Spiegelungen


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Erstveröffentlichung 18.02.2009 und weil das Thema aktuell bleibt hier noch einmal.

13.o6.2013 zentao

 

Vor ungefähr 20 Jahren hatte ich einen schweren Unfall und bin ganz knapp am Rollstuhl vorbei geschlittert und da ist mir Bewusst geworden, dass ich noch einiges ändern muss, in meinem, damals noch jungen Leben. Früher war ich oft etwas aggressiv und es war nicht immer sehr angenehm mit mir zusammen zu leben. Mit meinen Wutanfällen versuchte ich immer meine Umwelt unter Druck zu setzten und merkte nicht, das ich nur mich selber unter Druck setzte.  Damals schaute ich im Fernsehen immer Cowboy, Kriegs, und Karate Filme an, Filme mit sehr viel Gewalt . Mir war schon lange aufgefallen, dass immer wenn ich Filme mit viel Gewalt und Sex anschaute, das ich nachher viel aggressiver war. Wenn ich Sex-Filme anschaute, war meine Frau, nur noch ein Sex Objekt. Es brauchte natürlich eine gewisse Zeit und viele Diskussionen mit meiner Frau bis ich das alles begriffen hatte. Erst als meine Frau von Ihren Gefühlen sprach und mir erzählte wie Sie sich fühlt, wenn ich mal wieder aus rastete. Erst da machte es Klick bei mir, das wollte ich nicht. Es war mir nicht bewusst, das Sie darunter leidet. Die Konsequenz; seit dieser Zeit vermeide ich es Filme mit vielen Gewalt und Sex Szenen anzuschauen.

Es ist schon erstaunlich wie unsere Welt, voller Gewalt und Sex, in Wort und Schrift ist, auch die Bilder im Kino und im Fernsehen, sind voller Gewalt. Sogar die Werbung wird immer aggressiver und überall sieht man nur noch nackte junge Frauen.(in der Werbung) Zum Schluss muss ich auch noch die Politik erwähnen, da hat man seit Jahren keinen Respekt mehr voreinander. Auch in der Geschäftswelt frisst der Grosse den Kleinen, es wird belogen und betrogen. Je mehr einer Verdient umso mehr bereichert er sich, auf kosten der Gesellschaft.

Auch unsere Sprache ist heute voller Gewalt. Unsere Sprache hat sich sehr stark, an die Sprache des Fernsehens und der Werbung angepasst. Unsere Gesellschaft ist mehr und mehr Gewalt bereit. Jahre lang habe ich Micky Maus und Popy verherrlicht. Es waren ja nur gezeichnete Figuren. Es war mir nicht bewusst dass auch dass Gewalt ist. Die Sprache der Hip Hop Generation ist voller Gewaltwörter und Gesten. Die Jugendlichen brauchen unter einander eine eigene Sprache um sich von den Erwachsenen abzugrenzen. Unter einem Teil der Jugend herrscht ein richtiger Kleinkrieg. Um so mehr war ich erstaunt, was für ein positives Echo die Besuche des Dalai Lama  erhalten haben. Offensichtlich suchen die Menschen wieder mehr innere Werte.

In dieser Zeit der Veränderungen, las ich Texte von und über Marshall B. Rosenberg dem Begründer der Gewaltfreien Kommunikation. Das was Marshall B. Rosenberg erkannte, hat mir persönlich sehr viel geholfen und hatte einen starken Einfluss auf mein Leben. Als ich endlich lernte meine Bedürfnisse wahrzunehmen und auszusprechen, da wurde mir  Bewusst, das meine Mitmenschen, ein Spiegel von mir sind und wenn ich wirklich etwas ändern will, dann muss ich an mir anfangen. Nicht die anderen sind Schuld, ich selber bin die Ursache meines momentanen Unwohl Seins.  Meine Wut, wühlt mich auf und vergiftet mich,wenn ich mich öffne und die Liebe zulasse,  kann schon sehr viel in mir geschehen. Ich kann nur mich selber ändern, die anderen kann ich nicht ändern. Es ist aber so einfach; wenn ich mich ändere, ändern sich die anderen von selber, weil sie ja mein Spiegel sind.

Auch wurde mir bewusst, das ich für meine Worte und Taten, selber Verantwortung übernehmen muss und es nicht gleichgültig ist, wie es meinem Nächsten geht. Alles was ich meinem Gegenüber an Gewalt antue, auch wenn es nur Worte sind, kommt wieder zu mir zurück, Gewalt ist wie eine Riesenschlange, sie frisst uns früher oder später auf. Heute darf ich sagen, das ich meine Gewalttätige Art, der Vergangenheit angehört und das ich ein ganz anderer Mensch geworden bin. Mir geht es Heute viel besser, ich bin ruhiger geworden. Mit der Meditation konnte ich mir viele meiner tiefen Gefühlen bewusst machen und Verarbeiten. Früher musste alles nach meiner Nase tanzen, seit ich nicht mehr der Mittelpunkt der Welt bin, geht es mir richtig gut. Ich habe festgestellt, dass ich meine Mitmenschen, sehr gerne habe und ich möchte nicht das jemand von meinen Freunden schaden nimmt, nur wegen mir.

Marschall B. Rosenberg hat Gewalt selber erlebt und hat nach Wegen gesucht und gefunden, wie man mit einander Gewalt frei umgehen kann. Was wir nach Marshall B. Rosenberg, in unserer Kommunikation lernen und verändern müssen sind folgendes;

Auflösung unserer alten Muster von Verteidigung, Rückzug und Angriff

Reduzierung von Widerstand, Abwehr und gewalttätigen Reaktionen

Förderung der Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Einfühlung und des Wunsches, von Herzen, geben zu können.

Lenkung der Aufmerksamkeit in eine Richtung, in der die Wahrscheinlichkeit steigt, das zu bekommen, wonach wir suchen

Anstelle von Verstandes denken und Verurteilungen, entdecken wir unser Potential und Einfühlungsvermögen durch klares beobachten von Gefühlen und Bedürfnissen.

Rosenberg hat uns eine Formel aufgezeichnet, wie wir vorgehen können und das kann man sich sehr einfach merken;

Die 4 Schritte der gewaltfreien Kommunikation;

1.Beobachten statt Bewerten oder Interpretieren.

2.Gefühle wahrnehmen und benennen.

3.Bedürfnisse wahr- und ernst nehmen.

4.Auf der Grundlage der Bedürfnisse, klare und erfüllbare Bitten äussern

Nur wenn ich meine Bedürfnisse kenne und meine eigenen Gefühle wahrnehme kann ich dasselbe auch bei anderen erkennen. Für die heutige Zeit ist es enorm, was Rosenberg da herausgefunden hat, aber es ist nicht fundamental neu, schon der Buddhismus war und ist eine Gewaltfreie Religion und braucht seit 2500 Jahren, eine gewaltfreie Sprache. Im Buddhismus heisst Gewaltfrei “Ahimsa.” Auch Gandhi nannte Gewaltfreiheit “Ahimsa” Gandhi war einer der ersten der Gewaltfreiheit angewendet hat, beim grossen Salzmarsch zum Meer, 17 Jahre später war Indien ein eigener Staat. Auch Martin Luther King hat seinen Befreiungskampf für die schwarze Bevölkerung gewaltfrei geführt. Gandhi und Martin Luther King wurden beide ermordet. In der heutigen Zeit wissen wir das Tibet und Burma mit Gewalt besetzt wurden. In Burma sind es sogar die eigenen Generäle, die das Volk unterdrücken. Gewaltfreiheit kann auch provozieren und den Gewalttäter stark machen. Die Chinesen haben vor über fünfzig Jahren gemerkt, wie leicht man ein Volk, das mehrheitlich Gewalt frei ist, besetzen kann. Die Chinesen haben schreckliche Angst, das Gesicht zu verlieren, aber soviel Gesicht wie sie in Tibet verloren, soviel Gesicht gibt es gar nicht. Wie wir sehen, kann Gewaltfreiheit auch nachteilig sein, jedoch der Gewaltfreie ist  der jenige der am Ende Siegt, die Gegner welche Gewalt zu ihrem Vorteil nutzten, spüren die Schuld und das schlecht Gewissen lässt sie nicht mehr los.

Auch wenn es oft Hoffnungslos erscheint, müssen wir an der Gewaltfreiheit festhalten. Irgendwann muss es auch der letzte und dümmste Gewalttäter verstehen, dass Gewalt nur ihm selber schadet. Nach Rosenberg muss man Gewaltfreiheit kommunizieren. Wir müssen lernen von unseren Gefühlen zu sprechen und wir müssen lernen Gewalttätige Worte zu vermeiden. Das ist gar nicht so leicht wie man glauben möchte, weil Worte wie kämpfen, streiten, Ehekrieg, Wettkampf und Zweikämpfe, angreifen, verteidigen, siegen und gewinnen ganz alltägliche Worte sind. Oder nimmt man den Sport, da haben wir nur dem Krieg, eine andere Form und einen anderen Namen gegeben. Wir wollen unsere Mannschaft siegen sehen und die anderen sollen verlieren und wenn unsere Mannschaft gewonnen hat, dann fühlen wir uns wieder grossartig.

Wenn wir Gewaltfreiheit praktizieren, gibt es keine Verlierer und wir alle sind die Gewinner.

Oder wie es der Dalai Lama so schön sagt:

wenn du schon ein Egoist sein willst, dann sei es im positiven Sinn, indem du anderen Gutes tust, dann hilfst du dir selber am meisten.
Weil alles was wir tun, im Guten wie im schlechten, zu uns zurück kommt.

*

Meine Freunde, meine Feinde – immer und immer wieder waren sie der Anlass,
das Unheilsame zu tun.
Dass ich eines Tages gehen und alles zurücklassen muss, erkannte ich nicht.

Die mir unangenehm sind werden nicht mehr sein;
Ich selbst werde nicht mehr sein;
Nichts wird mehr sein.

Nur vorübergehend bin ich auf dieser Erde – das sah ich nicht.
Verblendung, Begierde und Hass haben mich verleitet, viele Fehler zu begehen.

Worte von Shanty Devas

18.02.2013 Copyright©zentao

Zum Thema auch noch lesen;

Meditation über die Wut…

Gedanken über Emotionen

Gedanken über die Wut und wie bearbeite ich sie ?

Werte



Heute in einer ruhigen Minute habe ich im Buch “Die Buddhas der Zukunft” von Marcel Geisser gelesen und dieser kurze Text ist mir nicht mehr aus dem Sinn, weil es so typisch ist, weil auch mir solche Dinge geschehen. Das Leben spiegelt sich dauernd in uns, es braucht manchmal eine Weile, bis das uns bewusst wird.

11.07.2012 zentao

unterwegs in Indien 1998

Das Leben hält ständig eine neue Lektion bereit, die ich annehmen oder gegen die ich mich auflehnen kann.

Die äussere Welt ist häufig ein Spiegel meines Geisteszustandes, und die Harmonie oder Disharmonie im Geist manifestiert sich augenblicklich in Menschen und den Dingen, die mir begegnen.

Der Raum in dem ich mich befinde, die Erde, auf der ich gehe, und selbst ein Haus, ein Auto oder ein Flugzeug gehören zum selben umfassenden Organismus wie ich auch.

Zwischen all diesen Dingen, die ja letztlich auch gar nicht so sehr von einander getrennt sind, wie wir das oberflächlich betrachtet wahrnehmen, scheint eine fortwärende, subtiele Kommunikation zu fliessen.

Marcel Geisser aus dem Buch “Die Buddhas der Zukunft S.119


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Letzthin habe ich in einem Buch gelesen, „das Ziel sollte eine Religionsfreie Spiritualität sein” und ich habe mir überlegt, genau das ist doch Zen, eine Religionsfreie Spiritualität, wobei der Buddha ja Ursprünglich, genau das lehrte. Er lehrte seine Erkenntnisse, ” die edlen 4 Wahrheiten und den achtfachen Pfad. Erst später wurde daraus eine Religion gemacht, bei der Ausbreitung der Lehre. Viele Menschen, die mit Zen anfangen, wurden oft in der Vergangenheit, von ihrer Religion enttäuscht, weil kein echtes nach innen gehen geschah, sondern ein anbeten von Dogmen, und daraus ein nach aussen gehen wurde. Leser die regelmässig in diesem Blog lesen, wissen, dass auch ich, mit den Kirchen allgemein unzufrieden war. Auch da hat sich, vor allem bei den Protestanten, einiges zum besseren verändert.

Am Anfang, eines Spirituellen Weges glauben manche Menschen, um den Eigenen Weg zu finden, müsse man glauben, aber

Ich glaube heisst in der Alltagssprache: ich weiß es nicht

Wer nur glaubt, was er gehört hat ohne zu erfahren, der ist arm dran, weil er kann sich nicht darauf verlassen, dass das geglaubte auch stimmt. Bei allen Religionen, wird den Menschen Hoffnung auf ein besseres Leben im Jenseits gemacht, aber keiner weiss wirklich Bescheid. Was wir aber brauchen, ist eine Hilfe, in diesem Leben, um mit allen unseren Menschlichen Höhen und Tiefen besser umzugehen, einen Menschen, der uns Versteht, der unsere Ängste versteht und der uns auch einen Weg zeigen kann, damit wir unsere Praxis darauf ausrichten können. Dieser Mensch ist Buddha, es muss ein Mensch gewesen sein der die Menschen liebte, der selbst aber auch in grosser Not gewesen sein musste und so diesen Weg gefunden hat. Hier für interessierte noch Die Geschichte von Buddha

Der alltägliche Weg des Buddhas, ist mehr oder weniger, ein langsamer Weg zum Erwachen, wenn er als Religion ausgeübt wird, weil es da noch vieles gibt, was Buddha so, nicht gelehrt hat. Zen ist wirklich der Weg wie ihn Buddha lehrte mit der Betonung auf die Eigenverantwortung des Menschen, ein direkter Weg, ohne Kompromisse, wo wir die Achtsamkeit üben im Sitzen und im Gehen, auch im Alltag bei den täglichen Tätigkeiten.

Als ich das erste Mal, in einem Zen-Kurs, meine ersten Erfahrungen, mit der Meditation, machte und das erste Mal bemerkte, was da so abgeht in meinem Geist und wie ich dann so langsam zur Ruhe kam und ich das erste Mal, ein Verbunden Sein mit der Welt spürte, da war mir klar, das ist mein Weg und er ist es immer noch und wird es wohl bleiben.

Was für viele Menschen so einfach erscheint, an einen Gott zu glauben, fällt mir ausserordentlich schwer, dass es so etwas wie eine innere Kraft gibt, das weiss ich, weil ich da schon einiges erfahren habe. Da gibt es ein Phänomen, immer wenn ich in meinem Blog über so Themen, wie loslassen und wenn ich so gute Ratschläge gebe, wie man die Dinge besser macht und wenn ich über Wut und Ärger schreibe, geschehen mir Dinge, begegnen mir Menschen, die einen Spiegel, von mir sind und es scheint mir, wie etwas in mir, zu mir sagen würde, ” Mal schauen ob Du, das was Du geschrieben hast auch selber,anwenden kannst.” Was mir geschieht, das sind immer wieder Lebensprüfungen, die ich mir selber stelle und so stelle ich mir ab und zu auch selber ein Bein. Ich denke, wenn es einen Gott gibt ist er ganz nah bei uns, in uns selber. In meinem Leben gab es auch, wie bei so vielen, Höhen und Tiefen und ich war früher oft unzufrieden und erst seit ich regelmässig  Zen, praktiziere, geht es mir rundum gut, ohne Wenn und Aber. In der Zeit als ich, eine negative Lebenseinstellung hatte, war ich wie abgeschnitten vom Leben, alles war dunkel und nicht sehr erfreulich. Durch das Zen, habe ich langsam verstanden, wie das Leben funktioniert und bin heute ein anderer Mensch geworden. Ganz klar brauchte es auch viel Arbeit an mir selber und ich musste viele alte Muster über Bord werfen und tue es immer noch. Das sich verwandeln ist ein Lebenslanger Prozess.

Erst seit ich ganz ohne einen Gott, als Persönlichkeit lebe, ein Gott, zu dem ich aufsehen muss und den ich anbeten soll, sonst wird das Himmelreich für mich verschlossen sein, ein strafender Gott brauche ich nicht, jetzt kann ich wirklich frei Leben. Mein Kampf mit den Kirchen und ihrem Gott ist vorbei, ich habe innerlich Frieden mit ihnen geschlossen. Auch mit dem Menschen Jesus habe ich mich innerlich versöhnt und anerkenne ihn als grossen Lehrer der wie Buddha seinen Weg gefunden hat. Jesus und Buddha lebten und lehrten religionsfrei, erst ihre Nachfolger haben eine Religion daraus gemacht.

Meine Erkenntnis, auch ohne Religion, lebe ich ein gutes Leben. Religionsfreiheit hat für mich Heute eine andere Bedeutung.

20.12.2011 Text von Zentao


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Es ist das wesentliche Merkmal des Zen,

dass die grundlegende Wahrheit immer nur in sich selbst

gesucht wird und niemals in irgendetwas Äusserem.

Zenkai Shibayama

Diese Aussage von Zenkai Shibayama bestätigt meine eigene Erfahrung, dass die Antwort, wie immer in uns selber zu suchen ist, auf jedenfalls ist die Antwort nicht im Äusseren, auch wenn das viele Glauben, auch nicht in einer Kirche oder anderen Glaubensrichtung, sie muss im täglichen Leben gesucht werden.

Klar braucht der Mensch so etwas wie einen Wegweiser, das kann eine Religion sein, muss es aber nicht. Was immer wir brauchen, kommt in unser Leben, bewusst oder unbewusst, ob wir wollen oder nicht. Der Motor dahinter, sind unsere Gedanken uns unsere Emotionen. Alles Geistige ist ursprünglich Form los, erst durch unsere Vorstellungskraft, ob positiv oder negativ, nimmt das Gedachte, seine Form an und wird zu unserer ganz persönlichen Wahrheit. Wie es in dem Herzsutra so schön heisst;

Form ist Leerheit, Leerheit ist Form, Form ist nichts anderes als Leerheit, Leerheit ist nichts anderes als Form. Genauso sind Empfindungen, Wahrnehmungen, geistige Formkräfte und Bewusstsein leer von einem abgetrennten Selbst.

Wenn wir das verinnerlichen und erkennen, dass da kein Ich da ist, nur wir selber, da ist niemand da, dem wir die Schuld geben können.

Das was wir nicht wollen, das ziehen wir unweigerlich an und das was wir wollen, muss richtig gedacht werden. Richtiges Denken, heisst, etwas weniger an sich selber denken, aufhören sich Sorgen machen. Mehr Vertrauen, aber in was?

Das es etwas gibt ist unbestritten, ob es ein persönlicher Gott ist oder nur Energie? Das ist nur für jeden, in sich selber zu finden. Suchen wir es Ausserhalb, sind wir weit daneben.

Die Suche danach ist ein Prozess, welcher in uns selber startet, sobald wir anfangen die Fragen zu stellen und mit der Suche beginnen. Immer wenn wir meinen wir hätten jetzt die Antwort gefunden, so erkennen wir, dass wir immer noch nichts wissen. Aber wenn wir fragen, erhalten wir fast immer auch eine Antwort, die ist aber nicht immer das was wir erwarten. Diese Antwort kann aber durchaus von aussen kommen, oft durch andere Menschen, die unsere Wahrheit spiegeln. Sind wir möglicherweise selber, der Schöpfer in uns selbst? Was immer ist? Das ist nicht so wichtig.

Buddha selbst hat schon gesagt; hört auf zu spekulieren, was nach unserem ableben ist? Lebt euer Leben.

- Jetzt und Heute -

Die Suche dauert ein ganzes Leben und endet mit unserem Weggehen aus dieser Welt.

06. August 2011 Text von zentao


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Unsere Kultur ist eine streitbare, nicht immer friedliche Welt. Ein Mann muss stark sein und sich wehren können, je fieser umso besser und erfolgreicher wird er/sie sein. Das ist mein Eindruck von der heutigen Welt. Es sind Ansätze da, aber die Gesellschaft ist immer noch sehr stark Gewalt bereit und spielt ihre Ego-Spiele weiter.

Auch ich habe früh gelernt, diese Spiele, zu spielen. Mein Leben lang war ich ein kämpferischer Mensch, und meine Meinung war mir wichtig, so wichtig, dass ich oft deswegen auch wütend wurde und meine Familie hatte es nicht leicht mit mir. Ich war Unzufriedenheit mit mir selber, nur – ich hatte das Gefühl alles sei so in Ordnung, ich machte mir mein Leben selber schwer. Es brauchte Jahre bis sich daran etwas änderte. Ganz genau, brauchte es einen schweren Unfall und dann 17 Jahre Zen-Meditation um einen friedlichen Menschen, aus mir zu machen. Das ging aber nicht so schnell, ich habe einiges verstanden, ich wurde gelassener und doch, waren da immer noch, die gleichen alten Widerstände in mir. ABLEHNUNG: immer wieder Nein das will ich nicht. Mit der Zeit ist mir aufgefallen, dass immer, das was ich nicht wollte, besonders stark in mein Leben kam, das war schon sehr unangenehm.

Irgendwann, hat mir jemand gesagt: hör doch einfach auf, – dich selber zu bekämpfen- und da hat es klick gemacht, endlich habe ich angefangen, mich zu akzeptieren, mit allen meinen Guten Seiten, aber auch meine Dunklen, etwas weniger guten Seiten, habe ich gelernt, zu lieben. Ich habe gelernt mich selber, so anzunehmen, wie ich eben bin, und nicht so wie ich gerne sein möchte. Auch nicht so, wie die anderen mich gerne haben wollen. Ich habe aufgegeben, gegen mich selber zu Kämpfen, ich muss nicht mehr recht haben, ich muss nicht mehr siegen, ich muss nicht mehr streiten und vor allem will ich mich selber nicht mehr unter Druck setzen. Ich lass mich nicht mehr Ärgern, weil das nur eine Geistige Unruhe bringt und alle diese negativen Emotionen kosten viel Energie. Also lass ich diese Ego-Spiele und mach da einfach nicht mehr mit.

Mein Lebensmotto: Wu-wei - ich lass es geschehen.

Mich selber annehmen, bedingt natürlich auch den anderen, so anzunehmen, wie er/sie eben ist, was nicht immer leicht ist.

Es ist mir bewusst geworden, wenn ich die Welt verändern will, dann muss ich bei mir selber anfangen.

23.06.2011 Text von zentao


 

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In den letzten Tagen ist ja wieder einiges passiert in unserer kleinen Welt, über das wichtigste Ereignis wurde ja genug geschrieben, über diese Exekution vonOsama Bin Laden, und ich muss ehrlich sagen, das war die beste Lösung. Hätte man ihn vor ein Gericht gebracht, hätten die Mörder von al-Qaida vermutlich irgendwo Geiseln genommen und versucht Osama Bin Laden frei zu pressen. Das Osama Bin Laden auf dem offenen Meer, nach islamischem Ritus beerdigt wurde, zeugt von Grossem Respekt vor dem toten Gegner, alle Achtung, das hätte ich nicht erwartet. Das gute daran, ist auch, das auf diese Art, eine Kultstätte für einen Märtyrer, verhindert wird. Man könnte auch sagen;

“er hat das geerntet, was er gesät hat,”

nämlich Hass und er ist gestorben wie er gelebt hat, durch Gewalt.

Da stelle ich mir die Frage; kann Amerika, Osama Bin Laden, je verzeihen? Ich glaube nicht, er hat viel zu viel zerstört, nur um seine Ideologie, von einer Islamistischer Welt zu erreichen und er hat, genau das Gegenteil erreicht. Was immer er für Beweggründe, für seinen Hass gehabt hat, am Ende hat ihn sein Hass in den Abgrund geführt. Hass und Rache haben noch nie Probleme gelöst, nur mit gegenseitigem Respekt und Toleranz kann man die Welt zum besseren verändern.

Jesus hat gepredigt; Ihr werdet ernten was ihr gesät habt

Buddha hat gesagt; Hass hat noch niemals Hass vertrieben nur Liebe besiegt Hass.

Diese zwei spirituellen Lehrer, haben der Welt ja ihre Rezepte gezeigt. leider mit wenig Erfolg.

Um das zu ändern, sind wir alle beteiligt, den beginnen muss die Veränderung in uns, erst wenn wir selber inneren Frieden gefunden haben und hier bei uns anständig miteinander umgehen, hier in Europa, dann kann es auch in der Welt, besser werden. Die Welt ist unser Spiegel und sie spiegelt uns, unsere innere Armut.

Diese Hass Ideologen, wie die al-Qaida, sterben leider nicht so schnell aus und es geht immer noch eine Grosse Gefahr für die Welt, davon aus. Solche Systeme können nur dank der Angst, die sie verbreiten bestehen. Um das zu verhindern, müssen wir den neuen Arabischen Staaten helfen, ein funktionierendes Wahlsystem aufzubauen, damit es dann einmal auch eine Moslemische Demokratie geben kann. In einer Moslemischen Demokratie, kann es auch wieder eine funktionierende Gesellschaft und Wirtschaft geben. Wo die Menschen Arbeit und ein Einkommen haben, da haben Ideologien keine Macht und es könnte endlich Frieden geben. Bis dahin ist noch ein weiter Weg.

6.05.2011 Text von zentao


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Gestern habe ich darüber geschrieben, das Paradoxe sei, dass wir immer wieder die gleichen Muster in einer Familie, von einer Generation an die nächste weiter geben würden. Wenn in Familien seit Jahren die gleichen Beziehungs- und Erziehungs-Muster ablaufen und alle denken das sei Normal, und nicht sehen, dass unser Gegenüber unser Spiegelbild ist und wir nur noch, das Aussen sehen, aber unsere eigenen Fehler nicht als unser Eigen erkennen. Erst wenn uns das bewusst wird, können wir das ändern und loslassen.

Wenn wir unsere Emotionen jahrelang unterdrückt haben, dann zeigt sich das möglicherweise in der Form von Schmerzen . Dann hat sich unser Körper vermutlich einen Schmerzkörper aufgebaut und wir leiden. Wir möchten so gerne diesen Zustand beenden, aber wir wissen nicht wie. Denn wir wollen uns nicht ändern, das soll gefälligst unsere Partnerin/Partner tun. Wir sind rachsüchtig und nachtragend. Wir reagieren aus unserem EGO heraus, unsere Handlungen sind fast nur noch egoistisch. Was immer wir tun und denken, alles dreht sich im Kreis, wir wiederholen uns dauernd, alles bewegt sich nach altbekannten Mustern und wir sind nicht fähig, daraus auszubrechen. Unsere Emotionen sind ungelebte, aufgestaute und manchmal verbotene Vergangenheit, die wir nicht so leben durften, wie wir es gerne getan hätten. Wir wissen, dass da etwas ganz falsch gelaufen ist und teilweise noch läuft. Da wir gelernt haben, die Schuld auf uns zu nehmen haben wir ein schlechtes Gewissen und haben nicht den Mut, unsere Fehler einzugestehen. Wir hatten aber auch nie die Kraft uns dagegen aufzulehnen. Wenn wir uns mal gewehrt haben, dann nur mit einem Wutanfall.

Auch in den Emotionen sind Mann und Frau verschieden. Der Mann reagiert aggressiver und ist wütend und laut, er zieht sich beleidigt zurück. Die Frau wird vielleicht schreien oder weinen, wenn die Atmosphäre nicht mehr harmonisch ist, hat die Frau keine Lust mehr am Sex und sie kann depressiv werden. Ihre Emotionen wechseln zwischen Wut und Traurigkeit.
Das ganze Leben ist unbefriedigend und wir funktionieren nur noch. Oder eben auch nicht.

Was können wir tun? Wir müssen unsere alten Muster ändern, wir müssen lernen unsere negativen Emotionen in kreative Energie umzuwandeln. Vor allem müssen wir bereit sein, auch Fehler vor uns selber eingestehen. Wenn wir unsere Schutzwand, die wir aufgebaut haben abbauen, werden wir wieder verletzlich. Und im Gegensatz zu den Emotionen sind die Gefühle meisten positiv und wir erkennen sie an dem, dass wir wieder ganz bei uns selber sind. Wir sind offen und gesprächsbereit. Wir sehen wieder Möglichkeiten wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen wollen. Wir machen keine Schuldzuweisungen mehr, sondern wir sprechen davon, wie wir uns fühlen. Wir sind innerlich nicht mehr verhärtet und wie gelähmt, wir sind wieder entspannt und mitfühlend. Wir sind offen und wir fühlen uns lebendig. Wenn wir unser Leben wieder, oder endlich, bewusst leben, dann wird unser Leben wieder spannend, aber ohne Spannungen.

Das ist aber alles nur möglich wenn wir wirklich unsere Muster ändern wollen. Nun müssen wir ein wenig zum Detektiv werden: da wir ja aus Teilen von zwei Familien bestehen, ist es nicht leicht, diese Muster zu ändern. Wir fragen uns, in welcher Familie hat es schon ein ähnliches Verhalten gegeben? Welche Elternteile, reagierten genau so wie wir? Wenn wir das tun, ist es von Vorteil, wenn die ganze Familie mitarbeitet und es ist Arbeit, die Arbeit an uns selber. Auch gute Freunde sind oft ein Vorbild und Möglicherweise gute Ansprechpartner, auch in der Not. Wir werden zur Baustelle und es gibt verschiedene Wege unsere Ziele zu erreichen.

1 Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg/ USA
2 Zen-Meditation und alle anderen Meditationen sind dafür geeignet.
3. Yoga, Qui Gong, Tai Chi, auch Karate kann sehr gut helfen
4. EFT Klopfakupressur
5. (Fast) alle Spirituellen Wege sind gut, nur (Scientologie ist ganz schlecht, Scientologie macht Menschen abhängig ) alles andere führt auch irgendwann zum Ziel. Manche Wege sind halt etwas länger.

Das sind nur einige Vorschläge was wir alles tun können, ich selber bevorzuge die Methode von Marshall Rosenberg und natürlich den buddhistischen Ansatz, wie man mit den Emotionen umgeht. Wichtig scheint mir nicht unbedingt der Weg, sondern dass wir endlich aufwachen und anfangen an uns zu arbeiten und bewusster leben. Ganz wichtig währe es, wenn dieses Thema; “Negative Emotionen und wie man damit umgehtvomDalai Lama 24. Mai 2008 auch schon in der Schule, gelernt würde. Damit unsere Kinder nicht ein halbes Leben lang darunter leiden müssen, wie ihre Eltern. Es ist für manche ein langer Weg, aber er lohnt sich auf jeden Fall. Wenn wir endlich unser eigenes Leben leben, dann sind wir ganz andere Menschen und doch immer noch die gleichen.

Wir sollten endlich anfangen, jeder für sich selbst. Die Zeit drängt.

25.04.2011 zentao

weiter Artikel zum Thema:

Emotionen und Gefühle 1.Teil

Gedanken über 8 starke Emotionen

Hier noch ein Interessanter Linkaus Buddhistischer Sicht:

Gefühle und Emotionen Die zweite Stufe der Betrachtung – Klarheit über unsere Gefühle und Emotionen

Video auf YouTube: Sprache gestaltet Beziehung Lehrfilm über die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg…Schulung Trailer Gewaltfreie Kommunikation Marshall Rosenberg

Meine Buchempfehlung zum Thema: von Eva-Maria + Wolfram Zurhost
Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest
Liebe dich selbst und freu dich auf die nächste Krise


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Auch in Thaland geht die Sonne auf und geht dann am Abend wieder unter. Ich zeige Euch ein paar ganz spezielle Sonnenaugäng und zum Schluss natürlich auch noch den Sonnenuntergang.

Als ich am frühen Morgen, kurz vor 6 Uhr an den Strand kam, da war es noch relatief dunkel und am Horizonnt zeigte sich zaghaft ein erster Lichtstreifen für die Kamera war es noch zu dunkel und ich wollte kein Stativ brauchen. Begrüsst wurde ich von den Hunden von Chah-am, sie hofften wohl, ich hätte ihnen etwas zum fressen, dem war aber nicht so und darum war ich nicht mehr interessant und sie gaben mir noch ein schönes Bild zum Abschied.

Die ersten zwei Sonnenuntergänge sind vom Swimmingpool im 6.Stock aus fotografiert und die letzten drei vom Hotel in Bangkok mit Blick auf den Goldenmountain Tempel.

28.02.2011 zentao

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Am Samstag habe ich die drei Beiträge über unser Denken..überarbeitet, und da hab ich mir noch ein paar Gedanken dazu gemacht.

Unsere Ängste und Sorgen sind auch Gedanken.

Vor vielen Jahren war ich einmal bei einem Heiler, und der hat mir folgendes Gesagt;

“deine Ängste und Sorgen, gehören nur dir, niemand will deine Ängste und Sorgen haben, als warum ängstigst und sorgst du dich, das schadet nur dir und ist vollkommen überflüssig, also hör auf dich zu sorgen und zu ängstigen.

Das hat gesessen und ich hab es beherzigt und immer wen ich mich sorge oder ängstige, dann frage ich mich; ” wer will meine Sorgen und Ängste haben?

niemand, also lass ich das.

Jeder Gedanke hat auch, einen vorherigen Gedanken.

Alles was uns geschieht, hat eine Ursache, jeder Gedanken hat einen vorherigen Gedanken, an für sich harmlose negative Gedanken verstärken sich.

Aus Ängstlichkeit wird Angst und aus Angst wird Panik

aus Ärger wird Wut und aus Wut wird Hass,

aus “das möcht ich auch” (Gier)wird Missgunst und darauf folgt der Neid

und aus “das will ich nicht” wird Ablehnung

wir müssen schon sehr vorsichtig sein mit unseren Gedanken.

Spiegelungen

Spiegelung

Jeder Gedanke den ich auspreche, hat eine Reaktion bei meinenem Gegenüber und das was retour kommt, ist genau das was ich ausgesannt habe, dem zufolge spiegele ich mich immer in meinem Mitmenschen,alles hat eine Ursache

und wenn in unserem Leben etwas aus der Bahn gerät und wir etwas ändern wollen, dann ist es hilfreich, wenn wir wissen wie das ganze begonnen hat und genau da ändern wir, was immer wir ändern müssen.

Nicht einmischen

ich muss nicht mehr überall Einfluss nehmen, es geht auch ohne mich, oft sogar besser. Dank dieser Erkenntniss ist mein Leben ruhiger geworden, ich lasse es geschehen und weiss, “alles kommt gut”

Wie kann ein verwirrter Verstand den Weg verstehen?

Dein Schlimmster Feind kann dir nicht so viel anhaben

wie deine eigenen unkontrollierten Gedanken

 

16.11.2010 Text von zentao


Der Oktober war ein ganz besonderer Herbstmonat, mit oft sehr schönem Wetter, ein richtiger Altweibersommer wie man bei uns sagt. Ich war täglich unterwegs mit meiner Fotokamera der Nikon D5000 und habe den schönen Herbst in Bildern ein gefangen. Der Herbst ist die Jahreszeit der Ernte,das Einholen der Feldfrüchte, es ist aber auch, die Jahreszeit des Vergehens, der Rückbesinnung. Die Natur zeigt sich noch einmal von ihrer schönsten Seite, die Blätter an den Bäumen verfärben sich, von Gelb zu Rot um dann am Ende zu einem düsteren Braun zu wechseln. Im Herbst ist die Vergänglichkeit spührbar und sichtbar, es wird kälter und seit gestern haben wir wieder Winterzeit, es wird wieder eine Stunde früher dunkel. Bald fallen die letzten Blätter und die Bäume sind wieder kahl. Auf den Herbst folgt der Winter und da ruht die Natur und sammelt ihre Kräfte und im Frühling beginnt wieder alles von forne.

In einem Spiegel, im Wasser, in einem Auge….

sind Spiegelungen Sichtbar

aber sie sind nur Schein….in ihnen ist nichts

woran man sich festhalten könnte

aus Lankavatara Sutra

Es ist ein Kreislauf des Werdens und vergehens. Es ist die Zeit der Besinnung, es ist auch die Zeit um an die Verstorbenen zu denken. Gestern war Allerheilige, ein Christlicher Feiertag, wo man die Gräber schmückt und sich der Liebsten erinnert. Ein schöner Brauch, denn auch wir sind vergänglich und werden, am Ende, unseres Herbst des Lebens, auch unsere Kräfte sammeln müssen um den Weg allen Irdischen zu gehen und doch ist es tröstlich zu sehen, dass die Natur sich immer wieder neu manifestiert. Ein Apfelbaum, lässt seine Äpfel fallen und aus einem Apfelkern wird es irgend wann wieder ein Apfelbaum geben. Das Leben geht immer weiter, irgendwann, dann ohne zentao.

2.11.2010 Text und Fotos von zentao


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Sei wie der Lotus…..

…..der sich aus tiefem Schlamm erhebt

lerne Stille von den Schwätzern

Toleranz von den Engstirnigen

und Freundlichkeit von den Unfreundlichen.

Von Tashimoto ( Quelle leider unbekannt )

weisse Lotusblume

weisse Lotusblume

Die Blätter der Lotusblume haben eine Struktur und eine Oberfläche an der kein Schmutz haften bleibt darum ist der Lotus in ganz Asien bei allen Religionen ein Sinnbild für die Reinheit und Sauberkeit. Am Tag steht die Blüte offen über dem Wasser, in der Nacht schlisst die Blume ihre Blüte und sinkt unter das Wasser, um sich am anderen Tag wieder über dem Wasser zu erheben. Dadurch bleibt sie vom Schmutzwasser unberührt und strahlt wieder rein und unberührt. Die Lotusblume steht für langes Leben und , Gesundheit, Ehre und Glück, sie ist ein Symbol für die Reinheit des Herzen und des Geistes.

Wie beim Lotus soll auch bei uns alles Schmutzige und Unreine, einfach abperlen, wie der Lotus aus Schmutz zur Reinheit erblüht und von keinem Schmutz befleckt wird so können auch wir aus hässlichem Schönes machen.

Aus Dreckwasser machen wir heute sauberes Trinkwasser, aus Abfall machen wir wieder Neues, Alteisen und Alu wird gesammelt, Glas wird gesammelt und nach Farben getrennt alles wird recycelt, aus altem machen wir neues. Das machen wir heute zum Wohle von unserer Umwelt. In der Wirtschaft wird schon viel mit dem Lotuseffektgearbeitet.

Was machen wir aber, wenn wir Beleidigt werden und Wut hochkommt? Perlt diese Wut bei uns auch einfach so ab wie der Schmutz beim Lotus?

Wenn wir die Wut betrachten, so ist immer, ein Gedanke massgebend, wie stark diese Wut wird. Es sind immer unsere Gedanken welche wir nicht unter Kontrolle haben, wir kleben förmlich an diesem Gedanken, an dem was gerade geschehen ist. Im Buddhismus kennen wir das Wort anhaften und das ist bezeichnend für das was uns täglich geschieht. Wir müssen aber die Gedanken loslassen, wir hören sie wohl, wir reagieren aber nicht mehr. Wir lassen die Gedanken ziehen. Die Gedanken kommen und gehen, es sind nicht unsere Gedanken.

Wir werden, so zum Lotus und lassen alles Unangenehme und Schmutzige, alle Beleidigungen und Ärger und Wut, einfach an uns abperlen. Wie im obigen Gedicht von Tashimoto

lernen wir von den lauten und kommen zur Stille…

und wir lernen Toleranz von den Unnachgiebigen und werden duldsam und Verständnisvoll.

Die Freundlichkeit lernen wir von den Unfreundlichen und ablehnenden.

Das Gegenüber wird so zu unserem Spiegel und wir sagen uns; “So nicht, das kann ich besser” und wir können das sofort ändern…wenn wir nur wollen.

23.9.2010 Text von zentao


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Aus Liebe zum Leben….

das ist der Titel des Buches, welches ich euch vorstelle,

ein Buch über das Leben, wie es Naomi Remenin ihrem Leben als Ärztin erlebt. Geschichten aus dem Alltag ihrer Patienten, welche sie als Beraterin von an Krebs erkrankten Menschen erlebt. Sie ist aufgewachsen in einem Jüdischen Elternhaus und wurde stark geprägt durch ihren Grossvater, welcher ein Rabbi (Rabbiner) war. Von ihm und durch ihn hat sie, ihre ersten Grundlegenden Erfahrungen, dass wir alle immer gesegnet seien gesammelt. Es sind schöne und wahre Geschichten, aus ihrem Leben, aus ihrer eigenen Erfahrung mit derCron Krankheit und den Erlebnissen mit ihren Patienten.

Das schöne an den Geschichten ist, die Offenheit ihres Schreibstiles, sie schreibt über Spirituelles und die Erfahrung der Segnungen ohne sich zu fest auf das religiöse einzulassen. Sie ist auf keine Religion festgelegt oder fixiert und doch bemerkt man in ihren Geschichten, ihre persönliche tiefe Verwandlung zu einem spirituellen Menschen. Sie schreibt über die alltäglichen, oftmals unbemerkten Segnungen, die aus einem Wort, einer Geste oder aus einer unerwarteten Handlung ins Leben treten können.

Es sind Geschichten in denen wir oft einen Spiegel zu unserer eigenen Lebensweise sehen und dass wir halt oft in unserem Leben innehalten müssen und uns neu orientieren können. Das ganze Buch handelt davon, das wir herausfinden; wer wir sind, warum wir auf der Welt sind und was uns trägt. Jede Geschichte ist ein Plädoyer für das Leben. Es sind auch Geschichten über kleine und grössere Wunder, welche Menschen erleben, wenn sie ihr leben, endlich so leben und akzeptieren, wie es in diesem Augenblick ist.

Ein Satz der mich tief beeindruckt hat;

Wollen wir das Leben in einem anderen Menschen segnen, dann verlangt das von uns gewöhnlich einen tiefen Respekt vor der Einzigartigkeit dieses Menschen; wir müssen ihm erlauben, zu offenbaren, wer er ist, statt zu versuchen, ihn zu dem zu machen, was wir uns wünschen oder brauchen. Wir können jemanden nicht stärken. wenn wir zugleich seine Integrität verletzen.

Naomi Remen

Durch ihr Leben als Ärztin hat sie viel erfahren, wie es nicht sein sollte und lehrt uns immer wieder auf unser Herz zu hören. Sie ist nicht nur eine grosse Heilerin durch ihre Kunst des Erzählens, sie ist auch eine ganz tolle Weisheitslehrerin, ich finde sie sehr authentisch.

hier einige Aussagen;

Sie ist ein Geschenk des Himmels, eine Kennerin der schwer zu fassenden und doch so wesentlichen Kräfte des menschlichen Herzens. Sie lehrt uns unendlich viel über Heilung, Liebe und das Leben.

Daniel Golman

Ihre Geschichten öffnen unser Herz und beflügeln unsere Sehnsucht. Sie lassen uns unendlich viel Schönheit erkennen und lassen uns wissen, wie jeder von uns zutiefst zu dieser Welt gehört und gebraucht wird.

Jon Kabat-Zinn

Der Triumph des Herzens. Ein Buch, das schon während des Lesens heilt und inspiriert. Eine Schatzkammer voller Geschenke der Liebe.

Jack Kornfield

Durch das Lesen dieses Buches habe ich mehr über das Leben und über mich selber gelernt, als durch manches, so gescheite Lebenshilfe-Buch.Es ist ein Buch dass ich jedem voll und ganz empfehlen kann.

12.8.2010 Text von zentao

Aus Liebe zum Leben: Geschichten, die der Seele gut tun

Aus Liebe zum Leben:von Naomi Remen

Geschichten, die der Seele gut tun

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Spiegelungen

Spiegelungen

Das ich mein eigener Meister bin……dass sagt die Lehre des Buddhas…und das alles von mir selbst abhängt….

Dies bedeutet, dass Freude und Schmerz aus unserer eigenen tugendhaften Handlungen erwachsen, also nicht von aussen, sondern von innen kommen.

Diese Theorie ist im täglichen Lebensvollzug von grossem Nutzen

…..denn sind wir einmal zur Einsicht gekommen….dass zwischen einer Handlung und ihrer Wirkung ein Zusammenhang besteht….werden wir beständig auf der Hut sein und uns selbst kontrollieren….ganz gleich ob wir beobachtet werden oder nicht.

von Dalai Lama Logik 53

 

Befreiung aus dem eigenen Gefängnis

Befreiung aus dem eigenen Gefängnis

Es tönt immer so leicht, wenn grosse Meister, so klare Worte, so deutlich und verständlich aussprechen. Nur in meinem Alltag ist das nicht immer so leicht. Die Tugendhaften Handlungen in Ehren, aber die Gedanken und Emotionen, sind oft sehr viel schneller und die Untugendhafte Handlung ist bereits Geschichte. Die Einsicht war da, aber der Schmerz kommt plötzlich und die Worte, dazu sind auch nicht immer schön. Zum Glück gibt es im Buddhismus und Zen, keine Verurteilung, da ist immer auch der Gedanke; “nächstes mal mache ich es besser” und mit dem steten bemühen gelingt es dann irgendwann doch.

18.6.2010 Kommentar von zentao



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Spiegelung in einem Waldteich

Spiegelung in einem Waldteich

Wenn ich das Foto von diesem Waldteich, betrachte, sehe ich das Bild, wie ich denke, dass mein Geist sein sollte, wenn in der Meditation mein Geist zur Ruhe kommt und innerlich, die aufgewühlten Gedanken und Gefühle zur Ruhe kommen.

Der Freitagstext vom letzten Freitag, brachte es so schön auf den Punkt.

Der Geist ist wie die Oberfläche eines Weihers. Wenn der Wind darüber streicht, ist die Wasseroberfläche in Bewegung. Dann bilden sich Kräusel und Wellen, und das Spiegelbild von Sonne, Mond oder etwas anderem zerfällt in einzelne kleine Teile. Kaum legt sich der Wind, wird die Oberfläche des Weihers spiegelglatt. Der beruhigte Geist ist wie ein Spiegel. Er bringt nichts hervor, sondern reflektiert nur.

Ein stiller Geist ist klar – er ist offen und empfänglich. Er haftet an nichts und klammert sich an nichts. Er ist in jedem Augenblick frei.

John Daido Loori

Den ganzen Text kann man hier lesen:

Was ist Zazen?



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Erst war noch 2009und schon ist ein Monat dieses Jahres bereits wieder zu Ende. Gestern ist bereits Vergangenheit und jetzt wo ich das schreibe ist Gegenwart, die ist aber auch bereits vorbei und alles was kommen wird ist schon die Zukunft. Was wir Vergangenheit, und Zukunft nennen ist nur eine Vorstellung in unserem Geist, nur ein Gedanke nichts Greifbares. Die Zeit so wie wir sie kennen, wurde vom Menschen erfunden, der Mensch hat die Zeit eingeteilt, in Monate, Wochen, Tage, Stunden, Minuten, Sekunden, bis zu dem Punkt wo man die Zeit nicht mehr unterteilen kann.

Das ist die so genannte Lineare Zeit. Die Natur kennt so eine Zeit nicht, in der Natur ist es immer Gegenwart. Erst der Mensch hat begonnen, die Natur zu beobachten. Dem Menschen ist aufgefallen, da geht die Sonne auf und da geht die Sonne unter, aus dieser einfachen Beobachtung entstand die Zeit. Die Zeit ist ein Produkt unseres Denkens, die uns hilft unser tägliches Leben besser zu gestalten.

Unsere Erfahrung ist immer Gegenwart. “Hier und Heute” Die Erinnerung ist immer Vergangenheit. Die Zukunft das sind unsere Pläne und Hoffnungen. Die meisten Menschen leben, entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft, aber selten in der Gegenwart. Die Menschen Leben wie in einem Traum. “Weisst du noch wie das damals, doch so schön war, ” oder ” Morgen wird sicher alles besser,” sie Leben nie in der realen Zeit.

Während ich schreibe, sind die ersten Gedanken von mir schon wieder Vergangenheit. Meine Gedanken zum Thema sind Gegenwart und das Ende der Geschichte liegt irgendwo in der nahen Zukunft. Wenn wir Träumen, können wir ganze Dramen erleben und wenn wir erwachen wissen wir nicht, war das jetzt real oder habe ich geträumt, ähnlich verhält es sich auch mit den Tagträumen und da habe ich letzthin eine schöne Geschichte gelesen.

Wie die Zeit vergeht…

eine Zen-Geschichte

Ein junger Zen-Schüler kam zu einem grossen Zen-Lehrer und wünschte sich, eine wirklich tief gehende Belehrung. Der Meister war einverstanden und meinte; “Trink doch zuerst eine Tasse Tee, wenn wir Tee getrunken haben, werde ich dir diese tief gehende Belehrung geben. Nach dem der Meister ihm den Tee ein geschenkt hatte und der Schüler die Tasse zum Mund führte, verwandelte sich die Teetasse in einen grossen See, in einer schönen Landschaft.

Während er so dastand und die Gegend bewunderte, kam ein wunderschönes Mädchen von hinten an den See, um seinen Eimer mit Wasser zu füllen. Der junge Mann verliebte sich auf den ersten Blick und so geschah es auch dem jungen Mädchen. Er folgte dem Mädchen nach Hause und lernte ihre Eltern kennen. Die Eltern mochten den jungen Mann und er blieb dort und nach einiger Zeit heirateten die beiden. Bald kam das erste Kind zur Welt, ein Junge und zwei Jahre später folgte auch noch eine Tochter. Alle waren Glücklich und die Kinder gediehen prächtig.

Eines Tages wurde der vierzehn Jahre alte Sohn krank aber keines der Medikamente, die der herbei gerufene Arzt gab hat geholfen und innerhalb eines Jahres starb der Junge. Kurz danach, ging die Tochter in den Wald um Kräuter zu sammeln und wurde von einem Tiger angefallen und getötet.

Die Mutter konnte den Verlust der beiden Kinder nicht überwinden und ertränkte sich im nahen See. Die alten Eltern waren so verzweifelt, weil ihre Tochter und die beiden Enkelkinder gestorben waren, darum nahmen sie keine Nahrung mehr zu sich und starben auch.

Nach dem der junge Mann, alles verloren hatte was er je geliebt hatte, wollte er sich auch das Leben nehmen und ging zum See, gerade als er in den See springen wollte, da war er plötzlich wieder im Haus des Meisters, mit einer Tasse Tee in der Hand die er gerade an den Mund führen wollte. Die Teetasse in seiner Hand war immer noch heiss und es war kaum einen Augenblick vergangen und doch, lebte er in dieser kurzen Zeit, ein ganzes Leben. Während er so da stand, blickte er seinen Meister an und der sprach;

“Wie du siehst, gehen alle Phänomene aus dem Geist hervor, der Leerheit ist. Sie existieren nicht wirklich, ausser im Geist sie sind aber auch nicht nichts, was du erlebt hast war für dich real, es existiert aber nur im Geist und es geht vorüber wie ein Traum. Genauso Traum gleich ist das Leben, genauso eine Illusion wie du sie erlebt hast.”

Wie wir uns doch immer wieder selber täuschen und glauben alles um uns sei real.

Nacherzählt von zentao

Quelle: Buddha und die Wissenschaft vom Glück: Ein tibetischer Meister zeigt, wie Meditation den Körper und das Bewusstsein verändert Yongey Mingyur Rinpoche
Buddha und die Wissenschaft vom Glück


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Letzte Woche sind wir das zweite mal zu einer kleinen Schweizereise gestartet mit einem ersten Stopp in Montreux am schönen Genfersee, wo wir eine Pause am See einlegten und uns ein Glacé (Eiscreme) in einem Café genehmigten. Von Montreux aus gings dann mit der Goldenpassline über Gstaad, Spiez am Thunersee, nach Interlaken und Brienz am Brienzersee. Dieses mal hatten wir richtig Glück, am Ende des Zuges gab es alte Eisenbahnwagen, wo man die Fenster öffnen kann, so konnte ich ohne Behinderung eines Fensters fotografieren. Auf unserer Reise mit dem Glacierexpress bis Zermatt war das leider ganz anders.

In Montreux, fotografierte ich die Statue von Fredy Mercurie, dem berühmten Sänger, welcher mit Monteserrat CabaleéBarcelona” gesungen hat. Nach einer Stunde fuhren wir weiter und es ging steil den Berg hinauf bis Chateau-d-Oex. Der erste Halt war in Gstaad, wo viele Wanderer zu stiegen. Die Orte die wir passierten, sind alles bekannte Skistationen und Wohnorte von bekannten Schweizer Skistars. Die Fahrt war lang, aber eine wunderbare Bergwelt, liess die Zeit im Fluge vergehen. Am späten Nachmittag kamen wir in Brienz am Brienzersee an. Hier machten wir einen zweistündigen Halt und haben am See gemütlich etwas gegessen. Auch auf dieser Reise, war der Wettergott auf unserer Seite, wir wurden mit strahlend blauem Himmel belohnt. Weiter gings dann über den Brünig nach Lungern-Schönbühl am Lungernsee, welches im Winter, auch ein Bekanntes Skigebiet ist,

dann am Saarnersee vorbei bis Luzern. Von da ging es direkt über Zürich nach Hause.

13.08.2009 Fotos und Text von zentao


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Licht und Schatten

Licht und Schatten begleiten uns täglich, wo Licht ist, da ist auch der Schatten. Licht und Schatten, das sind auch Tag und Nacht, also Gegensätze, alles was ist hat ein Gegenstück, Polarität genannt. Hell und Dunkel, Gut und Böse das sind alles verschiedene Seiten des gleichen, wie bei einer Münze, welche auch zwei Seiten hat Kopf und Zahl. Licht und Schatten sind nicht nur im Aussen sondern auch in uns drinnen. Wenn wir Dinge, Gedanken, Gefühle und Erlebnisse, das Unangenehme alles was wir nicht wollen und nicht mögen und das demzufolge auch nicht leben, dann verdrängen wir das nur und das verdrängte fällt in den Schatten, das Gemeine daran ist, dass diese Dinge nicht einfach im Schatten bleiben, sie begegnen uns immer wieder in unseren Träumen oder im Aussen, in dem wir dementsprechenden Menschen begegnen, welche uns unseren Schatten spiegeln. Oft erleben wir dies Menschen in einer unangemen Art und Weise, sie spiegeln uns genau das, was in uns selber ist.

Wir erleben unseren Schatten vor allem durch unangenehme Gefühle, wie Ärger und Wut im Alltag. Es geschieht uns fatalerweise immer das Unangenehme was wir immer versuchten zu vermeiden. Wenn wir Jahre lang so tun, als wäre alles in bester Ordnung, kommt der Schatten wieder zum Vorschein durch alltägliche Unzufriedenheit und Krankheit. Heilung kann nur über die Bearbeitung des Vergangen, nicht anerkanntem erfolgen. Und das beginnt damit, indem uns bewusst wird, dass auch wir dunkle Seiten in uns haben. Wenn wir unseren Schatten, sprich negativen Eigenschaften erkennen, noch besser ist, wenn wir ihn anerkennen, dann sind wir schon ein gutes Stück des Weges weiter, denn nur wer im Licht steht kann seinen Schatten sehen, das ist der Beginn unseres Weges zu einem gesunden bewussten Leben.

Während vieler Jahre, wollten wir unseren Schatten nicht sehen, wir verdrängten ihn einfach, erst wenn unser Leiden und unsere Schmerzen unerträglich werden, erst dann sind wir bereit daran etwas zu ändern. Wer aber meint, der Schatten würde einfach verschwinden, wenn wir mit der Arbeit an uns selbst beginnen, der irrt gewaltig. Der Schatten bleibt, doch das Leiden wird weniger und weniger, wenn wir uns mit unserem Schatten versöhnen. Erst durch das Bewusste Wahrnehmen und beobachten, was denn wirklich in uns selber geschieht, sehen wir das alles unbeständig und vergänglich ist und das diese negative Selbst, so nicht exisrt und wir werden von unserem negativen Denkenbefreiund wir verändern uns, Schritt für Schritt, zu einem positiv Denken Menschen, dem plötzlich wie von selbst, das meiste einfach zufällt, weil sein negatives Selbst ihm keine Hindernisse mehr in den Weg legt.

Jetzt besteht die Gefahr, dass wir überheblich werden und das was einmal war vergessen und vor lauter Licht, wiederum den Schatten nicht mehr sehen, auch wenn rund um uns nur noch Licht wäre, müssen wir uns an unseren Schatten erinnern, sonnst beginnt das ganze wieder von vorne.

28.06.2009 text von zentao

ähnliche Themen:

Das positive in uns selber entdecken…

wenn es ein Leben nach dem Tod gäbe, wie würdest du leben?


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Spiritualität heilig oder scheinheilig?

Heute war ich wieder einmal an einem Vortrag von Marcel Geisser vom Haus Tao. Marcel Geisser praktiziert seit 1968 in der Zen- und Vipassana-Tradition und lernte bei mehreren Meistern in Asien, Europa und den USA. Marcel Geiser ist Leiter des Meditationszentrums Haus Tao in Wolfhalden. www.haustao.ch

Das Thema war ” Spiritualität heilig oder scheinheilig?” oder Wie können wir eine Authentische Zen-Praxis im Sinne von Buddha Shakyamuni  ausüben ohne dass sie scheinheilig wird.

Gerade zu beginn erzählte Marcel uns dass er zur Zeit an verschiedenen Vesak – Feiern, eingeladen war, einmal bei den Tibeter, da war alles bunt und voller Farben und das war auch eine fröhliche Stimmung und dann das pure Gegenteil, eine Gruppe von Zenmönchen, alle in ihren schwarzen Robben, sehr steif und alle sehr ernst und da sei ihm, eine Vorstellung aufgekommen, das sehe aus  wie Krähen auf einem Leitungsdraht, weil da auch alle in einer Reihe sitzen und  alle ihre dunklen Roben tragen. Er meinte, wir Zenmenschen seinen manchmal zu ernsthaft und es scheint, das Lachen sei da verboten. Marcel betont aber gleich, dass das nur die Form sei und zu dem sei viel ja auch noch Kultur. Wir orientieren uns immer an der Form, ob jetzt die eine Gruppe spirituell Praktizierender sind oder nicht.  So verschieden Formen erscheinen, sind doch bei allen die Grundlage, ihrer Praxis, die Vier Edlen Wahrheiten von Buddha Shakyamuni:

Es gibt Leiden: Kummer, Sorgen und dass wir alle sterben werden,

es gibt eine Ursache: Gier, Hass, Wut, die Vorstellung von einem Ich,

Es ist in unserer Hand, wir können das ändern, das endgültige Auflösen und Beenden des Begehrens und der Ablehnung

Und der Weg, der aus dem Leiden führt, also die Umsetzung:  den Edlen Achtfachen Pfad.

Es ist immer die Form und wir entscheiden, welche Form unser Leben annehmen soll, glücklich oder tendenziell leidvoll. Zur ersteren  braucht es eine heilsame Gesinnung. Alles ist unbeständig, dem steten Wandel unterworfen, alles Materielle ist zusammengetragen und wird sich unweigerlich wieder auflösen und hat keinen Bestand. Also ist Nicht-Anhaften die grundlegende Einstellung.

Der Mensch hat die Tendenz, für alles was er glaubt, ein Symbol zu suchen, weil er es nicht in sich findet, sucht er es immer im Aussen. Ein bekanntes Symbol ist das Kreuz, das Rad, die Sonne und der sitzend Buddha, wir brauchen etwas, um zu verehren. Im Buddhismus wird oft der Lehrer, der Meister verehrt und auf ein Podest erhoben. Bei uns in früheren Zeiten, waren der Pfarrer, der Schullehrer und der Gemeindepräsident etwas besonderes, einfach auf Grund ihres Berufes wurden sie respektiert, unabhängig ob ihre menschlichen Qualitäten auch dem entsprachen. Nicht der Beruf oder das Gewand soll die Verehrung erhalten, sondern die Person und das was von Innen nach Aussen abstrahlt. Durch die Geburt wird niemand heilig, nur durch die eigene Gesinnung kann jemand „heilig“ – heil = ganz – werden.

Im Zen gibt es eine schöne Tradition: da verbeugt man sich, mit zusammen gelegten Handflächen vor seinem Gegenüber und bezeugt damit seinen Respekt vor seiner wahren  Natur. Unsere wahre Natur ist die Buddha-Natur. Sie wird auch die Natur des Geistes genannt. Die Geste des Gassho bezeugt unser Vertrauen in diese Natur. Für gewöhnlich bezeichnen wir den Buddhismus nicht als eine Glaubensreligion sondern als eine Erfahrungslehre, eine Lehre der Praxis. Buddha selber sagte immer; überprüft alles was ich oder ein anderer Lehrer sagt und erst, wenn ihr es für gut befunden habt, dann wendet es an. Klammert euch nicht an Vorstelllungen und Konzepte. Oder mit den Worten von Lin-ji I-hsüan (jap. Rinzai Gigen) “Wenn du den Buddha unterwegs  triffst, dann töte ihn” und er meinte damit, wir sollen die Konzepte, Dogmen, den falschen Glauben, an einen Buddha töten.  Wir verlegen da den Glauben wieder nach Aussen auf ein Objekt und erhoffen uns von da Hilfe, wir entwickeln da schon wieder etwas Beständiges, was es so nicht geben kann.

Solange wir jedoch die Buddha-Natur nicht direkt erfahren, bleibt dies auch für uns eine Sache des Glaubens, oder vielmehr des Vertrauens. Dieser Geist, diese Buddha-Natur ist wie der offene  Raum, unbegrenzt, ohne Vorurteile, kein Unterscheiden, alles hat Platz. Der Raum selber ist nicht leer, der Raum selber ist Bewusstsein. Die Wissenschaft kann heute nicht mehr unterscheiden, wo das Bewusstsein  anfängt und wo es beginnt.  Dieser Raum ist aber auch in uns selber, unsere  Buddha-Natur, (Menschen ohne spirituellen Hintergrund nennen das auch Lebenskraft)  Raum und Zeit sind fliessend, war immer und wird immer sein. Wir aber glauben immer noch an eine lineare Zeit und an einen festen Raum, was durch Einstein widerlegt wurde. Bitte nimmt den Raum nur als Metapher!

Die einen Menschen gehen in die Kirche oder in den Tempel und verbeugen sich dort vor dem Kreuz oder der Buddhastatue, aber so bald sie ausserhalb des Tempels/Kirche sind ist alles vergessen und er muss sich ja nicht mehr so verhalten, sein Glaube endet an der Pforte des Tempels/Kirche.

Die andere Praxis ist die: ich bin mir bewusst, der Tempel ist in mir und so verhalte ich mich auch gegenüber der Aussenwelt entsprechend. Der  unkritische Glauben an ein Ich wird zum Vertrauen in die innewohnende Buddha-Natur.

Marcel erzählte uns eine Geschichte von Zen-Meister Baso:

Der grosse Meister Baso war ernsthaft erkrankt. Der Mönchsvorsteher des Tempels kam zu ihm, um ihm einen Besuch abzustatten. Er fragte: „Nun, wie fühlt Ihr Euch heute?”  Da antwortete Baso: “Buddha mit dem Sonnengesicht, Buddha mit dem Mondgesicht.”„An manchen Tagen geht es ganz gut, an manchen fühle ich mich sehr schlecht und habe grosse Schmerzen“ und das alles hat das Gesicht Buddhas,

Wir müssen beide Gesichter anerkennen  und akzeptieren, dass beide so in Ordnung sind. Ich muss nicht so tun wie wenn immer nur Sonnenschein wäre, die dunkleren Seiten des Lebens sind Gleichwertig und wollen auch ihre Aufmerksamkeit bekommen. Wenn wir unsere dunkle Seite in uns nicht anerkennen, entsteht früher oder später Leiden.

Marcel betont immer wieder, wir sollen nicht das Trennende suchen, sondern das, was uns verbindet. Es gibt immer etwas was uns verbindet. Das ständige Trennen und Vergleichen müssen ist eine Krankheit des Geistes. Was immer wir tun wir sollen uns fragen; “Bringt es mehr Leiden durch Trennung oder weniger Leiden, ist es heilsam oder unheilsam.” Wenn wir uns für etwas entscheiden, müssen wir uns fragen; hilft es mir wirklich oder schadet es mir und anderen.

Das seien alles geschickte Mittel und  das heisse Upaya, also geeignete, hilfreiche Mittel zur Vertiefung und Entfaltung der  spirituellen Praxis und die Fähigkeit, andere Wesen durch methodisches Geschick zur  Befreiung zu führen.

Am Beispiel von Rechte Rede: (nicht Lügen, nicht über andere Leute schlecht reden, rohe Rede und leeres Geschwätz) erzählte uns Marcel, dass im asiatischen Raum im Zweifelsfall, lieber geschwiegen würde. Es gibt aber immer wieder Fälle, wie sexueller Missbrauch bei Kindern (um ein Beispiel zu geben), wo es zwingend ist, dass wir den Mund aufmachen, da muss man Reden. Reden oder Schweigen ist somit nicht an sich schon richtig oder falsch. So muss meine  Entscheidung immer wieder diese sein: ist meine Handlung hilfreich oder schadet meine Handlung? Nur diese Entscheidung sei wirklich spirituell, alles andere sei Augenwischerei.  Wir dürften nie vergessen, dass wir alle miteinander verbunden sind und um das zu Beweisen hob er seine Hand und zeigte uns, dass seine 5 Finger alle grundverschieden sind und doch ist jeder mit den anderen verbunden und genau so, sind wir mit unseren Mitmenschen und allen anderen Wesen verbunden. Aus diesem Wissen, dass wir mit  allen Wesen, auf oft unsichtbare Weise miteinander verbunden sind entstehe Vertrauen. Aus dem Vertrauen entsteht Erfahrung und aus der Erfahrung entsteht Wissen, aber auch dieses Wissen wird sich immer wieder verändern und kann sich vertiefen.

Meine eigene Erkenntnis aus diesem Vortrag ist folgende; Von Augenblick zum anderen, muss ich immer wieder selber entscheiden, ob das jetzt richtig oder falsch sei, ob es hilfreich für mich ist oder ob es irgend jemanden schaden könnte, ich habe es selber in meiner Hand, mit meinem Denken gestalte ich auch meine Zukunft, ich denke da noch gar nicht an karmische Folgen. Alles hat eine Ursache und eine Wirkung, Hier und Jetzt und ich bin mir dessen bewusst.

Die Frage wird immer diese sein; ist es heilsam oder ist es unheilsam, für mich und andere.

13.05.2009 Text von zentao

Dieser Text wurde durch Marcel Geisser freundlicherweise durchgelesen und wo nötig ergänzt.

 

 

 


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Es gab in Indien einen besonderen Tempel, den Tempel der tausend Spiegel. Eines Tages verirrte sich ein Hund in den Tempeln der tausend Spiegel. Als er in den Saal der tausend Spiegel kam, sah er tausend Hunde. Er bekam es mit der Angst zu tun und es sträubte ihm das Nackenfell, er klemmte den Schwanz zwischen die Beine und knurrte furchtbar die anderen Hunde an und er fletschte die Zähne.

Und tausend Hunde sträubten ebenfalls das Nackenfell und klemmten sich die Schwänze zwischen die Beine, knurrten furchtbar und fletschten die Zähne. Voller Panik rannte der Hund aus dem Tempel und glaubte von nun an, dass die ganze Welt aus knurrenden, gefährlichen und bedrohlichen Hunden bestehe.

Einige Zeit später verirrte sich ein anderer Hund und betrat den Tempel der tausend Spiegel ebenfalls. Als er in den Saal mit den tausend Spiegeln kam, sah auch er tausend andere Hunde. Aber er freute sich. Er wedelte mit dem Schwanz, sprang fröhlich hin und her und forderte die anderen Hunde zum Spielen auf. Dieser Hund verliess den Tempel mit der Überzeugung, dass die ganze Welt aus netten, freundlichen Hunden bestehe, die ihm wohl gesonnen sind.

Was können wir daraus lernen? Unsere innere Einstellung ist entscheidend, wie wir etwas erleben. Erwarten wir schreckliches, so wird alles was uns begegnet schrecklich sein.

Erwarten wir erfreuliches, so wird alles was uns begegnet erfreulich werden.

Unser Denken bestimmt unser Leben, wir sind was wir denken.

Eine Geschichte aus Indien –

7.04.2009 Nacherzählt von zentao

Gefunden auf

http://www.zenkreis.de/zen/weisheit/spiegel02.htm

Auch noch lesen:

Wir sind was wir Denken alle 3 Beiträge


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Blogger sind wie Bullteriers

diese Aussage habe ich auf medienlese.com in der Rubrik 6 vor 9: DuMont, Huffington, Bild, Pattaya

gefunden uns sie gefällt mir.

Das Orginalinterview war auf der Süddeutsche.de unter dem Titel

“Blogger sind wie Pitbulls”

Arianna Huffington über Bürgerjournalismus und die Probleme der Zeitungsindustrie

besonders ihre Antwort auf diese Frage hat mich überzeugt

SZ: Sprechen Sie der Presse ihre Kritikfähigkeit ab?

Huffington: Die Traditionsmedien neigen dazu, sich schnell dem nächsten Aufregerthema zu widmen. Blogger dagegen lieben es, eine Geschichte zu hinterfragen. Sie sind richtige Pitbull Terrier: Wenn sie sich erst mal in etwas verbeißen, ist es unmöglich, sie wieder davon loszureißen.

Das ganze Interview ist einmalig und zeugt von ihrem Journalistischem Wissen und ihrer Fairness der breiten Öffentlichkeit gegenüber, sie ist bereit den Finger in offene Wunden zu legen und offen und wahr zu berichten, was im heutigen Journlismus eine Seltenheit ist, weil alle von gewissen Kreisen abhängig sind. Begeistert und gefreut hat mich die letzte Antwort.

SZ: Sehen Sie in Journalisten immer noch die “Vierte Gewalt”?

Huffington: Ein Großteil der Unzufriedenheit mit dem traditionellen Journalismus rührt daher, dass die meisten Journalisten anscheinend vergessen haben, dass ihre erste Pflicht darin besteht, der Wahrheit nachzuspüren – egal, welche Konsequenzen ihnen blühen. Viele Journalisten haben sich in der Vergangenheit allzu häufig als Stenographen statt als “Watchdogs” verstanden, indem sie ihren Presseausweis als Eintrittskarte missbrauchten, um den Mächtigen möglichst nahe zu sein. Wir brauchen aber Redaktionen, die voll sind von aufmerksamen Wachhunden und nicht mit fetten und zufriedenen Schoßhündchen.

Wenn unsere Gesellschaft diese allgemeine Kriesenzeit überstehen will und wenn wir alle gemeinsam aus diesem Schlamassel raus kommen wollen, so ist es dringend Notwendig, dass es noch mehr solche Menschen geben muss, im Journalismus aber auch in der Politik und in der Wirtschaft, ehrliche und mutige Menschen. Die Lügen der Vergangenheit werden aufgedekt, ich denke die Zeit ist reif dazu und wir Blogger sind gefordert.

Das ganzes Interview lesen hier. Süddeutsche.de “Blogger sind wie Pitbulls”

30.03.2009 gepostet von zentao

Link zu The Huffington Post

und zum Blog huffingtonpost.com/theblog

 



 

 


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Schon seit langem bin ich begeistert von den Versen von Shantideva, einem Indischen Mönch und Königssohn, er ist der Verfasser des Bodhicaryavatara, ein Buch mit Versen wie man den Bodhisattva Weg geht. Dieser Text gilt als einer der klassischen Werke des Mahayana-Buddhismus. Mit klaren, treffenden Worten, weisst er uns den Weg. Auch wenn wir noch keine Bodhisattvas sind, oder werden wollen, so sind diese Verse doch hilfreich auf unserem spirituellem Weg. Shantideva war Schüler der alten Nalanda Universität, das war die grösste Universität der damaligen Zeit, seine Worte sind heute in allen Buddhistischen Traditionenen immer noch aktuell uns werden heute noch gelehrt auch im Zen. Seine Verse sind ganz im Stiele eines alten Zen-Meisters, oft etwas provokativ und der Leser fühlt sich herausgefordert.

Die Verse sind voller tiefgründiger Bilder mit einer oft direkten und wahren Aussage. Diese Verse hat er ursprünglich für sich geschrieben und er spricht immer mit seinem eigenen ich, wie wenn zwei Wesen in diesem Körper leben würden, der Teil der den Erleuchtungsweg gehen will und jener Teil des Wesens der das immer alles sabotiert, unser Ego unser ich und er ist mit sich selber gar nicht immer sehr freundlich. Das Denken ist heute möglicherweise etwas anders als damals, an der Wahrheit der Verse hat sich nichts geändert.

über den Hass und den Zorn:

Es gibt kein Böses gleich dem Hass, es gibt keine Busse gleich der Geduld. Darum möge er mit ganzer Kraft auf verschiedene Weisen die Geduld üben.

Das Denken kommt nicht zur Ruhe, gewinnt nicht die Lust der Freude, es findet nicht Schlaf noch Beständigkeit. Wenn der Stachel des Hasses im Herzen sitzt.

Wer den Zorn, den er als Feind erkennt, der diese und andere Leiden verursacht, mit Kraft vernichtet, der ist hier und in der anderen Welt glücklich.

Weil ich beginne, was mir von Nachteil, und weil ich vereitle was mir von Vorteil ist, stellt sich die Unzufriedenheit ein. An dieser Nahrung sättigt sich der Hass und vernichtet mich.

über das Denken:

Wie viel Böse deren Zahl äthergleich ist endlos ist, könnte ich töten? Wenn aber das zornige Denken getötet ist, sind alle Feinde getötet.

Wo könnte man leder finden, die ganze Erde zu bedecken? Mit dem Leder einer Sandale allein ist die ganze Erde bedeckt.

Ich kann ja in diese Weise die äusseren Dinge nicht meistern. Mein Denken aber könnte ich meistern; was geht es mich an ob die anderen Dinge gemeistert sind

über unsere Feinde:

Sind also nicht die, welche sich gegen mich erhoben haben, um Lob und anderes zu untergraben, in Wahrheit dazu da, mich v0r dem Sturz ins Unheil zu bewahren?

Sehr leicht findert man Bettler in diese Welt, sehr schwer Übelwollende. Den niemand wird mir Übel wollen, wenn nicht ich Übel will.

So ist mir ein Feind, der sich einstellt wie ein mühelos im Hause gewonnener Schatz liebenswert; den er hilft mir auf dem Weg der Erleuchtung.

Hat man also seine böse Absicht erkannt, entsteht die Geduld. Der Feind allein ist daher die Ursache der Geduld, die ich wie die wahre Lehre verehren muss.

oder über die Geduld:

Wenn es ein Heilmittel gibt, warum unzufrieden sein? Und warum Unzufrieden sein, wenn es kein Heilmittel gibt.

Leid, Beleidigung, Schimpf, Verleumdung wollen wir weder für uns noch für die, die wir lieben. Beim Feinde wieder ist das umgekehrt.

oder über die Erkenntniss der Wirklichkeit:

Nichts kann jemals das Denken verletzen, denn es ist ohne Gestalt. Aber da  wir am Körper festhalten, wird unser Geist vom Leiden gequält.

Beleidigung, Schimpf und Verläumdung, all das trifft den Körper nicht. Warum zürnst du daher, mein Geist.

Wenn ich auch viele Güter erworben und lange die Freude gekostet habe, mit leeren Händen und nackt werde ich hinübergehen, wie ausgeplündert.

über den Körper:

Ach du Narr! Eine saubere Holzpuppe hälst du nicht für dich; warum hütest du diese aus Unrat geschaffen, stinkend Maschiene.

Hebe zuerst mit deinem Denken diese Hauthülle ab; dann löse mit dem Messer der Einsicht das Fleisch vom Knochenskelett. Spalte auch die Knochen und betrachte das Mark im Innern. Und prüfe selbst, ob da ein Kern sei.

Wenn der eine Schmutzkruste tragende nackte Körper mit langen Haaren und Nägeln mit fleckigen gelben Zähnen von Natur erschreckend ist, warum wird er mühsam gepflegt wie ein Schwert, um sich selbst zu töten? Die Welt ist voll von Verückten, die eifrig dabei sind, sich selst zu täuschen.

<<Alle haben das gleiche Leid und das gleiche Glück,

ich muss sie beschützen wie mich selbst.>>

Shantideva

Das sind nur

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einige, der gut verständlichen Verse, die Erfahrungen worüber Shantideva schreibt sind natürlich aus dem alten Indien und somit, für uns oft fremd, höchstens vergleichbar mit der heutigen Armut in Indien. Trotzdem ist dieses Buch auch heute noch etwas ganz besonderes für alle die den Buddhaweg gehen.

24.03.2009 Text von zentao


Der Weg des Lebens zur Erleuchtung: Das BodhicaryavataraDer Weg des Lebens zur Erleuchtung: Das Bodhicaryavatara
von Shantideva


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Gestern war wieder Freitag und somit hat uns nach den Sportferien wieder der Alltag eingeholt, wir trafen uns zum Zazen,(Zenmeditation) Claire hat einen schönen Text vorgetragen, ein ganz besonderer Text, das Vorwort von Steve Smith zum Buch von Charlotte Joko Beck einer Zen-Lehrerin aus Amerika welche ein lebensnahes Zen vermittelt.

Die Fähigkeit lieben und arbeiten zu können, ist notwendig für ein glückliches und erfolgreiches Leben, erklärt Sigmund Freud. Die Lehre des Zen jedoch stammt aus einer klösterlichen Tradition, die der alltäglichen Welt von Liebe und Sexualität, Familie und häuslichem Leben und dem gewöhnlichen Berufsleben sehr Fern liegt. Wenige der westlichen Schüler des Zen leben abgeschieden in traditionell strukturierten, klösterlichen Gemeinschaften. Die meisten von ihnen sind wie Jedermann/frau damit beschäftigt, Beziehungen aufzubauen oder aufzulösen, Windeln zu wechseln, Hypotheken aufzunehmen oder sich um eine Beförderung zu bemühen.

Doch die Zen-Zentren, die diesen Schülern zur Verfügung stehen,sind oft mit einer Aura esoterischer Besonderheit und Isoliertheit umgeben. Schwarze Gewänder, kahl geschorene Köpfe und traditionelle klösterliche Rituale tragen oft noch dazu bei, das Zen als eine exotische alternative zum gewöhnlichen Leben gesehen wird und nicht als das gewöhnliche Leben selbst, das wir in seiner Fülle erfahren.

Da die Bilder und Erfahrungswelt des klassischen Zen aus dem klösterlichen Dasein stammt, können traditionell ausgebildete Zen-Meister nicht immer auf die aktuellen Lebensprobleme Ihrer westlichen Schüler des einundzwanzigsten Jahrhunderts eingehen..

Wenn der Zen in die westliche Kultur integriert werden soll, muss auch seine Begriffswelt auf unsere Erfahrungsmöglichkeiten übertragen werden: ” Hacke Holz, schöpfe Wasser ” muss für uns übersetzt werden in; ” Liebe und tue deine alltägliche Arbeit.”

So erfahren wir das gewöhnliche Leben selbst in seiner Fülle.

Vorwort von Steve Smith aus: Zen im Alltag von Charlotte Joko Beck

Nach dem Zazen haben wir wie immer, über den Text diskutiert und dabei festgestellt, dass wir genau diese Erfahrungen auch gemacht haben. Viele unsere Zen-Lehrer sind auf der einen Seite, in ihrem Wissen und Erfahrungen, was Zen und Buddhismus anbelangt, sehr Authentisch und Lebensnah, wo es aber ums reale tägliche Leben geht, in ihrem Privat Leben da sind sie oft abgehoben und hilflos und es kommt vor dass sie gelegentlich, auch nicht die richtigen Worte finden. Wir idealisieren gerne unsere Lehrer und vergessen dabei, dass sie auch nur Menschen sind und dass sie im alltäglichen Leben genau so Fehler machen wie wir und dass sie auch Leiden, im Sinne von Buddhas Lehre und dass sie da auch durch müssen wie wir. Menschen machen nun einmal Fehler, auch Zen-Lehrer, das sollen sie auch dürfen, aber er/sie wird halt schlussendlich an dem gemessen, was er lehrt, respektive “vor lebt”. Es ist doch auch lehr und hilfreich, dass wenn wir schauen, in unseren Gegenüber immer wieder einen Spiegel haben und wir sehen immer nur uns selbst.

21.02.2009 Kommentar zum Freitagstext von zentao



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Es ist Winter und es ist kalt, in den letzten Tagen hat es geschneit und trotzdem lebt bei uns in der Gegend, in einem kleinen Wäldchen ein Clochard, ein Obdachloser. Seit wir hier wohnen, geht er Sommer und Winter an unserem Haus vorbei, mit seinem ganzen Hausrat, welcher aus einer grossen Tasche mit einer Isomatte und Schlafsack besteht, dazu schleppt er am Abend zwei grosse Plastiktragetaschen voll mit unbekanntem Inhalt, vermutlich sammelt er noch brauchbares zusammen. Eine Zeit lang hatte er einen regelmässigen Job, aber jetzt scheint er Gelegenheitsarbeiten zu machen, oder auch oft nicht. Am Morgen fast immer zur ungefähr gleichen Zeit, geht er an unserem Haus vorbei, er ist sehr Ordentlich, er entsorgt seine Bierdosen und Bierflaschen, regelmässig bei der Glassammelstelle. Er ist immer irgend wo unterwegs, entweder vom Wäldchen zum Coop vom Coop zum Bahnhof vom Bahnhof am Abend wieder zum Wäldchen zurück.

Immer wenn er bei unserem Haus vorbei kommt, nach der Bahn Barriere da macht er einen Halt und trinkt sein Bier und er nimmt die leere Bierdose wieder ordentlich mit. Ich habe ihn einmal gefragt, als sich die Barriere runter senkte und ich auch warten musste bis der Zug vorbei war, ob er den ganzen Winter draussen schlafe, ob es nicht ein wenig sehr kalt dazu sei. Seine Antwort war; es gehe, wenn er Feuern könne, da sei es erträglich, er hätte Kohle kaufen müssen, weil der Bauer sich weigere ihm Holz zu verkaufen. Der Bauer ist natürlich nicht sehr erpicht darauf, einen Clochard als Nachbar zu haben. Ich habe ihn dann nach seiner Familie gefragt und warum er sich das hier antue? Darauf hat er mir erzählt, das er aus dem Nachbardorf komme, aber seine Familie hasse ihn, seine Mutter gebe ihm manchmal einen Zustupf um seine höchste Not zu lindern.

Er ist vollkommen verdreckt und ungepflegt und seine Zähne sind schwarz mit Lücken. Ich habe mir ehrlich schon überlegt, wie kann ich ihm helfen? Wenn ich ihm Geld gebe, dann wird er es vermutlich, sofort in Bier umwandeln? Kann man solchen Menschen überhaupt helfen? Können sich solche Menschen, noch buchstäblich, selber aus dem eigenen Dreck ziehen? Von Zeit zu Zeit wird er regelmässig von der Polizei kontrolliert und nachher lassen sie ihn wieder ziehen. Wir nennen ihn bereits scherzhaft; unseren Freund, weil auch das gibt eine Beziehung, es ist ein Mensch, dahinter ist immer eine Geschichte, er lebt wohl nicht ganz Freiwillig so.

Aber warum leben Menschen als Clochard ohne einem festen Dach über ihrem Kopf, ist es wirklich der berühmte Schicksalsschlag, der die Menschen aus der Bahn fliegen lässt oder ist es falscher Stolz, wie in diesem Falle, dass ihn seine Familie hasse. Warum ist ein Mensch nicht fähig, sein Leben selber in die Hand zu nehmen und selber sein Leben sinnvoll zu gestalten. Bei uns in der Schweiz bekommt jeder Unterstützung beim Sozialamt, aber da muss man halt gewisse Regeln einhalten und das will halt mancher nicht. Jeder Mensch muss doch seine Erkenntnisse machen und dann danach handeln, man kann doch nicht sein ganzes Leben die Schuld anderen geben.

Habt ihr auch schon solche Erfahrungen gemacht und wie geht ihr damit um?

19.02.2009 Text von zentao

Am 23.02.2009 habe ich im Kommentar an Ulf geschrieben ich hätte einen Plastiksack mit sauberen Kleider für meinen Freund bereit, 2 Paar Jeans neu mit Knöpfen, noch nicht gebraucht, und ein sauberes Hemd, Socken und Unterwäsche, alles sauber. Als ich ihm diesen Sack, bei seinem Halt überreichen wollte, schaute er kurz in den Sack und seine  trockene Antwort war; “das kann ich nicht brauchen,” also nahm ich den Sack wieder nach Hause. meine Erkenntnis daraus, es ist nicht leicht Menschen richtig zu helfen.

07.03.2009 Text von zentao


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Im Buddhismus ist das Wort Maya ein Synonym für die Vergänglichkeit und die Illusion aller Dinge, es ist der Begriff der Leerheit, weil nichts eine eigene Existenz hat und alles zugleich mit allem anderen Verbunden ist. Die vermeintliche Festigkeit der Materie, erweisst sich nach näherer Betrachtung als Illusion. In Indien gibt es eine Göttin die Maya heisst, es ist die Weltenmutter; sie tritt auf als Weltenweberin auf, die sich selbst erschafft, denn alles was sich manifestiert, ist Maya. Darum spricht man ja auch, wenn wir etwa als unbeständig, als nicht wirklich erkennen, vom Tanz der Maya

Das alles ist Maya vergänglich, unbeständig und ohne Substanz .

der Tanz der Maya

Diese dreifache Welt gleicht einem Netz oder bewegtem Wasser in einer Fata Morgana, sie gleicht einem Traum, einer Illusion, der Maya; befreit ist, wer sie als solche sieht.

Ins Leere greift der verwirrte Geist, wie nach einer Luftspiegelung im Frühling; Tiere halten sie für Wasser, aber es ist keine Wirklichkeit dahinter.

Alles ist hier nur ein Gedankengebäude, es gleicht einem Luftschloss; für den der dies erkennt, gibt es nichts mehr zu wissen.

Ewigkeit hier, Vergänglichkeit dort; Gleichheit hier, Verschiedenheit oder Gegensätzlichkeit dort; daraus machen nur die Unwissenden unüberbrückbare Unterschiede in ihrer anfangslosen, grundlosen Verwirrung.

In einem Spiegel, im Wasser, in einem Auge, in einem Gefäss und auf einem Edelstein sind Spiegelbilder sichtbar, aber sie sind nur Schein; in Ihnen ist nichts, woran man sich festhalten könnte.

aus dem Lankavatara Sutra

2.12.2008 Text und Fotos von zentao

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