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Emotionen und Gefühle 2.Teil

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Gestern habe ich darüber geschrieben, das Paradoxe sei, dass wir immer wieder die gleichen Muster in einer Familie, von einer Generation an die nächste weiter geben würden. Wenn in Familien seit Jahren die gleichen Beziehungs- und Erziehungs-Muster ablaufen und alle denken das sei Normal, und nicht sehen, dass unser Gegenüber unser Spiegelbild ist und wir nur noch, das Aussen sehen, aber unsere eigenen Fehler nicht als unser Eigen erkennen. Erst wenn uns das bewusst wird, können wir das ändern und loslassen.

Wenn wir unsere Emotionen jahrelang unterdrückt haben, dann zeigt sich das möglicherweise in der Form von Schmerzen . Dann hat sich unser Körper vermutlich einen Schmerzkörper aufgebaut und wir leiden. Wir möchten so gerne diesen Zustand beenden, aber wir wissen nicht wie. Denn wir wollen uns nicht ändern, das soll gefälligst unsere Partnerin/Partner tun. Wir sind rachsüchtig und nachtragend. Wir reagieren aus unserem EGO heraus, unsere Handlungen sind fast nur noch egoistisch. Was immer wir tun und denken, alles dreht sich im Kreis, wir wiederholen uns dauernd, alles bewegt sich nach altbekannten Mustern und wir sind nicht fähig, daraus auszubrechen. Unsere Emotionen sind ungelebte, aufgestaute und manchmal verbotene Vergangenheit, die wir nicht so leben durften, wie wir es gerne getan hätten. Wir wissen, dass da etwas ganz falsch gelaufen ist und teilweise noch läuft. Da wir gelernt haben, die Schuld auf uns zu nehmen haben wir ein schlechtes Gewissen und haben nicht den Mut, unsere Fehler einzugestehen. Wir hatten aber auch nie die Kraft uns dagegen aufzulehnen. Wenn wir uns mal gewehrt haben, dann nur mit einem Wutanfall.

Auch in den Emotionen sind Mann und Frau verschieden. Der Mann reagiert aggressiver und ist wütend und laut, er zieht sich beleidigt zurück. Die Frau wird vielleicht schreien oder weinen, wenn die Atmosphäre nicht mehr harmonisch ist, hat die Frau keine Lust mehr am Sex und sie kann depressiv werden. Ihre Emotionen wechseln zwischen Wut und Traurigkeit.
Das ganze Leben ist unbefriedigend und wir funktionieren nur noch. Oder eben auch nicht.

Was können wir tun? Wir müssen unsere alten Muster ändern, wir müssen lernen unsere negativen Emotionen in kreative Energie umzuwandeln. Vor allem müssen wir bereit sein, auch Fehler vor uns selber eingestehen. Wenn wir unsere Schutzwand, die wir aufgebaut haben abbauen, werden wir wieder verletzlich. Und im Gegensatz zu den Emotionen sind die Gefühle meisten positiv und wir erkennen sie an dem, dass wir wieder ganz bei uns selber sind. Wir sind offen und gesprächsbereit. Wir sehen wieder Möglichkeiten wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen wollen. Wir machen keine Schuldzuweisungen mehr, sondern wir sprechen davon, wie wir uns fühlen. Wir sind innerlich nicht mehr verhärtet und wie gelähmt, wir sind wieder entspannt und mitfühlend. Wir sind offen und wir fühlen uns lebendig. Wenn wir unser Leben wieder, oder endlich, bewusst leben, dann wird unser Leben wieder spannend, aber ohne Spannungen.

Das ist aber alles nur möglich wenn wir wirklich unsere Muster ändern wollen. Nun müssen wir ein wenig zum Detektiv werden: da wir ja aus Teilen von zwei Familien bestehen, ist es nicht leicht, diese Muster zu ändern. Wir fragen uns, in welcher Familie hat es schon ein ähnliches Verhalten gegeben? Welche Elternteile, reagierten genau so wie wir? Wenn wir das tun, ist es von Vorteil, wenn die ganze Familie mitarbeitet und es ist Arbeit, die Arbeit an uns selber. Auch gute Freunde sind oft ein Vorbild und Möglicherweise gute Ansprechpartner, auch in der Not. Wir werden zur Baustelle und es gibt verschiedene Wege unsere Ziele zu erreichen.

1 Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg/ USA
2 Zen-Meditation und alle anderen Meditationen sind dafür geeignet.
3. Yoga, Qui Gong, Tai Chi, auch Karate kann sehr gut helfen
4. EFT Klopfakupressur
5. (Fast) alle Spirituellen Wege sind gut, nur (Scientologie ist ganz schlecht, Scientologie macht Menschen abhängig ) alles andere führt auch irgendwann zum Ziel. Manche Wege sind halt etwas länger.

Das sind nur einige Vorschläge was wir alles tun können, ich selber bevorzuge die Methode von Marshall Rosenberg und natürlich den buddhistischen Ansatz, wie man mit den Emotionen umgeht. Wichtig scheint mir nicht unbedingt der Weg, sondern dass wir endlich aufwachen und anfangen an uns zu arbeiten und bewusster leben. Ganz wichtig währe es, wenn dieses Thema; “Negative Emotionen und wie man damit umgehtvomDalai Lama 24. Mai 2008 auch schon in der Schule, gelernt würde. Damit unsere Kinder nicht ein halbes Leben lang darunter leiden müssen, wie ihre Eltern. Es ist für manche ein langer Weg, aber er lohnt sich auf jeden Fall. Wenn wir endlich unser eigenes Leben leben, dann sind wir ganz andere Menschen und doch immer noch die gleichen.

Wir sollten endlich anfangen, jeder für sich selbst. Die Zeit drängt.

25.04.2011 zentao

weiter Artikel zum Thema:

Emotionen und Gefühle 1.Teil

Gedanken über 8 starke Emotionen

Hier noch ein Interessanter Linkaus Buddhistischer Sicht:

Gefühle und Emotionen Die zweite Stufe der Betrachtung – Klarheit über unsere Gefühle und Emotionen

Video auf YouTube: Sprache gestaltet Beziehung Lehrfilm über die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg…Schulung Trailer Gewaltfreie Kommunikation Marshall Rosenberg

Meine Buchempfehlung zum Thema: von Eva-Maria + Wolfram Zurhost
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Liebe dich selbst und freu dich auf die nächste Krise

12 Antworten

  1. Pingback: zentao blog über zen + anderes

  2. Liebe Ursula
    Deine Worte lassen einiges in mir erklingen, wenn ich mich an meine Mutter erinnere, war sie auch ein Opfer ihrer Erzieher und weil sie nichts anderes kannte, erzog sie mich zum Egoisten. Immer noch bin ich am umlernen. Als Egoist sind wir schwach, nur in der Gemeinschaft, Mitmenschen, können unsere Stärken und inneren Werte zeigen. Wie Du so treffend schreibst, müssen wir uns selber vergeben, aber zuerst müssen wir lernen uns selber anzunehmen und uns selber zu lieben, erst jetzt sind wir fähig auch anderen unsere Liebe zu geben. Das schöne ist, dieser Prozess, zu grösseren Dimensionen ist nicht mehr zu stoppen. Wer den Weg einmal gefunden hat, kann ihn nicht mehr verlieren.
    Liebe Grüsse zentao

    23. Mai 2011 um 14:00

  3. Lieber Zentao

    danke für deine wertvollen Beiträge.
    Wir sind uns gar nicht bewusst, dass man zu Projektionen erzogen wurde. Wir haben von klein auf nie was anderes gelernt, als die Schuld auf andere zu schieben. An uns wurden Erwartungen gestellt und wir tun das ebenfalls anderen gegenüber. Uns wurde Liebe versprochen, wenn wir Forderungen erfüllten. Erfüllte man eine Forderung, kam die nächste … nur auf die Liebe wartet man immer noch.
    Das wollen viele nicht sehen, weil es zu schmerzhaft ist. Und deswegen machen sich viele was vor.
    Anstatt in die Aussenwelt zu projizieren und mein Glück zu suchen, muss ich mich davon abwenden und mich mir selber zuwenden. Ich habe alles, was ich brauche: meine Liebe, meine Wertschätzung, meine Zufriedenheit. Das ist eine Zeit, in der man sehr egoistisch wirkt und sich notfalls von engen Verwandten und Freunden trennt. Man muss sich evtl. üble Beschimpfungen gefallen lassen, weil man nicht mehr so funktioniert, wie andere das haben möchten.
    Doch ist das alles nur vorübergehend. Wenn ich meine Liebe gefunden habe, kann ich ja nur noch Liebe geben. Ich muss mir Zeit geben und Rückfälle vergeben. Es kommt immer noch vor, dass ich jemanden verantwortlich machen will für das, was mir zustösst. Es wird aber immer weniger, weil ich weiss, dass ich der Sender bin und nur das empfange, was ich aussende.
    In dem gleichen Masse, wie ich mir selber vergeben kann, kann ich auch grosszügig über die Fehler anderer hinwegsehen.
    Sich selber vergeben und sich selber lieben hört sich so einfach an, ist aber ein längerer Prozess. Ich empfehle, einfach mal aufzuschreiben, was man alles an sich toll findet. :)
    Liebe Grüsse
    Ursula

    22. Mai 2011 um 11:02

  4. Liebe Dori
    Dann haben wir beide unsere Familien gut analisiert und für meine Familie habe ich festgestellt, dass sich unsere Familie in all den Jahren, stark verbessert hat. Bei jedem Neuankömmling stellt man nach einiger Zeit fest, dieses Verhalten kenne ich doch, woher hat er/sie das nun wieder? Und irgend jemand sagt dann eventuell; Der/Die war doch genauso. Sind es die Gene? Was immer es ist, es ist schon spannend was sich alles immer wieder inkarniert.
    Das Leben ist doch etwas geniales und spannendes.
    Ich wünsche Dir eine schöne Restwoche
    Liebe Grüsse zentao

    26. April 2011 um 21:10

  5. Lieber Erwin,
    danke für diesen wertvollen Artikel.
    Ich stelle gerade in meiner eigenen Familie fest, dass sich Beziehungsmuster tatsächlich über mehrere Generationen hinweg “vererben” können. Da so viele Menschen daran beteiligt sind, und so viele Generationen, versuche ich nun, dies durch Familienaufstellungen aufzulösen. Es ist mit viel energetischer Arbeit verbunden.
    Liebe Grüße, Dori

    26. April 2011 um 16:40

  6. Lieber Ulf
    Wenn das Fehlverhalten als Vorwurf gehandhabt wird – ja dann geht der Schuss nach hinten los. Wenn wir einfach analisieren, was für Stimmungen vorherschen und dann gemeinsam ändern, ganz klar immer im jetztigen Augenblick – dann kommt das schon gut.
    Liebe Grüsse zentao

    25. April 2011 um 21:06

  7. Liebe Gaba
    Danke für Deine netten Worte. Ja alles verändert aber manchmal müssen wir aktiv, die Veränderungen anstreben sonst geht die Veränderung in die Falsche Richtung.
    Da unterdessen die Ostern schon fast vorbei sind, wünsche ich Dir eine schöne Rest-Woche
    Liebe Grüsse zentao

    25. April 2011 um 21:02

  8. Lieber zentao,
    ich finde, Deine Gedanken passen sehr gut zum “Geist” von Ostern und der Erneuerung.
    Alles verändert sich…und da ist es nur sehr hilfreich auch die Veränderungen in eigene Gedanken, Worte und Taten aufzunehmen.
    Ich wünsche Dir schöne Rest-Ostern und sende Sonnengrüße aus dem sonnigen Isartal.
    Besser und besser,
    Gaba

    25. April 2011 um 17:27

  9. Ulf Runge

    Lieber zentao,

    ich stimme Dir zu, dass die eigene Bereitschaft, sich ändern zu wollen, Voraussetzung ist.

    Ich vermute, dass eine intensive Analyse, aus welcher Familie welches “Fehlverhalten” kommt, nach hinten losgehen kann.

    Ich für mich finde es gut, im JETZT zu entdecken, wie es besser gehen könnte…

    Liebe Grüße,
    Ulf

    25. April 2011 um 14:49

  10. Liebe Elisabeth
    ja das hast Du richtig erkannt, nur Du kannst Dich selber ändern und ich finde Du machst einen guten Job mit Deinem Blog und deinen Beratungen. Mach weiter so und noch eine schöne Rest-Woche
    Liebe Grüsse Erwin (zentao)

    25. April 2011 um 12:54

  11. Pingback: Emotionen und Gefühle 1.Teil « zentao blog über zen + anderes

  12. Lieber Erwin, lieber zentao,

    das sind wundervolle Gedanken, und du sprichst mir mit deinen Worten aus der Seele, aus meinem Herzen, danke dir dafür!

    Ich habe vor einigen Jahren erkannt, dass nur ich selbst mich ändern kann, und ich habe damit begonnen und gebe das von Herzen weiter… Durch meine Ausbildung systemisches Familienstellen betreffend, habe ich vieles gesehen, vieles gelernt und weiß, dass das Gute nur bei mir selbst beginnen kann. Wenn sich dessen jeder bewusst ist, kann sich viel Gutes in eine gute Richtung weiterbewegen…

    Alles Liebe für dich und noch einen wundervollen Ostermontag der Erneuerung!
    Elisabeth

    25. April 2011 um 12:31

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