5 Kommentare zu “Was Du nicht hast – kannst Du nicht geben

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  2. Liebe Claudia
    Ja wir spiegeln unsere Umwelt und unsere Mitmenschen aber bevor wir etwas spiegeln können, muss es in uns vorhanden sein. Der Ärger der ich bin und auch fühle, den spiegle ich auf den anderen und der wird reagieren, weil mein Ärger bei ihm auch Ärger auslösst, sofern vorhanden. Ein Mensch der seine Ärger Anfälligkeit bereits bearbeitet hat, der kann, meinen Ärger mit liebevollem Mitgefühl beantworten. Um das zu können braucht es ein Bewusst Werden seines eigenen negativem Denkens und auch ein achtsames beobachten seiner Selbst.
    liebe Grüsse zentao

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  3. So simpel ist es aber nun mal nicht.

    Sowohl die Erfahrungen des täglichen Lebens als auch die neuere Hirnforschung zeigt ganz klar: es kommt nicht raus, “was drin ist”, sondern wir spiegeln normalerweise (!) die Emotionen des Gegenübers.

    Geht uns jemand aggressiv an, spüren wir ebenfalls Ärger, sehen wir jemanden weinen/leiden, ergreift uns Mitleid/Mitgefühl. Sitzen wir im Zug, der in einem Tunnel lange hält, fühlen wir spätestens dann Angst, wenn die Leute um uns herum Angst bekommen. Usw. usf. – ein ganzes Hirnareal, die sog. “Spiegelzellen” sind dafür verantwortlich. (Buchtipp: Joachim Bauer – Warum ich fühle, was du fühlst);

    Es gibt Ausnahmezustände, in denen das Spiegeln so 1:1 nicht funktioniert, sondern z.B. auch Aggressivität mit liebevollem Mitgefühl beantwortet wird. Durch eine längere Atemübung (Singestunde…) war ich mal in einem solchen Zustand, der noch den ganzen Tag über anhielt. Es war wunderbar! In der U-Bahn stieg direkt vor mir ein aggressiver Besoffener ein, dessen Zustand ich zwar wahrnahm, der aber “nur” liebendes Mitgefühl auslöste. Ich wendete mich nicht ab, schaute nicht vorbei, sondern sah ihn besorgt an, bereit, mit ihm zu kommunizieren – aber seltsamerweise ÜBERSAH er mich komplett und ging an mir vorbei, um weiter hinten anderen Leuten Schimpf-Reden zu halten…

    Nun, leider hat das nicht angehalten. :-)

    Ich glaube nicht an Heilige/Erleuchtete, die durchweg so drauf sind. M.E. ist “der Erleuchtete” eine sozial gemachte Rolle, in die manche sich bereitwillig einfinden, andere nicht. Wenn erst mal eine Schülerschaar sich um die Dinge des Alltags kümmert, entsteht auch kein üblicher “Druck” mehr – da wird es dann einfach, durchweg den Heiligen zu geben.

    Heißt jetzt nicht, dass ich was dagegen hätte, dass es spiritualle Lehrer gibt, keinesfalls! Nur diese verbreitete Mystifizierung des “ganz Anderen” halte ich für ein soziales Konstrukt. Und eben nicht für DIE WAHRHEIT.

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  4. Das mit der “bedingungslosen Liebe” erinnert mich an das Neue Testament, wo nicht nur Nächstenliebe sondern auch Feindesliebe gefordert wird. Feindesliebe mag absurd klingen, aber es ist der einzige Weg, wenn einem Unrecht getan wurde, nicht in diesem Loch zu versinken und sich jahrelang mit schmerzhaften Gedanken und Erinnerungen zu quälen. Wer loslassen will, schafft das nur mit Liebe und indem man dem Täter vergibt, ihm vielleicht sogar noch alles Gute für sein weiteres Leben wünscht.

    Dir noch einen schönen Abend,
    Astraryllis.

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  5. Lieber zentao, da hast Du eine sehr schöne Geschichte ausgewählt und akkurat übersetzt. Thanks a lot. Ich finde Wayne dyer kann man aufgrund seiner Körpersprache anfühlen, dass er etwas auf dem Kasten hat… LG Rainer

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