Unzufriedenheit
Wir lesen immer wieder über den Raubbau an der Natur und leider ist es war, wir haben es weit gebracht, das Land ist überbaut, es leben zu viele Menschen auf diesem Planet und viele fordern wir müssten zurück zur Natur und wieder einfach leben, wie unsere Vorfahren. Aber das kann der Moderne Mensch doch gar nicht mehr. Leben ohne Handy und ohne allem Technik Schnikschnak ohne elektrischer Energie und das 365 Tage im Jahr, der Mensch von Heute ist ein Konsument und damit Abhängig geworden. Er häng am Tropf der Produzenten und der Werbung, wir sind süchtig nach Innovationen. Der Raubbau an uns selber und an der Natur ist ein Teil unseres Systems und das muss verändert werden.
Wir leben in einer Welt der Extremen Gegensätze, auf der einen Seite leben viele Menschen in bitterer Armut, nicht nur in Drittweltländern, auch bei uns, lebt ein grosser Teil der Bevölkerung an der Armutsgrenze. Der Gegenpol ist unbegrenzter Reichtum, von einzelnen. Der Mensch ist zur Ware geworden doch wann wird er das erkennen? Unsere Bequemlichkeit und die Abhängigkeit an diesem Wohlstand sind unsere Bremse zur Veränderung zum Guten. Die Erinnerung an die Vergangenheit von weisen Völkern, wie den Indianer und den Aborigine und das Wissen der Weisen aus Indien und China, Buddha und Laotse könnten uns eine Idee geben, was uns an Wissen fehlt. Wir Europäer meinen seit Genrationen wir seien die Besten, dabei vergessen wir, was Länder wie Frankreich, Spanien, England und Portugal, als Kolonialmächte alles in der Welt Kaput gemacht haben. Das war Diebstahl im Grossen Stil und das war nur der Anfang, des Raubbaus an den Völker und der Natur. Was dieser Welt fehlt ist Mitgefühl und Weisheit. Früher galt vieles noch als “Heilig” dieses Wort stammt Wort geschichtlich von Heil ab, was etwas Besonderes bezeichnet und sich abgeschwächt noch in heil („ganz“) wiederfindet. QuelleWikipedia.
Das kann man aber alles mit Geld nicht kaufen. Den Wert einer intakten Natur, kann man nicht mit dem Börsen Index messen. Ob die Wissenschaft je begreifen wird, dass es Dinge gibt, die nicht beweisbar sind. Es sieht zur Zeit so aus wie wenn der Mensch, den Ast auf dem er sitzt, bereits halb durch gesägt hat. Doch was soll,s die Erde braucht uns nicht, aber wir Menschen brauchen eine gesunde Erde.
02.05.2013 Copyright ©zentao
Hier zum Abschluss meines Gedankenflusses die Worte von John Lame Deer
Bevor unsere weissen Brüder kamen, um zivilisierte Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine Gefängnisse. Aus diesem Grund hatten wir auch keine Verbrecher. Ohne ein Gefängnis kann es keine Verbrecher geben. Wir hatten weder Schlösser noch Schlüssel, und deshalb gab es bei uns auch keine Diebe. Wenn jemand so arm war, dass er kein Pferd besass, kein Zelt oder keine Decke, so bekam er all dies geschenkt. Wir waren viel zu unzivilisiert, um großen Wert auf persönlichen Besitz zu legen. Wir strebten Besitz nur an, um ihn weitergeben zu können. Wir kannten kein Geld, und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum bemessen. Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanwälte und Politiker, daher konnten wir einander nicht betrügen. Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Weißen kamen, und ich kann es mir nicht erklären, wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die – wie man uns sagt – für eine zivilisierte Gesellschaft so notwendig sind.
John Lame Deer
Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen,
werdet Ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.
Weissagung eines Häuptlings der Cree Indianer.
Links zum Thema :
Wir sind ein Teil der Erde
Die Rede des Häuptlings Seattle
Tags: Alltag, Gedanken, Internet, Menschen, Thich Nath Hanh, Zen, Zen-Geschichten
Claudia Klinger am 7. Februar 2013
Verführt vom “leeren Boot”: Zur Abhängigkeit von Menschen, Systemen und Geräten
Sie schreibt, eine interessante eigene Interpretation über die berühmte Zen-Geschichte:
Ein Mann ruderte an einem sehr nebligen Morgen sein Boot stromaufwärts. Plötzlich sah er ein anderes Boot stromabwärts kommen, das keine Anstalten machte auszuweichen. Es kam ihm genau entgegen. Er rief: `Vorsicht! Vorsicht!´, aber das Boot fuhr genau in seins hinein, das fast sank. Der Mann war außer sich und begann die andere Person anzuschrein, ihr gehörig die Meinung zu sagen. Aber als er genau hinschaute, sah er, daß in dem anderen Boot überhaupt niemand war. Es stellte sich heraus, daß das Boot sich gelöst hatte und stromabwärts trieb. All sein Ärger schwand, und er lachte und lachte.”
(Thich Nhat Hahn: Innerer Friede – Äußerer Friede – via Abraxandria)
und sie kommt zur Erkenntnis dass wir uns auch im Internet oft unnötig ärgern und dass wie in der Geschichte, oft kein Gegenüber sehen, das Boot ist leer, auf wen sollen wir jetzt wütend sein?
Ich zitiere Claudiea: Zwar kann man oft tun, was man will, aber nicht bestimmen, was man wollen soll. So gesehen bin ich nie “persönlich gemeint”, wenn irgend jemand mich (vermeintlich oder tatsächlich) angreift oder missachtet – er kann ja nicht anders, weiß es nicht besser, ist gefangen in seinem beschränkten So-Sein, das keine Alternative kennt.
noch ein Zitat von Claudia: Wo wir von konkreten Mitmenschen und deren Wohl- oder Übel-wollen abhängig waren, ersetzten wir diese oft leidvoll erlebten Abhängigkeiten durch abstrakte, allgemeingültige Systeme, die uns mit dem versorgen, was wir nach wie vor brauchen. Heute haben wir gesetzlich gesicherte Ansprüche und sind nicht mehr vom Wohlverhalten in Clan und Familie abhängig. Welch eine Befreiung!
Endlich frei?
Heute sind wir nun soweit, dass wir uns den möglicherweise nervigen Mitmenschen weitgehend vom Hals halten können, wenn wir das wollen. Als Webworkerin, die über das Netz arbeitet, sehe ich praktisch nur noch Leute, mit denen ich mich aus freiem Willen verabrede. Zwar gehe ich noch ins Lädchen oder in den Supermarkt, um Waren des täglichen Bedarfs zu besorgen, doch selbst die könnte ich mir bringen lassen, wenn mir das zu stressig wäre. Wen es dann doch noch ab und zu nach einem “Bad in der Menge” gelüstet, dem bietet die Event-Kultur alles Nötige in 1000 Varianten: folgenloses, unverbindliches Miteinander bzw. Nebeneinander für ein paar Stunden.
Soviel Freiheit war nie, einerseits. Den Mitmenschen haben wir entmachtet, uns dafür aber massiv in die Abhängigkeit von Systemen und Geräten begeben.
Ganzer Text bei Claudia Klinger lesen:
Verführt vom “leeren Boot”: Zur Abhängigkeit von Menschen, Systemen und Geräten
Ich frage mich schon, sind wir denn so abhängig wie Cladia schreibt, oder ist es nicht so, das alles Freiwillig ist – jede Abhängigkeit beginnt bei mir selber – ich bin erst abhängig, wenn ich das zulasse. Ich kann diese Kiste jederzeit abschalten und ich tue das täglich – mehrmals – auch das Internet hat keine Macht, wenn ich nicht will – es besteht keine Verpflichtung regelmässig Beiträge in meinen beiden Blogs zu veröffentlichen.
http://zentao.wordpress.com/ und http://erwinphoto.wordpress.com/
Es war meine Entscheidung mich bei WordPress an zu melden und die Blogs zu führen. Es wird auch meine Entscheidung sein, wenn ich irgend wann mit Bloggen aufhöre. Ich habe mich niergends verpflichtet Beiträge zu schreiben und es ist sehr einfach;
“Wenn ich nichts weiss und keine Lust habe wird nicht gebloggt – klar dann verliere ich Besucher – ist das so wichtig? Meine Zufriedenheit ist mir wichtiger.” Im April wird es 6 Jahre her sein, als ich mit Bloggen begann und in all den Jahren habe ich soviele Texte geschrieben, dass wer lesen will, noch auf Jahre hinaus etwas zu lesen hat, auch das ist freiwillig.
“Es ist immer Ursache und Wirkung, alles was ich tue, hat folgen.”
Auch bei Facebook habe ich mich angemeldet und alle meine Privaten Angaben sind freiwillig – das Netz weiss relativ wenig über mich und wenn schon – alles was das Netz weiss habe ich freiwillig frei gegeben – also auch da keine Abhängigkeit – Im Gegenteil – ich benutze Facebook  genauso wie Facebook versucht mich zu instrumentalisieren. Auch da:
“Es ist immer Ursache und Wirkung, alles was ich tue, hat folgen,”
nicht nur für mich auch für andere, und irgend wann, kommt alles zu mir zurück und das kann manchmal unangenehm sein.
Klar besteht da eine gewisse Abhängigkeit – aber wir wollen ja auch nicht zurück in die Steinzeit – ich entscheide immer selbst, wie weit ich mich auf all diese modernen Technischen-Geräte einlasse. Alle Geräte haben einen Knopf wo ich das Gerät ausschalten kann und bei Bedarf wieder einschalten. Wenn jemand meint er/sie müsse dauernd erreichbar sein so ist die Abhängigkeit im eigenen Kopf zu finden. Auch da:
“Es ist immer Ursache und Wirkung, alles was ich tue, hat folgen.”
Auf der anderen Seite begegnen mir im Netz so viele Interessante Menschen, die meine Neugier wecken, “wer steht wohl hinter diesem User Name? In all den Jahren, seit ich blogge habe ich einige Persönlichkeiten kennen gelernt und auch einige Internet -Freundschaften geschlossen.
Ich habe mir auch schon überlegt; “was würde ich ohne Internet machen? Alles würde wieder etwas komplizierter und langsamer und wir müssten wieder Briefe schreiben – aber auch das würde nach einer Weile wieder funktionieren, ob das so schlimm wäre?
All jene die merken, dass sie abhängig sind, müssen wie bei jeder Sucht ein Entwöhnungsprogramm starten und mal für eine Weile den Computer ausschalten und sich im Internetz etwas rarmachen. Anstelle von Internet kann man sich wieder mal in der freien Natur bewegen, ich sage euch, das tut gut.
“Es ist immer Ursache und Wirkung, alles was ich tue, hat folgen.”
12.Februar 2012 Kommentar zu Claudias text von zentao
- Platikdeckel in der Natur?
- Aludosen gehören in den Abfall
Nach dem Aprilwetter anfangs Juli ist es wieder einmal für zwei, drei Tage schön, was solls, ich nimm das Wetter so wie es ist und wie ist es? Es ist immer richtig, denn das einzige was ich nicht verändern kann ist das Wetter, das macht was es will. Aber auch hier habe ich die Vermutung, dass der Gedanke; “es kommt schon gut” auch hier vielleicht etwas bewirkt, auch wenn es nur der positive Glaube ist. Aber wir verändern auch das Wetter durch unser Verhalten, durch die Abgase von unseren Autos und unseren Heitzungen und der Industrie. Der Klimawandel ist Hausgemacht, damals als der erste Mensch das Feuer enddeckte, da hat die Veränderung angefangen. Nun müssen wir lernen, endlich etwas Rücksicht auf unsere Erde zu nehmen. Wir müssen dazu nichts grosses leisten, wenn jeder seinen Abfall trennt wie es in der Schweiz gemacht wird, so ist der Welt schon recht gut geholfen. Aber das reicht nicht, auch wenn die Schweiz vorbildliches leistet, müssen wir bei uns selber beginnen und weniger einkaufen und weniger wegwerfen und wieder bewusster Leben. Es ist nicht mehr 5 vor 12 es ist einiges darüber.
Immer wenn ich unterwegs bin, sehe ich dauernd Abfall auf meinem Weg, wer tut so was? Niemand würde ensthaft solches tun, es ist die Gedankenlosigkeit und die Bequemlichkeit von uns allen. Mein Appel an die Umweltsünder, wer immer das ist; “nehmt doch euren eigenen Dreck wieder mit nach Hause, zu Hause werft ihr ja auch nicht alles auf den Boden, oder doch?
Oder müssen wir es wie in Singapur machen?
Skurrile Gesetze: Singapur -
Denkt man an den kleinen asiatischen Stadtstaat, fällt einem unweigerlich der Kaugummi ein. Der Verkauf von Kaugummi wurde zwar leicht gelockert, jedoch bedarf es eines Arztrezepts. Wer den Kaugummi allerdings leichtfertig auf die Straße spuckt, muss mit harten Strafen rechnen. Gleiches gilt für achtloses Wegwerfen von Müll. Als Strafe kommt ein Rollentausch in Frage: Der Delinquent wird dann zum Müllmann und muss eine Weste mit der Aufschrift tragen „Ich habe Abfall auf die Straße geworfen“. Besonders allergisch reagieren die Ordnungshüter auf Graffiti. Dafür droht Gefägnis.
weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/reisen/urlaubstipps/reiserecht/tid-15323/skurrile-gesetze-singapur_aid_430054.html
17.07.2012 Text von zentao
Foto von erwinphoto
Zur Information:
NZZ Folio 07/09 – Thema: Abfall

weder angenehm noch unangenehm
Im Leben erleben wir das, was uns geschieht, entweder als angenehm oder als unangenehm, ist es angenehm versuchen wir fast immer es festzuhalten und ist es unangenehm, wollen wir es, so schnell wie möglich weg haben, also verdrängen wir und schieben es weg. Dabei gibt es noch ein Paradox, den aus angenehmen wird häufig, etwas unangenehmes. Zum Beispiel, wenn wir zuviel Essen und Trinken, fühlt es sich als oft unangenehm an.
Das eine begehren wir, das ist Begierde, das andere wollen wir nicht, das ist Ablehnung und aus diesen beiden, bestehen die meisten Probleme die wir haben. Wir sind unglücklich und unzufrieden, nur weil wir uns selber dauernd nachgeben. Es ist wieder einmal das Denken, dieses Gedankenkarusell, das uns immer wieder Fallen stellt und wir trampen noch so gerne hinein.
Daraus entsteht eine Art Kreislauf, erleben wir unangenehmes, suchen wir das Angenehme und so fort, wir wollen immer etwas anderes als das was wir haben. Wie die berühmte Märchen Figur dem Hansdampf;
De Hansdampf im Schnäggeloch
hät alles was er will
und was er will, das hät er nöd
und was er hät, das will er nöd
De Hansdampf im Schnäggeloch
hät alles was er will…
Aber wir sind nicht Hansdampf oder doch? So ein wenig ist der Hansdampf immer ein wenig in uns. Wie mit allem, wenn es uns plötzlich bewusst wird, was da in uns geschieht, suchen wir nach einer Lösung und die heisst, sich lösen. Weder am angenehmen festhalten noch das unangenehme verdrängen. Das Zauberwort heisst “akzeptieren,”wenn wir es akzeptiren, ist die Entscheidung gefallen und es gibt kein Weg zurück, es gibt nur die Dinge so nehmen wie sie sind.
Weil wir uns entschieden haben, wird alles auf einmal leicht und wir wissen wieder was wie brauchen und was nicht. Wir können uns auch fragen, ist es Wichtig ? Denn meistens ist es unwichtig.
In der Meditation haben wir gelernt, Gedanken und Gefühle die auftauchen zu benennen und dem zufolge ist angenehm nur angenehm und unangenehm ist nur unangenehm. Wenn man das konsequent tut, wenn unangenehmes hochkommt, benennen wir es mit “es ist nur unangenehm” und lassen es los, genauso beim angenehmen, “es ist nur angenehm.” Wenn wir aufhören zu bewerten und aufhören zu vergleichen, so sind wir der Zufriedenheit schon ein wenig näher.
Alles, was wir irgendwann einmal als angenehm erlebt haben, wollen wir verewigen. Das ist die so genannte samsarische Energie, eine unfassbar starke Energie: Es entstehen immer neue Illusionen aufgrund von egozentrischem Verlangen.
Marcel Geisser, Die Buddhas der Zukunft
9.07.2012 Text von zentao
Morgenmeditation
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddhismus, Ego, fotografieren, Fotos, Leben, Meditation, Menschen, Vergänglichkeit, Weisheit, Wetter, Zen
Das Wetter ist so wie es ist, und doch hat es starken Einfluss auf meine Befindlichkeit,auch wenn ich dies nicht wahrhaben will. Man sagt ja, dass der Geist und der Körper Eins seien, oder es zumindest sein sollten, aber mein Körper macht da nicht mit, oder ist es der Geist der klemmt, auf jedenfalls, bei schönem und warmen Wetter, ist da eine Harmonie, zwischen den beiden und mir geht es einfach nur prächtig. Sobald es kühler wird, obwohl ich meine auch solches Wetter, zu lieben, legt sich mein Körper da quer und meldet mir allerlei Zipperlein, wie Rückenschmerzen und eine allgemeine Unlust, irgend etwas zu tun. Um da rauszukommen ist Bewegung am Besten, aber wie bringt man dies, diesem Gebilde von Körper und Geist bei? In solchem Momenten, spüre ich wie mein Ego, stärker wird, an sonnigen Tagen, ist es scheinbar abwesend, aber das Ego ist immer da, im Hintergrund, lauert es auf seine Chance, mein Leben, etwas durcheinander zu bringen. Um die Worte kurz zu machen, ich packte meine Kamera und bin raus an die Limmat beim Stausee und habe schöne Fotos gemacht. Mit der Kamera bin ich automatisch achtsam und ich sehe Dinge, Tiere und Vögel, die sonnst meinem Auge verborgen blieben. Als ich, drei Stunden später nach Hause kam, ist der Blues vergangen, mein Ego hat sich bis zum nächsten Mal, zurückgezogen. Ich bin wieder einmal gewarnt, das Ego ist immer da, und ich muss achtsam bleiben, auch ohne Kamera.
Der Mensch kann nicht 1000 Tage
ununterbrochen gute Zeit haben,
sowie die Blume nicht 100 Tage blühen kann.
Tseng-Kuang
Die Bilder von diesem Sonntag Nachittag könnt ihr bei erwinphoto anschauen
14.05.2012 Text von zentao
Fotos von erwinphoto
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Augenblick, Gedanken, Glück, Leben, Meditation, Menschen, Pferde, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weg, Weisheit, Zen, Zengeschichten

Glück oder Unglück
Diese Geschichte aus dem alten China, ist auch eine Geschichte die gut in unsere Zeit passt, denn wie oft, geschehen uns Dinge, die wir nicht so leicht annehmen können, die wir später aber als positives Erreignis bewerten. Ist das was uns geschieht nun Glück oder ist es eher Unglück, wir wissen es nicht. In der heutigen Zeit, sagen wir, etwas sehr oft, das will ich oder das will ich nicht. Es ist vielleicht auch eine Frage des Vertrauens und des Wissens, dass das was immer kommt richtig für uns ist.
Im alten China lebte ein alter Bauer der Pferde züchtete. Er hatte einen Sohn der ihm, bei der Arbeit half. Eines Morgens lief sein liebster Hengst davon. Alle jammerten, welch ein Unglück ! Aber der Bauer sagte nur
,,wer weiss, ist es Glück oder Unglück ?”
Einige Tage später kam der Hengst wieder zurück begleitet von einigen wilden Pferden. Alle freuten sich und sagten welch ein Glück. Der Bauer antwortete nur
,,wer weiss, ist es Glück oder Unglück ?”
Am nächsten Tag wurde der Sohn beim Versuch eines der Wildpferde ein zureiten, abgeworfen und brach sich ein Bein. Wieder jammerten alle ,,welch ein Unglück!Der Bauer sagte aber wieder,
“wer weiss, ist es Glück oder Unglück ?”
Kurz darauf kamen die Soldaten des Kaisers um junge Männer zu rekrutieren. Da der Sohn des Bauern das Bein gebrochen hatte konnten ihn die Soldaten nicht gebrauchen und zogen weiter. Der Bauer sagte nur
,,wer weiss, ist es Glück oder Unglück? Man weiss es nie.
Wer das Leben annimmt, so wie es kommt, der hat es leichter und bleibt gelassen, auch bei scheinbar schweren Erreignissen.
15.02.2012 nacherzählt von zentao
erstveröffentlicht 2007
zum Thema annehmen auch noch lesen:
Der weise alte Mann… oder Die Weisheit des Lebens…
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Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddhismus, Glück, Lachen, Meditation, Menschen, Spiritualität, Weisheit, Zen
Meinen Dank für dieses schöne Video, das ich bei Ulf Mein Schreibetagebuch: “Leben” gesehen habe, das heisst für den Link. Wenn ihr nicht wisst was ein Boddhisattva ist, es ist ein Mensch, der anderen hilft Freude zu erleben und andere Menschen aus ihrem tiefen Leiden, sprich Unzufriedenheit, herauszuführen, mit einem Mitgefühl für seine Mitmenschen und das führt schlussendlich ins Nirvan. Wie dieser Mann in der Pariser Metro, der mit seinem Lachen, seine Mitfahrer auch zum Lachen brachte und mit einem Lachanfall ins höchste, wenn auch nur kurzfristige Nirva führte. Lachen ist ansteckend. Ein ganzes Abteil in der Metro ist voller Menschen, die einen unzufriedenen Ausdruck im Gesicht haben und da kommt ein Mann, setzt sich hin und beginnt, zuerst leise und dann immer lauter zu lachen und am Ende Lacht das ganze Abteil.
Ich wünsche Euch einen guten Lacher
03.12.2011 gepostet durch zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddhismus, Gedanken, Meditation, Menschen, Nebel, Unzufriedenheit, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen-Bilder, Zen

Morgen-Nebel
Wie der Nebel am Morgen, die Sicht auf den Himmel verdeckt
und erst die wärmenden Sonnenstrahlen,
 den Nebel endgültig auf lösen
Genauso verdeckt unsere Unzufriedenheit,
die Sicht auf unser wahres Wesen.
Erst in der Stille, in der Meditation erkennen wir,
was für einen Müll,
wir in den tiefen unseres gewöhnlichen Geistes produzieren.
Was die Sonne für die Natur, ist für uns oft das Lächeln
eines Mitmenschen.
Auch unser Lächel kann uns und andere vom Nebel
der Unzufriedenheit befreien.
lächle und Du veränderst Dich,
lächle und die Welt verändert sich.
Die Lebensspanne ist dieselbe,
ob man sie  weinend oder lachend verbringt
Lü-shih Chun Chiu
28.11.2011 von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Menschen, Mut, Nationalfeiertag, Schweiz, Zen
Heute hat die Schweiz Geburtstag, sie wurde 720 Jahre alt, ein stolzes Alter, das die Schweiz, mehrheitlich in Freiheit verbracht hat. Leicht hatten es meine Vorfahren nicht. Begonnen hatte das Ganze, wegen der Unterdrückung durch die fremden Vögte der Habsburger Dynastie, eine schlimme Zeit für das kleine Bergvolk inmitten von Europa. Irgendwann hatte das Volk genug und wollte frei entscheiden können und drei wackere Mannen, nämlich, Walter Fürst, Werner Stauffacher und Arnold von Melchtal, schwuren im Jahre 1291 auf der Rütliwiese den Eid für die Unabhängigkeit. Von da an nannte man das kleine Völklein, die Eidgenossen. Damit ich hier nicht die ganze Schweizer Geschichte erzählen muss, hier ein Link zur Schweizer Geschichte
Die alten Eidnossen gewannen ihre Freiheit, dadurch, dass sie Kriege gegen die damaligen Besatzer gewannen. Solange der Feind im Aussen war, gelang der Freiheitskampf, erst später gab es Uneinigkeiten und man musste sich auch im Inneren, mit der Unterschiedlichen Herkunft auseinandersetzen. Man konnte sich selber nicht gleich begegnen, wie den hohen Herren aus dem fernen Kaiserreich, und dadurch entstand der berühmte Kompromiss, der bis heute Bestand hat. Was im Rütlischwur, so treu beschworen wurde, hat Bestand bis heute, der Gegenseitige Respekt, wird fas immer gewahrt.
Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.
Die Schweiz ist ein Erfolgsmodel und war die erste Europäische Union und wird heute durch die EU auf eine schlechte Art und Weise Kopiert. Alle wollen etwas von unserem Land, Ihr Geld deponieren und durch unser Banken profitieren. Unsere Art des Bankgeheimnisses gehört auch zu unserer Freiheit, der Staat und die Arbeitsgeber müssen nicht wissen, was der einzelne verdient. Das bringt natürlich viele, im Ausland auf die Idee ihr Geld in Schweizer Banken zu verstecken. Viele Menschen wollen in unserem Land arbeiten, oder sie kommen als Flüchtlinge und wünschen sich hier ein besseres Leben, in Freiheit und einem kleinen Wohlstand und natürlich wollen viele irgendwann zu Bürgern dieses Landes werden. Sie vergessen dabei, dass die Schweizer ihre Freiheit, hart erkämpfen müssen. Mein Vater war im Letzen Weltkrieg, die meiste Zeit, im Militär und darum, natürlich an der Grenze.
Was die Schweiz heute ist, das wurde die Schweiz, durch das Volk und dem bestreben, ihre Freiheit als das höchste Gut, hoch zu halten.
Dazu muss ich aber auch sagen, den Schweizer den gibt es so nicht. Die Schweiz war immer ein Durchreise Land und einige blieben und trugen das ihre zu diesem Erfolg bei. Es waren aber immer Menschen, welche die Idee Schweiz, tief innen verstanden und auch so leben wollten. Zu dieser Schweiz wie sie Heute ist, müssen wir Sorge tragen und nicht leichtfertig auf Spiel setzen, wie so Ideen von einem Beitritt zur EU, dann wären wir nur noch Zahlvieh, das man regelmässig melken kann.
Dazu kommt mir immer das Bild von einem Honigtopfes in den Sinn, wo man vergessen hat, den Deckel zu schliessen und jetzt schwirren Fliegen, Bienen und Wespen um den Topf herum und verschmutzen den Inhalt. Wenn man rechtzeitig, den Deckel schliesst, bleiben, die Biester draussen und wir können den Honig, an diejenigen verteilen, die den Honig auch zu schätzen wissen. Ob es zu spät ist den Deckel zu schlissen, das weiss ich nicht.
Ich weiss nur, dass wer in der Schweiz leben will, sich auch anpassen muss. Ich kann auch nicht in ein Arabisches Land reisen und so leben wollen, wie in der Schweiz, da müssen auch wir uns anpassen. Wir erleben einiges an Frechheit und Dreistigkeit, und Provokationen, dass es bald wider wie 1291 ist, nur dieses Mal, müssen wir uns nicht vor Vögten befreien, dieses Mal, sind es Menschen, die in ihren Länder unterdrückt wurden und hier bei uns meinen sie könnten sich alles erlauben. Gäste die sich ungebührlich benehmen, sollen unser Land, wieder verlassen müssen, am besten so schnell wie möglich. Zum Glück, sind diese, die unsere Gastfreundschaft missbrauchen, eine Minderheit, dennoch fallen sie Unangenehm auf.
Wir haben immer Menschen aus anderen Kulturen integriert, angefangen, mit den Italiener, die nur kurze Zeit kommen wollten und dann ein Leben lang blieben. Die nächsten waren die Ungaren, dann die Tibeter und Vietnamesen, und zuletzt Menschen aus Sri Lanka, alle haben sich gut integriert. Alle können ihre Religion ausüben, die Tibeter und die Leute aus Sri Lanka, haben sogar ihre eigenen Klöster und Tempel. Â Heute kommen zu viele Wirtschaftsflüchtlinge, die hier nur Geld verdienen wollen und dann das Geld in Ihre armen Länder schicken. Auch wenn ich das gut verstehen kann, gibt es Grenzen des zumutbarem und das kann unser kleines Land nicht mehr bewältigen.
Ich wünsche unserem Land die Kraft, die nächsten Herausforderungen, genau so mutig wie unsere Vorfahren, zu bewältigen. Dieses Mal nicht mit der Hellebarde, sondern mit Offenheit, Ehrlichkeit und konsequentem Handeln und viel Verständnis auch für andere.
Vor einem Jahr habe ich über unsere Bankier und unsere Politiker geschrieben.Wissen wir überhaupt noch was Freiheit, im Sinne der alten Eidgenossen heisst? Ich glaube ich bin etwas Altersmilde geworden.
1.August 2011 Text von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddha, Buddhismus, Meditation, Menschen, Überzeugung, Meinung, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen
Wenn wir etwas als, für uns schlecht oder gut empfinden, hat das immer mit uns selber zu tun. Es ist unsere Überzeugung, dass es so ist, oder dass es so kommen wird, oder auch, dass es so kam, das sind unsere Überzeugungen, das hat einen starken Einfluss auf unser Leben, ob wir es glauben oder nicht.
Eine Überzeugung ist weder gut noch schlecht, es ist einfach ein Glaubenssatz und kann jederzeit, hinterfragt und geändert werden.
Eine Überzeugung kann mir Mut geben, sie kann mich aber auch bremsen, indem ich negative Glaubensätze entwickle. Wenn ich überzeugt bin und daran festhalte, auch wenn ander mir das Gegenteil beweisen, ist das Sturheit.
Die Weise wie ich Überzeugungen lebe, ist bereits durch mein Familienmuster festgelegt und muss später mühsam geändert werden, das geht aber fast allen so.
Wenn in der Kindheit, der Lehrer oder die Eltern, einem Kind, dauernd sagen, “Mensch bist du blöd” oder “aus dir wird nie etwas” so wird das Kind diesen Satz in seinem Geist speichern und das wird ein Leben lang geglaubt, ein angelerntes unglücklich sein.
Eine negative Überzeugung wird durch das Ego verstärkt und gefördert. Wer von sich und seiner Tüchtigkeit überzeugt ist, hat auch oft ein starkes Ego und es gilt, wer seine Überzeugungen, dem anderen verkaufen kann, ist erfolgreich.
Andere können die gleiche Art von Erfahrung machen, aber auf ihre Art, und dies ist auch richtig so , dies so gelten lassen, ist der richtige Umgang mit Überzeugungen.
Es gibt viele Wege seine Überzeugungen zu leben, man kann seine Überzeugungen unbewusst leben, und sie ausleben, indem man sich von ihr unter Druck setzen lässt, oder man lebt seine Überzeugungen bewusst und schaut seine alten Muster einmal an und das was einem missfällt, das ändert man gezielt und versucht wieder mit sich selber, zufriedener zu sein. Hier ein interessanterBeitrag bei Gabe über Zufriedenheit.
Mit Überzeugungen kann ich mein Leben auch in positiverer Weise leben, in dem ich was immer ich erreichen will in Form einer Affirmation formulieren und diesen neuen positiveren Glaubenssatz, mir Mantra Artig vorsagen, irgendwann tritt die Wirkung in mein Leben, oder auch nicht. Wenn das funktionieren soll, braucht das aber viel Disziplin und Ausdauer. Es kann funktionieren, man muss aber dauernd dran bleiben, die Affirmation nur einmal wiederholen, bringt gar nichts.
Im Zen lernen wir aber einen ganz anderen Weg mit Überzeugungen umzugehen, in dem wir lernen, dass Dinge die wir als richtig oder falsch erkennen, keinen bleibenden Wert haben, weil sie sich dauern ändern und verändern. Wenn wir daran festhalten, beginnen wir zu leiden und werden unglücklich oder bleiben es.
Was immer ich in der Meditation für Erkenntnisse und Erfahrungen mache, werden nicht zu Überzeugungen, weil ich weiss alles ist veränderlich, auch meine momentanen Überzeugungen werden sich wieder und wieder verändern.
Im Zen müssen wir uns nicht um Wünsche bemühen, weil wir gelernt haben, dass wir ja alles was wir brauchen bereits haben, auch das sind Überzeugungen.
Ein Zen Gedicht von unbekannt.
Der Frühling leuchtet mit hundert Blumen, der Herbst mit seinem Erntemond.
Im Sommer kühlt die leichte Brise, der Winter verzaubert das Land.
Solange der Geist, sich nicht an kleinen Dingen stört,
ist jeder Tag ein schöner Tag
26.05.2011 Text von zentao
Tags: Alltag, Achtsamkeit, Leben, Meditation, Spiritualität, Rosienen, Nüsse, älter werden, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen
Gestern habe ich bei Reiner vom Der Weg ist das Ziel diesen Beitrag Lange leben gelesen, und das hat mich zu meinem Beitrag angeregt. Rainer vergleicht den alternden Menschen, als reife, weise Rosine.
Wenn ich mir mich als alten Menschen vorstelle, als reife, weise Rosine, kann ich mich mögen. Nehme ich mein Alter als Geschenk, als Chance an oder überziehe ich den alten Ray in mir mit Krankheitsbildern, die dem Jugendwahn einer von der Pharmaindustrie gesteuerten Gesellschaft entspringt. Alt zu werden ist keine Krankheit. Alt zu werden ist ein Auftrag, den wir alle mit Liebe und Hingabe annehmen können. Weil die Welt alte Menschen braucht, die uns die wunderbare Weltsicht der Alten und deren Werte und Erfahrungen ins Allgemeinleben einbringen.
Sein Vergleich finde ich irgendwie lustig, sind doch süsse Rosinen, etwas das fast alle Leute gerne naschen. Das älter werden und irgendwann Alt werden, ist das normalste von der Welt. Alles ist vergänglich, leider auch unser Körper. Früher musste man da einfach durch und man hat gar nicht soviel darüber nachgedacht.
Es gibt davon verschieden Bilder, bei uns bekannt ist das Bild vom alten Bergbauer, der bis ins hohe Alter seine Toscani rauchte und täglich den Berg hoch und wieder runter gelaufen ist, und eines Tages einfach in seinem Bett, hinüber schlief. Oder die Grossmütter, die mit ihren Enkel, so manches unternehmen und Spass am Leben haben und immer für ihre Kinder da sind, da ist kein Gedanke von Müdigkeit, solange ihre Liblinge sie brauchten. Früher war der Sinn vom alt werden, das Wissen, gebraucht zu werden, die Generationen vor uns wurden gebraucht und man war dankbar, dass es sie gab.
Heute werden, gesunde 55 Järige Menschen, einfach von ihren Chefs, Frühpensioniert, ob er/sie das will oder nicht, sein Lohn ist zu hoch und man stellt jünger und billigere Arbeitskräfte ein. Das geschieht in der Wirtschaft, die Politiker treiben ein anderes Spiel, man versucht das AHV alter zu erhöhen, und versucht die Menschen später in die Pension zu schicken, da kann man auch Geld sparen und vielleicht sterben dann, ja einige etwas früher.
Ich will das jetzt gar nicht so negativ sehen, es hat immer auch mit der eigenen Lebenseinstellung zu tun, für manchen ist es die Rettung, er hat endlich für sich selber Zeit und beginnt sich mit seinem Leben auseinander zu setzen. So ein Rentnerleben muss auch geplant werden, man muss auch da wissen, was will ich und was erwarte ich von diesem Lebensabschnitt. Wenn die Menschen ein Leben lang schwer gearbeitet haben, so wollen sie im Alter das Leben endlich geniesen und nicht mehr arbeiten müssen, dürfen vielleicht.
Die heutigen Senioren, wie man uns seit längerem auch nennt, lieben ihre Freiheit und haben, die meisten wenigstens genug Geld, um sich auch etwas zu leisten. Der eine freut sich aufs Reisen und dem anderen genügt es täglich mit seinem Hund, in die Natur zu gehen. Ich kenne einige Frauen, die besuchen regelmässig, noch ältere Menschen im Altersheim, eine lobenswerte Freizeitgestaltung. Viele Senioren sind noch sportlich unterwegs und in unserer Zen-Gemeinschaft kommt eine 91 Jährige Dame regelmässig zum Zatzen, auch wenn es nicht mehr so leicht geht wie früher, sie ist jeden Freitag da.
Das die Menschen immer älter und auch gesünder werden, trotz der vielen Arbeit, hängt glaube ich auch mit der Lebenseineinstellung zusammen, man ist bewusster dem Leben gegenüber, man raucht viel wenige und auch der Alkoholkonsum ist mässig.
Die negative Seite ist der Neid, von vielen jüngeren Menschen, die halt noch einge Jahre arbeiten müssen.Ich höre oft, “du hast ja Zeit” oder auch ” du könntest doch noch ein wenig etwas arbeiten” und der dümmste Spruch den ich immer wieder höre ” du hättest doch Zeit,mit meinem Hund Gassi zu gehen,” ich habe 44 Jahre gearbeitet und ich denke, das ist genug, ich mache nur noch was mir selber auch Spass macht.
Der Neid der Politiker und der Ärzte, die gerne noch mehr Altersheime bauen möchten um die älteren Menschen zu versorgen und natürlich kostet das Geld. An uns älteren Menschen, kann man viel Geld verdienen. Passt aber auf, die jetztigen Menschen, welche ins Seniorenalter kommen, das sind die damaligen 68.er und wir sind Rebellen und ich sehe mich mehr ,wie eine harte Nuss, in einer stachligen Hülle, die man erst schälen muss und in der Harten Schale ist ein weicher Kern, der sehr angenehm und geniesbar ist.
Wenn wir wissen, dass im Leben alles eine Ursache hat, so finden wir die Ursache in unserem Denken. Das alt werden beginnt viel früher, es beginnt mit unserem Denken in unserer Jugend. Jeder wird einmal alt sein, so wie er/sie gelebt hat so wird sie/er auch alt. Wenn unsere Art zu Denken Jung bleibt so altert nur unser Körper(die Rosiene schrumpfelt). Wir müssen unser Denken trainieren, alle Sorgen und Ängste aus unserem Geist hinaus werfen. Wenn wir lernen gelassener zu werden, so sehen wir fast,alles abgeklärter und können über Dinge schmunzeln, über die wir uns früher aufgeregt haben.
Wenn ich denke “jetzt bin ich Alt” dann binn ich auch Alt, dann kann ich mir selber beim alt werden zuschauen. Jeweniger ich über das Altsein denke und einfach Lebe und Spass habe an dem was ich gerne mag umso einfacher wird mein Leben. Ob ich ein hohes Alter erreiche, ist nicht so wichtig, wenn ichs erreiche umso schöner. Wie wir es erleben hängt stark von unserer inneren Haltung ab, mache ich mir das Leben selber schwer, oder kann ich auf meine Mitmenschen zugehen und sie annehmen so wie sie sind und bin ich bereit auch mal, Zeit für andere zu haben, dann werde ich auch angenommen. Auch im Alter müssen wir uns, unser eigenes Netzwerk aufbauen, im Leben aber auch im Internet. An mir selber habe ich festgestellt; dank dem Internet, habe ich viel gelernt, nicht nur über Computer. Ich bin geistig beweglicher geworden und habe viele nette und spannende Menschen kennen gelernt. Sich mit Menschen austauschen ist eine Qualität die ich nicht mehr missen möchte.
Dieser Lebensweisheit habe ich mir bei Andrea aus Düsseldorf ausgeliehen, weil es so gut passt.
Wenn du dich sicher fühlen willst,
dann tu, was du schon immer konntest.
Aber wenn du wachsen willst,
dann gehe bis zum äußersten Ende deiner Kompetenz.
Und das heisst, dass du für kurze Zeit deine Sicherheit verlierst.
Wann immer du also nicht genau weisst, was du gerade tust,
weisst du, dass du wächst!
16.05.2011 Text von zentao
Tags: Alltag, Gesundheit, Krankheit, Leben, Menschen, Zen, Karzinom, Basiliom, Hautkrebs, Leben, Tod, Alltag, Brief
Abschiedsbrief an meinen bösen Hautkrebs.
Ein Versuch meinen Hautkrebs zu verarbeiten.
Lieber Basiliom.
Ganz harmlos hast Du ausgesehen auf meiner Nase vor fast einem Jahr, namenlos, ein ganz kleiner Knubbel, harmlos anzuschauen. Ich dachte Du gehst dann ganz von selbst wieder weg. Aber das war nicht so, bald bist Du grösser geworden, Du bekamst so kleine Äderchen, du bist gewachsen, ich dachte: was geht da vor? Du hast hässlich ausgesehen.
Vor zwei Monaten bei einem Routineuntersuch, da bekamst Du einen Namen: BASILIOM. Ich dachte zuerst an Basilikum, aber so harmlos wie dieses Kraut warst Du nicht.
Du seiest ein ganz Böser wurde mir gesagt, Basiliom Karzinom, das sei dein voller Name, ein Hautkrebs. Jetzt wusste ich wenigstens mit wem ich es zu tun hatte.
Es hat mich gar nicht gefreut dich kennen zu lernen, aber was solls, du warst jetzt nun mal da und ich versuchte mich mit dir zu arrangieren. Es hiess du seist eine Zelle aus meinem Körper, die nicht einfach täglich Ihre Arbeit tun möchte, Du dachtest wohl, Du seiest zu Höherem geboren, Du wolltest einfach mal Deine Grenzen sprengen. Die Sonne hat ihren Teil dazu beigetragen und Dir sehr geholfen.
Ich habe mal gelesen, so was passiere dann, wenn man selber immer schön brav jeden Tag seine Arbeit mache, im tiefsten Innern aber mit der Situation unzufrieden ist und zu bequem, um etwas daran zu ändern. Das war ja vielleicht die Situation vor vielen Jahren, als mir vieles von dem was ich heute weiss noch nicht bewusst war. In dieser unsicheren und passiven Zeit bist Du geboren. Meine Unzufriedenheit hat Dir zum Leben verholfen.
Wenn dies zutrifft dann wird früher oder auch später irgendeine Zelle, als Stellvertreter, diese Aufgabe übernehmen und Ihre Grenzen sprengen. Du meintest wohl; Du müsstest für mich, mein Leben leben? Sei es so wie es ist, Spekulationen helfen auch nicht weiter. Ich habe zuerst die Simonton-Methode ausprobiert, es wurde mir aber bald klar das Du diese Sprache nicht verstehst und es leider für liebe Worte zu spät ist. Du bist unterdessen zu gross und zu aggressiv geworden.
Von einem Arzt zum anderen und von Untersuch zu Untersuch gingen wir zusammen, auch in den Tomographen gingen wir um zu erfahren wie tief Deine Wucherungen schon gewachsen sind. Nachher hiess es Du wärst sogar ein Zwitter, halb Spinaliom und halb Basiliom.
Es ist ein Glück, dass ich dich früh genug entdeckt habe, sonst hättest du mir meine schöne Nase noch ganz kaputt gemacht. Basiliome, wurde mir gesagt, könnten sich, wenn man sie nicht ernst nimmt, bis in den Knochen einkrallen und würden das ganze Gesicht zerstören. Ich habe Dich ernst genommen, aber Du hast mir keine Angst einjagen können, ich habe auch keine Wut auf Dich gehabt, es war mir von Anfang an klar, dass ich Dir keine Chance lasse zu leben.
Ich bin Dir sogar dankbar, weil Du mir wieder bewusst gemacht hast, wie wichtig mir mein Leben ist und dass ich von jetzt an wieder bewusster leben werde. Keiner von uns lebt ewig, unser Leben geht irgendwann definitiv zu Ende. Von jetzt an werde ich mein Leben und meine träume wieder selber leben,
Aber auch du lieber Basiliom bist endlich: heute Morgen hat Dein letztes Stündlein geschlagen, auch Dein Leben ging definitiv zu Ende. Du musstest sterben und ich bin gar nicht traurig darüber, in einer kurzen ambulanten Operation wurdest du entfernt. Wir haben das gemacht, was man mit allen Schmarotzern, die sich auf Kosten von einem Wirt schadlos halten, tun sollte. Wir haben dich heute um 9 Uhr 30 für immer raus geworfen, das heisst raus geschnitten.
Lieber Basiliom, Dir wird es leider noch einmal schlecht gehen, Du kommst jetzt noch zum Pathologen, welcher Dich in Scheibchen schneiden wird um heraus zu finden, ob wir alles von dir erwischt haben. Und danach wird die Nase in einer zweiten Operation wieder zur alten Schönheit hergestellt werden.
Dein zentao
13.10.2008 zentao
Nachtrag: Nach zwei Jahren und drei Monaten, ist die Nase wieder schön zusammengewachsen und man sieht nur noch eine Kleine Narbe und ein ganz kleine Vertiefung. Die Ärzte haben eine sehr gute Arbeit gemacht. Der Basiliom ist nicht wieder gekommen und mir geht es sehr gut.
24. 01.2011 zentao





























