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Hatschepsut Tempel

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Zum Abschluss unserer Nil Reise besuchten wir noch denTotentempel der Hatschepsut, das ist der Tempel wo 1997 das Massaker, mit vielen Schweizern unter den Toten, stattfand. Auf dem Weg dahin sahen wir zwei Riesen Statuen, genannt die Kolosse von Westteben.(Fotos. Danach fuhren wir ins Tal der Könige, aber weil wir nicht fotografieren durften, habe ich auch keine Bilder und berichte auch nicht darüber.

Dann endlich nach langer Fahrt, waren wir wieder auf der anderen Seite des Berges, wo genau unter dem Pyramidenförmigen Gipfel des Berges, wo dahinter das Tal der Könige liegt. Hatschepsut war die einzige weibliche Pharaonin, und als solche wohl eine Aussenseiterin, sie regierte immer hin 22 Jahre.

In jedem Tempel hat es immer wieder Wächter mit Maschienegewehren, ob das im Ernstfall etwas bewirkt ist aber fraglich, die wollen einem immer etwas besonderes zeigen, und verlangen dann ihren Backschiss.

Der Tempel wurde innerhalb von ca. 15 Jahren, vom 7. bis zum 22. Regierungsjahr der Königin Hatschepsut, erbaut. Der Haushofmeister Senenmut wird als Architekt angesehen, worauf verschiedene versteckte Darstellungen Senenmuts und das Vorhandensein des für ihn geplanten, unvollendeten Grabes (TT353) unter der ersten Terrasse deuten.[4] Trotz der vielen Spekulationen um das Verhältnis zwischen Senenmut und Hatschepsut sind die genaue Stellung, die er am Hof innehatte und der Grund, warum er später doch nicht unter dem Tempel bestattet wurde, unbekannt.[3]Neben Senenmut waren noch Hapuseneb, Nehesy, Djehuti, Minmose, was durch Namenssteine, die im Tempel und in den Rampen verbaut wurden, belegt ist, an der Errichtung des Tempels beteiligt. Während der Damnatio memoriae, von der auch Königin Hatschepsut betroffen war, wurde der Tempel stark zerstört. Viele Wanddarstellungen und Statuen wurden vernichtet.Mehr bei Wikkipedia

Auch noch lesen:

Leben am Nil

Luxor Tempel


3.05.2010 Fotos von zentao


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Luxor Tempel

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DerLuxor Tempel ist dem Gott Amun, seiner Gemahlin Mut und ihrem gemeinsamen Sohn, dem Mondgott Chons, geweiht.  Von hier führt eine Allee, die zu beiden Seiten von Widdersphingen flankiert wird, in nordöstliche Richtung. In der Antike verband die Allee den Luxortempel mit dem 2,5 Kilometer entfernten Karnak-Tempel. In mitten des Hofes stehr die Moschee des Abu el-Haggag welche auf den Ruinen eines alten Tempel gebaut wurde und gilt bereits als Antik und gehört heute zum Tempel. Der Luxortempel erfüllte im Wesentlichen zwei Funktionen. Einmal im Jahr – zum ägyptischen Neujahrstag – wurde das Opet-Fest begangen. Die Statuen der Götter Amun, Mut und Chons wurden in tragbaren Barken vom 2,5 Kilometer entfernten Karnak-Tempel hierher gebracht. Später wurde ein Teil des Tempel auch von den Christen, der damaligen Zeit benutzt(Fotos) Mehr über den Luxor Tempel

Nächster Tempel:

Hatschepsut Tempel

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Vögel am Nil

2.5.2010 Fotos von zentao

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Vögel am Nil

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Es ist erstaunlich was wir hier in dieser Woche alles an Vögel gesehen haben, nicht nur Wasservögel, nein auch eine spezielle Rabenart, die Nebelkrähe, natürlich auch Ibisse und alle Arten von Reiher, vom Seidenreiher, Silberreiher, Kuhreiher. Kormorane und den Schwarzmilan haben wir in Luxor gesehen, mitten im Hafen holte er Abfälle, welche die Mannschaft über Bord geworfen hat.  In diversen Tempel beobachteten wir Spatzen und Tauben und im Tempel von Luxor fotografierte ich ein Spatzenpaar mit einem jungen Spatz. Im Botanischen Garten sahen wir sogar einen Wiedehopf der bei uns sehr selten geworden ist. Zum Schluss sahen wir einen ganz seltenen grünen Vogel auf dem Gitter vom Karnak Tempel, das war ein Smaragt Spint, oder auch grüner Bienenfresser genannt. In Hurgada sahen wir dann noch kleine Papageien in der Grösse von Spatzen. Es gibt noch so viele Vogelarten am Nil, das sind nur diejenigen, welche ich fotografieren konnte.

Nächster Tempel:

Luxor Tempel

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Karnak Tempel

1.5.2010Text und Fotos von zentao




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