Wahrnehmung
Heute haben wir zur Abwechslung wieder einmal etwas Sonne – wie lange das lass ich mich einfach überraschen, ich geniesse die Wärme der Sonne und erhole mich. Ja Erholung ist nötig, denn seit Mitte April folgte ein Fest nach dem anderen und ich liebe Feste, gutes Essen und guten Wein, aber jetzt ist genug und zuviel ist zuviel.
Das immerwährende Thema;”Nein sagen im richtigen Augenblick - nein sagen, dann wenn es am Besten schmeckt und der Gaumen nach mehr ruft und der Körper hat schon lange genug. (dahinter steckt natürlich mein gewöhnliche Geist mein EGO das nie genug bekommt ) Wie meine Leser ja wissen, lebe ich meistens sehr bewusst, aber so bald der Alkohol mein Hirn vernebelt, verliere ich den Kontakt zu meiner inneren Stimme und die Folgen sind programmiert.Meine Wahrnehmung ist fokussiert auf Genuss und Gespräche mit meinen Freunden. Das ist das schönste an solchen Festen, der Austausch mit den Mitmenschen. Das eine vom Anderen trennen, das wäre doch schade.
Wenn dann das Dessert kommt, dann bin ich ganz verloren, Süsses ist mein Untergang. Gut das ist Jammern auf hohem Niveau, wie mir meine Frau immer wieder sagt. Ich soll; “Nein sagen lernen im richtigen Augenblick und die Bodenhaftung bewahren, wo sie recht hat, da hat sie recht” Auch hier bewahrheiten sich die Worte;”weniger ist oft mehr.”
Wenn ich Achtsamkeit übe, habe ich in der Regel kein Alkohol intus, ich werde am nächsten Fest etwas Achtsamkeit üben, das heisst dann aber auch, weniger Wein und weniger Essen. Jetzt werde ich wieder eine Längere Zeit versuchen Gesund zu Essen. Ein bewusstes Leben ist eine Gute Sache, auf die Länge halt doch etwas langweilig, ich werde versuchen, auch hier einen guten Mittelweg zu finden, aber eigentlich freue ich mich bereits wieder auf das nächste Fest, irgend wann im Juni.
07.05.2013 Copyright ©zentao
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Wir lesen immer wieder über den Raubbau an der Natur und leider ist es war, wir haben es weit gebracht, das Land ist überbaut, es leben zu viele Menschen auf diesem Planet und viele fordern wir müssten zurück zur Natur und wieder einfach leben, wie unsere Vorfahren. Aber das kann der Moderne Mensch doch gar nicht mehr. Leben ohne Handy und ohne allem Technik Schnikschnak ohne elektrischer Energie und das 365 Tage im Jahr, der Mensch von Heute ist ein Konsument und damit Abhängig geworden. Er häng am Tropf der Produzenten und der Werbung, wir sind süchtig nach Innovationen. Der Raubbau an uns selber und an der Natur ist ein Teil unseres Systems und das muss verändert werden.
Wir leben in einer Welt der Extremen Gegensätze, auf der einen Seite leben viele Menschen in bitterer Armut, nicht nur in Drittweltländern, auch bei uns, lebt ein grosser Teil der Bevölkerung an der Armutsgrenze. Der Gegenpol ist unbegrenzter Reichtum, von einzelnen. Der Mensch ist zur Ware geworden doch wann wird er das erkennen? Unsere Bequemlichkeit und die Abhängigkeit an diesem Wohlstand sind unsere Bremse zur Veränderung zum Guten. Die Erinnerung an die Vergangenheit von weisen Völkern, wie den Indianer und den Aborigine und das Wissen der Weisen aus Indien und China, Buddha und Laotse könnten uns eine Idee geben, was uns an Wissen fehlt. Wir Europäer meinen seit Genrationen wir seien die Besten, dabei vergessen wir, was Länder wie Frankreich, Spanien, England und Portugal, als Kolonialmächte alles in der Welt Kaput gemacht haben. Das war Diebstahl im Grossen Stil und das war nur der Anfang, des Raubbaus an den Völker und der Natur. Was dieser Welt fehlt ist Mitgefühl und Weisheit. Früher galt vieles noch als “Heilig” dieses Wort stammt Wort geschichtlich von Heil ab, was etwas Besonderes bezeichnet und sich abgeschwächt noch in heil („ganz“) wiederfindet. QuelleWikipedia.
Das kann man aber alles mit Geld nicht kaufen. Den Wert einer intakten Natur, kann man nicht mit dem Börsen Index messen. Ob die Wissenschaft je begreifen wird, dass es Dinge gibt, die nicht beweisbar sind. Es sieht zur Zeit so aus wie wenn der Mensch, den Ast auf dem er sitzt, bereits halb durch gesägt hat. Doch was soll,s die Erde braucht uns nicht, aber wir Menschen brauchen eine gesunde Erde.
02.05.2013 Copyright ©zentao
Hier zum Abschluss meines Gedankenflusses die Worte von John Lame Deer
Bevor unsere weissen Brüder kamen, um zivilisierte Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine Gefängnisse. Aus diesem Grund hatten wir auch keine Verbrecher. Ohne ein Gefängnis kann es keine Verbrecher geben. Wir hatten weder Schlösser noch Schlüssel, und deshalb gab es bei uns auch keine Diebe. Wenn jemand so arm war, dass er kein Pferd besass, kein Zelt oder keine Decke, so bekam er all dies geschenkt. Wir waren viel zu unzivilisiert, um großen Wert auf persönlichen Besitz zu legen. Wir strebten Besitz nur an, um ihn weitergeben zu können. Wir kannten kein Geld, und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum bemessen. Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanwälte und Politiker, daher konnten wir einander nicht betrügen. Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Weißen kamen, und ich kann es mir nicht erklären, wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die – wie man uns sagt – für eine zivilisierte Gesellschaft so notwendig sind.
John Lame Deer
Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen,
werdet Ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.
Weissagung eines Häuptlings der Cree Indianer.
Links zum Thema :
Wir sind ein Teil der Erde
Die Rede des Häuptlings Seattle
Es geht letztendlich nur um Wahrnehmung. Wir selber machen immer eine persönliche Sache daraus. Dabei ist es nur Wahrnehmung. Sobald das was wahrnimmt seine Fähigkeit zur Wahrnehmung wahrnimmt, erzählt sich eine Geschichte.
Norbert vom Lebensfreudebloc hat einen interessanten Beitrag dazu geschrieben Hoppla, Wahrnehmung kenn’ ich doch!
In der heutigen Zeit, überfordern sich die Menschen oft selbst, so dass ihre Wahrnehmung leider oft vernebelt ist und sie nur das wahrnehmen, was in ihrem Focus ist, und was aktuell ist. Diese Wahrnehmung ist sehr Ich betonnt und oberflächig und für ein bewusstes wahrnehmen, sind sie gar nicht interessiert. Es ist ja auch schwierig mit so vielem, was wahrzunehmen ist, die Vielfalt der Angebote in der heutigen Zeit ist enorm. Da wundert es einem nicht, dass wir so vieles ausblenden und oft nichts Hören und Sehen wollen und unsere Gefühle tief in uns verstecken.
Wahrnehmung hat meiner Meinung nach viel mit Achtsamkeit zu tun, das ist bewusstes wahrnehmen im gegenwärtigen Augenblick. Wahrnehmen ist mehr als nur einfach Sehen, Hören, und Fühlen es ist da sein in jedem Augenblick. Es ist das Leben so zu akzeptieren ohne wenn und aber, es ist auch annehmen was immer im Leben kommt.(das ist nicht leicht ) Es ist voll präsent zu sein und es sind wenige Menschen die dazu fähig sind. Eine Praxis der Achtsamkeits-Meditation hilft enorm, dies zu erreichen.
Unsere gewöhnliches Wahrnehmung funktioniert aus buddhistischer Sicht wie folgt:
Unser Augenbewusstsein nimmt Formen wahr, unser Hörsinn hört Laute, unser Geruchssinn erlebt Gerüche, der Geschmackssinn erlebt Geschmack und unser Tastsinn erfährt Körperempfindungen. Diese Wahrnehmung als solche ist frei von Konzepten. Dann kommt das sogenannte Geist-Bewusstsein ins Spiel. Es ist eine mentale Instanz, die die Eindrücke konzeptionalisiert – also zb. die Sinneseindrücke als Baum erkennt bzw. etikettiert. Das Geist-Bewusstsein seinerseits ist geprägt von den Eindrücken, nicht nur dieses Lebens, sondern aller vorherigen Leben und deshalb nur zu einer getäuschten Wahrnehmung fähig.
psychophysik.com
Wir täuschen uns dauernd selbst, wir interpretieren und passen unsere Wahrnehmung dauernd, so an, dass es für uns passt. Es ist auch nicht möglich, so ruhig und achtsam, wie in der Gehmeditation durchs Leben zu gehen. Doch möglich ist es schon, nur das ist uns viel zu anstrengend und wir möchten es doch lieber etwas mehr gefiltert. Doch Buddha hat schon gesagt: „Es ist unser Geist, der die Welt erschafft.“ Ob wir es wollen oder nicht, was immer in unserem Leben geschieht, wir selber haben es uns so eingerichtet. Es beginnt eigentlich vor der Wahrnehmung, es beginnt in unserem Denken, wenn wir bereit sind richtig zu Denken, das heisst, ohne Werten, dann nehmen wir unsere Umwelt, unsere Mitmenschen und uns selber auch richtig wahr.
18.04.2013 Text Copyright ©zentao
Zen-Praxis in Klösterlicher Atmosphäre, im totalen Schweigen, das erscheint im ersten Moment, als nicht leicht und wird vermutlich von manchen, als schwierig eingestuft, doch der Alltag ist die Echte Herausforderung für mich. Im Retreat gab es einen Tagesplan und ich hielt mich an die Vorgabe; ” Sitzen, Schweigen,Gehen, Sitzen und das den ganzen Tag.
Doch jetzt ist es mir oft zu Laut und die alltäglichen Versuchungen und Ablenkungen, sind immer präsent. Ein Beispiel; Beim Umbau des Coop Zentrums im Hause, entsteht sehr viel Baulärm, es wird gebohrt und gehämmert und dennoch bleibe ich gelassen, es ist ja nur Lärm und der geht wieder vorbei. Der Lärm ist weit da draussen und ist einfach nur unangenehm. Ich habe meine Meditations-Zeit angepasst – genau um 9:00 Uhr hört aller Lärm, wie auf Kommando auf, es ist Kaffee Zeit und es bleibt Ca. 35 Minuten vollkommen ruhig. Das Bedürfnis der Arbeiter für ihre Kaffeepause bringt mir die nötige Ruhe für meine Morgen-Meditation.
Den Atem Beobachten, den Gedanken nicht folgen und sie einfach vorbei ziehen lassen, das ist alles – wenn es dann, nur immer so einfach wäre? Der Gedanke; “was koche ich heute?” taucht auf und verwickelt mich in Kochfantasien. Zurück zum Atem beobachten, zurück zur Achtsamkeit, die Stille im Kopf kehrt zurück – einatmen – ausatmen – einatmen – ausatmen – auch Schweigen im Kopf – da ein Bbbrrrr…. und ein Gggrrrr….eine Bohrmaschine dröhnt, die Bauarbeiter sind zurück, die Kaffeepause ist vorbei und auch ich beende meine Morgen-Meditation. Auf gehts in die Küche, wie immer wenn ich nicht weiss was kochen, dann gibt es Risotto. Draussen zeigt sich zaghaft der Frühling.
Das Gewahrsein von Atmung und anderen Körperempfindungen ist wahrscheinlich die allergrundlegendste buddhistische Meditationsübung.
Bevor man die Achtsamkeit erfolgreich auf Gefühle, Gedanken, Emotionen oder den Geist anwenden kann, muß sie im Gewahrsein von Atem und Körper fest verankert sein.
Mark Epstein, Gedanken ohne den Denker
08.04.2013 Text Copyright©zentao
Jetzt bin ich also, an diesem Retreat und ich soll Schweigen, ich der im Alltag, eher zuviel und zu laut redet, soll jetzt Schweigen!! Wie ich bereits geschrieben habe:
am ersten Morgen bin ich reingefallen
und habe,aus Gewohnheit, “Guten Morgen” gesagt.
Schweigen soll ich nicht nur im Aussen, Schweigen, soll auch mein Geist, dieses dauernde Geplauder im Kopf, das wie von selber in meinem Geist abläuft, ist nicht erwünscht und soll aufhören oder zu mindestens etwas weniger werden. Bis jetzt habe ich gedacht, da kann ich doch nicht viel ändern, das ist nun mal so. Die Frage die dann auftaucht ist ganz klar; “wie mache ich das – Schweigen?”
In der Meditation erklärt uns Marcel Geisser unser Zen-Lehrer, das wie? Der Buddha habe sich nie für das “warum” interessiert, vielmehr interessierte er sich immer für das “wie.” Am Beispiel der Glocke, die er mit dem Schlagholz zum klingen brachte, erklärte er;”wenn die Glocke ertönt, so hören wir den Klang und unser Hörsinn folgt automatisch dem Ton, und unsere Gedanken sind weg, da ist nur noch der Klang der Glocke. Wenn wir genau hinhören, so stellen wir fest, da ist ein pulsieren und ein leichtes vibrieren im Ton und es ist nur noch Hören da. Irgend wann verebbt der Ton und verschwindet im leeren Raum.
Wenn im Geist ein Gedanke auftaucht, dann höre er auch wieder einmal auf, bevor ein neuer Gedanke aufkommt. Zwischen zwei Gedanken gäbe es eine Lücke und diese sollen wir einfach erweitern, leichter gesagt als getan, in der Praxisübung stelle ich dann fest, es funktioniert. Wenn wir den Ton der Glocke hören, sei das “nur angenehm. Genau so sind Schmerzen in unserem Körper “nur unangenehm. Die Schmerzen seien genau wie der Ton, etwas das durch unseren Geist ausgelöst wird, genau gesagt, durch unsere Gedanken. Das pulsieren und vibrieren des Tones, können wir relativ leicht hören und spüren. Der Schmerz habe auch so ein pulsieren und vibrieren, nur ist das meisten so intensiv, dass wir die Schwingung im Hintergrund gar nicht mehr spüren. Wir wollen nur das der Schmerz so schnell wie möglich wieder verschwindet.
Wenn wir nur beobachten, und den Schmerz wahrnehmen, ohne ihn zu bewerten, so wird auch der Schmerz weniger, es dauert vielleicht etwas länger als beim Ton, aber auch der Schmerz, wird irgend wann, wie von selbst vergehen.
Seit ich das mit den Gegensätzen von Ton und Schmerz verstehe, sind meine Schmerzen, nicht verschwunden, aber wenn sie auftauchen, folge ich ihnen, nur noch als Beobachter und stelle fest, das ist nur unangenehm und die Schmerzen sind irgendwie unwichtig geworden, sie sind nicht mehr der Mittelpunkt meines Lebens.
03.04.2013 Text von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddha, Buddhismus, Glück, Leben, Meditation, Menschen, Retreat, Spiritualität, Vergänglichkeit, Zen, Weisheit
Wir sind wie der treibende Ast im Wasser, nichts ist fest und das Leben ist ja auch wie ein Fluss und wir wissen nie wo es uns hinspült. Wir meinen wir hätten das Leben im Griff, aber das ist halt doch eine Illusion, um mehr über mich zu lernen, gehe ich vom Donnerstag 28.03.2013 bis zum Oster-Montag 01.03.2013 in ein Zen-Retreat. Es ist wieder einmal an der Zeit, mich etwas zurück zu ziehen, und etwas für meine geistige weiter Entwicklung zu tun. Ich gehe über die Oster-Tage in ein Zen-Retreat im Haus Tao in Wolfshalden, im schönen Appenzellerland.
Das ganze verlängerte Wochenende ist im edlen Schweigen, ohne Fotoapparat ( Fotos vom Haus Tao bei erwinphoto und ohne Laptop und ohne Handy, einfach nur meditieren (Zazen ) und dazwischen noch Gehmeditation und das vom Morgen 6:00 Uhr bis abends um 10:00 Uhr, im edlen Schweigen, das heisst Schweigemeditation.
Da ich eher ein redseliger Mensch bin und halt, manchmal ganz spontan, etwas zur jeweiligen Situation sagen möchte, muss ich mich schon etwas zusammen nehmen und wirklich versuchen, achtsam zu bleiben. Aber genau aus diesem Grunde, mache ich das ja auch, sonnst könnte ich ja auch zu Hause bleiben.
Ein Retreat ist ein Rückzug aus dem täglichen Leben und wird in der Regel von einer Zen- Schule Organisiert, das erste Mal als ich so ein Retreat erlebte, war ganz am Anfang von meiner Zeit als Zenschüler, das war ungefähr vor etwas 17 Jahren. Vor zwei Jahren war ich auch im Haus Tao, am Juni-Retreat, ich habe darüber berichtet, siehe am Ende des Beitrages.
So ein Retreat ist nicht ganz billig, für dieses verlängerte Wochenende zahle ich 350 Franken für übernachten und das Essen, und am Ende des Retreat kommen noch etwa 300 Franken für das Dāna dazu, das ist der Lohn der Lehrenden.
Dāna bezeichnet im Buddhismus allgemein etwas, das gegeben bzw. geschenkt wird, ohne eine Gegenleistung zu erwarten oder auch nur zu erhoffen. Darüber hinaus bedeutet dana das Geschenk der Energie und Weisheit an andere.
Mit Dāna wird auch diese Art des Gebens an sich bezeichnet, was als eine der wichtigsten buddhistischen Tugenden angesehen wird. Dāna ist eine der Sechs Vollkommenheiten Pāramitā, eine der Zehn Betrachtungen Anussati und das wichtigste der verdienstvollen Werke (skt: Punya, Pali: Puñña).
Dies nur um zu zeigen, das auch so ein Zenmeditations-Kurs nicht Gratis ist. Alles im Leben hat seinen Preis auch geistige weiter Entwicklung.
Morgen geht es also los und ich freue mich auf vier ruhige Tage in edler Stille, ich lasse alle Erwartungen los, und nehme alles vorweg, wie es eben kommt. Die Zeit des Rückzugs wird mir gut tun und ich berichte euch, darüber.
Bis dann…..
27.o3.2013 Text von zentao
Juni-Retreat – Sonntag – 5.6.2011
Juni-Retreat – Stille erleben – Samstag 4.6.2011
Juni-Retreat – Schweigen – Freitag 3.6.2011
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Atem, Buddhismus, Gedanken, Meditation, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen
Weil ich immer wieder gefragt werde, ja wie geht denn
so eine Meditation? hier wieder einmal meine
Kleine Anleitung zur Meditation
Atme dreimal tief ein und aus. Atme weiter und versuch den Atem, achtsam zu beobachten. Lass den Atem so wie er ist, einfach beobachten. Du kannst auch eine Hand auf den Bauch legen und das heben und senken des Bauches beobachten. Am Anfang ist der Atem unruhig und die Gedanken rasen. Nach einer Weile merkst Du wie der Atem ruhiger und Du gelassener wirst. Wenn das Beobachten des Atems einiger massen funktioniert, dann machst Du das gleiche mit den Gedanken. Beobachte ganz achtsam, was in deinem Kopf passiert. Sei Dir bewusst, dass Du Deine Gedanken nicht abstellen kannst. Die Gedanken tauchen wie aus dem Nichts auf und wenn Du sie ziehen lässt verschwinden sie, wie von selbst. Mach es genauso, wie Du es mit Deinem Atem getan hast. Beobachte Deine Gedanken, lass sie kommen und gehen. Stell Dir vor;
” Du sitzt wie ein Berg, Deine Gedanken sind wie weisse Wolken
die vorüberziehen. Sie kommen und gehen. Sie berühren Dich nicht.”
Du beobachtest sie nur achtsam, kein wollen oder nicht wollen. Auch wenn etwas weh tut, auch dann beobachtest Du ohne etwas zu wollen, oder nicht zu wollen. Auch Schmerzen vergehen wenn Du sie nur beobachtest. Genauso mit den Gefühlen, die tauchen irgendwann einfach auf, alte Wut, Erinnerungen, Trauer, lass es geschehen, nur beobachten, was in diesem Augenblick geschieht – auch das geht vorbei.
Genau wie mit dem Atem und den Gedanken beobachtest Du nur ohne Dich mit ihnen zu Identifizieren.
Bleib achtsam. Versuch das am Anfang einmal ca. zehn Minuten und mit der Zeit steigerst Du langsam auf etwa zwanzig Minuten. So lange Du bei Deinem Atem bist, solange bist Du auch achtsam, erst wenn Du Deinen Gedanken und Gefühlen folgst, fällst Du aus der Achtsamkeit heraus. Wenn Deine Meditation vorüber ist, stehe langsam auf und versuch dieses gute Gefühl in Deinen Alltag mitzunehmen.
Wie mit allem kommt der Erfolg mit dem Üben.
08.12.2012 zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Augenblick, Buddha, Buddhismus, Frieden, Gedanken, Karma, Leben, Menschen, Vergänglichkeit, Zen
Mein Leben lang wusste ich immer;“was ich nicht will” und danach richtete ich mein Leben aus, ein Leben mit sehr viel Abwehr. Etwas einfach mal akzeptieren, das war mir fremd, ich suchte immer das sprichwörtliche Haar in der Suppe. Ich wollte immer noch meine Meinung sagen und vor allem meinte ich hätte doch immer recht. Ablehnung oder auch Aversion beherrschte mein Leben, aber auch die Gier war mir nicht unbekannt, aber auf etwas verzichten viel mir leichter als meine Wut zu beherrschen. Ich habe gelernt, dass die Ursachen unserer Unzufriedenheit (Leiden), Begehren, Abneigung und Unwissenheit sind.
Dabei war ich nicht wirklich auf meine Mitmenschen wütend, die Wut galt fast immer mir selber. Ich hatte meistens zu hohe Erwartungen, ich war mit mir selber unzufrieden. Was ich alles meinen Mitmenschen antat, war mir damals nicht bewusst. Denn heute weiss ich; “wir bekommen immer das was wir geben” und ich habe viele Worte im Ärger gesagt.
Im Buddhismus gibt es so etwas wie Gut und Böse nicht, es ist besser von heilsam und unheilsam zu sprechen, schlussendlich ist es immer Unwissenheit. In der Meditation erkennen wir die Ursachen von unserem unglücklich sein und wir finden Wege um den hochkommenden Ärger und Wut zu erkennen. Solange wir kämpfen werden wir immer unseren Emotionen ausgeliefert sein. Heute frage ich mich oft, war ich das wirklich, ich bin heute ein anderer Mensch.
Wenn es aber um meine persönlichen Wünsche ging, konnte ich mich nie entscheiden. Alles was ich bin, ist mir geschehen, vermutlich weil ich mich nie entscheiden konnte. Im nachhinein kam ja immer alles gut, nur ich brauchte meine Zeit, bis ich begriff, dass ablehnen und kämpfen, nur in eine Sackgasse führt. Zum Glück habe ich vor 18 Jahren die Zen-Meditation kennen gelernt und ich habe mit mir und dieser inneren Kraft meinen  Frieden geschlossen. Zwei Worte begleiten mich heute; “annehmen und akzeptieren” es ist so wie es ist und endlich bin ich ein zufriedener Mensch.
Es ist ausserordentlich schwierig und anstrengend, sich der inneren und äusseren Ablenkungen voll bewusst zu werden; doch nur durch das Verstehen ihrer Natur und ihrer Wirkungsweise und nicht, indem man sie ablehnt, findet man jene umfassende Konzentration.
Krishnamurti, Vollkommene Freiheit
21.11.2012 Copyright©zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddhismus, Gedanken, Glück, Meditation, Menschen, Mitgefühl, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen

Ocean der Tränen
Mitgefühl ist die Antwort des Herzens
auf den Schmerz.
Wir haben Anteil an der Schönheit des Lebens
und am Ozean der Tränen.
Das Leiden am Leben ist Teil unseres Herzens
sowie Teil dessen, was uns miteinander verbindet.
Es trägt eine Zärtlichkeit in sich,
ein Mitgefühlund ein Wohlwollen,
das alle Dinge umfängt
und jedes Wesen berühren kann.
Jack Kornfield
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddhismus, Glück, Herbst, Leben, Meditation, Menschen, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen

die Farben des Hebstes
Bilder erwinphoto
War das der letzte Soimmertag? Noch einmal hatten wir heute 25° Grad und es komme eine Kältewelle, gemäss MeteoSchweiz und dann wird es kühler sein, die ersten Herbsttage beginnen am 22. September und der Sommer ist endgültig vorbei. Ich liebe den Sommer, weil ich es gerne heiss habe, doch auch der Herbst ist ein ganz besonderer Monat. Es ist der Ernte Monat, es ist der Monat des Überflusses, die Früchte und das Gemüse sind reif und wer einen Garten hat der weiss oft nicht wohin, mit all dem Gemüse und Früchten. Alles ist fast zur gleichen Zeit reif.
Die Tage werden lamgsam aber sicher kürzer, die Natur zieht sich zurück. Die Farben des Sommers sind vorbei, es soll noch einmal ein Altweibersommer geben, wo wir mit einer bunten Farbenexplosion belohnt werden, aber dann geht auch das vorüber.
Die Farben des Herbstes sind wie eine bunte Palette eines Malers, vom Rot und Gelb zu Grün bis zum fast farblosen Grau und Braun und einem faden Grün.
Nächste Woche soll es bereits Morgennebel geben, eine Weile können die Bäume ihre bunten Blätter noch halten und dann fallen die Blätter bei den ersten Herbststürmen.
Ich freue mich bereits auf Spaziergänge im Herbstwald, wenn es in der Stille, nur gehen und hören gibt, da ist nur das Rauschen der vertrockneten Blätter - das ist pure Meditation.
Die Natur ist ein guter Lehrmeister, wer Augen hat um zu sehen, der sieht die Vergänglichkeit, die Unbständigkeit des Lebens. Im Herbst zieht sich die Natur zurück, es ist die Zeit des Vergehens und das macht uns oft melancholisch. Was für uns ein scheinbares sterben ist, das ist in Wirklichkeit das zurück ziehen der Kräfted der Natur. Nach der Zeit des Vergehens kommt im Frühling die Zeit des Werdens. Jedoch ist das eine Illusion, die nur wir so sehen, den die Natur manifestiert sich nach der Ruhe-Zeit des Winters einfach wieder, in der Natur geht nichts wirklich verloren.
Es ist kein Grund zur Traurigkeit, es ist auch für uns eine Chance, das Leben etwas ruhiger zu nehmen, altes loslassen und unsere Kräfte zu erneuern und im Frühling, wieder – wie die Natur neue Ideen zu verwirklichen.
Ich will was festhalten, aber es ist, als wollte man eine Schrift in den Sand schreiben und der Wind weht dauernd drüber weg.
Manfred Gilgien, Strassen-Tango
17.9.2012 Text von zentao
Bilder erwinphoto
Tags: Achtsamkeit, Buddha, Buddhismus, Emotionen, Gedanken, Meditation, Vergänglichkeit, Weg, Weisheit, Zen
Am 3.06.2012 haben wir rechte Ansicht besprochen und dabei festgestellt, dass alle 8 Teile des 8 fachen Pfaden zusammengehören wie die Finger einer Hand, die zwar einzeln, jeder Finger für sich sind und doch eine Einheit bilden und jeder dieser Finger ist mit den anderen verbunden. Genauso ist rechtes Denken ohne rechte Ansicht nicht möglich.
Mögliche Übersetzungen für das 2. Glied des 8-fachen Pfades sind:
Rechte (= umfassende/ganzheitliche) Gesinnung, Einstellung, Ausrichtung, Absicht, Entschlossenheit. Die oft verwendete Übersetzung „rechtes Denken“ ist insofern irreführend, als es nicht um eine rein kognitive, intellektuelle Übung geht, sondern als zentrales Element auch das emotionale Empfinden mit gemeint ist. Sangharakshita übersetzt „rechte Gesinnung“ deshalb mit „rechte Emotion“. Wenn wir uns auf die Wirklichkeit, wie sie ist und wie wir sie durch „rechte Sicht“ erkennen können, ausrichten, üben wir „rechte Gesinnung“. Dabei sind Herz UND Geist beteiligt, Emotion UND Intellekt (diesen Zusammenhang drückt besonders eingängig der im Zen geläufige Ausdruck „Herz-Geist“ aus).
Dagmar erläuterte uns das Beispiel, dass es letzte Woche noch Sommer war und es heute bei uns 15 Grad kühl ist und es sich schon recht herbstlich anfühlt. Wenn wir jetzt denken: “wie schade, dass es jetzt Herbst wird, ich möchte, dass es weiterhin Sommer bleibt“ – üben wir dann „rechte Ansicht“ und „rechte Gesinnung?“. Durch „rechte Ansicht“ sind  wir uns bewusst, dass sich alles verändert und es normal ist, dass es heute viel kühler war, als letzte Woche, und dass es normal ist, dass die Tage kürzer werden. „Rechte Gesinnung“ üben wir dann, wenn wir dies nicht nur intellektuell wissen, sondern auch emotional so empfinden. Und das sind ganz oft zwei verschiedene Dinge! Oft klafft zwischen dem, was wir wissen, und dem, was wir empfinden, eine grosse Lücke. Wenn wir „rechte Gesinnung“ praktizieren, so akzeptieren wir den Augenblick mit Herz und Verstand und wir sehen und empfinden die Dinge so, wie sie sind.
Die bekannte Meditations-Lehrerin Dipa-Ma aus Indien fragte einst Jack Kornfield eine kritische Frage, die wir auch an uns selber richten können:
Praktizierst Du wirklich? Oder denkst Du nur darüber nach?
Praktizieren wir wirklich, mit Kopf und Hand und Herz, oder ist dies alles nur Gewohnheit? Wollen wir verstehen? Wollen wir erkennen und sind wir bereit, unser Verhalten zu ändern?
Der erste Schritt zur Veränderung liegt darin, zur Kenntnis zu nehmen, was ist – also Achtsamkeit zu üben. Und uns dem, was wir feststellen, mit einer freundlichen Haltung zuzuwenden. Auch dadurch üben wir rechte Gesinnung – durch Gelassenheit und die Bereitschaft, Gewohnheiten, die uns unfrei machen, mehr und mehr loszulassen.
 Was eine ganzheitliche Gesinnung ist, drückt ein Vers aus dem Dhammapada in Kürze aus:
Hör auf schlechtes zu tun!
Wende Dich dem Guten zu…
dies ist die Lehre von Buddha.
Das ist nur bei oberflächlicher Betrachtung einfach. Genau besehen ist es eine Übung, die uns lebenslang beschäftigt, wie ein alter Meister sagte: „Ein 3-jähriges Kind mag das wissen, aber selbst ein 80-Jähriger vermag es nicht zu tun“.
Wenn wir z.B. nur an uns Denken, so in etwa: “Hauptsache uns geht es gut!!”, üben wir nicht rechte Gesinnung.
Dazu passt die Geschichte von Bodidharma:
Als Bodhidharma  zu Ende des 5. Jahrhunderts nach China kam, lud ihn der Kaiser Wu ein, der ein grosser Freund des Buddhismus war. Der Kaiser sagte: „Wir haben viele Klöster bauen lassen, Mönche und Nonnen ausgebildet und Schriften ins Chinesische übersetzen lassen. Welcher Verdienst liegt darin?
Bodhidharma antwortete: „Gar kein Verdienst.“
Nun war die populäre Vorstellung des Buddhismus, dass man durch das Tun guter Dinge, religiöser Dinge, Verdienste erwerben konnte. Verdienste führten ein zu immer besseren zukünftigen Leben, so dass man schliesslich aus dem Rad der Wiedergeburten befreit werden konnte. Der Kaiser war also vor den Kopf gestossen, er sagte: „Was ist dann das erste Prinzip der Heiligen Lehre?“
Bodhidharma antwortete: „Völlige Leere und nichts Heiliges“. Oder: „In völliger Leere gibt es nichts Heiliges.“
Der Kaiser fragte: „Wer ist es dann, der vor uns steht?“ (implizierend: „ Hält man dich nicht für einen heiligen Mann?“)
Und Bodhidharma sagte: „Ich weiss es nicht.“
Das Gegenteil von Selbstzentriertheit ist Grosszügigkeit und Mitgefühl (als Aspekt von Liebe). Wenn wir egoistisch handeln, werden wir kaum glücklich werden, wenn wir zu unseren Mitmenschen Grosszügig sind und mit unseren Mitmenschen mitfühlen und ihnen unvoreingenommen zuhören, so tut dies allen gut. Wir können in alltäglichen Situationen grosszügig handeln, indem wir anderen Gutes tun und uns uns selber und anderen mit einem freundlichen, offenen Herzen zuwenden. Es ist eine tiefgreifende Praxis, die Qualitäten von Grosszügigkeit und weiser Liebe in unserem Alltag zu erforschen und umzusetzen.
2.09.2012 nacherzählt so gut ich wie es noch weiss – zentao
nachgelesen durch Dagmar und wo nötig fachlich nachgebessert
Geschrieben für den Blog der Tao Meditationsgruppe Wettingenn
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Menschen, Umwelt, Weisheit, Zen
Ein Beitrag der mit nur “drei Worten” betroffen macht
gesehen bei Thinkabout
*
“Im Grunde reicht ein Satz aus drei Worten,
um angesichts der Degeneration der Menschheit
sprachlos zu werden.”
Kraftstoff aus Mais.
- Mais
- Mais Ernte
Was soll man als normaler Bürger zu so einer Meldung sagen, dass in den USA Mais zu Ethanol verarbeitet wird. Mais ist ein Lebensmittel, das in vielen Ländern der Welt zur Grundnahrung gehört. Der Biobboom und seine Folgen, was auf den ersten Blick für unsere Umwelt positiv erscheint, ist auf den zweiten Blick schon eher unangenehm und für uns alle kontraproduktiv.
Als Bioethanol (auch Agro-Ethanol) bezeichnet man Ethanol, das ausschließlich aus Biomasse oder den biologisch abbaubaren Anteilen von Abfällen hergestellt wurde und für die Verwendung als Biokraftstoff bestimmt ist.[2] Der Begriff Bioethanol ist ein aus den Begriffen biogen und Ethanol gebildetes Kofferwort. Wird das Ethanol aus pflanzlichen Abfällen, Holz, Stroh oder ganzen Pflanzen hergestellt, bezeichnet man es auch als Cellulose-Ethanol. Ethanol kann als Kraftstoffbeimischung in Mineralölderivaten für Ottomotoren (Ethanol-Kraftstoff), als reines Ethanol (E100) oder zusammen mit anderen Alkoholen (z. B. Methanol) als Biokraftstoff verwendet werden. Wikipedia
Links zum Thema
Ausgelöst hatte den Boom US-Präsident George W. Bush, seit er sich zum Ziel setzte, die Abhängigkeit der Vereinigten Staaten von ausländischem Öl mittels alternativer Energien zu verringern.Die gestiegene Nachfrage ließ den Mais-Preis zeitweise auf das Doppelte in die Höhe schießen.
Mais ist eigentlich ein Lebensmittel; auch in der Tiermast kommt er zum Einsatz. Inzwischen dient das Getreide jedoch immer mehr dem Zweck, Autos über US-Straßen rollen zu lassen. Nach Berechnungen des zuständigen Landwirtschaftsministeriums verarbeitet die Industrie in den USA in diesem Jahr erstmals mehr Mais zu Bioethanol als Landwirte an ihr Vieh verfüttern. Das Land ist der größte Maisproduzent der Welt.
21.08.2012 gepostet durch zentao
Ich lese zurzeit ein interessantes Büchlein über die Quantenphysik Eine Hand voll Sternenstaub von Lorenz Marti. Ein Buch von dem ich restlos begeistert bin. Er versteht es uns die Quantenphysik, welche ursprünglich aus trockener Zahlenwissenschaft entstanden ist, mit philophischen und poetischen Weisheiten, zu erschliessen. Wissenschaft muss nicht trocken sein, sie kann durchaus auch Lebensbejahend und spirituell sein
Aus dem Nichts sind wir gekommen, in eine Jahrmilliarden alte Geschichte des Universums, um für ein paar Jahrzente mitzuspielen, bevor wir, wieder im Nichts verschwinden Die Wahrscheinlichkeit, dass es uns gibt liegt praktisch bei Null und doch sind wir da. Wie schwer es ist als Mensch geboren zu werden zeigt uns diese Geschichte von der Schildkröte
Auf dem Meeresgrund lebt eine einäugige Schildkröte. Auf den Weiten des Meeres schwimmt ein hölzener Ring, der von Wind und Wellen hier- und dorthin getrieben wird. Alle hundert Jahre steigt die Schildkröte einmal an die Oberfläche hinauf. Es ist sehr selten, dass die Schildkröte mit ihrem Kopf genau durch diesen Ring auftaucht. Doch genau so selten ist es, in einem kostbaren Menschenkörper geboren zu werden.
Beim Lesen mache ich mir so meine Gedanken und frage mich; “sind die Quantenphysicker die neuen Zen-Meister? Denn die gleichen Fragen hat sich die Menschheit schon früher gestellt, dann natürlich nur mit der reinen Denkfähigkeit des Einzelnen. Ich denke da an Buddha und was er schon vor 2500 Jahren für Erkenntnisse durch Denken und möglicherweise durch innere Bilder erkannt hat. Die Erkenntnisse der Quantenphysik erinnern schon sehr stark an das Wissen der alten Meister.
Alles was existiert, durchläuft den Zyklus von Werden und Vergehen.
Alles hat einen Anfang und ein Ende. S.44
Die alten Zen-Meister würden hier noch anfügen;
” Wo es einen Anfang und ein Ende hat, da muss es auch eine Mitte geben “
Da der Augenblick ein Ende hat, muss er auch
einen Anfang und eine Mitte haben.
Da der Augenblick also eine dreiteilige Struktur besitzt,
kann die Welt nicht einen Augenblick lang bestehen.
einen Anfang und eine Mitte haben.
Da der Augenblick also eine dreiteilige Struktur besitzt,
kann die Welt nicht einen Augenblick lang bestehen.
Nagarjuna, Nagarjunas Juwelenkette, Jeffrey Hopkins (Hrsg.)
Was mich fasziniert, ist die Tatsache, dass Zahlenmenschen, irgendwann an ihre Grenzen stossen und zugeben müssen, dass sie es schlichtweg auch nicht wissen. Echtes Wissen, kann nicht durch Zahlen entstehen, es ist die Erfahrung des Lebens, welches Wissen erst entstehen lässt.
Überall ist Licht. Auch dort, wo wir es nicht sehen. Physikalisch gesehen ist Licht eine elektromagnetische Strahlung. Das menschliche Auge vermag davon nur einen kleinen Ausschnitt zwischen den kurzwelligen Röntgen und den langwelligen Radiostrahlen wahrzunehmen. Und selbst dieser Ausschnitt zeigt sich dem Auge nicht direkt sondern als Wiederschein. Den seltsamerweise ist das Licht an sich gar nicht zu sehen. S.53
Im Mahayana Buddhismus wird von der strahlenden Lichtheit in der Todesstunde berichtet
Der Grund, warum der Augenblick des Todes so machtvolle Möglichkeiten bietet, liegt darin, dass zu diesem Zeitpunkt die grundlegende Natur des Geistes, die Grund-Lichtheit oder das Klare Licht, ganz von selbst strahlend manifest wird. Wenn wir in diesem kritischen Moment fähig sind, die Grund-Lichtheit zu erkennen, so versichern uns die Lehren, erlangen wir Befreiung.
Sogyal Rinpoche, Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben
Ein Phänomen, welches im Buddhismus seit Urzeiten bekannt ist, eine Strahlung die wir in der Todesstunde möglicherweise sehen, bei entsprechendem Training (Meditation )
Die Hirnforschung kann heute Nachweisen, dass das Hirn jeden Eindruck filtert, bis er mit dem Vorwissen übereistimmt und den bekannten gedanklichen Mustern entspricht. Das geschieht ganz automatisch. Deshalb braucht es ab und zu eine Unterbrechung; Stop – nicht weitermachen! Innehalten. Warten – Damit entsteht eine Lücke. Ein Zwischenraum des Nichtwissens. In ihm kann neues reifen. S.104
Ein Gedanke der mich frappant an den Sinn der Meditation erinnert. Eine Art des Lebens, wie es im Zen seit Buddhas Zeiten praktiziert wird. Wie schön ist es doch, zu wissen, dass es auch heute noch Denker gibt, auch wenn sie halt einen riesigen Umweg machen. Manchmal führt nur das Schweigen zu neuen Erkenntnissen und im Staunen erkennen wir wie klein wir doch in Wirklichkeit sind.
29.Juli 2012 zentao

weder angenehm noch unangenehm
Im Leben erleben wir das, was uns geschieht, entweder als angenehm oder als unangenehm, ist es angenehm versuchen wir fast immer es festzuhalten und ist es unangenehm, wollen wir es, so schnell wie möglich weg haben, also verdrängen wir und schieben es weg. Dabei gibt es noch ein Paradox, den aus angenehmen wird häufig, etwas unangenehmes. Zum Beispiel, wenn wir zuviel Essen und Trinken, fühlt es sich als oft unangenehm an.
Das eine begehren wir, das ist Begierde, das andere wollen wir nicht, das ist Ablehnung und aus diesen beiden, bestehen die meisten Probleme die wir haben. Wir sind unglücklich und unzufrieden, nur weil wir uns selber dauernd nachgeben. Es ist wieder einmal das Denken, dieses Gedankenkarusell, das uns immer wieder Fallen stellt und wir trampen noch so gerne hinein.
Daraus entsteht eine Art Kreislauf, erleben wir unangenehmes, suchen wir das Angenehme und so fort, wir wollen immer etwas anderes als das was wir haben. Wie die berühmte Märchen Figur dem Hansdampf;
De Hansdampf im Schnäggeloch
hät alles was er will
und was er will, das hät er nöd
und was er hät, das will er nöd
De Hansdampf im Schnäggeloch
hät alles was er will…
Aber wir sind nicht Hansdampf oder doch? So ein wenig ist der Hansdampf immer ein wenig in uns. Wie mit allem, wenn es uns plötzlich bewusst wird, was da in uns geschieht, suchen wir nach einer Lösung und die heisst, sich lösen. Weder am angenehmen festhalten noch das unangenehme verdrängen. Das Zauberwort heisst “akzeptieren,”wenn wir es akzeptiren, ist die Entscheidung gefallen und es gibt kein Weg zurück, es gibt nur die Dinge so nehmen wie sie sind.
Weil wir uns entschieden haben, wird alles auf einmal leicht und wir wissen wieder was wie brauchen und was nicht. Wir können uns auch fragen, ist es Wichtig ? Denn meistens ist es unwichtig.
In der Meditation haben wir gelernt, Gedanken und Gefühle die auftauchen zu benennen und dem zufolge ist angenehm nur angenehm und unangenehm ist nur unangenehm. Wenn man das konsequent tut, wenn unangenehmes hochkommt, benennen wir es mit “es ist nur unangenehm” und lassen es los, genauso beim angenehmen, “es ist nur angenehm.” Wenn wir aufhören zu bewerten und aufhören zu vergleichen, so sind wir der Zufriedenheit schon ein wenig näher.
Alles, was wir irgendwann einmal als angenehm erlebt haben, wollen wir verewigen. Das ist die so genannte samsarische Energie, eine unfassbar starke Energie: Es entstehen immer neue Illusionen aufgrund von egozentrischem Verlangen.
Marcel Geisser, Die Buddhas der Zukunft
9.07.2012 Text von zentao
Morgenmeditation
über das Leben:
“Das Geheimnis des Lebens ist kein Problem, das gelöst werden kann, sondern eine Realität, die erfahren werden muss”
über die Seele:
“Du möchtest die Ruhe der Seele, aber der Versuch, sie zur Ruhe zu bringen, gleicht dem Versuch, Wellen mit einem Bügeleisen zu beruhigen.”
über das Glück:
“Spüren wir ein Glücksgefühl, so sehen wir es um so rascher entschwinden, je eifriger wir auf Mittel zu seiner Bewahrung sinnen.”
über die Natur:
“Die Natur brüstet sich nicht, dass sie Natur ist, noch hält das Wasser über die Technik des Fliessens eine Tagung ab. So viel Gerede wäre an die verschwendet, die es nicht brauchen. Der Mensch des Tao lebt im Tao wie ein Fisch im Wasser. Wenn wir dem Fisch beizubringen versuchen, dass Wasser physikalisch aus zwei Drittel Wasserstoff und einem Drittel Sauerstoff besteht, würde er sich schieflachen.”
über das sitzen:
“Eine Katze sitzt, bis ihr das Sitzen langweilig wird. Dann steht sie auf und geht weg”
über Lebenskunst:
“Lebenskunst… ist weder ein sorgloses Dahintreiben noch ein angstvolles Festklammern an der Vergangenheit… Sie besteht darin, in jedem Augenblick ganz einfühlsam zu sein, ihn als völlig neu und einzigartig anzusehen und das Bewusstsein offen und ganz und gar empfänglich zu halten.”
über den Lebensstil:
“Wu-wei ist daher der Lebensstil eines Menschen, der dem Tao folgt, und ist in erster Linie als eine Form von Intelligenz zu verstehen. Das heißt, man kennt die Prinzipien, Strukturen und Neigungen menschlicher und natürlicher Dinge so gut, daß man im Umgang mit ihnen ein Minimum an Energie verbraucht .
Es ist die «unbewußte» Intelligenz des ganzen Organismus und im besonderen die dem Nervensystem innewohnende Weisheit. Wu-wei ist eine Verbindung dieser Weisheit mit dem Weg des geringsten Widerstandes bei allem, was man tut. Es ist nicht das Vermeiden von Anstrengung.”
Andere für die “eigene Sache” begeistern! (Blogparade-Ende)
Wie versprochen veröffentliche, auch ich alle Beiträge indem ich den schönen Beitrag von Frank einfach reblogge mit eigener kleiner Anpasasung an meinen Blog.
Das positive an so einer Blogparade ist; “man lernt neue Blog kennen und daraus ergeben sich oft neue Freundschaften
6.07.2012 reblogged durch zentao
Am 2. Juni 2012 hatte Frank Obels auf seinem Feel Better-Blog gefragt:
“Wie machst Du das, wenn Du andere Menschen für “Deine Sache” begeistern möchtest?
Was ist das Geheimnis des Begeisterns?”
Es entstand eine kleine Blogparade und
insgesamt gab es 7 Blog-Beiträge zum Thema Begeisterung
Hier sind die begeisternden Ergebnisse.
Die Teilnehmerbeiträge
Svens kleiner Blog
Andere von sich überzeugen und so neue “Freunde” finden.
Sven war der Schnellste mit seinem Beitrag. Er schreibt in seinem Beitrag, dass auch Blogger ja in der “Begeisterungsnotwendigkeit” sind – und Freude und Vertrauen gut gebrauchen können.
Ehrlichkeit, auch im Kommunizieren der eigenen Meinung und das Kommentieren in anderen Blogs hält Sven in Sachen Begeisterung für wichtig!
Herbert (per Kommentar)
keine Angaben über einen Blog
Herbert empfiehlt den “Positiv-Freundlich-Weg” im Umgang mit anderen Menschen.
Anstatt zu jammern und über Schwierigkeiten zu sprechen, ist es für alle Beteiligten gewinnbringender, über Lösungen und Erfolge zu sprechen!
Lebensfreude-Blog
Was ist das Geheimnis des Begeisterns?
Norbert schreibt, dass Begeistern wie das Entzünden einer Flamme sei, man müsse selber brennen, damit der andere Feuer fangen könne, das Feuer der Begeisterung.
“Meine Beobachtung ist, nur indem man selber begeistert ist, kann man andere begeistern.
Nur, das ständige WOLLEN der Begeisterung, vertreibt die Begeisterung.”
Erfolg trifft Ethik
Wie begeistern Sie Ihre Kunden?
“Be-geist-erung: Mehr Geist in das Unternehmen oder das unternehmerische Handeln bringen!” Für Norbert bedeutet das, alle seine Erfahrungen mit Menschen zu teilen und Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Suggestionen und das “gewollte Begeistern” sind für Norbert “out” – ein Relikt der Vergangenheit.
Mein eigener Beitrag in meinem Blog zentao blog über zen + anderes
Begeisterung
gleich zu Beginn meines Beitrages:
“Begeisterung ist das eine, doch andere für das eigene Thema zu begeistern, hat doch immer auch etwas mit missionarischem Eifer zu tun, ein Werben, sich verkaufen , ob das Sinn macht?”
Vor bald 18 Jahren, habe ich mit der Zen-Meditation begonnen und war sehr begeistert, so dass ich überzeugt war, das muss ich allen meinen Freunden erzählen. Aus der Begeisterung wurde Leidenschaft, im Wörtlichen Sinn, den mein missionarischer Eifer, wurde nicht von allen meinen Mitmenschen verstanden, sie hörten mir wohl zu aber meine Bemühungen zielten ins leere.
Ich habe aufgehört begeistern zu wollen.
“Diese Ego behaftete Begeisterung, steht heute bei vielen Menschen an erster Stelle. Diese Art von Begeisterung ist berechnend und ist nicht die Echte Begeisterung.”
Ganzer Beitrag über Begeisterung lesen
Sonja Tomaškovi? – Veränderungen mit Bauchgefühl
Andere begeistern – Um jeden Preis?
Sonja fühlte sich durch den Titel der Blogparade ein wenig provoziert. Sie schildert, wie sie andere Menschen für eine von ihr praktizierten Therapiemethode begeistern wollte – und auf “Un-Begeisterung” traf. Erst, als sie ihre eigene Methode zu leben begann, kam auch das Interesse von anderen Menschen. Und: man kann nicht jeden begeistern, auch das hat Sonja gelernt.
Alphas (neue) Welt
Andere für die eigene Sache begeistern
Jana fällt es leicht, andere zu begeistern, wenn ihr eine Sache am Herzen liegt. Jana teilt mit uns eine 4-Punkte-Liste von Dingen, die helfen, Begeisterung weiterzugeben und auf andere Menschen zu übertragen. Punkt 4, der nur bei Männern wirkt, hat bei Frank ein breites Grinsen ins Gesicht gebracht.
Eine typische Weibliche Begeisterungs Idee, die bei uns Männer sehr oft funktioniert
Nicht Ohne
Begeistere dich! Sofort!
Marietta “fürchtet”, dass sie keine Ahnung hat, wie “man” andere für die eigene Sache begeistert. An einem schönen Beispiel wird dann aber klar:
“Denn genauso wie das Lachen, ist die Begeisterung ansteckend. Echte Begeisterung reisst mit.”
Und ihr Schlussgedanke ist absolut weise – lest selbst!
Der Beitrag von Frank Obels
4 einfache Schritte, um zu begeistern!
Frank hat eine einfache Wahrheit gefunden:
“Finde, was Dich begeistert – und öffne Dich, damit Deine Bgeisterung hinaus in die Welt strahlen kann – und andere Deine Begeisterung in sich aufnehmen können! So begeistert Du – ohne zu begeistern zu wollen !!”
Frank wollte ja wissen, wie dieses Thema bei den Bloggern ankommt. Bei persönlichen Gesprächen rund um diese Blogparade kam immer wieder mal zum Vorschein, dass es oft als “Muss” empfunden wird, zu begeistern oder zu überzeugen.
Es scheint bei einigen Menschen so zu sein, dass sie glauben, nicht begeistern zu können.
Das stimmt wahrscheinlich auch, bis diese “Ungläubigen” etwas gefunden haben, was sie begeistert.
Alles geht immer von uns aus – auch die Begeisterung!
»Es ist die Sache, jedes Einzelnen, was er aussende und was nicht, und was andere empfangen!«
Wir können unsere Begeisterung aussenden – was ein anderer Mensch daraus macht – ist nicht wirklich unser Thema. Es sei denn, wir wollten manipulieren! Was ja nicht der Sinn der Sache ist.
Begeisterung ist ein Geschehen, etwas echtes , etwas ansteckendes, voller Leidenschaf, Begeisterung tut gut, mir und den Anderen
falsche Begeisterung wird durchschaut
6.07. 2012 reblogged durch zentao
auch Lachen ist ansteckend..
Manchmal denke ich der Mensch, braucht die Angst, oder zumindest die Vorstellung, es könnte etwas ganz schlimmes geschehen. Im Migros Magazin von Heute gibt es wieder einmal ein Beitrag über “Die ewige Angst vor dem Ende der Welt, ein Thema das immer wieder, wiedergekaut wird. Diese Welt wird es noch lange geben, zumindest die nächsten 1,5 Millionen Jahre, was aber sehr gut geschehen könnte ist; dass es diese Welt einmal ohne uns Menschen geben wird und dies Angst ist berechtigt, denn so wie wir mit dieser Erde umgehen, das ist eigentlich traurig.
Ich frage mich; Ist es ein besonderer Nervenkitzel, dass Menschen sich Szenarien, wie so einen Weltuntergang vorstellen und dann warten, bis auf den Tag, wo das geschehen soll, und wenn dann alles beim alten bleibt, kommen wohl besondere Glücksmomente hoch.
Dieses Jahr soll es wiedermal so weit sein, am 21.12.2012, sei es wieder einmal so weit. Nur weil der Mayakalender, an diesem Datum endet, heisst das noch lange nicht, dass auch die Welt zu Ende geht. Das ist doch irgendwie krank!
Da frage ich mich; warum konstruieren wir solche Ängste wie diese Weltuntergangsangst? Angst ist ja auch ansteckend, man denke nur an die Panik, die bei einer Katastrophe entsteht.
Die Angst begleitet uns Menschen seit Urzeiten und ist eine innere Alarmanlage, die sich aber durch diese lange Zeit, seit wir Höhlenbewohner waren, ganz schön abgenutzt hat.
Ein Beispiel; früher hatten die alten Häuser noch keinen Blitzableiter und wenn der Blitz einschlug, stand in kürze das ganze Haus in Flamen. Noch in meiner Kindheit, in den Ferien in den Bergen, mussten wir, wenn so ein Unwetter kam, aufstehen, die Kleider anziehen und so warten, bis das Gewitter vorbei war. Heute lebe ich in einem modernen Haus mit Blitzableiter und doch, wenn ein Gewitter kommt, bin ich unruhig und schlafe sehr schlecht. Die frühere reale und berechtigte Angst, hat sich, als unbestimmtes unruhiges Gefühl konditioniert und macht sich immer wieder bei ähnlichen Situationen bemerkbar.
Das war aber nicht die einzige Angst, die in meinem Unterbewusstsein gespeichert war, da war noch Höhenangst, Angst vor dem tiefen Wasser, Angst in Liften und am schlimmsten war die Angst vor Hunden. Ich habe sie alle überwunden und habe mich meinen Ängsten gestellt, jeder einzelnen. Zuerst habe ich mich gefragt was ist Angst? Link anklicken und Du erfährst die Grundlagen. Der nächste Schritt war meine Ängste zu akzeptieren und mir bewusst werden, dass ich Ängste habe und dass ich diese nicht mehr verdränge.
Die meisten Ängste die wir heute haben, sind antrainiert, entweder durch eine reale Gefahr, die erlebt wurde oder aber auch, durch Horror Geschichten, die wir in unserer Kindheit gehört haben und heute möglicherweise durch Horrorfilme. Das Unterbewusstsein, unterscheidet nicht ob das gesehene, im Film oder im richtigen Leben geschieht, die Angst und Flucht Reflexe, werden gespeichert als Erfahrung und je öfters wir uns so ängstigen, produzieren wir neue Ängste.
Nachdem ich erkannte, dass meine Ängste, aus meinem Unterbewusstsein kamen, habe ich jede einzelne bearbeitet; bei der Angst mit den Hunden, habe ich mir, bei jeder Begegnung mit Hunden, im Geiste vorgestellt, was das für ein schöner und lieber Hund sei und Angstgedanken, einfach nicht mehr zugelassen und dabei immer schön mit meinem Atem ganz bewusst, geatmet. Von Mal zu Mal verbesserte sich meine Beziehung mit Hunden und heute Jogge ich wieder angstfrei.
Bei der Höhenangst bin ich ganz alleine auf einen Aussichtsturm gestiegen und habe mir bewusst gemacht wie unwirklich diese Angst ist und das ich das kann, Stufe für Stufe bin ich da hochgestiegen und habe oben die Aussicht genossen. Meine Angst, im Lift oder anderswo, eingeschlossen zu sein, habe ich mit der gleichen Methode überwunden, indem ich bewusst solche Situationen erlebte.
Durch die Erfahrung in der Meditation, wo ich den Atem beobachte und die Gedanken vorbeiziehen lasse, habe ich gelernt mich und meine Ängste, etwas weniger wichtig zu nehmen und habe erkannt, dass es diese Ängste so nicht gibt und dass, diese Angst ein Produkt meines Denkens ist und ich bin mir bewusst geworden, dass diese Angst gar nicht existiert und habe sie vollständig losgelassen. Wer im Augenblick lebt, der braucht keine Angst, er muss möglicherweise eine kritische Situation überstehen aber solange er in der Gegenwart bleibt ist es nur angenehm oder unangenehm, und wenn kein Urteilen und bewerten da ist, so ist auch keine Angst da. Wo kein Ego da ist, da sind auch keine Ängste, das tönt jetzt provokativ, es ist aber so. Was sich da so einfach anhört, war nicht leicht, das war ein Prozess meiner Entwicklung zum heutigen Menschen.
Die Schuldige bei unseren Ängsten, sind unsere Gedanken, mit unseren Gedanken konstruieren wir, mit unserem Verstand Situationen, wie es sein könnte, im schlimmsten Falle.
Genau das müssen wir tun und uns vorstellen, wie es im Best möglichen Fall, sein könnte. Wenn wir das tun, so ist das pure Magie, wenn wir endlich spüren, wie schön ein Angst freies Leben ist. Wenn wir dann noch lernen, das wir der Kreator unseres Lebens sind und aufhören uns hinter Geschichten zu verstecken und die Verantwortung für unser Leben übernehmen.
11.o6.2012 Text von zentao
Wie immer am Morgen um 9 Uhr versuche ich mit der Meditation zu beginnen. Es hat einen guten Grund, dass ich versuche pünktlich zu beginnen, den neben unserem Haus wird, zur Zeit die Erweiterung für einen Supermarkt gebaut und um 9 Uhr gehen alle Arbeiter in die Kaffeépause und dann ist für gut 40 Minuten Ruhe, Stille und es ist dann sehr angenehm, zu meditieren. Doch etwas in mir versucht dauernd, noch etwas zu erledigen, noch eine Ausrede und ich muss, mich selber zur Ordnung rufen, damit ich endlich beginnen kann.
Mein Geist hat etwas flatterhaftes an sich und versucht mir dauernd, wärend der Meditation, Geschichten zu erzählen. Ein Dauerthema ist; ” was koche ich heute zum Mittagessen,” und wenn ich bereits weiss, was ich koche, dann will mein Geist mir erzählen, wie ich das kochen könnte. Da hilft wirklich nur – meinen Geist auf meinen Atem zu konzentrieren und die Gedanken die immer wieder versuchen, meine Aufmerksamkeit zu gewinnen - loszulassen – dass sie einfach vorbeiziehen.
Diese Gedanken sollen einfach vorbei ziehen, was nicht immer gelingt, zum Glück gibt es da einen Trick, wo wir die Gedanken benennen, wenn immer wieder diese Kochen-Gedanken auftauchen, da benenne ich sie einfach mit dem Wort “kochen” und immer wenn so ein Gedanke ans Kochen auftaucht, sage ich innerlich nur “kochen”
Wenn da mein Geist so ein Theater aufführt, da kann ich ihn schön beobachten, indem ich meine Gedanken beobacht, wie sie kommen und gehen, manchmal kommen auch gefühle hoch, mit dehnen verfahre ich genau gleich wie mit den Gedanken.
Wenn mein Geist ruhiger wird, kommen auch weniger Gedanken und Gefühle. Zwischen den Gedanken gibt es Momente, wo Stille ist in meinem Geist ist, bis dann mein Geist, nach dem nächsten Gedanken greift und versucht daraus, wieder eine neue Geschichte zu erzählen. Und dann benenne ich einfach die Gedanken.
Wer meditiert, kennt das vermutlich, wie aus einem einzelnen Gedanken ein ganzer Gedankenstrom werden kann. Da unser Geist, nicht zwei Sachen aufsmal, wahrnehmen kann, auch nicht zwei Gedanken aufsmal, alles was der Geist wahrnimmt, nimmt er nacheinander war, nur tut das Geist mit einer unwahrscheinlichen Geschwindigkeit, so dass wir meinen, dieser Gedankenstrom, sei etwas festes beständiges. Diese unaufhöliche Denken über Dinge die uns im Laufe eines Tages geschen, setzt unser Geist zu immer neu zusammen. Dieses diskursive Denken, mein Geist denkt oft auch im Kreis herum, er springt von einer Idee zu neueren Ideen, er ist Ruhelos und oft richtig unangenehm. Das führt so weit, dass wir meinen etwas beständiges zu sein, dabei sind wir doch nur ein Sack voller Knochen und Blut und allerlei anderer unangenehmer Dinge.
Wer die Meditation kennt und wer weiss, wie hilfreich das ist, wenn wir uns immer wieder auf unseren Atem konzentrieren, der kann das auch im Alltag, ausserhalb der Meditation anwenden. Immer dann wenn wir bemerken, dass unser Geist wieder Karusell fährt,kehren wir einfach wieder zum Atem zurück. Das klingt so leicht, ist aber harte Arbeit. Es sei, wie wenn wir einen kleinen Hund erziehen müssten, da müssen wir auch geduldig, immer wieder, die gleichen Befehle wiederholen, bis der kleine Hund begriffen hat, dass wir auch meinen, was wir ihm sagen. Genauso ist es mit unserem Geist.
Den müssen wir auch konsequent erziehen und je länger ich diesen Weg gehe, umso mehr verändert sich mein Geist und manchmal, ahne ich zu was mein Geist fähig ist, wenn ich, nur konsequent und achtsam – immer wieder zu meinem Atem zurück komme. Dies gelingt aber nur, wenn ich mein wollen, aufgebe und achtsam und absichtlslos, diesen Atem beobachte.
An manchen Tagen, wie Heute, wenn ich konzentriert und achtsam und absichtslos, meinen Atem beobachte und ich bemerke wie still mein Geist geworden ist, dann spühre ich eine Ruhe in mir, wie ich sie bisher nicht kannte.Schon all die letzten Jahren, hatte ich eine starke Unruhe in mir, das ist jetzt vorbei und ich bin auch im Alltag gelassener geworden.
Seit einiger Zeit rattern beim nahen Bau, die Maschienen wieder, ich habe es wohl bemerkt, jedoch stört mich dies nicht wirklich. Es ist still in mir und der Baulärm ist weit weg.
7.06.2012 Text von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Augenblick, Buddhismus, Depression, Fotos, Gedanken, Joggen, Laufen, Joggen, Leben, Meditation, Menschen, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen

Sonnenaufgang am Stausee
Wie meine Leser wissen, praktiziere ich jetzt bereits seit bald 18 Jahren Zen und doch geschehen mir Tage, wie heute Morgen, da fand ich mich in einer totalen Lustlosigkeit, ich war so etwas von müde, ich wusste nicht; “bin ich ich immer noch müde” oder ” bin ich schon wieder müde” ich hatte keinen Bock, irgend etwas zu unternehmen. Es war “einfach nur unangenehm,” ich musste etwas unternehmen, aber was? Die Lösung war klar; ” ich muss mich bewegen,” schnell zog ich mich zum Springen um, die Laufschuhe geschnürt und los gings, zu einem 3/4 Stündigen Lauf, der Limmat entlang, um den Staussee, und wieder nach Hause. Nach dem Duschen fühle ich mich wieder klar und hellwach, es hat gut getan, ich glaube das mache ich noch öfters.
Wie schon oft, habe ich beim Laufen(Joggen) ähnliche Erfahrungen, wie in der Meditation gemacht, wenn ich, durch mein Tempo ausser Atem komme, dann hilft auch hier, achtsame Konzentration auf den Atem und ich bin ganz bei mir, wie in der Meditation und das Denken hört, irgendwann einfach auf. Im Gegensatz, von meinem Erlebnis von heute Morgen, wo alles nur unangenehm war, war dieser Zustand, “einfach nur angenehm.”
Im Zen, bewerten wir nicht, weder positiv noch negativ, es ist entweder angenehm oder unangenehm, zwei Zustände, die abwechselnd auftauchen und wieder vergehen, erst das, sich identifiszieren, das anhaften, wenn wir uns an dem was uns geschieht festklammern, wenn wir nicht mehr klar und bewusst denken und handeln wollen und können, wenn ich mir Leid tue, dann verstricke ich mich mehr und mehr, in dieses dumpfe Gefühl einer beginnenden Depression.Um da rauszukommen muss ich mir bewusst werden, was da geschieht. Oft hilft das sich bewusst werden, durch achtsames den Atem beobachten, um wieder im Jetzt anzukommen. Wir brauchen Sauerstoff um zu leben, ohne Sauerstoff, kein Atmen, darum ist tiefer Atem ist mein Heilmittel, ob in der Meditation oder beim Laufen.(Joggen)
Da past der folgende Vers von Kai Kensho
Versuche dein Bestes.
Ist es gut genug?
Wenn nicht, dann war dein Bestes
einfach nicht gut genug.
Gib dein Bestes.
Aber wie kannst du wissen,
dass es dein Bestes ist?
Da du es nicht wissen kannst,
hast du keinen Grund,
es nicht noch stärker zu versuchen.
Kai Kensho- Dein Bestes
30.05.2012 Text von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Angst, Buddha, Buddhismus, Freitag, Freitagstext, Gedanken, Gefühle, Gleichmut, Meditation, Veränderung, Weg, Zazen, Zen

Gefühle sind wie Wolken
Wenn wir lernen, unsere Gefühle bewusst wahrzunehmen, ohne sie festzuhalten oder abzuwehren, können sie durch uns hindurchziehen wie wechselhaftes Wetter und wir haben die Freiheit, sie zu empfinden und dann ziehen zu lassen wie der Wind. Es kann eine sehr interessante Meditationsübung sein, uns ein paar Tage lang ganz speziell auf unsere Gefühle zu konzentrieren. Wir können jedes Gefühl benennen und feststellen, welches wir fürchten, in welches wir verstrickt sind, welches Geschichten produziert und wie wir sie befreien können.
“Frei” bedeutet nicht frei von Gefühlen, sondern frei, ein jedes zu empfinden und es weiter ziehen zu lassen, ohne Furcht vor der Bewegung des Lebens. Das lässt sich auf alle problematischen Muster anwenden, mit denen wir es zu tun haben. Wir können wahrnehmen, welche Gefühle sich im Kern einer jeden Erfahrung befindet und uns ihm ganz öffnen. Damit nähern wir uns der Freiheit.
von Jack Kornfiel
Ganzer Text lesen bei taozazen
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Atem, Buddha, Buddhismus, Ego, Ich, Meditation, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen
Ich staune immer wieder, wie leicht, dass ich dieses “ICH-EGO ” aushebeln kann, wenn ich mir bewusst bin, das alles was mir geschieht, von mir aus geht und dass nur ich das ändern kann. Alles was ist, hat eine Ursache und darum müssen wir alles was wir anders wollen, dort ändern wo die Ursache ist. Wenn negative Gedanken hochkommen, kann ich diese mit positiven Gedanken ändern. Meistens wissen wir genau, wo unsere Altlasten sind und was wir schon lange verändern wollten. Im verdrängen, sind wir Weltmeister. Meistens identifizieren wir uns mit unserem Problem und nennen schmerzliche Zustände, mein Schmerz, solange wir festhalten und je mehr wir uns wünschen, dass dieser Schmerz weg geht, umso schlimmer wird der Schmerz und unseres Ablehnung wird immer stärker.
Die Lösung wäre hier, den Schmerz, zu akzeptieren und wie in der Meditation, zum Atem zurück zu kehren. Wie in der Meditation, atme ich, tief in den Schmerz hinein, ich spühre wie ich mich innerlich entspanne und wie sich der Schmerz, langsam verändert. Wenn ich mit der ICH Identifikation aufhören kann und ich mich nicht mehr, an Ängsten und Sorgen orientiere und mir bewusst werde, dass alle diese Zustände Substanz los sind und dass dieses Selbst, ICH, EGO, so nicht existiert.
Die Schwierigkeit ist, diese positive Erfahrung, in den Alltag mit zu nehmen und immer wenn unser, im Kreise herum Denken, wieder einmal aufkommt, versuchen wir, achtsam zu bleiben. Es tönt etwas abgegriffen, was ich jetzt sage;
“Erst wenn ich lerne, dieses Leben, das ich im Moment lebe, zu lieben, und zu akzeptiren,wenn ich mir selber verzeihen kann, dann entwickle ich eine grundlegende Zufriedenheit in mir.”
Das Denken ist die Basis von allem. Es ist wichtig, dass wir jeden unserer Gedanken mit dem Auge der Achtsamkeit erfassen.
Thich Nhat Hanh, Die fünf Pfeiler der Weisheit
24.04.2012 Text von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Augenblick, Buddha, Buddhismus, Fotos, Gedanken, Glück, Meditation, Weisheit, Zen, Zengeschichten, Zitate

Die Stille des Augenblickes
Ein Schüler fragte seinen Meister, wie er meditieren soll?
Der Meister antwortete, mit einer Gegenfrage:
„Wenn Du meditierst, da kommen doch immer wieder Gedanken hoch und vergehen wieder? Bevor ein neuer Gedanke auftaucht, da ist doch eine Pause?“
„ Ja“ antwortet der Schüler.
„Wenn du diese Pause, zwischen zwei Gedanken verlängerst, da ist Stille, das ist Meditation, das ist ein Augenblick in Stille.
Sobald wir erkennen, dass die Gedanken leer sind, vermag uns der Geist nicht mehr zu täuschen.
Khyentse Rinpoche
22.04.2012 Zen-Geschichte nacherzählt von zentao
Zitate zum Thema “Gedanken
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddhismus, Meditation, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen
Wenn wir Meditation lernen, dann ist etwas vom ersten, was wir lernen die Achtsamkeit, vor allem Achtsamkeit auf den Atem, ist sehr wichtig. Ein Begriff der auch immer wieder in den Belehrungen auftaucht, ist die Wahrnehmung. Wenn wir achtsam sind, nehmen wir viel mehr war als in unserem Alltagsbewusstsein. und dann gibt es Momente im Leben, wo wir nur noch staunen, zum Beispiel Nachts, wenn wir irgendwo in der freien Natur in den Sternenhimmel schauen.Dann sind wir ganz im Hier und Jetzt.
Wer mehr über Gewahrsein wissen will, findet auf der Seite Gewahrsein.net alles wissenswere über Gewahrsein.
Was bedeutet Gewahrsein?
ganzer Text lesen bei
http://www.gewahrsein.net/was-bedeutet-gewahrsein
Sechs erste Definitionen
Gewahrsein ist ein Bewusstseinszustand, in dem das, was ist, wahrgenommen wird.
Diese erste Definition des Begriffs Gewahrseinbeinhaltet bereits den zentralen Punkt, um den es beim Gewahrwerden eines Gegenstandes oder Vorgangs geht. Wahrnehmung bedeutet, die Dinge so zu nehmen, wie sie in Wahrheit sind. Nimmt jemand etwas anders wahr als es ist, sprechen wir von falscher Wahrnehmung. Dieser Begriff ist aber ein Widerspruch in sich. Nehmen wir die Dinge so wahr, wie sie nicht sind, liegt eigentlich eine “Falschnehmung” vor.
Wahrheit ist die Übereinstimmung der Wahrnehmung mit dem Gegenstand der Wahrnehmung, so lautet die klassische lateinische Definition von Wahrheit (veritas est adaequatio intellectus et rei). Liegt eine solche Übereinstimmung (adaequatio) vor, dann versteht der Wahrnehmende die Dinge (rei), als das, was sie sind. Es ist bemerkenswert, dass “intellectus” im Lateinischen diese drei Bedeutungen impliziert: Wahrnehmen, verstehen und verstanden werden. In diesem Sinne bedeutet Wahrnehmung, keine künstlichen Grenzen zwischen Subjekt und Objekt zu errichten, das heißt, der natürlichen Einheit beider gewahr zu werden. Gewahrsein ist also keine aktive Handlung, sondern reine Beobachtung mit dem bewussten Verzicht darauf, etwas in die Dinge hineinzuprojizieren, was nicht in ihnen enthalten ist:
Gewahrsein ist der bewusste Verzicht auf Projektionen.
Die zweite Definition verdeutlicht die Schwierigkeiten bei der Entwicklung eines hohen Gewahrseins. Es scheint eine starke Triebkraft im Menschen zu geben, die eher darauf aus ist, sich die Dinge untertan zu machen, als sie zu verstehen. Das vom lateinischen subicere = unterwerfen abgeleitete Substantiv Subjekt macht dies deutlich: Subjekt sein heißt versuchen, sich die Objekte untertan zu machen. Es interessiert sich nicht dafür, was die Dinge an sich sind, sondern hat nur im Auge, was sie für es sein könnten. Gewahrsein ist also ein Bewusstsein jenseits der Dualität von Subjekt und Objekt.
Weiterlesen bei http://www.gewahrsein.net/was-bedeutet-gewahrsein
04.04.2012 gepostet bei zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Blogs, Buddha, Buddhismus, Herzsutra, Leben, Meditation, Menschen, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen, Zen-Lehrer
Ein Text den ich ganz am Anfang meiner Blogger Zeit geschrieben habe, am 20.08.2007  irgend wann bei einer Aufräumaktion verschwand er im Archiv und ich habe gedacht, es beschreibt eine wichtige Zeit aus meiner Zen Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Neuüberarbeitet
Alle fangen als Zenschüler an und bleiben es ein Leben lang.
Die Zeit geht vorbei, wie alles vorbei geht, auch im Zen. Mir ist bewusst geworden, dass ich jetzt schon seit bald 18 Jahren Zen praktiziere. Jeden Freitag oder fast jeden Freitag. Meine ersten Zenerfahrungen machte ich mit einem Zenmeister aus dem Soto-Zen. Auf einem Plakat wurde ein Zenkurs Angeboten, mit einem Bild von einem Zenmönch, der in seiner Robe auf einem Zenkissen sitzt. In perfekter Haltung. Dieses Bild begeisterte mich irgendwie und so habe ich mich spontan angemeldet. Der Kurs wurde von einer Karateschule angeboten. Der Zenmeister kam jeden Freitag mit seinem ganzen Tross, und ca fünf bis zehn Zenschüler alle in schwarzen Roben. Er lehrte uns noch das harte Japanische Soto-Zen, mit drei mal Sitzen, mit Kinhin (Gehmeditation) und mit dem Kyosaku.(Erweckungsstock) Das ist keine Strafe, sondern eine wirkliche Hilfe. Es dient dazu, die Müdigkeit zu überwinden, löst Verspannungen und man kann wieder tief durchatmen. Trotzdem war man immer in einer grossen Spannung, auch Angst, weil man nie genau wusste, wo der Kyosaku-Mann war.
Am Anfang war das Sitzen schon etwas hart. Im Soto-Zen sitzt man gegen die Wand und man muss extrem auf die Haltung achten. Wenn die Haltung leicht schief war, wurde man korrigiert. Der Atem und eine gute Haltung ist im Zen etwas vom wichtigsten. Wir lernten auch das Denken, los lassen. Der Meister sagte immer.
” Sitze wie ein Berg und lass die Gedanken vorüberziehen wie weisse Wolken am Himmel. Der Himmel ist Blau, die Wolken kommen und gehen, sie berüren dich nicht.”
Am Ende des Zazens sangen wir immer das Hannya Shingyo (Herz-Sutra) da ist man wirklich Konzentriert und voller Energie. Einmal war ich sogar in einem Retreat, einem Zen Wochenende. Ich wusste nicht, was mich erwartet. Ich war voller Erwartungen und Ilusionen. Am Anfang war ich begeistert. In so einem Zen Wochenende kommt man wirklich an seine Grenzen. Bald durchschaute ich die ganze Hirachie des Zens. Die Oberen des Dojos stolzierten in ihren farbigen Robben und igniorierten uns Anfänger total. Beim servieren des Essens wurden sie zuerst bedient. Sie waren freundlich aber sehr distanziert. Es gab viele die rauchten und Alkohol tranken. Aber das sei kein Problem, wurde mir versichert. Es sei nur wichtig, dass man das Ziel habe aufzuhören und es immer wieder versuche. Eine etwas fadenscheinige Erklärung. Es roch förmlich nach Zengestank. Beim Sitzen hatte ich Schmerzen und ärgerte mich über diese ungerechtgkeiten und beschwerte mich beim Zenmeister. Dieser antwortete mir.
“Wenn du das einfach akzeptieren kannst, es ist weder gut noch schlecht, es ist so wie es ist. Einfach im Hier und Jetzt bleiben, dann hast du auch keine Schmerzen mehr.”
Ich war schon noch etwas skeptisch, aber o Wunder, bis zum Ende des Retreat blieben die Schmerzen weg.Vom Moment an, wo ich aufhörte zu urteilen und ich auch aufhörte mir Leid zu tun, da konnte ich mich wieder auf das Konzentrieren wegen dem ich hier war. Mein Geist war wieder präsent und mein Ego ist wieder für eine Weile in den Hintergrund getreten.
Dieser Zenlehrer hatte durchaus seine Qualitäten, er war ein wirklich guter Lehrer und wusste sehr viel über das Soto-Zen. Er hatte aber nach so vielen Jahren Zen immer noch ein sehr grosses Ego und war sehr von sich und seinem Zen überzeugt. Er ist unterdessen gestorben. Nach vier Jahren verkrachten sich der Veranstalter und der Zenmeister und wir hatten keinen Zen Lehrer mehr. Meine Zenschulung war kurzfristig unterbrochen und ich übte Zuhause für mich alleine. Ohne Führung ist es sehr schwer weiterzukommen. So, was sollten wir tun? Wir brauchten einen neuen Ort zum Meditieren und einen neuen Lehrer. Dann gab es plötzlich eine Lösung. Die Kirchgemeinde stellte uns einen Raum zur Verfügung, gratis nur mit der Bedingung, dass jeder Besucher von unserem neuen Dojo fünf Franken zahlt, und ende Jahr spenden wir das Geld für einen guten Zweck. Ein neuer Lehrer war auch bald gefunden. Es ist Marcel Geisser vom Haus Tao, er ist ein Schüler von Thich Nath Hanh und autorisierter Zen-Lehrer und Dharmacarya. Ein bis zweimal im Jahr kommt er zu uns, für einen Dharma-Vortrag. Wir lernten eine ganz neue Form des Zens kennen. Ich sitze jetzt locker und entspannt auf meinem Zenkissen und doch voller Achtsamkeit. Meine Haltung ist immer noch gut, aber ich bin frei von aller Angst, es könnte sich einer von hinten anschleichen und mich mit dem Erweckungstock schlagen. Wir praktizieren jetzt Achtsamkeitsmeditation. Welcher Lehrer oder Lehre ist nicht so wichtig, denn ich habe von beiden sehr viel gelernt. Das Soto-Zen ist etwas dogmatisch und sektiererisch. Beim Soto-Zen ist vieles angelernt und antrainiert. Es hat eine eigene blumige Sprache. Von der Geschichte von Buddha hab ich wärend der ganzen Zeit wenig gehört. Ich denke die Lehre vom Buddha ist sehr wichtig. Thich nath Hanh lebt das, was er predigt. Die Lehre von Thich Nath Hanh ist offen und vermittelt wirklich liebende Güte und Mitgefühl.
Wegen meinem Beruf hatte ich grosse probleme mit meinen Gelenken(Artrose) Fast ein Jahr konnte ich nicht mehr auf einem Zenkissen sitzen. Ich hatte zu viele Schmerzen. Ich ging auch nicht mehr ins Dojo, weil ich die anderen in der Sangha (Gemeinschaft der Praktizierenden) nicht stören wollte. In dieser Zeit habe ich angefangen, das was ich bis jetzt von meinen Lehrern gelernt habe, anzuwenden im Alltag. Nicht immer mit Erfolg, doch langsam gelang es mir, Achtsam zu sein. Es gelingt mir auch mehr und mehr mit meinen Gedanken im Hier und Jetzt zu bleiben. Mit der Zeit hatte ich auch meine Emotionen einigermassen im Griff. Das Leben ist der beste Lehrer. Es ist nie zu Spät das auch einzusehen. Jedes mal wenn ich mich über jemanden aufrege, wird mir Bewusst, dass das, was ich in Ihm sehe, über das was ich mich ärgere, alles auch in mir vorhanden ist. Es sind meine Vorurteile und meine Gewohnheitsennergie. Beim andern kann ich gar nichts tun, ich muss es bei mir ändern. Der Tag wo ich nichts mehr an meinem Gegeüber auszusetzen habe, wo ich wirklich einen Buddha sehe, werde ich möglicherweise Erleuchtet sein. Aber das könnte noch lange dauern. Aber ich arbeite daran.
Auch wenn es 18 Jahre her sind als ich als Zenschüler begann, habe ich einiges gelernt und ein paar Sachen, habe ich auch verstanden und doch bin ich auch heute noch ein Zenschüler und werde das bleiben.
20.08.2007 zentao
02.04.2012 neu veröffentlicht
Tags: Achtsamkeit, Blogs, Leben, Liebe, Meditation, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen
Das habe ich heute beim Buchstabenwiese Blog gefunden
Ich lese schon seit Jahren bei Martina, vorallem weil sie richtig gute Fotos macht und eine Humorvolle Art zu schreiben hat. Heute hat sie einen Text geschrieben, der mich fast an einen Zen-Text erinnert – einfach und gut.
Da mache ich seit vielen Jahren Zen-Meditation und habe selber schon über das Nichts = Leere geschrieben Leerheit ist nicht einfach leer… und Martina vom Blog Buchstabenwiese Blog schreibt einfach so einen wunderbaren Zen-Text den ich in seiner Einfachheit bewundere und mir wünschte, so etwas wäre mir eingefallen.
Nichts ist nichts
Was soll man schreiben, wenn man nicht weiß, was man schreiben soll?
Man schreibt einfach nichts.
Oder, man schreibt, dass man nicht weiß, was man schreiben soll.
Wäre es besser nichts zu schreiben, als zu schreiben, dass man nicht weiß, was man schreiben soll?
Oder schreibt man doch besser, dass man nicht weiß, was man schreiben soll, bevor man nichts schreibt?
Weiterlesen bei Martinas Blog Nichts ist nichts
Sie schreibt über die Liebe:
Schließlich sieht man die Liebe auch nicht. Dennoch ist sie nicht nichts.
Das Beispel mit der Liebe zeigt deutlich, dass das Nichts etwas unsichtbares ist und eben, doch da ist. Da ja alles vergänglich ist verschwindet eigentlich jeder gelebte Augenblick im Nichts und ist nur noch Erinnerung. Der Gedanke über dieses Nichts, der eben noch da war ist verschwunden, vergessen, wie wenn es ihn, nie gegeben hätte. Alles ist da und doch nicht da, wie die Liebe die kommt geht, wie alles im Leben. Wie Martina schreibt:“Ganz schön kompliziert, diese Nichtsgeschichte” http://de.wikipedia.org/wiki/Nichts
Wir meinen zu wissen und entdecken irgend wann, das wir nicht wissen. Im Zen gibt es diesen Begriff Nicht-Wissen, erst wenn wir wissen, dass wir nichts wissen, öffnet sich unsere Geist und die Weisheit fliesst uns zu.
21.03.2012 gepostet von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Augenblick, Buddhismus, Gedanken, Glück, Leben, Meditation, Menschen, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weg, Weisheit, Zen
Was sind Erwartungen? Es sind Gedanken und Hoffnungen, die ich in die Zukunft projektiert habe, die aus einem Augenblick heraus, entstehen, die im Gegenwärtigen Augenblick, nicht möglich sind. Es sind Fantasie-Bilder meines Geistes, manchmal schön und manchmal traurig, sie sind wie die Träume, nur Geschichten, weil sie im Jetzt nicht realisierbar sind, transportiere ich diese in die Zukunft.
Erwartungen sind wie ungedeckte Checks, die wenn ich sie einlösen will, wie ein Ballon, einfach zerplatzen.
Hoffnung ist auch nur eine Erwartung, in einer ungewissen Zukunft, ein Gedanke der aus einer für mich unangenehmen Situation entstanden ist. Es sind Wünsche und Geschichten, die mein Verstand produziert hat, in meistens „unrealistischen Bilder“, die so nie eintreffen werden.
So eine Erwartung, kann ja auch etwas Gutes haben, dann wenn ich mein Leben, aus Erkenntnissen heraus verbessern will, auch das sind nur Erwartungen ohne Garantie, aber mit einem extrem schnellen Verfalldatum.
Wer zuviele und zu hohe Erwartungen hat, der macht sich, nur selber unglücklich, beser ist es ganz ohne Erwartungen zu leben.
Was ich weiss ist; immer wenn ich Erwartungen habe, weiss ich, dass ich 100%Â nicht im Gegenwärtigen Moment lebe.
Das Leben, ohne Erwartungen leben, macht dieses Leben um einiges einfacher.
Meditationspraxis muß immer ein Akt der Freiheit sein – ohne Erwartung, ohne ein bestimmtes Vorhaben oder Ziel.
Chögyam Trungpa, Die Insel des Jetzt im Strom der Zeit
10.03.2012 Text von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddhismus, Gedanken, Glück, Leben, Meditation, Menschen, Reichtum, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen
Alle Menschen vergleichen sich dauernd, mit anderen, das ist im Grunde genommen, nichts Schlechtes, nur sollten wir uns nicht immer nach oben vergleichen, mit den Stärkeren, mit den besser Verdienenden, mit den Intelligenteren, mit den Erfolgreichen dieser Welt.
Wenn wir das tun, werden wir nur neidisch und vergiften unseren Geist und schaden nur uns selber und wir sabotieren unseren eigenen Erfolg.
Wenn wir uns schon vergleichen wollen, dann sollten wir uns mit jenen vergleichen, die weniger als wir haben, mit denen die auf der Strasse leben, mit denen, die nichts zu essen haben, mit den Ärmsten dieser Welt.
Dann würden wir sehen, wie Reich wir in Wirklichkeit sind und wir werden wieder etwas mehr dankbar sein, dass es uns so gut geht.
Der Gedanke “ich bin reich” ist besser als wenn ich immer wieder betone was mir alles fehlt. Ich höre auf in einem Mangelbewusstsein zu leben, und entwickle ein Bewusstsein, des Überflusses. Wir sind wieder zufriedener mit unserem Leben und sagen innerlich “Danke.”
07.03.2012 Text von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Augenblick, Buddha, Buddhismus, Gedanken, Gegenwart, Hier, Jetzt, Leben, Meditation, Menschen, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weg, Weisheit, Zen
Wie immer wir unser Leben, leben wollen, es ist vollkommen in Ordnung, so wie es ist, jeder soll sein Leben, so leben, wie er es für richtig hält. Wer Feste feiern will, der soll seine Feste feiern. Gut Essen und viel Alkohol, viel Arbeiten und viel Geld verdienen, ja auch das ist gut. Nur muss er sich nicht wundern, wenn er irgendwann, sein Burnout erlebt.
Es gibt die Vergangenheit und es gibt die Gegenwart und es gibt die Zukunft. Aber ohne diesem Jetzt und diesem Hier, genannt Gegenwart, gibt es keine Vergangenheit und wird es keine Zukunft geben. Es gibt nur diesen gegenwärtigen Augenblick, es geht wirklich nur um diesen Augenblick, und wenn wir ihn nicht leben, ist dieser Moment unweigerlich Vergangenheit, unwiederbringliche Vergangenheit.
Wir haben immer die Wahl, die Zukunft, kann nur gut werden, wenn wir die Grundlagen dazu  im Hier und Jetzt, gut vorbereitet haben. Alles was folgt, kann nur auf den vorherigen Augenblick geschehen. Alles folgende, hat einen Bezug zur Vergangenheit, hat also, eine Ursache und die Ursache ist immer der Grund, warum es uns heute gut geht oder eben nicht gut geht.
Ein Beispiel; Wenn jemand, im jetzigen Augenblick wütend ist, geht sein Atem schneller und er sagt eventuell Dinge, die er, so nie sagen sollte, auch das hat Folgen. Wenn er nicht lernt mit seiner Wut umzugehen, könnte sein Herz geschädigt werden und irgendwann, in einem plötzlichen Wutanfall, hat er, möglicherweise einen Herzinfarkt. Alle Ärzte werden da von Herz Fehler, Überlastung, Krankheit, usw. reden. Dass aber die Ursache in der Vergangenheit liegt, das ist ihm nicht bewusst. Da er nie im jetzigen Augenblick gelebt hat, fragt er sich vielleicht; „warum ich?“ Erst wenn er sich bewusst wird, dass, sein Verhalten, die Ursache, seiner heutigen Probleme ist, kann er bewusst, daran etwas ändern.
Das wir nicht bereit sind im Augenblick zu leben, da ist unsere Gewohnheitsenergie schuld, es ist ja alles gut, warum, soll ich etwas ändern, und etwas anders machen, ist womöglich anstrengend, also bleit es beim alten und wir wursteln weiter und wollen die Wahrheit nicht sehen.
Sorgen und Ängste sind ein Phänomen unserer Zeit und sind nur Kontraproduktiv, sie nützen nichts und schaden uns nur. Einer meiner ersten Spirituellen Lehrer, hat zu mir gesagt; „deine Sorgen, will keiner, die will niemand, die kannst du nicht verkaufen oder verschenken, die gehören dir, nur dir, wem willst du sie geben? Du musst deine Sorgen behalten, Also hör auf dir Sorgen zu machen, lass sie los und lebe.“
Wenn ein Sorgen voller Gedanke auftaucht, muss ich mir bewusst machen, dass ich, das was ich tun muss, gemacht habe und ich mir wirklich keine Sorgen machen muss, alles ist getan. Wenn falsche Gedanken hochkommen, den falschen Gedanken nicht denken, wenn falsche Gedanken hochkommen, einfach etwas Schönes denken, das ist der bessere Weg.
Freunde von mir, die immer noch im Arbeitsprozess sind, jammern dauernd, wegen ihrer Termine und wollen, alles planen. Das ist weder gut noch schlecht, wenn sie gut und bewusst planen und ab und zu auch einmal Nein sagen lernen, dann wird ihr Leben etwas ruhiger. Wenn ich so etwas vorschlage,” wie sie sollen auch einmal Nein sagen, ” heisst es immer „ du hast ja keine Ahnung, wie das heute läuft.“  Das mag ja sein, das heutige Leben ist hektischer geworden, aber dennoch; wir haben immer die Wahl, und wie immer wir uns entscheiden, die Rechnung wird uns irgendwann präsentiert. Nicht vergessen, alles hat eine Ursache und Ursachen haben Folgen.
Wann immer wir versuchen im Hier und Jetzt zu leben, es  ist immer eine Versuchsreihe. Wenn es in die Hosen geht… was Solls. Kein Mensch ist perfekt, ob Buddha perfekt war, weiss ich nicht, aber Buddha hat diese Wahrheit entdeckt und uns den Weg gezeigt. Nur gehen müssen wir ihn selber. Wenn wir hinfallen, müssen wir wieder aufstehen und weitergehen, so einfach. Das Leben, ist eine ganze Versuchsreihe, von Lebensmomenten, Augenblick an Augenblick, darauf folgt der nächste Augenblick, wie auf einer Perlenkette.
Je öfters wir, versuchen uns zu verbessern, um so öfters wird es uns gelingen, im Hier und jetzt zu leben.
Im Zen gibt es so etwas wie richtig oder falsch nicht, Schuldgefühle sind überflüssig, und wenn Fehler geschehen, versuchen wir diese, beim nächsten Mal zu verbessern. Es ist so wie es ist, in diesem Augenblick und versuchens noch einmal, immer im Hier und Jetzt.
Ganz gleich, wie schwer, das Gestern war,
du kannst immer wieder von neuem beginnen
Buddha
02.03.2012 Text von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddha, Buddha-Worte, Buddhismus, Gedanken, Glück, Leben, Meditation, Menschen, Sorgen, Spiritualität, Unglück, Vergänglichkeit, Weg, Weisheit, Zen, Zengeschichten
Ein altes Märchen, erzählt von einem weisen König, der sich Sorgen um seine Bürger machte, weil alle irgend einLeiden hatten, das die Menschen unglücklich und unzufrieden machte. Eines Tages befahl er alle auf ein grosses Feld, sie sollten alle einen grossen Kreis bilden und sollen nun, ihr Leiden, ihre Sorgen, ihre Schmerzen, alles was sie bedrückte, sollen sie, in die Mitte des Kreises legen.
Dann befahl er ihnen, sich das alles an zu schauen und dann solle Jeder etwas anderes, was für ihn/sie besser passe, für sich aussuchen und nach Hause nehmen. Nach langem überlegen, gingen alle wieder zur Mitte des Kreises, aber welche Überraschung, jeder nahm seine eigenen Schwierigkeiten mit nach Hause.
Das ist ja nur ein Märchen und doch, auch im realen Leben, weiss ich unbewusst, dass diese Probleme, meine Probleme sind und nur ich kann sie lösen oder auch ertragen. Die Umstände, die dazu führten, habe ich mir,selber erschaffen. Auch wenn ich sie in einer Tauschbörse umtauschen könnte, würden sie doch nur, zu mir passen, ich habe mir dieses Sorgenkleid, selber massgeschneidert. Es ist mein Leben mit allem Drum und Dran. Wenn ich es annehmen kann, wird mein Leben etwas leichter, wenn ich es ablehne, erschwere ich mir, unnötig mein Leben. Es hat lange gedauert bis ich dies verstanden habe.
Warum denn, wollen wir immer anderen Menschen helfen ihre Probleme zu lösen, wenn wir doch instinktiv wissen, jeder muss seine Probleme selber lösen, den tief in ihm/ihr ist die Lösung bereits vorhanden. Es ist ein Irrtum, dass wir anderen helfen könnten, das einzige was ich tun kann; ich kann ihm zuhören, vielleicht findet er so, seine eigene Lösung.
Nur über unsere, scheinbaren Probleme, die in Wirklichkeit, unsere Aufgaben und Prüfsteine sind, an denen wir uns verbesseren und uns als Mensch, weiter entwickeln können, verbessern wir unserLeben und lernen damit gelassener um zu gehen.
Niemand anderer als ich, kann dieses Leben, meistern, es ist mein Erbe, welches ich bei meiner Geburt, angetreten habe. Heute habe ich keine Probleme mehr, heute habe ich nur noch Projekte, die ich lösen will und die ich auch lösen werde.
Das was wir heute sind, folgt aus den Gedanken, denen wir Gestern nachgingen, und unser gegenwärtiges Denken, bestimmt das Leben, wie es Morgem sein wird. Die Schöpfung unseres Bewusstseins, das ist unser Leben.
Buddha
19.02.2012. Text von zentao
inspiriert durch eine Geschichte im





























