15 Kommentare zu “Leerheit ist nicht einfach leer…

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  2. Hallo zentao,

    das Wissen um Leerheit ist deshalb bedeutend, weil es uns hilft uns selber besser zu verstehen. ALLES was wir mit Körper, Rede und Geist tun, zerteilt den Raum und grenzt ihn ein. Andersherum kann man auch sagen, dass alles was geschieht auch die Stille durchbricht. Wenn wir den Raum zerteilen, erkenen wir nur Räume innerhalb von neuen Grenzen, die wir selber erschaffen haben. Meist sehen wir die Räume nicht, die leer sind, sondern nur doe Formen, die durcht Teilung und Abgrenzung entstanden sind. Je mehr wir teilen, also tun, desto mehr verstricken wir uns in der Sichtweise der Illusionen. Die Formen sind auch Räume, in denen sich Filme abspulen. Sie sind bedingt entstanden und müssen daher auch wieder vergehen. Nur der leere Raum, in dem alles geschieht, bleibt unendlich und weit. Er ist voller Liebe und läßt zu, dass die Dinge etstehen und wieder vergehen. Wer die Vergänglichkeit der Erscheinungen erkennt und von ganzem Herzen annimmt, der erkennt den Raum oder die Stille, die permanent da sind und zwischen den Erscheinungen Gestaltlosigkeit existiert. Wer sich also in vielen Erscheinungen, Worte oder Handlungen verstrickt, der haftet an Illusionen, die er als Wirklichkeit sieht und wovon er glaubt, dass sie Sicherheit oder Beständigkeit haben.
    Das Leiden entsteht deshalb, weil wir Menschen bedauerlicherweise einfach die Vergänglichkeit nicht wirklich akzeptieren wollen.
    Wer sich auf die Leerheit oder die Stille einlässt, der wird auch sein wahres Gesicht erkennen können.

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  3. Claudia schreibt:

    Deinem vorletzten Absatz stimme ich voll und ganz zu:

    “wenn Du Sch… denkst, kann nur Sch… entstehen – Um eine Veränderung zu erreichen, musst Du deine Gedanken verändern zum besseren, Mitgefühl entwickeln. Weg vom Ego-Trip hin zum Mitmenschen”

    Ist aber diese Lehre von der Leerheit dabei hilfreich?

    Ok, ich verstehe, du meinst es wohl so, dass sich aus dem vor-Augen-geführt-bekommen des bedingten Entstehens und ständiger Veränderung auch die Möglichkeit ergibt, durch “anders denken” und anders handeln die Welt zu verbessern bzw. einen Teil davon.

    Das ist wie ich finde eine dringend nötige Anpassung der Leerheit (wie ich sie in meiner Beschränktheit aus dem Herz Sutra und anderen Texten verstehe) ans abendländische Wirken-Wollen. Aber im Text selber ist es nicht unbedingt angelegt – da kommt mehr das ‘rüber, was @Gerhard auch gleich ein bisschen aufregt:

    Alles verändert sich sowieso ständig, nichts bleibt, wie es war – also muss dich das nicht kümmern!

    Dieser mal eben kurz aufeinander projizierte Dissens setzt sich dann fort in der Frage “was ist Wirklichkeit?”

    Und prompt klafft der Abgrund auf, denn über “alles ist wirklich” versus “alles ist nur in deinem Kopf” kann man spannend streiten – nur lebensweltlich bringt das gar nichts. So jedenfalls meine Erfahrung (hier ein Beispiel von 1996/97).

    Was ich aber an der buddhistischen Sicht immer schon nicht verstehe, ist etwas Anderes, das ZenTao hier dankenswerterweise auch gleich zur Sprache bringt:

    “diese Wirklichkeit, existiert, so nicht, auch diese ist vergänglich, was Gestern war ist vorbei und Morgen ist noch nicht da. Wie die Schneeflocke,so vergeht auch diese vermeintliche Wirklichkeit.”

    Dass diese Wirklichkeit “so” nicht existiert, verstehe ich so, wie unsere Wissenschaft es ja auch aufzeigt: was ist, ist ein veränderliches Gewirbel aus Kleinteilchen/Energie. Unser “Wohnzimmer” findet nur in unserem Kopf statt, in einem Geist, der das meiste ausfiltert, für vieles gar keine Wahrnehmungsorgane hat – und den erkannbaren Rest verzerren wir auch noch durch unsere Bedürftigkeiten und Denktraditionen.
    Das IST Kopfkino, könnte man mit Recht sagen. Nur: im Kino laufen nur Filme, im Leben spiel ich mit, bin mitten drin! Da setze ich selber Ursachen, die Wirkungen auf Andere und die Welt haben – also sollte es mir nicht ganz egal sein, WAS ich da so alles tue und bewirke.

    Ob eine Lehre von Leerheit und Vergänglichkeit da motivierend wirken kann, muss jeder für sich entscheiden. (Das Herz-Sutra HAT für mich eher einen – grandiosen! – Trost-Charakter als Schutzmauer vor Verzweiflung über Misserfolge und anhaltendes Elend/Leiden)

    Mein Punkt des Nicht-Verstehens ist ein anderer:

    WARUM um Himmels Willen soll UNVERÄNDERLICHKEIT ein Kriterium für Existenz sein? Ist ein Apfel kein Apfel, weil er in ein paar Tagen oder Wochen verfault? Hat das römische Reich nicht existiert, weil es sich nicht gehalten hat?

    Darauf fand ich in buddhistischen und buddhistisch inspirierten Büchern keine Antwort. (Die fragen sich sowas gar nicht, hab ich den Eindruck.)

    Für mich ist Wirklichkeit das, was wirkt. Wie lange es wirkt und insofern erkennbar ist, tut dabei nichts zur Sache. Der Gegenstand ist das, was mir entgegen steht. Das, was ich nicht nach Belieben unwirksam machen kann, indem ich es ignoriere oder “anders darüber denke”.

    20. Februar 2012 at 01:36 Uhr
    zentao schreibt:

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  4. Gesendet am 21.02.2012 um 19:55 | Als Antwort auf zentao .

    Lieber Gerhard
    ja da hast Du richtig verstanden, diese Wirklichkeit, existiert, so nicht, auch diese ist vergänglich, was Gestern war ist vorbei und Morgen ist noch nicht da. Wie die Schneeflocke,so vergeht auch diese vermeintliche Wirklichkeit. Ja es ist Kopfkino, wir denken das alles, es ist wohl Fest zum Greifen, aber doch vergänglich.
    Gruss zentao

    19. Februar 2012 at 22:41 Uh

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  5. Gesendet am 21.02.2012 um 19:53 | Als Antwort auf ClaudiaBerlin .

    Gerhard schreibt:

    Lieber Zentao,
    was Du zur “Flüchtigkeit” des Augenblicks schriebst (“Aber egal was entsteht, es wird wieder vergehen” – “Schneeflocke”) ist m.E. zu schnell von Dir hingeschrieben worden! So schwingt nicht notwenigerweise mit, was Du meinst.
    Man könnte aufgrund dieser Zeilen etwa denken: “Meint er, daß keine Wirklichkeit existiert? Alles nur Kino? Kopf-Geburten?” und dergleichen. Um eine andere, transformierende Sicht auf die Welt zu erhalten, braucht der Leser m.E. stärker greifende Worte. Die Du durchaus hast!

    19. Februar 2012 at 21:57 Uhr

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  6. Gesendet am 19.02.2012 um 14:47 | Als Antwort auf ClaudiaBerlin .

    Gesendet am 19.02.2012 um 14:46 | Als Antwort auf Form ist Leere – na und?
    Antwort an claudia-klinger.de/digidiary/2012/02/19/form-ist-…
    Text ist als Kommentar zum Beitrag “Leerheit ist nicht einfach leer…
    Liebe Claudia
    Deine Gedanken zum Thema finde ich Spitze
    denn Buddha selber hat gesagt, bei allen Konzepten und Lehren, sollen wir hinschauen und klären, ob diese auch für uns stimmen.
    Zurück zur Leerheit;
    Ich habe ja auch darüber geschrieben was Leerheit ist:

    Leerheit ist nicht einfach leer….. weil sich alles dauernd verändert, aus altem, neues entsteht, nicht bleibt so wie es ist, was Gestern war ist Vergangenheit. Aus dem Gegenwärtigen Moment, wird ein neuer Augenblick und aus Heute wird Morgen. Alles was ist, entsteht durch Gedanken, wird zu Gefühlen und wird zur Handlung, aus Handlungen entstehen Taten und Werke. Aber egal was entsteht, es wird wieder vergehen.Darum heisst es auch Leerheit, weil es leer ist von etwas Bleibendem. Wie eine Schneeflocke, die kaum das sie entsteht, sich bereits wieder verwandelt, sie wird wieder zu Wasser und verdunstet wieder. Alles verwandelt sich. Was bestehen bleibt alles hat eine Ursache und aus der entsteht wieder Neues.
    Einfach gesagt; wenn Du Sch… denkst, kann nur Sch… entstehen – Um eine Veränderung zu erreichen, musst Du deinen Gedanken verändern zum besseren, Mitgefühl entwickel. Weg vom Ego-Trip hin zum Mitmenschen, der Leitfaden im Buddhismus ist unendlich gros. Der 8 fache Pfad enthält alles um ein zufriedener Mensch zu werden.
    Ich hoffe das meine Worte zur Leerheit einige Misverständnisse klarstellen konnten.
    Und dann zum Schluss jeder bekommt genau das was er gegeben hat und mannches was wir in diesem Leben ertragen müssen, haben wir aus unseren vergangenen Leben mitbekommen.
    Liebe Grüsse zentao

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  7. Gerhard schreibt:

    Lieber Zentao, das habe ich, so denke ich, verstanden.
    “Was bleibt von der ‘Aufregung, Besorgnis’? Meistens nichts, sie löst sich auf, ist bald nicht mehr spürbar, wie eine Wolke, die weiterzog…man erinnert sich nicht einmal mehr an die Wolke”.
    Das ist, das wäre durchaus Allgemeingut – was jeder kennt, auch ohne entspr. Ausbildung.

    Was ich aber in meinem vorigen Post meinte, sind dauerhaftere Belastungen: Schuldgefühle oder Traumata. Wobei ich Traumata weiter fassen möchte, als die rein klinische Variante. Traumata in meinem Sinn können Bilder sein, die sich ständig oder öfters eindrängen. Etwa eine Demütigung als kleines und harmloses Beispiel.
    Ich kann den zugrundeliegenden Vorfall anschauen, ihn analysieren und ihn als letzlich nichtig erkennen/bewerten, aber möglicherweise verfolgt mich die Demütigung länger als es die Ratio für möglich gehalten hat.
    Eckhard Tolle würde wohl dazu meinen, daß dies das verletzte Ego sei – Es labt sich an der Verletzung, mästet sich und kann den Vorfall deshalb nicht fallen lassen. Es braucht ihn zur Erhaltung seiner Größe/seines Umfangs.

    Das nur als Beispiel zu dem “es geht alles vorüber, ist bald nicht mehr substantiell und alsbald garnicht mehr real und dann schliesslich komplett weg, so als hätte es den Vorfall nie gegeben”.

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  8. Liebe Claudia
    Ich will versuchen Dir den Begrief Leerheit noch etwas anders zu Erklären.
    Wen ein Reiher über das Wasser fliegt, dann gibt es einen Schatten oder auch eine Spiegelung – woher kommt diese Spiegelung? Ich weiss es auch nicht, es ist einfach so – die Spiegelung entsteht und sie vergeht – wo ist jetzt diese Spiegelung? Weg – wie wenn es sie nie gegeben hätte.
    Genau so ist es mit den Gedanken,Wie oben schon beschrieben.

    Alles was ist, entsteht durch Gedanken, wird zu Gefühlen und wird zur Handlung, aus Handlungen entstehen Taten und Werke. Aber egal was entsteht, es wird wieder vergehen.Darum heisst es auch Leerheit, weil es leer ist von etwas Bleibendem. Genau wie die Schneeflocke, oder der Schatten des Reihers.

    Geschichte und unveränderliche Gebilde,wie die Religion, sind menschliche Konzepte, die zwar auch veränderlich sind, aber mit einem längeren Haltungsdatum. Dennoch bleibt am Ende alles Vergänglich und somit leer!!!
    Das ist eine Erfahrungssache, auch wenn ich es weiss, gibt es keine Beweise dass es so ist. Ich mache jetzt seit 18 Jahren Zen-Meditation und die Erfahrung kommt mit der Praxis.
    Ich hoffe ich konnte das halbwegs verständlich erklären. Ich bin kein Buddhistischer Lehrer wenn Du es genau wissen willst, musst Du zu einem Buddhistischen Lehrer.

    Liebe Grüsse zentao

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  9. Lieber Gerhard
    Leerheit wird leider immer wieder falsch verstanden.
    Klar belasten einen möglicherweise Schuldgefühle, weil sich ja alles dauern verändert, werde ich versuchen, dieses Misverständnis positiv zu verändern, und die Schuldgefühle nach möglichkeit gar nicht erst entstehen zu lassen.
    Nochmals zur Leerheit; wenn Du Zahnweh hast, dann hast Du Zahnweh und das tut weh und das ist ein Fact. Wenn Du endlich zum Zahnarzt gehen kannst, sind diese Schmerzen bald vergessen und weil, es irgend wann, einfach nicht mehr vorhanden ist, die negative Erfahrung ist bald vergessen, das nennt man leer. Das sich, mit dem Schmerzen identifizieren, macht den Schmerz erst zum Schmerzen.
    Die Wirklichkeit ist schon wirklich, sie fühlt sich auf jedenfalls so an, und doch verändert sich diese Wirklichkeit, jeden Augenblick,wenn ich diese Wirklichkeit zu meiner Wirklichkeit mache, da kommt das Ego ins Spiel und macht Dir Dein Leben schwer.
    Es kann etwas noch so schlimm sein, nach gewisser Zeit, setzt das vergessen ein und wo ist jetzt die Wirklichkeit.
    Es ist alles relativ.
    Liebe Grüsse Erwin

    20. Februar 2012 at 17:45 Uhr

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  10. Gerhard schreibt:
    Lieber Zentao, das ruft auf zu weiterer Diskussion:
    Habe ich etwa Schuld auf mich geladen und sei es auch nur so etwas “Unbedeutendes” wie ein Mißverstehen, eine Nichtwürdigung eines anderen, dann wird mich das belasten. Es als Kopfkino abtun, würde wichtige psychologische Wirkfaktoren nicht ernst nehmen wollen.
    “Es ist NICHT wichtig..geh weiter, Dein Schuldgefühl hat keine Relevanz”. Aber vielleicht sollte ich DOCH dem Relevanz geben und NACHSCHAUEN lernen, wieso ich so gehandelt habe. Oder sollte ich nachschauen, wieso ich überhaupt Schuld empfand? Wieso überhaupt regte sich was? Achso, denke ich dann: Das war das EGO! Es will mich hineinziehen in ein Ego-Spiel.
    Vergiss es!

    19. Februar 2012 at 23:20 Uhr

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  11. Ein umfangreiches Thema, Zenato :-)

    Bezogen auf die Politiker, die sind unachtsam, konditioniert, intellektuell und ohne Intelligenz.
    Sie wissen es nur nicht und fühlen sich in ihrer Macht bestärkt. #
    Doch wer gibt ihnen die Macht ?????

    Mit der Beschreibung der Leerheit trifftst Du den Punkt. Leerheit ist Fülle und Fülle ist Liebe.
    Das zu verstehen liegt jenseits des Verstandes. Daher coache ich, den eigenen Verstand zu studieren. So lange dieser unbeobachtet sein Werk tun kann, kann sich nichts verändern.

    Alle Worte sind nur Hinweise. Dein Blog mein Blog……:-)
    In das Sein zu kommen braucht es Übung. Es ist wie die Frucht am baum. Sie muss reifen und irgendwann fällt sie ohne Narben zu hinterlassen ab. So geht es auch mit dem Schritt ins SEIN. Der Leere, der Fülle, der Liebe. ES erscheint! Taucht auf! Wird erfahrbar! Es gleicht eher einer wissenschaftlichen Arbeit wie dem NICHTS-TUN!

    Den Verstand zu beobachten, kann nur jeder selber. Damit wird der Mensch nicht mehr neu konditioniert. Unvoreigenommenheit reduziert sich. Wo keine Erwartungen mehr sind, brauch man nicht mehr auf Erfüllung zu hoffen. Man kann sich auf die Fülle einlassen. Sie ist schon da. Wer sucht, sucht meist am falschen Ort.

    Liebe Grüsse
    Norbert :-)

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  12. Lieber Taigyo Gido
    Das ist richtig – aber erkär das mal jemandem der von Buddhismus noch nie etwas gehört hat. Ich muss es hier immer auch so erzählen, dass auch Nicht Buddhsten das verstehen. Mit dem Gedanken, dass wer mehr weiss, auch mehr darüber wissen will. Ich selber bin ja auch kein Zen-Lehrer und weiss auch nicht alles und bin immer noch am lernen.
    Liebe Grüsse zentao

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  13. Pingback: Form ist Leere – na und?

  14. Wie hilfreich ist “Leere” bzw. das Erkennen derselben? “Ich” bin ein Prozess, bzw. ein Konglomerat interagierender Prozesse, per Stoffwechsel nicht mal abgegrenzt gegenüber anderen Prozessen. Nichts an mir ist Substanz, gar bleibende Substanz. – so what?

    Trotzdem muss ich doch Miete zahlen und würde ich z.B. obdachlos, würden sich die Prozesse in einer Weise konfigurieren, die sich für meinen Geist, bzw. die Bewertungsinstanz als “mehr Leiden” darstellt. Also werde ich nach weniger Leiden streben, Leerheit hin oder her.

    Und so sehr mir Laotse aus dem Herzen spricht: wer die Natur genauer betrachtet, als Gärtner zum Beispiel, aber auch “nur so”, als interessierter Liebhaber, wird bemerken, dass es da oft noch deutlich krasser bzw,. ganz ebenso krass zugeht wie in der sozialen Menschenwelt. Arten verdrängen andere und scheren sich nicht um Ausgleich und Vielfalt, Andere Wesen werden mit Eiern befüllt und als lebende “Aufzuchtumgebung” genutzt, es herrscht ein Fressen und Gefressen werden, es gibt “Viehaltung” und Ausbeutung, Überfälle, Kriege – und ab und an Naturkatastrophen, die sich auch nicht um Gerechtigkeit und Mitgefühl scheren.

    All das soll im Einklang mit dem TAO sein – die leidvollen Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten in der Menschenwelt aber nicht?

    – – – – – – –

    Wir haben mehr Gedächtnis und Vorausschau als jedes Tier. Dadurch können wir mehr produzieren, verbrauchen und zum Sichern persönlicher Zukunft bzw. “Ansammeln von Macht” horten. Unser zerstörerischer Wirkungsgrad ist damit deutlich höher als der aller Tiere.

    Zum Glück wollen Menschen auch in alltäglichem Frieden leben und so haben alle Kulturen und Gemeinschaften Werte entwickelt, Es gibt Ethik, Sitte und Moral, sowie jede Menge “bezähmende” Gesetze – doch klinken sich in rein konsumistisch organisierten Gesellschaften immer mehr Menschen aus dem Werte-Kanon aus, bzw. sehen Gründe, warum er für ihr persönliches Handeln nicht gelten könne. Und andere beziehen die Werte nur auf ihre Familie, ihren Clan, ihren Stamm oder ihr Land, der Rest ist zur Ausbeutung frei gegeben. (Gilt auch für uns EU-Bürger, deren Exporte z.B. an Billigfleisch ganze Märkte ferner Länder kaputt machen – und deren Kleidung und Gerätschaften unter üblen Arbeitsbedingungen ebenfalls in der Ferne produziert werden).

    Was hilft da das Konzept der “Leere” oder des “TAO”?

    [Tut mir leid, dass ich sowas “Negatives” hier poste. Aber diese Frage treibt mich seit Jahren immer wieder um, wenn ich der Rede von der Leere oder vom TAO begegne – die ich ja eigentlich wunderbar finde!)

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  15. Unaufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Strategien, Ideale, Worte, Übungen sind Formen , die innerhalb des Raumes entstehen und vergehen und diesen füllen und lebendig erscheinen lassen. Sie alle sind leer, weil sich die Leere durch sie ausdrückt.

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