Tags: Achtsamkeit, Alltag, Blogs, Buddha, Buddhismus, Fleisch, Gemüse, Lebensmittel, Ernährung, Essen, Bio, Leben, Menschen, Zen
Fleisch oder Gemüse ?
Fleisch oder Gemüse? Diese Frage habe ich mir vor längerer Zeit auch gestellt, vor allem weil ich mich dem Buddhismus verpflichtet fühle und seit gut 16 Jahren Zen-Meditation praktiziere. Ich bekenne ich esse immer noch Fleisch, je nach Lust und Laune, so alle zwei Wochen habe ich ein stück Fleisch auf meinem Teller. Nur Wurstwaren und Schweinefleisch, meide ich ganz. Immerhin bin ich zu 50% Rohköstler und mache mir jeden Morgen ein Smoothie, aus zwei Teilen Früchte und einem Teil Gemüse das Rezept und Video hier:Green Smoothies. Ich bin leider etwas süchtig auf Backwaren, und das ist für mich das grössere Übel, als Fleisch. Zucker und Weissmehl sind die grösseren Gifte für unseren Körper, als Fleisch. Dank dem Rohgemüse habe ich meinen Süssigkeiten Konsum stark reduziert.
Fleissige Blogleser wissen ja, dass ich in Sachen Gesundheit schon einiges aus probiert habe. Seit ich das Buch von Andreas Campobasso Stopp! Die Umkehr des Alterungsprozesses gelesen habe, bin ich schockiert über die Praktiken unserer Lebensmittel Industrie. Es ist aber nicht nur die Lebensmittel Industrie welche in sträflicher Art und Weise mit unserer Gesundheit spielen, es ist vor allem die Landwirtschaft die sich ganz falsch entwickelt hat. Beeinflusst durch die Chemie, wurden nur noch Produkte produziert, welche sehr schön anzusehen waren, aber nicht mehr sehr gesund sind. Sie sind durchaus, die Ursache, von so mancher Krankheit, die es früher nicht gab.
Beim Fleisch war es genau so, die Tiere wurden mit Hormonen und Kraftfutter, gemästet, dass sie schneller Schlachtreif waren. Das Perverseste passierte vor ca. 15 bis 20 Jahren als die Bauern, begannen, den Tieren Knochenmehl unter das Futter zu mischen und dann vor ca.10 Jahren entdeckte manBSE der sogenannte Rinderwahnsinn. Das machte vielen die Entscheidung, Vegetarier zu werden leicht. So leicht wird man aber nicht zum Vegetarier, weil wir alle irgend wie Konditioniert sind, das heisst abhängig. Produkte welche Industriell verändert wurden, machen früher, aber sicher später krank. So kann man vieles nicht mehr essen, weil wir davon krank werden. Industriel verarbeitete Produkte, sind für mich Tabu und sind total von meiner Einkauflieste gestrichen.
Aus Lebensmittel wurden Nahrungsmittel und heute haben wir den Schlamassel, was können wir noch bedenkenlos essen? Ob Bio-Gemüse und Bio-Fleisch das richtige ist, bin ich nicht so sicher, ob wir den Biobauern wirklich trauen können, das wird die Zukunft weisen.Claudia Klinger hat einen neuen Blog mit dem passenden NamenUnverbissen vegetarisch hier will sie genau diese Frage mit ihrer neuen Leserschaft diskutieren.
Was einer essen will, das muss jeder für sich entscheiden, was wir alle machen müssen, unser Kaufverhalten überprüfen und entscheiden, will ich für meine Gesundheit mehr Geld ausgeben, den gesunde Lebensmittel sind in der Regel etwas teurer.
Wen jetzt jeder Vegetarier wird, leben und vermehren sich Weltweit, die Rinder und Schafe und Hühner usw. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir am Anfang unserer Entwicklung zum Menschen, Jäger und Sammler waren. Vielleicht war gerade diese Mischkost, die Nahrung, die es ermöglicht hat zum heutigen Menschen zu werden. Es ist aber auch klar, dass der Fleischkonsum den Menschen Aggressiv machte. Ob Vegetarier die friedlicheren Menschen sind, das weiss ich nicht. In den alten indischen Kulturen, wurde durchaus, auch Fleisch gegessen nur das töten war verboten, der Metzger war in der Regel, ein Moslem. Es ist ein paradox, das töten war verboten, aber das Fleisch von toten Tieren durfte man essen.
Wichtiger als die Diskussion Fleisch oder Gemüse, ist die Frage; wie leben die Tiere? Leben sie Artgerecht unter ihresgleichen und bekommen sie auch das richtige Futter. Wie weit sind die Transportwege und muss es dringend ein Schlachthaus sein, wo die Tiere sofort die Angst der getöteten Tiere riechen und in Panik ausbrechen.
Was immer wir essen, es sollte nicht aus Industrieller Produktion sein. Es muss natürlich angebaut werden und die Tiere müssen Artgerecht gehalten werden. Wer Zeit und Geld hat, sucht sich einen Biobauer in der Nähe seines Wohnortes und kauft so direkt ab Hof, das ist aber schon die Luxusvariante. Bei den meisten ist der Wille zu gesundem Essen da, nur Entscheiden tut am Ende immer der Geldbeutel.
28,10.2010 Text von zentao
Stopp! Die Umkehr des Alterungsprozesses























Pingback: Sieben unverbissen vegetarische Lesetipps » Unverbissen vegetarisch
Hallo Gerda
Willkommen auf meinem Blog und Danke fürs abonnieren, es freut mich, dass Dir mein Blog gefällt.
liebe Grüsse zentao
Wirklich interessanter Bericht, dankeschön. Muss man erstmal verarbeiten. Generell finde ich diese Seite gut zu lesen. Hab den Blog abonniert!
Danke!
Pingback: Startseite + Informationen « zentao blog über zen + anderes
Hallo Irene
wie Recht Du hast…..der erste Schritt ist, bessere Qualität zu kaufen und daran müssen wir alle arbeite. Wie schnell hat man wieder eine billig Acktion gekauft…
Das mit den Kindern ist doppelt dragisch… weil wir es ja vorleben.
Liebe Grüsse zentao
Ich denke ebenfalls das Nutztierhaltung eine schlimme Sache ist. Ich frage mich, woher der Mensch sich das Recht nimmt Tiere zu seinem Gebrauch auszunutzen und unter unwürdigen Bedingungen leben zu lassen.
Die Natur sollte genutzt jedoch nicht vollkommen ausgeschöpft und verbraucht werden.
Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung ist nicht nur besser für die Tiere sondern auch für uns Menschen….Heutzutage ist doch fast jeder Mensch in der westlichen Welt übergewichtig. Selbst Kinder sind bereist betroffen…
Liebe Claudia
ich gebe Dir recht, diese Massentierhaltung ist eine Sauerei und muss verboten werden. Die Tiere die vom Menschen zu Nutztieren domstiert wurden, wären wirklich unfähig in freier Wildnis zu leben. Ich bin auch überzeugt, dass wenn die Fleischqualität steigt durch artgerechte Haltung und wenn die Menschen bereit sind mehr dafür zu bezahlen, wird automatisch auch weniger Fleisch gegessen. Bei uns zu Hause, gab es früher auch nur einmal in der Woche Fleisch. Das Fleisch ist heute zu billig und jeder kann es sich täglich leisten. Was nichts kostet ist in der Regel auch nichts wert.
Wir müssen den Menschen wieder ein Bewusstsein, für gutes Essen und gute Qualität geben. Es ist heute schon so, dass Milch und Milchprodukte von vielen nicht mehr vertragen wird. Das Gemeine ist, die Industrie bringt bereits Lactosefreie Milchproduckte auf den Markt, damit ja niemand seinen Lebensstiel verändern muss. Die Dummen werden sich weiter von der Industrie für dumm verkaufen lassen und die Produkte weiter kaufen. So oder so, das Geschäft geht weiter.
Es bleibt jedem selber überlassen, wie er/sie sich entscheiden.
Liebe Grüsse Erwin (zentao)
Schöner Artikel – und herzlichen Dank für die Erwähnung!!
An einer Stelle muss ich widersprechen: Es ist nicht zu befürchten, dass bisherige “Nutztiere” sich irre vermehren, wenn alle (=total utopisch!) Vegetarier würden. Im Gegenteil ist es so, dass es diese Tiere nur massenhaft gibt, WEIL wir soviel Fleisch und Milchprodukte konsumieren. In Brasilien wird der Regenwald abgeholzt, um Platz für die lukrativen Rinder zu haben. Von selber würde das kein Rind schaffen: es lebt nur da, wo es artgerechten Lebensraum findet – und solche “Wildnis” gibt es heute kaum noch.
Und denke an die Millionen Rinder, Schweine und Hühner in den engen Massenställen: Gäbe es diese Massentierhaltung nicht mehr, würden wir doch nicht etwa von Hühnern und Schweinen aus den Städten verdrängt… Es gäbe schlicht nicht mehr so viele, sondern nur in einer Zahl, wie sie unter artgerechten Bedingungen in einer begrenzten, zu diesem Zweck bestimmten Areal biologischer Landwirtschaft Platz fänden.
danke für die weiterführenden links!