Geben
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Atem, Buddha, Buddhismus, Geben, Meditation, Menschen, Nehmen, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen, Tonglen
Ich habe schon oft Anleitungen zu Tonglen gelesen und versucht umzusetzten aber da war immer die Rede davon, dass ich das Leid von anderen ein atmen soll und da hatte ich schon etwas Mühe damit. Ich konnte mir nicht vostellen, zu was soll das gut seinwenn ich mir zu meinem eigenen Leid, noch mehr Leid auflade. Ich soll das Schlecht vom anderen ein atmen und das gute von mir aus atmen?
In den letzten Tagen habe ich auch wieder einmal erfahren wie hilflos wir sind, wenn Freunde und Nachbarn sterben – was soll ich sagen, wie sage ich, dass mir das ganze leid tut. Ich möcht den Mitmenschen trösten, doch mir fallen keine gescheiten Worte ein.
In solchen Situationen fühlen wir uns hilfloss, wir wollen helfen und die Hilfe ist vieleicht gar nicht erwünscht, die Trauernen ziehen sich zurück und wollen im engen Fanilienkreis abschied nehmen, was ich sehr gut finde, doch man selber möchte sich ja auch verabschiden. So geschehen in meinem Umfeld, wie reagiere ich. Da hat mir die Tonglen Anweisung von Pyar Rauch geholfen.
Die Entwicklung und Übung von Mitgefühl ist ist wesentlich für Heilung. Niemand kann ganz und heil sein, solange er oder sie alles andere als fremd betrachtet, solange eine Mauer um sich und sein Herz errichtet ist. Reflexartig wollen die meisten Menschen alles Unangenehme loswerden oder von sich fernhalten, alles Angenehme dagegen in den eigenen Herrschaftsbereich bringen. Das verstärkt jedoch die Abspaltung, die Trennung, und führt zu Leiden – gegen alle natürliche Absicht.  Atishas Übung „Tonglen“ kann hier sehr heilbringend wirken  – Tonglen arbeitet mit dem Atem:
Die Luft, die Sie gerade einatmen, ist die Luft, die Ihre Zimmerpflanze oder der Mensch neben ihnen in der U-Bahn eben ausgeatmet hat. Wir tauschen unseren Atem mit allen lebenden Wesen aus. Wenn wir uns dessen bewusst sind, können wir uns nicht vom Rest der Welt abgrenzen. Wo fängt Ihr Atem an und wo hört der Atem Ihres Nachbarn auf? Es ist ein Atem, ein Leben. Hier wird die Vernetztheit und gegenseitige Bedingtheit aller Phänomene und aller Wesen so deutlich, so klar, so praktisch. Im Beobachten des Atems stellt man fest: Es gibt keine Trennung zwischen Aussen und Innen, sondern ein Zusammenspiel, eine Harmonie. Â Von hier aus ist es ein kleiner Schritt zu Atisha, einem tibetischen Meister des 11.Jhdts., der schreibt: „Übe dich im Austauschen Tonglen, im Nehmen und Geben abwechselnd. Tu das indem du auf dem Atem reitest. Beginne die Übung mit dir selbst.“
Die scheinbar natürliche Verhaltensweise, alles Angenehme zu sich heranzuziehen und alles Unangenehme von sich abzuhalten, hält in Wahrheit die Idee der Trennung meiner selbst vom Rest der Welt aufrecht, ist Ausdruck der Territorialbildung des kleinen Ich, der Verblendung, und sie verursacht Gier, Hass und Leiden. Atishas Aufforderung, mit dem Ausatmen Angenehmes loszulassen und zu verströmen, ohne dabei irgendetwas zurückzuhalten, und mit dem Einatmen Unangenehmes ins Herz hereinzunehmen und ohne Rückhalt zu fühlen, bewirkt eine Kehrtwendung. In diesem Mitgefühl lösen sich alle Grenzen auf, und Weisheit scheint auf. Diese Kehrtwendung beschränkt sich nicht auf die Zeit, die man auf seinem Meditationskissen verbringt, sondern ist sehr praktisch und muss sich im Leben zeigen und erweisen. So manche gewohnte Reaktionsweise wird dann nicht mehr möglich sein. Ich erkläre dies am Beispiel des Gefühls von Hilflosigkeit, das sicher jeder kennt: Immer wieder empfinde ich zum Beispiel Hilflosigkeit, wenn mir Leiden begegnet und ich nichts tun kann, um zu lindern. Sei es der gewaltsame Tod von vielen als Geiseln genommenen Kindern einer Schule in Russland, sei es emotionales oder persönliches Leiden in meinem Umfeld.
 Der erste Schritt ist einerseits das Anerkennen meiner eigenen Hilflosigkeit als Faktum, und dass ich mich davor nicht drücke und gleichzeitig dieses Gefühl tief in mein Herz sinken lasse und es annehme. Als erstes muss man aufhören, vor diesem natürlich unangenehmen aber einfach höchst menschlichen Gefühl davon zu laufen. Solange wir leben, werden wir uns immer wieder hilflos fühlen.
Als zweiten Schritt nutze ich dieses Gefühl der Hilflosigkeit, um mich in Mitgefühl zu üben für alle Menschen und Wesen, die sich auch hilflos fühlen oder sich in einer Lage der Hilflosigkeit befinden. Empfinden wir selbst gerade ein Gefühl dieser Art in uns, dann ist das der ideale Zeitpunkt um Mitgefühl zu üben, Tonglen, oder „Atishas Heart“, wie Osho es nannte, zu praktizieren. Ich atme all die Hilflosigkeit, die in mir und in anderen Wesen ist, ein, und atme alles, was in mir an Mut, Strahlen, Zuversicht ist, aus. Auf diese Weise wird Hilflosigkeit (und jedes andere Gefühl) in Segen verwandelt. Das ist tiefste Alchemie.
von Pyar Rauch
9.9.2012 gepostet von zentao
Dieser Text habe ich als Freitagstext – Die Entwicklung und Übung von Mitgefühl  bei http://taozazen.wordpress.com gepostet
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddhismus, Gedanken, Glück, Leben, Meditation, Menschen, Spiritualität, Tod, Verantwortung, Vergänglichkeit, Weg, Weisheit, Zen
Claudia vom Blog claudia-klinger/digidiary fragt mich in Bezug zu ihrem Beitrag Form ist Leere – na und? folgendes.
Insbesondere interessiert es mich, wie vergleichsweise jemand auf dem “reinen ZEN-Weg” das sieht, bzw., wie DU deine Erfahrung zusammenfassen würdest.
Was hat es dir gebracht – und wie? (So mit “nur sitzen”) Jeder, der wirklich lange an etwas dran bleibt, hat dafür eigene Worte… in deinen Blog-Artikeln bist du oft so buddhistisch-abstrakt.
*
Das was ich praktiziere, kann ich nicht “reinen ZEN-Weg” nennen, es ist eher mit dem Atem vergleichbar, wenn unangenehme Gedanken aufkommen, konzentriere ich mich wieder auf meinen Atem und so ist es auch mit meinem Zen-Weg, wie der Atem, ist er Notwendig, geworden, weil er mich, immer wieder auf den Weg zurückführt. Was dieser Weg mir gebracht hat? fragst Du, er hat mir sehr viel innere Ruhe und Zufriedenheit gebracht. Er hat mich, aber auch gelernt, für mein Leben, die Verantwortung zu übernehmen.
Es scheint mir persönlich nicht so wichtig, was für einen Weg man wählt, ob Yoga oder Zen. Wichtig finde ich, dass man eine Praxis wählt die zu einem persönlich passt. Wichtig ist natürlich auch der Lehrer/in, weil da ist schon mal, sichergestellt, dass die Grundlagen stimmen.
Das Sitzen im Zen, hat den Vorteil, dass man endlich lernt, die diskursiven Gedanken, als das wahrzunehmen, was es ist, nämlich nur Gedanken. Ich habe ja, über die Kraft der Gedanken in meinem Blog oft geschrieben. Unser negatives Denken, versaut uns dauernd unseren Alltag, viele Probleme, die wir haben, haben wir nur weil wir sie uns erdacht haben und unserem negativen Denken, glauben schenken.
Wie mit allen Wegen, brauchen wir eine gewisse Zeit, bis der Pfad breit genug ist und wir die Ergebnisse auch spüren. Der Lehrer ist das Eine, das Umsetzen, in uns selber, das Dranbleiben, ist dann schon etwas schwerer und bedingt eine gewisse Ausdauer. Wobei ganz am Anfang, gibt es so einen richtigen inneren Schub, der dann, nach einiger Zeit, etwas abflacht, genau da ist es wichtig, geduldig zu bleiben. Da wird die Achtsamkeit, enorm wichtig, wenn wir lernen achtsam, uns selber in der Meditation, zu beobachten, und auch lernen, dies im Alltag, auch anzuwenden, wird sich unsere Erfahrung aus dem Zazen vertiefen. Wie mit allem, was man trainieren kann, so auch in der Meditation, wenn man aufhört, verschwinden die positiven Ergebnisse, langsam, aber sicher und die negativen Kräfte finden zurück in unser Leben. Es liegt an uns, ob wir dies zulassen. Auch der beste Weg, kann Krankheiten, nicht verhindern. Wenn wir, aber lernen, das Leben zu akzeptieren und gelassener anzunehmen, wird auch dies erträglicher. Wie oben schon erwänt, die Verantwortung, für mein Leben übernehmen, wer denn ausser mir? Die Lehre Buddha ist für mich so etwas wie eine Landkarte und Wegweiser.
Das Leben beginnt nun mal, mit der Geburt und und endet mit unserem Tod, dazwischen gibt es Höhen und Tiefen, jedem geht es so, dies zu erkennen und uns bewusst zu machen, ist der Sinn von Zen. Jeder von uns hat seinen Lebensweg, den er gehen muss, der eine geht seinen Weg leicht und der andere hat es schwerer.
Wer das akzeptieren kann, und aufhört mit seinem Schiksal (Karma ) zu hadern, der wird in seinem Leben, viel schönes erfahren.
Die Lebenszeit ist die gleiche, ob wie sie lachend oder weinend verbringen
Chin. Sprichwort
Lest auch einmal die Komentare, vor allem die von Taigyo Gido
sind sehr lesenswert.
26.02.2012 Text von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Augenblick, Buddhismus, Geben, Leben, Nehmen, Karma, Karikatur
Diese schöne Zeichnung über Karma habe ich bei acideyes gesehen
Gutes Karma – schlechtes Karma
Genauso ist es mit dem guten und dem schlechten Karma, wir sitzen mitten drin und wir stossen alles weg von uns und wir merken nicht das ja alles wieder zu uns zurück kommt, das gute Karma, und vor allem unser schlechte Karma. Die negativen Dinge die wir sagen und tun, alles hat Folgen, bis wir das bemerken, kann es zu spät sein.
Wir erhalten was wir geben.
21.10.2011 gepostet von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Augenblick, Buddhismus, Geben, Nehmen, Menschen, Laotse, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weg, Weisheit, Zen
Geben sei seliger als Nehmen? Ist das wahr? Ich glaube nicht! Das richtige Geben muss genauso erlernt werden wie das richtige Nehmen.
Wem du nehmen willst, dem musst du erst richtig geben
von Laotse
Der Gebende kann kein gebender sein, wenn keiner da ist der das Geschenk annimmt. Wo ein Geber ist muss auch ein Nehmer sein, oder umgekehrt, beide bedingen sich gegenseitig. Es gibt Menschen die wollen nur geben, sie wollen immer die Lieben sein. Mit dem Geben erkaufen sie sich die Liebe, auch eine Art von Egoismus. Der Nehmende, der nur nimmt und nie etwas zurück gibt, ist ein richtiger Egoist, auch er macht sich nicht beliebt.
Was lernen wir daraus? Es braucht beides,wer mit sich selber im Reinen ist,der kann beides mit grosser Freude tun; ein Geschenk annehmen aber auch einfach etwas wertvolles verschenken. Wie viel Freude bereitet es dem Gebenden, ein Geschenk, eine Gabe, auszusuchen und den Beschenktem, den Nehmenden zu Überraschen, wie gross ist die Freude beim Beschenktem, dem Nehmenden, wenn er das Geschenk erhält. Beide erfahren Freude der Gebende aber aquch der Nehmende.
Manchmal genügt ein Lächeln, das kostet nichts und ist so einfach,
meistens gibt der andere auch ein Lächeln zurück und beide sind glücklich zentao
18.05.2011 Text von zentao
Zur Zeit lese ich ein Buch über Schamanismus das ist eine Naturreligion und die gibt es in allen Völkern unserer Erde. Wobei, bei uns der Medizinmann der Indianer am bekanntesten ist. In diesem Buch beschreibt der Autor, seinen Weg zum Schamanen und das erstaunliche daran ist, dass auch Menschen die Schamanen werden wollen, die gleichen Erfahrungen machen müssen, wie alle Menschen, welche auf einem Spirituellen Weg sind. Das was sie lernen müssen, mag anders sein, auch die Formen der Rituale, mögen für uns ungewohnt sein. Aber unsere Emotionen, sind für jeden von uns gleich. Alberto Vialdo Erleuchtung ist ins uns nennt diese Emotionen, in seinem Buch, Dämonen, genau das was sie ja sind. In unserer modernen Welt hat es wenig Raum für Geister und Engelswesen, vorallem haben wir sie aus unserem Glauben verbannt und wir nennen das Aberglauben. Wie immer wir sie nennen, Emotionen oder Dämonen, sie wirken in uns, ob wir es <<wahr haben wollen>> oder nicht.
Die Bösartigen Dämonen, wie Ärger, Zorn und Hass überwinden wir durch die Engel des Friedens und der Liebe.
Den Dämon der Habgier, des sinnlosen Anhäufens von Besitz überwinden wir mit dem Engel des Grossmutes.
Den Dämon der Masslosigkeit überwinen wir mit dem Engel der Mässigung
Die Dämonen der Trägheit und Bequemlichkeit überwinden wir durch Entschlossenheit und Mut.
Neid und übelwollen überwinden wir mit Mitgefühl und Anerkennung für uns selber aber vorallem auch für die Beneideten.
Den Dämon des Stolzes überwinden wir mit dem Engel der Demut.
Dämon und Engel, das sind ja auch Begriffe welche wir aus dem Christentum kennen,sie wurden aus unsere heidnischen Vergangenheit und auch aus dem Judentum übernommen.
Engelswesen gibt es auch im Buddhissmus und heissen da Dakinis was Himmelstänzerin heisst, es sind weibliche Geisteswesen.
Um zu Erkennen, was da in uns abgeht, müssen wir versuchen bewusst zu leben und achtsam mit uns, unseren Mitmenschen und unserer Umwelt umgehen. Es sind immer die Versuchungen in unserem Leben und das wie, wir damit umgehen, ob sich diese Dämonen in unserem Leben manifestieren können.
Es hat mir wieder einmal gezeigt, dass wenn wir offen für andere und anderes Wissen sind, können wir immer wieder Dinge erfahren und lehren, welche anders sind, als das Gewohnte, der Blick über den Gartenhag zeigt nur den unterschied an zu meinem Garten, es zeigt mir auch an, dass es an der Zeit ist Unkraut zu jäten.
22.01.2011 Text von zentao
Bücher zum Thema
Alberto Vialdo Erleuchtung ist ins uns
Kurt Fenkart Auch du bist ein Schamane
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddha, Buddhismus, Glück, Geld, Wirtschaft, Banken, Leben, Meditation, Menschen, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weg, Weisheit, Zen
mit Geld kann man fast alles kaufen….
Unsere Gesellschaft ist auf dem Handel aufgebaut, früher tauschten wir das was wir hatten gegen das was wir brauchten, da wurde gehandelt,und meistens waren beide Seiten am Ende Zufrieden. Das getauschte konnte man in der Regel nicht horten, denn vieles war verderblich. Dann wurde irgend wann das Geld erfunden und das Geld konnte man aufbewaren. Die ersten Banken entstanden, wer viel Geld hatte der war Reich und mächtig und auf einmal war das Geld schmutzig und bekam einen schlechten Namen. Aber es ist eine Tatsache, dass Geld vieles im Leben erleichtert, zuviel Geld verdirbt vermutlich den Charakter und zuwenig Geld verdirbt unser Leben. Die Golden Mitte wäre auch hier das Ideale. Wir vergessen aber leider, dass wir am Ende unseres Lebens, nichts mitnehmen können;
…..Alles Gewordene ist veränderlich und vergänglich, in sich zerbrechlich wie ungebrannter Ton, es gleicht etwas Geliehenem, einer Stadt die auf Sand gebaut ist….
Den untenstehenden Text habe ich beim Chakra Balance Blog “Kaufkraft” gefunden und da ist viel wahres dran. Die Obere Zeile, ist das, was wir vermeintlich kaufen können….um aber bei den unteren Zeilen etwas zu erreichen, müssen wir selber etwas, dazu tun oder es geschehen lassen.
Mit Geld kann man Vergnügen kaufen –
aber keine Liebe.
Man kann ein Spektakel kaufen -
aber keine Freude.
Man kann einen Sklaven kaufen -
aber keinen Freund.
Man kann eine Frau kaufen -
aber keine Ehefrau.
Man kann ein Haus kaufen -
aber kein Heim.
Man kann Lebensmittel kaufen -
aber nicht den Appetit.
Man kann Heilmittel kaufen -
aber nicht die Gesundheit.
Man kann Zeugnisse kaufen -
aber nicht die Kultur.
Man kann eine Leibwache kaufen -
aber keine Sicherheit.
Man kann Bücher kaufen -
aber keine Intelligenz.
Man kann Tranquilizer kaufen -
aber keinen Seelenfrieden.
Man kann einen Ablass kaufen -
aber kein Verzeihen.
Man kann die Erde kaufen -
aber nicht den Himmel.
gefunden im Netz – Verfasser unbekannt
http://www.chakrablog.de/
30.9.2010 zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddha, Buddhismus, Fotos, Leben, Meditation, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen, Weisheitslehrer
Ein toter Baumriese im Schatten des Waldrandes zeigt mir wieder einmal, dass alles vergänglich ist. Was war der Grund des Sterbens dieses Baumes? Ein Blitz aus heiterem Himmel kann auch uns treffen. Dennoch ist der Tod dieses Baumes keine Tragödie, ist doch das Holz für viele Lebewesen Nahrung und Wohnraum zugleich. Ein Baumleben lang ist dieser Baum hier gestanden und hat alles ertragen was immer zu ihm kam. Er war Wohnung und Rastplatz für viele Tiere zugleich. Wenn mir etwas nicht gefällt, dann gehe ich, er musste bleiben wo ihn die Natur hingestellt hat. Er hatte keine Wahl, er musste nehmen was er bekam, Wind Regen Sonne und den Kott der Vögel. Er gab was er hatte, Schatten und seine Sämlinge trug der Wind davon. Der Borkenkäfer legte unter seine Rinde seine Eier und pflegte hier seine Brut. Der Holzwurm frass sich durch seinen Leib und der Specht hackte noch am Ende seines Lebens Löcher in seinen Stamm. Noch als Baumruine wirkt er wie ein alter Weisheitslehrer der mich tief beeindruckt hat.

Vergänglichkeit
Was ich von ihm lernen kann? Bedingungloses Annehmen und Geben, Gelassenheit und Duldsamkeit ohne wenn und aber. Annehmen was immer mir zugeteilt wird. Anhaften das war für ihn wohl nie ein Thema, aber das sind alles Interpretationen von mir, wenn ich doch nur ein paar von seinen Qualitäten verwirklichen könnte.
23.7.2010 Text von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Blogs, Buddha, Buddhismus, Fotos, Leben, Meditation, Menschen, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen
Die befreiten Frösche
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Eines Tages ging Zen Meister Kyong Ho mit seinem Schüler spazieren. Da sahen sie eine Gruppe von Kindern, die Frösche verkauften. Der Schüler ging zu ihnen hin und kaufte alle Frösche und liess sie, dann alle frei, und die Frösche waren vermutlich sehr glücklich. Dann ging er zu seinem Lehrer zurück.
Sie liefen  zusammen weiter. Da meinte der Schüler: “Heut hab ich vielen Fröschen das Leben gerettet, das gibt doch sicher, ein gutes Karma für mich und die Frösche?” Darauf antwortete Kyong Ho: “Das ist wunderbar, aber du wirst dafür in der Hölle landen.”
Der Schüler erschrak sehr und meinte: “Du sagst, es sei eine wunderbare Handlung, aber warum sagst du, dass ich dafür in der Hölle landen werde ?” Kyong Ho sprach: “Die Frösche sind frei, aber du wirst in die Hölle kommen.” Der Schüler bat ihn, ihm das zu erklären. Kyong Ho erklärte ihm: “Du hast gesagt “Ich” habe die Frösche befreit, dieses “Ich” wird in die Hölle gehen.” Der Schüler hat verstanden und verbeugte sich.
Es ist erstaunlich, aber eigentlich klar, wenn wir selbstlos handeln ist das Ergebniss ganz anders als wenn wir aus dem ICH heraus handeln. Wenn wir etwas geben oder Gutes tun, so erwarten wir doch fast immer eine Gegenleistung? Die Angst um unser EGO und die Angst wir könnten zu kurz kommen, verhindern, oft selbstlose Handlungen. Wer etwas besitzt der kann auch etwas verlieren, darum ist es so erstaunlich, dass immer die Ärmsten, so Grosszügig und Gastfreundlich sind. Sobald sie aber zu Besitz kommen und mehr als die andern haben, werden sie gierig.
Da ist doch die Natur das beste Beispiel, in selbstlosem Geben; Die Früchte fallen herunter sobald sie Reif sind und sie fragen ihre Kinder auch nicht dauernd, wie geht es euch, wie wir Menschen.
“Eine helfende Handlung ist nicht gut,sie ist aber auch nicht schlecht…es ist eigentlich Unwichtig, wir müssen es einfach nur tun”
Es ist schon schade, wir verderben uns selber, unsere guten Handlungen, in dem wir immer wieder darüber sprechen und uns selber loben.
23.6.2010 nacherzählt von zentao





































