Tags: .Buddhismus, Kirche, Umwelt, Klima, Leben, Menschen, Meditation, Universum, Achtsamkeit,
Gedanken über den Buddhismus, die Kirche und die Umwelt.
Meine ersten Erfahrungen mit dem Buddhismus, machte ich mit dem Zen. Am Anfang war nur das Sitzen auf dem Zenkissen, mit dem Blick gegen die Wand und man musste extrem auf die Haltung achten. Die ersten dreissig Minuten waren sehr hart ich war froh als sie vorüber waren. So mit der Zeit gewöhnte ich mich daran, und ich war überrascht, wie gut es mir nach der Meditation ging und darum gehe ich auch heute noch jeden Freitag ins Zazen. Meditation ist, das Gute immer und immer wieder zu wiederholen. Unser Zen-Lehrer sprach mit ruhiger Stimme Texte von Dogen und anderen Zen-Meistern. Das Faszinierende am ganzen war, diese weite offene Sprache. Der Inhalt der Buddhistischen-Lehre ist so verschieden, von dem was ich bisher kannte. Was ich hier lernte, ist so grundlegend anders als mein damaliges Weltbild. Ich hatte irgendwie ein inneres Bild, von einer ewigen Seele, die dereinst, zurück zu ihrem Schöpfer gehen wird. Ich Hatte auch ein Bild von einem höheren Gericht, das über mich urteilen würde. Das ganze Weltbild, das ich zusammen gebastelt hatte, ist in den letzten Jahren, langsam aber sicher zerbröselt. Ich fühlte mich von der Kirche mehr und mehr, angelogen. Eine Kirche, die Eifersüchtig, auf ihren Vorteil schaut und andersgläubige verurteilt. Eine Kirche die im Namen Gottes Kriege führt, kann nicht meine Kirche sein. Es kann auch nicht sein, das ein Gott der uns lieben soll, auf der anderen Seite, ganze Völker tötet, nur weil sie, ihm nicht gehorchten. Der Gott in der Bibel ist ein autoritärer und eifersüchtiger Gott, Geschichten darüber gibt es genug in der Bibel. So einen Gott kann es gar nicht geben. Dieser Gott wurde erfunden von Menschen, um andere Menschen zu Unterdrücken.. Auch die Aussage der Kirche, “Jesus habe sich am Kreuz, für die Menschheit geopfert,” ist nicht war, er wurde auf bestialische Art ermordet. Das Kreuz mit dem ausgemergelten Jesus, wird heute noch als Druckmittel, in den Kirchen benutzt. Das ist nicht Spirituell, das ist abschreckend. Dagegen ist die Lehre von Buddha einiges sympathischer und glaubwürdiger.Das heisst jetzt nicht, dass ich nicht, an so etwas wie Gott glaube. Ich glaube an die Energie des Universums und natürlich an die Buddha-Natur, jedes einzelnen Menschen. Mir ist die Lehre von Buddha einiges sympathischer und glaubwürdiger, auch logisch betrachtet kommt diese Philosophie, der möglichen Wahrheit näher. Wenn ich an all diese grossen Buddhistischen Lehrer, angefangen beim Dalai Lama, Thich Nath Hanh, die verstorbene Ayya Khema, Sogyal Rinpoche usw. denke, dann bin ich voller Hoffnung für die Menschen dieser Welt. Ganz klar, im Buddhismus ist auch nicht alles so wie es sein sollte, dass die Frauen im Buddhismus, noch nicht gleich berechtigt sind, das stört mich auch. Aber der Buddhismus ist ein Weg voller Liebe und Güte. Mir ist in vielen Meditationen klar geworden, dass das was Buddha lehrt, für mich der Wahrheit vermutlich, am nächsten kommt. Nur wenn wir lernen unseren Geist unter Kontrolle zu bringen und wenn wir lernen unsere Verantwortung, für uns selbst zu übernehmen. Wenn wir aufhören, anderen die Schuld zu zuweisen und auch einmal für andere da sind. Wenn wir auch noch erkennen, dass dieses “Ich” nicht wirklich existiert, dann sind wir schon fast ein Buddha.
In der Meditation lernte ich meinen Geist zu beobachten und zu analysieren, wer ich wirklich bin. Ich bin nur existent im Hier und Jetzt, das was ich war, existiert nur noch in der Erinnerung und in Fotos. Das was ich bin, erlebe ich Heute, sehr bewusst. (Ich bemühe mich, aber es gelingt mir nicht immer.) Die Zukunft ist noch weit entfernt und doch, wird die Zukunft, das was wir hier und Heute sind. Nur wenn ich das Heute, gut lebe, wird die Zukunft sicher gut. In all den Jahren habe ich endlich gelernt, das ich, und nur ich, für alle meine Gedanken und Handlungen verantwortlich bin.
Ich lernte von meinen Lehrer, das alles eine Ursache hat und das wir alle mit einander verbunden sind und alles Vergänglich ist Jede Handlung von mir, Positiv oder Negativ, hat eine Wirkung auf meine Mitmenschen und meine Umwelt. Aber auch auf mich selber, auf meine Zukunft und auf mein nächstes Leben. Ich bin mir Bewusst geworden, das all diese Gedanken und Emotionen die ich für mein “Ich” gehalten habe, ein Teil des Prozesses des werden s und vergehen s sind. Solange ich die Gedanken und Emotionen vorbeiziehen lasse, sind es nur Gedanken und Emotionen. Erst wenn ich danach greife, werden sie zu meinen Gedanken und Emotionen und erst dann können sie mir auch schaden. Schaden in dem Sinne, dass alles was ich verletzendes oder Selbst verurteilendes, denke oder sage, ich immer wieder mit mir selber konfrontiert werde.
Solange ich Menschen ablehne und verurteile, solange werden mir solche Menschen begegnen. Diese Menschen sind wie ein Spiegel für mich. Ich sehe immer nur das was ich selber noch zu viel habe, das was ich an mir noch bearbeiten soll. Das ist aber auch für alles andere gültig, das Wetter und all die kleinen Sachen über die ich mich aufrege. Erst wenn ich die Dinge so nehmen kann wie sie sind und nicht mehr auf jede Bagatelle reagiere und alles mit etwas Gleichmut und Gelassenheit akzeptiere, erst dann werde ich auch innerlich ruhiger.
Es ist ein Vorteil wenn jemand meditiert, noch besser ist es in einer Gruppe zu meditieren, wenn möglich mit einem Lehrer. So vermeiden wir Fehler und meditieren von Anfang an richtig. Wir lernen in der Meditation, Gedanken und Emotionen vorüberziehen zulassen und wir lernen achtsamer durchs leben zu gehen. Das Beste an der ganzen Sache ist die, wir erfahren, wer wir wirklich sind. Es ist möglicherweise nicht jedermanns Sache, täglich zu meditieren, aber so zehn Minuten, am Anfang, liegt vielleicht drin, am Morgen oder am Abend vor dem ins Bett gehen. Wer aber in einem Arbeitsverhältnis ist, findet nicht immer die Zeit um zu meditieren. Da würde ein bewusster Abendspaziergang, in der freien Natur auch gut tun, wichtig ist, dass man einmal am Tag, mit sich selbst, allein ist. Der Rückzug aus der Hektik des Alltags ist eine überlebenswichtige Notwendigkeit.
Das tönt jetzt hier, wie wenn ich jeden Tag meditieren würde, das ist reines Wunschdenken, auch ich bin an manchen tagen zu faul und meine ich hätte keine Zeit. Aber dennoch, bemühe ich mich, auch wenn ich mal nicht meditiere, achtsam meinen Tag zu bewältigen. So gut wie es dann eben geht. Auch ich bin nur ein Mensch, mit all seinen Fehlern und das ist so auch in Ordnung. Was aber wichtig ist, die Fehler die ich an mir selber erkannt habe, an denen, muss ich immer wieder arbeiten und dabei aufpassen, dass ich mich selber nicht verurteile. Toleranz ist auch hier notwendig, für mich und andere. Der Buddhismus ist ein Erfahrungsweg, der seit 2550 Jahren von Herz zu Herz weitergeben wird, das heisst vom Lehrer auf die Schüler. Der Buddhismus ist keine verstaubte Lehre, nur für alte weise Männer. Das was der Buddhismus lehrt ist mehr den je, aktuell. Darum ist der Weg des Buddhas so wirkungsvoll, weil der Weg das Leben selber ist.
Buddha hat uns den Weg gezeigt, gehen müssen wir ihn selber.
Die folgenden Zeilen sind aus dem
Sutra der Herzensgüte:
Mögen alle Wesen glücklich und zufrieden sein.
Mögen sie in Sicherheit und Freude leben.
Mögen alle Lebewesen, ob schwach oder stark, arm oder reich,
gross oder klein sichtbar oder unsichtbar, nah oder fern.
Mögen sie alle glücklich sein.
Möge niemand andere betrügen oder irgendein Wesen verachten.
Ganz gleich wie es geartet ist, möge niemand im Zorn oder Hass
Anderen Unheil wünschen.
17.12.2007 zentao
auch noch lesen:
Gedanken über Gott und die Welt – Es heisst so schön – ” Vor Gott sind alle Menschen gleich “
überarbeitet 23.04..2011
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