Zazen
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Jeder der schon Achtsamkeits-Meditation geübt hat, der weiss wie schwierig das ist, achtsam zu bleiben und wie schnell sich unsere Achtsamkeit, in eine Träumerei auflöst. Die gute Nachricht; das ist vollkommen in Ordnung und nur normal, denn es geht jedem so. Achtsamkeit ist keine Fähigkeit, die angeboren ist, wir müssen bewusst achtsam sein und und wenn es uns bewusst wird, dass wir zum wiederholten Mal unachtsam waren so kehren wir, ohne Schuldgefühle zu unsere Achtsamkeit zurück. Nur die Natur ist immer achtsam, aber diese Fähigkeit haben wir verlernt, doch wir können sie wieder erlernen.
In der Meditation, gelingt es uns noch relativ gut, achtsam zu bleiben, doch im Alltag, werden wir regelmässig und dauernd abgelenkt, sei es durch das Handy oder durch Gespräche mit unseren Mitmenschen. Das Gute; “sobald wir bemerken; “ich bin nicht achtsam” so bin ich bereits wieder zurück in der Achtsamkeit. Wir erinnern uns einfach, das wir achtsam bleiben wollen und das immer wieder. In der Meditation beobachten wir den Atem und kehren immer wieder zum Atem zurück. Mit der Achtsamkeit ist es ähnlich, wir können immer wieder von Vorne beginnen.
05.03.2013 Text von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Atem, Buddhismus, Gedanken, Meditation, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen
Weil ich immer wieder gefragt werde, ja wie geht denn
so eine Meditation? hier wieder einmal meine
Kleine Anleitung zur Meditation
Atme dreimal tief ein und aus. Atme weiter und versuch den Atem, achtsam zu beobachten. Lass den Atem so wie er ist, einfach beobachten. Du kannst auch eine Hand auf den Bauch legen und das heben und senken des Bauches beobachten. Am Anfang ist der Atem unruhig und die Gedanken rasen. Nach einer Weile merkst Du wie der Atem ruhiger und Du gelassener wirst. Wenn das Beobachten des Atems einiger massen funktioniert, dann machst Du das gleiche mit den Gedanken. Beobachte ganz achtsam, was in deinem Kopf passiert. Sei Dir bewusst, dass Du Deine Gedanken nicht abstellen kannst. Die Gedanken tauchen wie aus dem Nichts auf und wenn Du sie ziehen lässt verschwinden sie, wie von selbst. Mach es genauso, wie Du es mit Deinem Atem getan hast. Beobachte Deine Gedanken, lass sie kommen und gehen. Stell Dir vor;
” Du sitzt wie ein Berg, Deine Gedanken sind wie weisse Wolken
die vorüberziehen. Sie kommen und gehen. Sie berühren Dich nicht.”
Du beobachtest sie nur achtsam, kein wollen oder nicht wollen. Auch wenn etwas weh tut, auch dann beobachtest Du ohne etwas zu wollen, oder nicht zu wollen. Auch Schmerzen vergehen wenn Du sie nur beobachtest. Genauso mit den Gefühlen, die tauchen irgendwann einfach auf, alte Wut, Erinnerungen, Trauer, lass es geschehen, nur beobachten, was in diesem Augenblick geschieht – auch das geht vorbei.
Genau wie mit dem Atem und den Gedanken beobachtest Du nur ohne Dich mit ihnen zu Identifizieren.
Bleib achtsam. Versuch das am Anfang einmal ca. zehn Minuten und mit der Zeit steigerst Du langsam auf etwa zwanzig Minuten. So lange Du bei Deinem Atem bist, solange bist Du auch achtsam, erst wenn Du Deinen Gedanken und Gefühlen folgst, fällst Du aus der Achtsamkeit heraus. Wenn Deine Meditation vorüber ist, stehe langsam auf und versuch dieses gute Gefühl in Deinen Alltag mitzunehmen.
Wie mit allem kommt der Erfolg mit dem Üben.
08.12.2012 zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Augenblick, Buddhismus, Gedanken, Meditation, Menschen, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen

der Eine Augenblick
Achte auf Pausen – die Pause zwischen zwei Gedanken, die kurze Pause zwischen den Worten eines Gesprächs, zwischen den Tönen beim Klavier- oder Flötenspiel, auf die Pause zwischen Ein- und Ausatmen. Wenn du diesen Pausen Aufmerksamkeit schenkst, wird aus dem Gewahrsein von »etwas« einfach Gewahrsein. Die gestaltlose Dimension reinen Gewahr seins steigt in dir auf und tritt an die Stelle der Identifikation mit Form.
Wir haben nur den gegenwärtigen Moment,
nur diesen einzigartigen und ewigen Augenblick,
der sich vor unseren Augen öffnet und entfaltet,
Tag und Nacht.
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddha, Buddhismus, Gedanken, Glück, Meditation, Spiritualität, Veränderung, Vergänglichkeit, Weg, Zen
Wenn ich mir so überlege, dass mein Leben durch meine Gedanken, zu dem wurde was ich heute mein Leben nenne, so staune ich immer wieder was so alles möglich ist. Dies zu erkennen musste ich erst lernen, überhaupt zu erkennen, was diese Gedanken so alles anstellen und was für Folgen meine Gedanken haben, für mich und andere. Dazu musste ich erst lernen, dass es so etwas wie Geist gibt, der ich zugleich bin und von dem ich zur selben Zeit gesteuert werde. Der Geist ist meine beseelte Energie, die in diesem Körper lebt und ihn benutzt, so wie wir auch ein Auto mein eigen nennen und doch sind wir dieses Auto nicht.
Â
Wer ist dein Feind? Der Geist ist Dein Feind.
Wer ist dein Freund? Der Geist ist dein Freund.
Lerne die Wege des Geistes kennen.
Zähme ihn mit Umsicht.
Buddha
Der Geist, das sind ja nicht nur meine Gedanken, ” wenn es dann immer meine Gedanken sind?” Nein das sind auch meine Emotionen, und die sind eng mit den Gedanken gekoppelt. Wer war zuerst? Der Gedanke oder die Emotion? Ich weiss es nicht genau, ich vermute dass meisten der Gedanke zuerst da ist, gefolgt von der Emotion. Was immer, mir geschieht, reagiere ich, je nach Situation, entweder zuerst mit emotionsgeladenen Gedanken oder mit kühlen Gedanken mit unterschwelligen Emotionen.
Dieser Geist ist ein Geschichten-Erzähler, der mir oft schon die schlimmsten Dramen in Gedanken vorgespielt hat, so dass ich meinte, die Welt gehe unter. Der mir auch Geschichten von Freuden und Reichtum erzählte, von Millionen die nie eintrafen. Jahrelang glaubte ich alles was mir mein Geist erzählte. Da waren Geschichten aus meiner Kindheit, die mir erzählten, ” ich sei ungeliebt” Geschichten aus der Schulzeit, “aus mir werde nie etwas gescheites” und Geschichten, die mir erzählten, ” ich sei unheilbar krank.” Keine dieser Geschichten ist je wirklich eingetroffen. Was aber war; ich habe mir unnötige Hoffnungen und Sorgen gemacht und durch mein unheilsames Denken, bin ich wirklich krank geworden.
Jahre lang glaubte ich meinen Gedanken und den dazugehörigen Emotionen, bis ich dann eines Tages die Zen-Meditation erlernte und ich nach und nach erkannte, dass ja diese Gedanken und Emotionen veränderbar sind und nicht wirklich zu mir gehören und das dank der Meditation, diese Gedanken und Emotionen keine Macht mehr über mich haben. Ich habe gelernt diese Gedanken vorbeiziehen zu lassen, genauer gesagt beobachte ich diese Gedanken wie sie vorbei ziehen.
Wenn Gedanken zur Gewohnheit werden,” vorallem die negativen Gedanken,” können sehr viel Schaden anrichten. Es gibt klare Gedanken die sind im Vordergrund und klar erkennbar. Es gibt aber auch dunkle hintergründige Gedanken, die schwer erkennbar sind, und da ist meistens auch ein dumpfes unangenehmes Gefühl dabei.
Negative Gedanken sind pure Ablehnung.
Ganz anders sind die positiven Gedanken, die bereiten uns viel Freude und die sind auch mit positiven Emotionen geladen.
Positive Gedanken zeigen unsere Bereitschaft, Dinge anzunehmen.
Heute weiss ich, dass wir jeden Gedanken auch verändern können und mit den Gedanken, verändern sich auch die Emotionen. Sobald ich mich entschlossen habe, etwas im positiven Sinne zu verändern. geht es mir bereits besser.Â
Seit ich wieder, die Verantwortung für mein Leben selber übernommen habe, ist alles viel leichter und geschieht wie von selbst. Kein Jammern, kein den anderen die Schuld zuweisen. Es ist so wie es ist, was immer geschieht; die Ursache ist immer bei mir. Weil ich im Augenblick lebe geht es mir einfach nur gut.
23.09.2012 Text von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Atem, Buddha, Buddhismus, Geben, Meditation, Menschen, Nehmen, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen, Tonglen
Ich habe schon oft Anleitungen zu Tonglen gelesen und versucht umzusetzten aber da war immer die Rede davon, dass ich das Leid von anderen ein atmen soll und da hatte ich schon etwas Mühe damit. Ich konnte mir nicht vostellen, zu was soll das gut seinwenn ich mir zu meinem eigenen Leid, noch mehr Leid auflade. Ich soll das Schlecht vom anderen ein atmen und das gute von mir aus atmen?
In den letzten Tagen habe ich auch wieder einmal erfahren wie hilflos wir sind, wenn Freunde und Nachbarn sterben – was soll ich sagen, wie sage ich, dass mir das ganze leid tut. Ich möcht den Mitmenschen trösten, doch mir fallen keine gescheiten Worte ein.
In solchen Situationen fühlen wir uns hilfloss, wir wollen helfen und die Hilfe ist vieleicht gar nicht erwünscht, die Trauernen ziehen sich zurück und wollen im engen Fanilienkreis abschied nehmen, was ich sehr gut finde, doch man selber möchte sich ja auch verabschiden. So geschehen in meinem Umfeld, wie reagiere ich. Da hat mir die Tonglen Anweisung von Pyar Rauch geholfen.
Die Entwicklung und Übung von Mitgefühl ist ist wesentlich für Heilung. Niemand kann ganz und heil sein, solange er oder sie alles andere als fremd betrachtet, solange eine Mauer um sich und sein Herz errichtet ist. Reflexartig wollen die meisten Menschen alles Unangenehme loswerden oder von sich fernhalten, alles Angenehme dagegen in den eigenen Herrschaftsbereich bringen. Das verstärkt jedoch die Abspaltung, die Trennung, und führt zu Leiden – gegen alle natürliche Absicht.  Atishas Übung „Tonglen“ kann hier sehr heilbringend wirken  – Tonglen arbeitet mit dem Atem:
Die Luft, die Sie gerade einatmen, ist die Luft, die Ihre Zimmerpflanze oder der Mensch neben ihnen in der U-Bahn eben ausgeatmet hat. Wir tauschen unseren Atem mit allen lebenden Wesen aus. Wenn wir uns dessen bewusst sind, können wir uns nicht vom Rest der Welt abgrenzen. Wo fängt Ihr Atem an und wo hört der Atem Ihres Nachbarn auf? Es ist ein Atem, ein Leben. Hier wird die Vernetztheit und gegenseitige Bedingtheit aller Phänomene und aller Wesen so deutlich, so klar, so praktisch. Im Beobachten des Atems stellt man fest: Es gibt keine Trennung zwischen Aussen und Innen, sondern ein Zusammenspiel, eine Harmonie. Â Von hier aus ist es ein kleiner Schritt zu Atisha, einem tibetischen Meister des 11.Jhdts., der schreibt: „Übe dich im Austauschen Tonglen, im Nehmen und Geben abwechselnd. Tu das indem du auf dem Atem reitest. Beginne die Übung mit dir selbst.“
Die scheinbar natürliche Verhaltensweise, alles Angenehme zu sich heranzuziehen und alles Unangenehme von sich abzuhalten, hält in Wahrheit die Idee der Trennung meiner selbst vom Rest der Welt aufrecht, ist Ausdruck der Territorialbildung des kleinen Ich, der Verblendung, und sie verursacht Gier, Hass und Leiden. Atishas Aufforderung, mit dem Ausatmen Angenehmes loszulassen und zu verströmen, ohne dabei irgendetwas zurückzuhalten, und mit dem Einatmen Unangenehmes ins Herz hereinzunehmen und ohne Rückhalt zu fühlen, bewirkt eine Kehrtwendung. In diesem Mitgefühl lösen sich alle Grenzen auf, und Weisheit scheint auf. Diese Kehrtwendung beschränkt sich nicht auf die Zeit, die man auf seinem Meditationskissen verbringt, sondern ist sehr praktisch und muss sich im Leben zeigen und erweisen. So manche gewohnte Reaktionsweise wird dann nicht mehr möglich sein. Ich erkläre dies am Beispiel des Gefühls von Hilflosigkeit, das sicher jeder kennt: Immer wieder empfinde ich zum Beispiel Hilflosigkeit, wenn mir Leiden begegnet und ich nichts tun kann, um zu lindern. Sei es der gewaltsame Tod von vielen als Geiseln genommenen Kindern einer Schule in Russland, sei es emotionales oder persönliches Leiden in meinem Umfeld.
 Der erste Schritt ist einerseits das Anerkennen meiner eigenen Hilflosigkeit als Faktum, und dass ich mich davor nicht drücke und gleichzeitig dieses Gefühl tief in mein Herz sinken lasse und es annehme. Als erstes muss man aufhören, vor diesem natürlich unangenehmen aber einfach höchst menschlichen Gefühl davon zu laufen. Solange wir leben, werden wir uns immer wieder hilflos fühlen.
Als zweiten Schritt nutze ich dieses Gefühl der Hilflosigkeit, um mich in Mitgefühl zu üben für alle Menschen und Wesen, die sich auch hilflos fühlen oder sich in einer Lage der Hilflosigkeit befinden. Empfinden wir selbst gerade ein Gefühl dieser Art in uns, dann ist das der ideale Zeitpunkt um Mitgefühl zu üben, Tonglen, oder „Atishas Heart“, wie Osho es nannte, zu praktizieren. Ich atme all die Hilflosigkeit, die in mir und in anderen Wesen ist, ein, und atme alles, was in mir an Mut, Strahlen, Zuversicht ist, aus. Auf diese Weise wird Hilflosigkeit (und jedes andere Gefühl) in Segen verwandelt. Das ist tiefste Alchemie.
von Pyar Rauch
9.9.2012 gepostet von zentao
Dieser Text habe ich als Freitagstext – Die Entwicklung und Übung von Mitgefühl  bei http://taozazen.wordpress.com gepostet
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Bloggen, Blogger, Blogs, Buddha, Buddhismus, Glück, Karma, Leben, Lebensfreude, Meditation, Menschen, Spiritualität, Weisheit, Zen
Am 6. Juli 2012 hat Claudia Klinger ein Thema entführt: bei Thinkabaut Bienen-im-kopf mit dem Titel braucht der Mensch Religion?
Ich habe ganz zu Beginn beide Artikel gelesen und da ich selber auch schon viel zu diesem Thema geschrieben habe, ( siehe unten )wollte ich mich da, raus halten. Denn zu einigen Religionen habe ich ein gespanntes Verhältnis. Wenn wir über Religionen diskutiren, ist das wie ein Fass ohne Boden, denn jeder hat dazu eine eigene Meinung und das Thema ist meistens emotional aufgeladen. Als Claudia Klinger mir ein Mail schrieb, mit der Bitte, ich solle mich doch auch an der Diskusion beteiligen, fühlte ich mich ein wenig verplichtet, weil ich bei Claudia und Thinkabaut bei beiden regelmässig mitlese und habe mich mit meinem kurzen Text in die Nesseln gesetzt und Thinkabaut etwas verärgert.
Ich habe dazu geschrieben:
Es gibt Menschen die brauchen eine Religion, weil sie nie gelernt haben zu Denken.Die meisten Menschen kommen via ihrer Familie zu ihrer Religion und getrauen sich nicht diese zu hinterfragen.
Jahrhunderte des Anlügens durch die Kirche geht nicht Spurlos an den Menschen vorüber, die Menschen in unserer Kultur sind verunsichert und suchen nach einer neuen Autorität die es so nie geben kann.
Die Wahrheit, wenn es so eine gibt ist immer in uns selber und nie ausserhalb von uns.Was Jesus und Buddha erfahren haben ist etwas, was jeder in sich selber finden kann, sofern er sich die Zeit nimmt und konsequent nach seinen Erkenntnissen lebt
29. Juli 2012 at 18:32 Uhr von zentao
als Antwort schrieb Thinkabout
@Zentao
Du weisst, wie sehr ich Dich schätze. Aber Dein Kommentar hier ärgert mich einfach nur.
Zitat: “Es gibt Menschen die brauchen eine Religion, weil sie nie gelernt haben zu denken.”
Sorry, aber diesen Satz finde ich eine Frechheit, und er kommt meist von Leuten, denen es komplett an Respekt für Andersdenkende fehlt (oder Glaubende), also typischerweise nicht von Dir. Darin kann ich mich und mein Verhältnis zur Religion überhaupt nicht wiederfinden, mein Lieber. In der Berührung mit Religion ist mir persönlich mein Denken immer angeregt und beflügelt worden.
Witzig, dass Du dann auch gleich Jesus und Buddha ansprichst: Zwei Grössen, deren Leben und Überzeugungen Religion und Lehre begründeten. Warum also nicht in der Religion den Helfer sehen, der es uns sogar erleichtern kann, uns auf die Essenz dieser Lehren einzulassen?
Der Pfarrer meiner Jugend hat mir durch die Art, wie er Glauben lebte, das Denken nicht verbarrikadiert, sondern mich im Gegenteil zum Denken gezwungen. Als Vertreter seiner Religion. Weiter sprichst Du selbst von Erfahrungen. Man kann diese Erfahrungen sehr wohl auch als Mitglied einer Religion machen. Ich möchte nicht wissen, wie manche Schrift, die Dir in Deinem Leben schon weiter geholfen hat, Dir ohne eine Lehre oder Religion, die sie bewahrte und transportierte, gar nie hätte zugänglich werden können.
So, und nun bin ich des Themas endgültig müde geworden. Für mich ist hier Schluss.
Ich weiss, was so ein Thema anrichten kann und die unterschiedlichen Meinungen haben schon manchen Relionskrieg entfacht, ob es mir an Respeekt mangelt glaube ich eigentlich weniger, weil vor den Menschen die eine Religion praktiziren habe ich die grösste Achtung. Was ich meine; es sind unsere Vorstellungen von diesem Gott und diese Vorstellung ist in unserer Kindheit geprägt worden, und wir wurden nicht gefragt, die Religion wird wie ein Kleid, über uns gezogen.
dies war meine Antwort.
@Thinkabout
es tut mir Leid, dass meine Worte Dich geärgert haben. Möglicherweise sind meine Worte etwas hart formuliert. Es mag stimmen, dass Menschen in der Religion Trost finden,und das ist gut so. Es ist ja nicht unbedingt die Religion, welche unnötig ist, es sind eher die Kirchen, auf welche man verzichten müsste, inklusive aller Sekten und Hassprediger. Dass es da auch gute Kräfte gibt, das will ich gar nicht bestreiten. Die negativen Kräfte beherrschen heute leider diese Kirchen.Es ist die Religion, welche missbraucht wird zum Leid ihrer Gläubigen. Bedenke Jesus war kein Christ, er war ein Erkennender, ein Erleuchteter. Auch Buddha war kein Buddhist, das beweist mir, dass jeder Mensch,tiefe Erfahrungen machen kann, sofern er bereit ist, in sich zu gehen, stille zu werden und das wird sein Leben verändern.
Religion bedeutet in sich gehen und das kann man auch ohne Kirche und auch Erfahrungen der Verbundenheit mit einer universellen Kraft sind auch für gewöhnliche Menschen möglich. Über die Kirchen nachzudenken, aber auch was in unserer Gesellschaft geschieht, war noch nie so nötig wie in der heutigen Zeit. Wir haben wirklich verlernt wie man über etwas Nachdenkt. In der heutigen Zeit, wird soviel nachgeplappert und das eigene Denken ausgeblendet.
Seit 18 Jahren praktiziere ich die Zen-Meditation, das ist auch eine Form von Religion aber ohne eine Kirche, nur still sitzen und mich selber nicht so wichtig nehmen. Auch ich glaube an eine Energie oder Kraft, was auch immer.
Weil dieses Thema so kontrovers ist wollte ich mich da raushalten,weil es sehr schwer ist mit klaren Worten, so zu schreiben, dass ich niemanden verletze, es ist so wie es ist und nochmals, ich wollte Deine Gefühle nicht verletzen, es tut mir leid.
Liebe Grüsse zentao
Irgendwie ist klar, dass so ein Thema nicht einfach aufhört und hier die Antwort von:
@zentao
Wir lassen es gut sein. Nur noch so viel:
Warum verallgemeinern wir alle so unsäglich?
“Die Kirche”. “Die Religion”.
Trifft man darüber Aussagen, liegt man damit automatisch ausserhalb vieler Erfahrungen vieler Menschen.
“Die Kirche” kann auch einfach eine funktionierende, lebendige Gemeinschaft einer Gemeinde rund um ein Gotteshaus mit einem wunderbaren Pfarrer sein.
Mir ist auch egal, ob Jesus Christ war oder Zeuge Jehovas. Nicht egal ist mir, dass mir das Christentum seine Lehre näher gebracht hat.
Der zweite Teil Deines Mails belegt einen weiteren Aspekt, unter dem ich manchmal richtig körperlich und seelisch leide: Wir haben gelernt, uns der Autorität der Kirchen (und anderen) zu entziehen – aber wir schaffen keine Inhalte. Wir gewinnen Freiheit und nützen sie nicht. Wir sind davon gelaufen ins Leere.
Es ist erstaunlich was Thinkabaut schreibt:
” Mir ist auch egal, ob Jesus Christ war oder Zeuge Jehovas. Nicht egal ist mir, dass mir das Christentum seine Lehre näher gebracht hat.”
Genau die gleiche Erfahrung habe ich umgekehrt gemacht, ich verstehe dank der Lehre von Buddha besser was dieser Jesus gemeint hat, denn die Erfahrung ist immer gleich nur wir Menschen interbretieren sie anderes, weil jeder etwas anderes daraus lernen muss. Es ist ganz einfach, eine Erfahrung der Liebe und das ist für jeden etwas anderes. Was ich immer noch nicht verstehen kann, wie aus so einerguten Erfahrung so etwas wie unsere Kirchen entstehen komnnte. Nochmals ich habe kein Problem mit der Lehre von Jesus, mein Unverständnis gilt diesen Kirchen dieser Welt.
In einer eine funktionierende Glaubensgemeischaft müsste auch über Dogmen diskutiert werden, was in unseren Kirchen seit Urzeiten unerwünscht ist.
Am 27.03.2009 schrieb ich fast unter dem gleichen Titel was ich darüber denke:
…brauchen wir den überhaupt eine Religion?
Ich frage das jetzt ganz einfach mal etwas Provokativ; brauchen wir den überhaupt eine Religion? Warum ich das Frage? Ganz einfach seit ich aus der Kirche ausgetreten bin fühle ich mich richtig frei, keine Bindung mehr an eine Macht, die mir sagen will, welche Gebote ich einhalten soll und warum ich etwas Glauben muss, was irgend wann in der Bibel stand und was ich mit meinem gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehen kann.
Viele Jahre litt ich darunter, das ich mit diesemm Gott und seinem Soh nicht klar kam, denn ich wollte Glauben, wie mir der Pfarrer gebot, aber dies funktionierte bei mir nicht, weil immer neue Fragen auftauchten. Es ist einiges in meinem Leben geschehen, wo andere, als eine Bestrafung durch diesen Gott sehen würden, für mich war es die Aufforderung zum Handel, mein Leben zu änderen.
Ich bin wieder selbstverantwortlich für mein Leben, da ist niemand dem ich eine Schuld zuweisen kann, was immer mir geschieht, ich selber bin die Ursache. Was ja eigentlich immer so war. Jedes Kleinkind weiss, wenn es etwas unrechtes getan hat, dann schaut es ganz bedrückt in die Welt. Dieses Wissen ist in jedem Menschen drin, von der Geburt an, es braucht nur ein wenig Liebe und Führung von den Eltern, für das braucht es keinen Religionsuntericht. Hier ein Video da zu: Warum Religionen nicht glaubwürdig sind Video
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5.08.2012 zentao
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sind Religionen noch Zeitgemäss?
Tags:Zengeist, Zen, Video, Buddhismus, Zen, Spiritualität, Zen-Meister Tosan
Der Zen Geist – eine Einführung – übersetzt von zentao
Dies ist ein sehr schönes Video über, und was Zen wirklich ist.
Mit schönen Bildern und mit einfachen Worten von Tosan
einem japanischen Zen-Meister.
*
Die blauen Berge sind die Eltern der, weissen Wolken,
die weissen Wolken sind die Kinder der blauen Berge.
den ganzen Tag,sind sie aufeinander angewiesen
sie können sich auf einander verlassen
ohne von einander anhängig zu sein.
die blauen Berge sind immer die blauen Berge
die weissen Wolken sind immer die weissen Wolken.
*
Dies ist Tosans Auslegung des Lebens
Alles und jedes ist auf irgend eine Weise auf einander angewiesen und von einander abhängig. Wenn sich die Bedingungen ändern, ändern sich auch die Wolken und sie lösen sich einfach auf ohne eine Spur zu hinterlassen.
Dies ist der Zen Weg ohne Anstrengung und ohne Absicht, wenn ein Ton zu hören da ist, hören wir, wenn unsere Augen offen sind dann sehen wir, da ist nicht mehr, all s das. Wenn wir uns als weisse Wolke sehen und wir kommen zu dieser Erkenntnis über uns selber, genügt das und da ist auch keine Verwirrung mehr. Erwachen zu dieser Wirklichkeit, erwachen und diese Erkenntnisse verwirklichen, das ist die Praxis des Zen-Weges.
Das Leben ist wie ein Fluss der seinen Weg hinab von den Bergen, von selber findet und alle Hindernisse überwindet. Das ist der Weg des Tao und er führt über das Zen. Wir sind wie das Laubblatt, das sich vom Fluss vertrauensvoll, tragen lässt, wohin, der Fluss es auch führt. Wenn wir aber diesem Fluss, erlauben uns zu tragen, wird seine Kraft auch unsere Kraft sein, wir sind eins mit der Natur. Ohne bedauern und ohne anhaften, lassen wir das vergangene zurück.Wenn wir versuchen den Fluss zu blockieren oder ihm widerstehen wollen, entsteht Stillstand.
Wenn wir den Wald anschauen, dann sind es nicht einzelne Bäume, wir sehen den Wald als ein ganzes, als der Wald. Seht euch nicht, als getrennt von andern oder von euch selbst,oder ausserhalb der Welt, seht euch als ein mit allem. Die Suche nach unserer Selbstverwirklichung, wird angetrieben durch die Kraft unsere Geisteskrankheit und unserer Angst und Gier, welche unser Ego füttern, sie verursachen Frust in unserem täglichen Leben. Egoismus, Eifersucht, Ärger, Wut und Hass, welche, unbewusst versuchen uns zu beschützen und in dem sie das tun, setzen sie uns in Opposition von allem und jedem. Um aus dieser Situation zu erwachen, müssen wir Zen praktizieren.
3.08.2012 übersetzt von zentao
Ich lese zurzeit ein interessantes Büchlein über die Quantenphysik Eine Hand voll Sternenstaub von Lorenz Marti. Ein Buch von dem ich restlos begeistert bin. Er versteht es uns die Quantenphysik, welche ursprünglich aus trockener Zahlenwissenschaft entstanden ist, mit philophischen und poetischen Weisheiten, zu erschliessen. Wissenschaft muss nicht trocken sein, sie kann durchaus auch Lebensbejahend und spirituell sein
Aus dem Nichts sind wir gekommen, in eine Jahrmilliarden alte Geschichte des Universums, um für ein paar Jahrzente mitzuspielen, bevor wir, wieder im Nichts verschwinden Die Wahrscheinlichkeit, dass es uns gibt liegt praktisch bei Null und doch sind wir da. Wie schwer es ist als Mensch geboren zu werden zeigt uns diese Geschichte von der Schildkröte
Auf dem Meeresgrund lebt eine einäugige Schildkröte. Auf den Weiten des Meeres schwimmt ein hölzener Ring, der von Wind und Wellen hier- und dorthin getrieben wird. Alle hundert Jahre steigt die Schildkröte einmal an die Oberfläche hinauf. Es ist sehr selten, dass die Schildkröte mit ihrem Kopf genau durch diesen Ring auftaucht. Doch genau so selten ist es, in einem kostbaren Menschenkörper geboren zu werden.
Beim Lesen mache ich mir so meine Gedanken und frage mich; “sind die Quantenphysicker die neuen Zen-Meister? Denn die gleichen Fragen hat sich die Menschheit schon früher gestellt, dann natürlich nur mit der reinen Denkfähigkeit des Einzelnen. Ich denke da an Buddha und was er schon vor 2500 Jahren für Erkenntnisse durch Denken und möglicherweise durch innere Bilder erkannt hat. Die Erkenntnisse der Quantenphysik erinnern schon sehr stark an das Wissen der alten Meister.
Alles was existiert, durchläuft den Zyklus von Werden und Vergehen.
Alles hat einen Anfang und ein Ende. S.44
Die alten Zen-Meister würden hier noch anfügen;
” Wo es einen Anfang und ein Ende hat, da muss es auch eine Mitte geben “
Da der Augenblick ein Ende hat, muss er auch
einen Anfang und eine Mitte haben.
Da der Augenblick also eine dreiteilige Struktur besitzt,
kann die Welt nicht einen Augenblick lang bestehen.
einen Anfang und eine Mitte haben.
Da der Augenblick also eine dreiteilige Struktur besitzt,
kann die Welt nicht einen Augenblick lang bestehen.
Nagarjuna, Nagarjunas Juwelenkette, Jeffrey Hopkins (Hrsg.)
Was mich fasziniert, ist die Tatsache, dass Zahlenmenschen, irgendwann an ihre Grenzen stossen und zugeben müssen, dass sie es schlichtweg auch nicht wissen. Echtes Wissen, kann nicht durch Zahlen entstehen, es ist die Erfahrung des Lebens, welches Wissen erst entstehen lässt.
Überall ist Licht. Auch dort, wo wir es nicht sehen. Physikalisch gesehen ist Licht eine elektromagnetische Strahlung. Das menschliche Auge vermag davon nur einen kleinen Ausschnitt zwischen den kurzwelligen Röntgen und den langwelligen Radiostrahlen wahrzunehmen. Und selbst dieser Ausschnitt zeigt sich dem Auge nicht direkt sondern als Wiederschein. Den seltsamerweise ist das Licht an sich gar nicht zu sehen. S.53
Im Mahayana Buddhismus wird von der strahlenden Lichtheit in der Todesstunde berichtet
Der Grund, warum der Augenblick des Todes so machtvolle Möglichkeiten bietet, liegt darin, dass zu diesem Zeitpunkt die grundlegende Natur des Geistes, die Grund-Lichtheit oder das Klare Licht, ganz von selbst strahlend manifest wird. Wenn wir in diesem kritischen Moment fähig sind, die Grund-Lichtheit zu erkennen, so versichern uns die Lehren, erlangen wir Befreiung.
Sogyal Rinpoche, Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben
Ein Phänomen, welches im Buddhismus seit Urzeiten bekannt ist, eine Strahlung die wir in der Todesstunde möglicherweise sehen, bei entsprechendem Training (Meditation )
Die Hirnforschung kann heute Nachweisen, dass das Hirn jeden Eindruck filtert, bis er mit dem Vorwissen übereistimmt und den bekannten gedanklichen Mustern entspricht. Das geschieht ganz automatisch. Deshalb braucht es ab und zu eine Unterbrechung; Stop – nicht weitermachen! Innehalten. Warten – Damit entsteht eine Lücke. Ein Zwischenraum des Nichtwissens. In ihm kann neues reifen. S.104
Ein Gedanke der mich frappant an den Sinn der Meditation erinnert. Eine Art des Lebens, wie es im Zen seit Buddhas Zeiten praktiziert wird. Wie schön ist es doch, zu wissen, dass es auch heute noch Denker gibt, auch wenn sie halt einen riesigen Umweg machen. Manchmal führt nur das Schweigen zu neuen Erkenntnissen und im Staunen erkennen wir wie klein wir doch in Wirklichkeit sind.
29.Juli 2012 zentao

und die Sonnenblumen blühen doch
Drei Tage Regen – nur Regen
drei Tage Sommer – ungewohnte Wärme
es ist kühl – graue Wolken ziehen vorüber
wo ist der Sommer geblieben?
Die Sonnenblumen blühen erstrecht
der Natur ist es egal
sie lebt nur im Augenblick
sie braucht keinen Wetterbericht
das Wetter ist so wie es ist – gerade richtig.
zentao
19.07.2012 Text von zentao

Regenbogen
Erstaunlich ist doch, was wir mit unseren positiven Gedanken, alles verändern können, vor allem bei uns selber. Noch erstaunlicher ist das Phänomen; “wenn ich es nicht selber verändern will, verändert es sich zu meinen Ungunsten” eine Erkenntnis die ich selber erfahren musste, oder soll ich eher sagen, durfte, denn alles was mir geschieht ist Lernstoff an dem ich wachse und dank dem ich mich, als Mensch weiter entwickle.Wer sich nicht verändern will, wird innerlich hart, sich nicht verändern wollen, das ist ein festhalten, an altem und verbrauchtem und macht Menschen unglücklich. Ein Leben ohne Veränderung ist unmöglich, Leben und Veränderung sind Eins, nur eines ist gewiss; ” alles verändert sich”
Wenn heute etwas nicht so ist wie ich es gerne hätte, so weiss ich es verändert sich zum Guten. Ich kann darauf Vertrauen, dass sich alles verändert. Weil ich mich selber verändere, und mir dessen bewusst bin, macht mich das zu einem glücklichen Menschen. Ich bin heute ein offener und positiv denkender Mensch.
Jede Zelle in mir verändert sich, und einige erneuern sich nicht mehr, das ist der Lauf der Dinge. Zellen sterben und ander werden neu geboren, ich bin nie ein fester Körper, ein Teil von mir verschwindet laufend im Nichts und wird zur Vergangenheit. Das Bewusstsein, das ich laufend sterbe und wieder neu geboren werde, ist irgendwie tröstlich.
Wirklichkeit und Illusion sind so nah beisammen, dass sie schon wieder eine Einheit bilden, sie sind das Leben selbst.
17.07.2012 Text von zentao
Heute ist das Morgen, worüber wir uns Gestern Sorgen gemacht haben.
- Aludosen gehören in den Abfall
- Platikdeckel in der Natur?
Nach dem Aprilwetter anfangs Juli ist es wieder einmal für zwei, drei Tage schön, was solls, ich nimm das Wetter so wie es ist und wie ist es? Es ist immer richtig, denn das einzige was ich nicht verändern kann ist das Wetter, das macht was es will. Aber auch hier habe ich die Vermutung, dass der Gedanke; “es kommt schon gut” auch hier vielleicht etwas bewirkt, auch wenn es nur der positive Glaube ist. Aber wir verändern auch das Wetter durch unser Verhalten, durch die Abgase von unseren Autos und unseren Heitzungen und der Industrie. Der Klimawandel ist Hausgemacht, damals als der erste Mensch das Feuer enddeckte, da hat die Veränderung angefangen. Nun müssen wir lernen, endlich etwas Rücksicht auf unsere Erde zu nehmen. Wir müssen dazu nichts grosses leisten, wenn jeder seinen Abfall trennt wie es in der Schweiz gemacht wird, so ist der Welt schon recht gut geholfen. Aber das reicht nicht, auch wenn die Schweiz vorbildliches leistet, müssen wir bei uns selber beginnen und weniger einkaufen und weniger wegwerfen und wieder bewusster Leben. Es ist nicht mehr 5 vor 12 es ist einiges darüber.
Immer wenn ich unterwegs bin, sehe ich dauernd Abfall auf meinem Weg, wer tut so was? Niemand würde ensthaft solches tun, es ist die Gedankenlosigkeit und die Bequemlichkeit von uns allen. Mein Appel an die Umweltsünder, wer immer das ist; “nehmt doch euren eigenen Dreck wieder mit nach Hause, zu Hause werft ihr ja auch nicht alles auf den Boden, oder doch?
Oder müssen wir es wie in Singapur machen?
Skurrile Gesetze: Singapur -
Denkt man an den kleinen asiatischen Stadtstaat, fällt einem unweigerlich der Kaugummi ein. Der Verkauf von Kaugummi wurde zwar leicht gelockert, jedoch bedarf es eines Arztrezepts. Wer den Kaugummi allerdings leichtfertig auf die Straße spuckt, muss mit harten Strafen rechnen. Gleiches gilt für achtloses Wegwerfen von Müll. Als Strafe kommt ein Rollentausch in Frage: Der Delinquent wird dann zum Müllmann und muss eine Weste mit der Aufschrift tragen „Ich habe Abfall auf die Straße geworfen“. Besonders allergisch reagieren die Ordnungshüter auf Graffiti. Dafür droht Gefägnis.
weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/reisen/urlaubstipps/reiserecht/tid-15323/skurrile-gesetze-singapur_aid_430054.html
17.07.2012 Text von zentao
Foto von erwinphoto
Zur Information:
NZZ Folio 07/09 – Thema: Abfall

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Aus der Konzentration wird Weisheit geboren.
Meditation beginnt mit einer Beruhigung des Geistes
und der Sammlung der Aufmerksamkeit.
Über die Empfindung von Ruhe und Frieden hinaus
wird der Zustand der Konzentration
ebenfalls zur Grundlage für die Vertiefung
von Einsicht und Weisheit.
Wir erleben, wie wir uns ebenso für das Leid
der Welt öffnen wie für ihre Schönheit.”
Joseph Goldstein
04.07.2012 gepostet durch zentao

Herzblume
Freudefinder schreibt in Ihrem Blog, Völlig unterbewertet – die Demut – die Demut sei die Reife Schwester des Stolzes, aber so einfach ist es nicht,
der Stolz ist ein Produkt des Egoismus, Stolz ist immer Ego gesteuert. Auch ein verdienter Stolz hat eine egoistische Färbung, weil es immer mit meinem Ich zu tun hat und alles wo, der Ich-Gedanke im Vordergrund steht; “ich bin gut” ist egoistischer Herkunft. Klar tut Stolz gut, keine Frage, aber da hat Demut keinen Platz, Stolz verdrängt die Demut. Wenn Stolz und Demut Schwestern sind, dann sind, sie sehr ungleiche Schwestern.
Die Demut, entsteht, wenn wir uns innerlich beugen, vor Gott oder wem auch immer. Wenn Demut entsteht, fällt unser ganzes egoistisches Gebäude zusammen und aller, noch so verdienter Stolz verschwindet. Ich glaube eher Demut und Stolz haben ein Verhältnis, zu einander, wie Fett und Wasser. Wasser perlt am Fett einfach ab, genauso perlt Stolz an der Demut ab. Wir sind entweder Stolz oder demütig, demütig Stolz sein, passt einfach nicht zusammen. Stolze Menschen wollen bewundert werden und wollen auf keinen fall demütig sein.
An Demut kann nichts haften, den Demut entsteht, tief in uns, wenn wir etwas grösseres als wir selber erleben oder in der Natur, beim Betrachten einer Blüte, da kann es geschehen, dass wir, augenblicklich demütig werden.
Demut ist absichtslos, ohne Bewerten. Demut geschieht nur im Augenblick. Wir können nicht entscheiden ob wir jetzt demütig sein wollen, Demut kommt zu uns als ein starkes Gefühl, oder sie kommt nicht. Wer echte Demut erlebt hat, der spricht vermutlich nicht darüber. Wie klein und Bedeutungslos wir in Wirklichkeit sind, das können wir dank der Demut erfahren. Demut gehört niemandem, keiner Kirche und keiner Religion.
Demut geschieht im Stillen, im Gebet, in der Meditation, in der Gartenarbeit, hingegen der Stolz, ist in der Menge, im geschehen, in der Handlung zu Hause.
Demut ist eine Erfahrung, die uns als Mensch weiterbringt.
24.06.2012 Text von zentao
zum Thema auch noch lesen:
auf den Bergspitzen des Stolzes…
Heute Morgen, wärend meiner Meditation, betrachtete ich durch das Fenster, eine Hibiskus Blüte, die erste in diesem Jahr. Gestern war sie noch eine Knospe und heute ist sie voll erblüht und bei warmem Wetter blüht sie nur einen Tag und tut dabei nichts – oder doch – sie duftet und die Bienen lieben sie. Am anderen Tag ist sie bereits verblüht, aber da ist keine Trauer, denn die nächste Blüte öffnet sich bereits. Ich sitze auf meinem Kissen und betrachte die Hibiskus Blüte und freue mich und tue sonst nichts, als sitzen. Im betrachten der Blühte vergeht die Zeit.
20.06.2012 Text von zentao
Zur Abwechslung gibt es wieder einmal eine Blogparade bei Frank Obels
Blogparade: Andere für die “eigene Sache” begeistern! Wie machst Du das?
Ein interessantes Thema ob das auch ein Thema für meinen Blog ist wird sich weisen.
Begeisterung ist das eine, doch andere für das eigene Thema zu begeistern, hat doch immer auch etwas mit missionarischem Eifer zu tun, ein Werben, sich verkaufen , ob das Sinn macht?
Vor bald 18 Jahren, habe ich mit der Zen-Meditation begonnen und war sehr begeistert, so dass ich überzeugt war, das muss ich allen meinen Freunden erzählen. Aus der Begeisterung wurde Leidenschaft, im Wörtlichen Sinn, den mein missionarischer Eifer, wurde nicht von allen meinen Mitmenschen verstanden, sie hörten mir wohl zu aber meine Bemühungen zielten ins leere.
In jungen Jahren war ich Verkäufer, in einem grossen Warenhaus, wo ich Aktionsartikel verkaufte, immer mit ehrlicher Begeisterung, weil ich immer ehrlich zu meinen Kunden war. Was aber heute so verkauft wird an unfertigen Produkten, wo, der Käufer zum Test-User wird und regelmässig Produkte fehlerhaft sind, da wird es schwierig, solche Produkte mit Begeisterung zu verkaufen. Ein begeisternder Verkäufer, verkauft, immer auch ein kleiner Teil von sich selber. Nur wer sich selber kennt, lernt die Menschen kennen und nur wer die Menschen kennt, kann auch mit Begeisterung verkaufen. Doch das ist eine berechnende Art der Begeisterung und das ist nicht die Begeisterung, die ich meine.
Seit 5 Jahren betreibe ich nun meinen Blog zentao über zen + anderes wo ich über das Leben und meine Erfahrungen in der Zen-Meditation schreibe. Ich versuche nicht mehr, andere Menschen zu überzeugen und zu begeistern, Nein, ich schreibe nur noch, das was ich ehrlich fühle und denke und wenn die Begeisterung, auf meine Leser überspringt, dann habe ich gute Arbeit geleistet.
Ich habe gelernt, dass man den Menschen Ideen, nicht aufdrängen soll, das schreckt nur ab. Begeisterung muss anstecken, Begeisterung muss man leben. So gesehen war Steve Jobs, der verstorbene Apple-Chef, ein echter Begeisterer, zum Unterschied zu anderen, konnte er die Menschen auch überzeugen. Aber nur wer von sich selber überzeugt ist, nur wer sich selber kennt, kann begeistern, unsichere Menschen begeistern niemanden. Begeisterung ist ein Gefühl, das positiv oder auch negativ behaftet sein kann. Beim zweiten hinschauen, sind solche starke Persönlichkeiten, sehr oft grosse Egomanen, die sich selbst am nächsten sind. Solche Menschen begeistern andere Menschen sehr stark, leider oft zu ihrem eigenen Vorteil.
Die Begeisterung um viel Geld zu verdienen, Kariere zu machen, ein Star zu werden, jemand besonderer zu sein, sich aus der Menge hervor zu heben. Diese Ego behaftete Begeisterung, steht heute bei vielen Menschen an erster Stelle. Diese Art von Begeisterung ist berechnend und ist nicht die Echte Begeisterung.
Wenn Menschen, nicht mehr fähig sind um Gefühle zu zulassen, dann wird es sehr schwer sie zu begeistern, ausser eben, für oberflächliche Dinge, wie Partys, Computerspiele, neue Handys kaufen, aber echte Begeisterung für Mitmenschen, für die Natur für einfach mal einem Menschen zu zuhören, solche Begeisterung fehlt, mehr und mehr.
Wer Echte Begeisterung lebt, der lebt im Augenblick, Echte Begeisterung ist wie ein Feuer, das lodert und sich ausbreitet, echte Begeisterung, wärmt den Menschen, sie steckt an und erneuert sich dauernd.
Aber so zu leben braucht viel Energie, man kann nicht dauernd so leben. Wer in einer Dauerbegeisterung lebt, brennt ab wie eine Zündschnur.
Die Begeisterung, die ich meine hat auch etwas mit Lebensfreude zu tun und wer Freude am Leben hat, der lebt in seiner eigenen Mitte und so finde ich den Übergang zum Zen. Begeisterung ist gut -
Denn einfacher lebt wer Zen praktiziert, ein Leben im Alltag, ein Leben im Augenblick, ein Leben mit einem friedlichen Geist, ein einfacheres Leben.
Zen ist eine alte Meditationsform, aus Japan, die wen mal erlernt, durchaus im Leben angewandt werden kann. In dem man, in der Meditaion lernt, die Gedanken und Gefühle zu beobachten, ist man voll auf die Aktivität im Augenblick konzentriert, dadurch wird dieses diskursive Denken des Verstandes ausgeschaltet und ein bewustes Leben, im jetztigen Moment ist möglich.
„Wenn unser Geist die Ruhe findet, verschwindet er von selbst.“
– Meister Sengcan (Sōsan
5.06.2012 Text von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Angst, Buddha, Buddhismus, Freitag, Freitagstext, Gedanken, Gefühle, Gleichmut, Meditation, Veränderung, Weg, Zazen, Zen

Gefühle sind wie Wolken
Wenn wir lernen, unsere Gefühle bewusst wahrzunehmen, ohne sie festzuhalten oder abzuwehren, können sie durch uns hindurchziehen wie wechselhaftes Wetter und wir haben die Freiheit, sie zu empfinden und dann ziehen zu lassen wie der Wind. Es kann eine sehr interessante Meditationsübung sein, uns ein paar Tage lang ganz speziell auf unsere Gefühle zu konzentrieren. Wir können jedes Gefühl benennen und feststellen, welches wir fürchten, in welches wir verstrickt sind, welches Geschichten produziert und wie wir sie befreien können.
“Frei” bedeutet nicht frei von Gefühlen, sondern frei, ein jedes zu empfinden und es weiter ziehen zu lassen, ohne Furcht vor der Bewegung des Lebens. Das lässt sich auf alle problematischen Muster anwenden, mit denen wir es zu tun haben. Wir können wahrnehmen, welche Gefühle sich im Kern einer jeden Erfahrung befindet und uns ihm ganz öffnen. Damit nähern wir uns der Freiheit.
von Jack Kornfiel
Ganzer Text lesen bei taozazen
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddhismus, Fotos, Leben, Meditation, Menschen, Reisen, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen

kleiner Bahnhof unterwegs
Bahnhöfe haben etwas faszinierendes an sich – ich liebe Bahnhöfe – als ich in jungen Jahren, öfters Mal, auf Reisen war, wartete ich oft auf so kleinem Bahnhof im Irgendwo, auf die nächste Verbindung – das dauerte manchmal Stunden – da hatte ich genügend Zeit um nach innen zu gehen und über meine, damalige Situation nachzudenken. – Ich alleine auf einem Peron, wenige Menschen um mich herum und oft nur ein kleiner Kiosk und ein Billettschalter. Damals hielt manchmal nur ein Zug, am Tag, an so einer kleinen Station. Nach einer Weile, akzeptierte ich einfach die Situation und kam innerlich zur Ruhe – das Denken hörte irgendwann auf und ich wartete – bis der Zug, dann nach langer Zeit ankam.
Das waren wohl meine ersten Meditionserfahrungen nur wusste ich noch nicht was Meditation war, aber das funktionierte relativ gut und mit der Zeit, liebte ich es, auf einem Bahnhof auf die nächste Verbindung zu warten, ich wusste damals noch nicht von meinem Ich, aber ich spürte, dass durch die Langeweile und die Ruhe im Aussen, auch mein Ich, den Griff löste. Niemand wollte etwas von mir, da war kein müssen und kein wollen mehr, es war ein Zustand, wie ich ihn vorher nicht kannte.
Heute finde ich es fast schade, dass es immer eine Verbindung, überall hin gibt, diese Art Ausklinken, gibt es höchsten Mal auf einem Flughafen und da ist dann allzu viel Betrieb um zur Ruhe zu kommen.
24.05.2012 Text von zentao
Foto von erwinphoto
Tags: Achtsamkeit, Buddha, Buddhismus, Fotos, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen, Zen-Meister

Wenn ihr frei sein wollt, erkennt eurer wahres Selbst. Es hat keine Form, keine Erscheinung, keine Wurzel, keine Grundlage, keinen Ort, aber es ist munter und voller Leben. Es reagiert flink und gewandt, doch wo es wirkt, ist nicht zu sagen – sucht ihr es, so entfernt ihr euch vom ihm, wollt ihr es erlangen, so wendet ihr euch nur immer mehr von ihm ab.
Lasst nur das Denken zu Ruhe kommen, und sucht nicht mehr im Aussen.
Was sich euch darbietet, dem wendet eure Aufmerksamkeit zu; vertraut dem, was gerade wirkt in euch, und es wird nichts mehr geben, worum ihr euch zu sorgen hättet.
Linji
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Augenblick, Buddhismus, Fotos, Gedanken, Meditation, Radio, Lied, Menschen, Musik, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen
Gestern hörte ich ein Lied am Radio, das mir gefiel und heute summe ich in meinem Geist dieses Lied dauernd mit, es hat sich verselbständigt. Je mehr ich versuche dieses Lied nicht mit zu singen, umso stärker wird diese Melodie in meinem Kopf. und ich singe sogar noch die Worte. Dieses Unbewusste, dieser diskursive Geist, ist eine Art automatischer Recorder, der alles aufnimmt, angenehmes und unangenehmes, und es immer wieder abspielt. Gedanken, Worte, und Bilder, wie einen inneren Dialog
Diese flüchtigen Zustände, die mein Geist versucht festzuhalten, sind ungebetene Gäste, die hinausbefördert werden müssen, wie man ungebetene Gäste, auch im Alltag zur Tür hinaus begleitet und sie nie mehr herein lässt.
Wenn mir so etwas geschieht, wird mir, immer wieder bewusst, wie oft ich unbewusst lebe und wie wichtig es für mich ist, dass ich bewusster Lebe. Dank regelmässigem Meditationstraing, gelingt es mir heute, mich schnell wieder von solchen unangenehmen Gedankenkonstruckten zu lösen. Dies bewust wahrzunemen, achtsam, ohne zu beurteilen und auch bereit sein, meine Erkenntnisse umzusetzen, ist der Sinn meines Meditationstraining.

Himmelsspiegelung im Wasser
Entwickle einen Geist, der so offen ist wie der Raum,
in dem angenehme und
unangenehm Erfahrungen entstehen
und vergehen können,
ohne Konflickte oder Leid hervorzurufen.
Verweile in diesem Geist wie im weiten Himmel
Majjhima Nikaya
21.05.2012 Text von zentao
, Buddhismus, Meditation, Mond, leuchtend, Ryokan, Zen-Meister, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen
Nachdem ihm ein Dieb, alles aus seiner Einsiedelei gestohlen hatte
schrieb Ryokan folgendes Haiku:
“Der Dieb liess ihn da
dort im Fensterrahmen steht
der leuchtende Mond”

er ist immer noch da
aus dem Lexikon der östlichen Weiheitslehren
14.o5.2012 gepostet durch zentao

Buddha Shakyamuni Steinrelief Thailand
Sprich aus Verblendung,
und alles wird zur Verblendung;
Sprich aus der Wirklichkeit,
und alles wird zur Wirklichkeit.
Jenseits der Wirklichkeit gibt es keine Verblendung,
Doch jenseits der Verblendung
gibt es keine besondere Wirklichkeit.
Ihr, die ihr Buddhas Weg folgt!
Warum sucht ihr die Wirklichkeit so beharrlich
an fernen Plätzen?
Sucht Verblendung und Wirklichkeit in der Tiefe
eures eigenen Herzens.
Ryokan
Quelle: John Stevens (Übers.), Eine Schale, ein Gewand, Werner Kristkeitz Verlag
9.05.2012 gepostet von zenta0
gefunden bei Zen Guide de
Tags: Buddha, Buddhismus, Leben, Meditation, Menschen, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen

Draussen, Tausende Bambusse,
Ein kalter Abend in meiner leeren Zelle…
Die Zeit flieht gleich dem Rauch der Räucherstäbchen.
Draussen, Tausende Bambusse…
Über meinem Bett, wie viele Bücher?…
 Der Mond kommt, um die Hälfte meines Fensters zu bleichen…
An allen Seiten hört man nur das Lied der Insekten.
In all dem ist ein Gefühl ohne Grenzen…
Aber sobald man einen Blick erhascht, verschwinden die Worte.
 Tausend Gipfel sind eingefroren von eisigem Schnee.
Auf zehntausend Pfaden keine menschliche Spur.
Tag für Tag tue ich nichts als Sitzen gegenüber der Wand.
Ryokan
4.05.2012 gepostet durch zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Augenblick, Buddha, Buddhismus, Fotos, Gedanken, Glück, Meditation, Weisheit, Zen, Zengeschichten, Zitate

Die Stille des Augenblickes
Ein Schüler fragte seinen Meister, wie er meditieren soll?
Der Meister antwortete, mit einer Gegenfrage:
„Wenn Du meditierst, da kommen doch immer wieder Gedanken hoch und vergehen wieder? Bevor ein neuer Gedanke auftaucht, da ist doch eine Pause?“
„ Ja“ antwortet der Schüler.
„Wenn du diese Pause, zwischen zwei Gedanken verlängerst, da ist Stille, das ist Meditation, das ist ein Augenblick in Stille.
Sobald wir erkennen, dass die Gedanken leer sind, vermag uns der Geist nicht mehr zu täuschen.
Khyentse Rinpoche
22.04.2012 Zen-Geschichte nacherzählt von zentao
Zitate zum Thema “Gedanken
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddhismus, Meditation, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen
Wenn wir Meditation lernen, dann ist etwas vom ersten, was wir lernen die Achtsamkeit, vor allem Achtsamkeit auf den Atem, ist sehr wichtig. Ein Begriff der auch immer wieder in den Belehrungen auftaucht, ist die Wahrnehmung. Wenn wir achtsam sind, nehmen wir viel mehr war als in unserem Alltagsbewusstsein. und dann gibt es Momente im Leben, wo wir nur noch staunen, zum Beispiel Nachts, wenn wir irgendwo in der freien Natur in den Sternenhimmel schauen.Dann sind wir ganz im Hier und Jetzt.
Wer mehr über Gewahrsein wissen will, findet auf der Seite Gewahrsein.net alles wissenswere über Gewahrsein.
Was bedeutet Gewahrsein?
ganzer Text lesen bei
http://www.gewahrsein.net/was-bedeutet-gewahrsein
Sechs erste Definitionen
Gewahrsein ist ein Bewusstseinszustand, in dem das, was ist, wahrgenommen wird.
Diese erste Definition des Begriffs Gewahrseinbeinhaltet bereits den zentralen Punkt, um den es beim Gewahrwerden eines Gegenstandes oder Vorgangs geht. Wahrnehmung bedeutet, die Dinge so zu nehmen, wie sie in Wahrheit sind. Nimmt jemand etwas anders wahr als es ist, sprechen wir von falscher Wahrnehmung. Dieser Begriff ist aber ein Widerspruch in sich. Nehmen wir die Dinge so wahr, wie sie nicht sind, liegt eigentlich eine “Falschnehmung” vor.
Wahrheit ist die Übereinstimmung der Wahrnehmung mit dem Gegenstand der Wahrnehmung, so lautet die klassische lateinische Definition von Wahrheit (veritas est adaequatio intellectus et rei). Liegt eine solche Übereinstimmung (adaequatio) vor, dann versteht der Wahrnehmende die Dinge (rei), als das, was sie sind. Es ist bemerkenswert, dass “intellectus” im Lateinischen diese drei Bedeutungen impliziert: Wahrnehmen, verstehen und verstanden werden. In diesem Sinne bedeutet Wahrnehmung, keine künstlichen Grenzen zwischen Subjekt und Objekt zu errichten, das heißt, der natürlichen Einheit beider gewahr zu werden. Gewahrsein ist also keine aktive Handlung, sondern reine Beobachtung mit dem bewussten Verzicht darauf, etwas in die Dinge hineinzuprojizieren, was nicht in ihnen enthalten ist:
Gewahrsein ist der bewusste Verzicht auf Projektionen.
Die zweite Definition verdeutlicht die Schwierigkeiten bei der Entwicklung eines hohen Gewahrseins. Es scheint eine starke Triebkraft im Menschen zu geben, die eher darauf aus ist, sich die Dinge untertan zu machen, als sie zu verstehen. Das vom lateinischen subicere = unterwerfen abgeleitete Substantiv Subjekt macht dies deutlich: Subjekt sein heißt versuchen, sich die Objekte untertan zu machen. Es interessiert sich nicht dafür, was die Dinge an sich sind, sondern hat nur im Auge, was sie für es sein könnten. Gewahrsein ist also ein Bewusstsein jenseits der Dualität von Subjekt und Objekt.
Weiterlesen bei http://www.gewahrsein.net/was-bedeutet-gewahrsein
04.04.2012 gepostet bei zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Blogs, Buddha, Buddhismus, Herzsutra, Leben, Meditation, Menschen, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen, Zen-Lehrer
Ein Text den ich ganz am Anfang meiner Blogger Zeit geschrieben habe, am 20.08.2007  irgend wann bei einer Aufräumaktion verschwand er im Archiv und ich habe gedacht, es beschreibt eine wichtige Zeit aus meiner Zen Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Neuüberarbeitet
Alle fangen als Zenschüler an und bleiben es ein Leben lang.
Die Zeit geht vorbei, wie alles vorbei geht, auch im Zen. Mir ist bewusst geworden, dass ich jetzt schon seit bald 18 Jahren Zen praktiziere. Jeden Freitag oder fast jeden Freitag. Meine ersten Zenerfahrungen machte ich mit einem Zenmeister aus dem Soto-Zen. Auf einem Plakat wurde ein Zenkurs Angeboten, mit einem Bild von einem Zenmönch, der in seiner Robe auf einem Zenkissen sitzt. In perfekter Haltung. Dieses Bild begeisterte mich irgendwie und so habe ich mich spontan angemeldet. Der Kurs wurde von einer Karateschule angeboten. Der Zenmeister kam jeden Freitag mit seinem ganzen Tross, und ca fünf bis zehn Zenschüler alle in schwarzen Roben. Er lehrte uns noch das harte Japanische Soto-Zen, mit drei mal Sitzen, mit Kinhin (Gehmeditation) und mit dem Kyosaku.(Erweckungsstock) Das ist keine Strafe, sondern eine wirkliche Hilfe. Es dient dazu, die Müdigkeit zu überwinden, löst Verspannungen und man kann wieder tief durchatmen. Trotzdem war man immer in einer grossen Spannung, auch Angst, weil man nie genau wusste, wo der Kyosaku-Mann war.
Am Anfang war das Sitzen schon etwas hart. Im Soto-Zen sitzt man gegen die Wand und man muss extrem auf die Haltung achten. Wenn die Haltung leicht schief war, wurde man korrigiert. Der Atem und eine gute Haltung ist im Zen etwas vom wichtigsten. Wir lernten auch das Denken, los lassen. Der Meister sagte immer.
” Sitze wie ein Berg und lass die Gedanken vorüberziehen wie weisse Wolken am Himmel. Der Himmel ist Blau, die Wolken kommen und gehen, sie berüren dich nicht.”
Am Ende des Zazens sangen wir immer das Hannya Shingyo (Herz-Sutra) da ist man wirklich Konzentriert und voller Energie. Einmal war ich sogar in einem Retreat, einem Zen Wochenende. Ich wusste nicht, was mich erwartet. Ich war voller Erwartungen und Ilusionen. Am Anfang war ich begeistert. In so einem Zen Wochenende kommt man wirklich an seine Grenzen. Bald durchschaute ich die ganze Hirachie des Zens. Die Oberen des Dojos stolzierten in ihren farbigen Robben und igniorierten uns Anfänger total. Beim servieren des Essens wurden sie zuerst bedient. Sie waren freundlich aber sehr distanziert. Es gab viele die rauchten und Alkohol tranken. Aber das sei kein Problem, wurde mir versichert. Es sei nur wichtig, dass man das Ziel habe aufzuhören und es immer wieder versuche. Eine etwas fadenscheinige Erklärung. Es roch förmlich nach Zengestank. Beim Sitzen hatte ich Schmerzen und ärgerte mich über diese ungerechtgkeiten und beschwerte mich beim Zenmeister. Dieser antwortete mir.
“Wenn du das einfach akzeptieren kannst, es ist weder gut noch schlecht, es ist so wie es ist. Einfach im Hier und Jetzt bleiben, dann hast du auch keine Schmerzen mehr.”
Ich war schon noch etwas skeptisch, aber o Wunder, bis zum Ende des Retreat blieben die Schmerzen weg.Vom Moment an, wo ich aufhörte zu urteilen und ich auch aufhörte mir Leid zu tun, da konnte ich mich wieder auf das Konzentrieren wegen dem ich hier war. Mein Geist war wieder präsent und mein Ego ist wieder für eine Weile in den Hintergrund getreten.
Dieser Zenlehrer hatte durchaus seine Qualitäten, er war ein wirklich guter Lehrer und wusste sehr viel über das Soto-Zen. Er hatte aber nach so vielen Jahren Zen immer noch ein sehr grosses Ego und war sehr von sich und seinem Zen überzeugt. Er ist unterdessen gestorben. Nach vier Jahren verkrachten sich der Veranstalter und der Zenmeister und wir hatten keinen Zen Lehrer mehr. Meine Zenschulung war kurzfristig unterbrochen und ich übte Zuhause für mich alleine. Ohne Führung ist es sehr schwer weiterzukommen. So, was sollten wir tun? Wir brauchten einen neuen Ort zum Meditieren und einen neuen Lehrer. Dann gab es plötzlich eine Lösung. Die Kirchgemeinde stellte uns einen Raum zur Verfügung, gratis nur mit der Bedingung, dass jeder Besucher von unserem neuen Dojo fünf Franken zahlt, und ende Jahr spenden wir das Geld für einen guten Zweck. Ein neuer Lehrer war auch bald gefunden. Es ist Marcel Geisser vom Haus Tao, er ist ein Schüler von Thich Nath Hanh und autorisierter Zen-Lehrer und Dharmacarya. Ein bis zweimal im Jahr kommt er zu uns, für einen Dharma-Vortrag. Wir lernten eine ganz neue Form des Zens kennen. Ich sitze jetzt locker und entspannt auf meinem Zenkissen und doch voller Achtsamkeit. Meine Haltung ist immer noch gut, aber ich bin frei von aller Angst, es könnte sich einer von hinten anschleichen und mich mit dem Erweckungstock schlagen. Wir praktizieren jetzt Achtsamkeitsmeditation. Welcher Lehrer oder Lehre ist nicht so wichtig, denn ich habe von beiden sehr viel gelernt. Das Soto-Zen ist etwas dogmatisch und sektiererisch. Beim Soto-Zen ist vieles angelernt und antrainiert. Es hat eine eigene blumige Sprache. Von der Geschichte von Buddha hab ich wärend der ganzen Zeit wenig gehört. Ich denke die Lehre vom Buddha ist sehr wichtig. Thich nath Hanh lebt das, was er predigt. Die Lehre von Thich Nath Hanh ist offen und vermittelt wirklich liebende Güte und Mitgefühl.
Wegen meinem Beruf hatte ich grosse probleme mit meinen Gelenken(Artrose) Fast ein Jahr konnte ich nicht mehr auf einem Zenkissen sitzen. Ich hatte zu viele Schmerzen. Ich ging auch nicht mehr ins Dojo, weil ich die anderen in der Sangha (Gemeinschaft der Praktizierenden) nicht stören wollte. In dieser Zeit habe ich angefangen, das was ich bis jetzt von meinen Lehrern gelernt habe, anzuwenden im Alltag. Nicht immer mit Erfolg, doch langsam gelang es mir, Achtsam zu sein. Es gelingt mir auch mehr und mehr mit meinen Gedanken im Hier und Jetzt zu bleiben. Mit der Zeit hatte ich auch meine Emotionen einigermassen im Griff. Das Leben ist der beste Lehrer. Es ist nie zu Spät das auch einzusehen. Jedes mal wenn ich mich über jemanden aufrege, wird mir Bewusst, dass das, was ich in Ihm sehe, über das was ich mich ärgere, alles auch in mir vorhanden ist. Es sind meine Vorurteile und meine Gewohnheitsennergie. Beim andern kann ich gar nichts tun, ich muss es bei mir ändern. Der Tag wo ich nichts mehr an meinem Gegeüber auszusetzen habe, wo ich wirklich einen Buddha sehe, werde ich möglicherweise Erleuchtet sein. Aber das könnte noch lange dauern. Aber ich arbeite daran.
Auch wenn es 18 Jahre her sind als ich als Zenschüler begann, habe ich einiges gelernt und ein paar Sachen, habe ich auch verstanden und doch bin ich auch heute noch ein Zenschüler und werde das bleiben.
20.08.2007 zentao
02.04.2012 neu veröffentlicht
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddha, Buddhismus, Lachen, Leben, Meditation, Menschen, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen

lachender Buddha
So richtig Lachen, wie wir es als Kinder konnten, so eine richtige Lachexplosion, diese Fähigkeit verlieren wir mit zunehmenden Alter. Kinder können, so herrlich und ohne Unterbruch, über etwas lustiges einfach lachen. Kinder können aber auch traurig sein, auch wenn es banal erscheint. Kinder können von Lachen auf weinen umschalten in Sekunden aber auch umgekehrt, wenn sie weinen, so Lachen sie wieder in Kürze.
Ein indischer Arzt habe herausgefunden,dass zwei Minuten Lachen für Körper und Geist so gesund sind wie etwa 20 Minuten Joggen. Das wäre doch ein einfaches und lustiges Training.
Kinder lachen rund 400 Mal am Tag. Erwachsene lachen nur noch 15 Mal am Tag, viel zu selten, sagen Experten. Lachen entspannt und lockert die Muskeln, und befreit uns von unseren aufgestauten Emotionen wie Ärger und Wut.
Lachen soll gesund sein, es befreie aufgestaute Emotionen, setzte Glückshormone frei und mache uns glücklich, auf jedenfalls für kurze Zeit. Wer lacht wirkt auf uns sympathisch und offen und wir fühlen uns ihm, näher als einem mürrischer Menschen. Ob das Leben, uns immer auch Grund zum Lachen bietet, ist nebensächlich, auch wenn wir keinen Grund dazu haben, sollten wir erst recht öfters Lachen.
Lachen habe auch etwas mit Weisheit zu tun, auf der Seite von findyournose.com/osho-zitate fand ich diese Geschichte von Hotei dem lachenden Buddha:
“Hotei, ein Zenmeister, kam eines Tages durch ein Dorf. Er war einer der schönsten Menschen, die jemals auf der Erde gewesen sind. Er war bei den Leuten als der „lachende Buddha“ bekannt, denn er lachte immer und überall. Manchmal jedoch saß er einfach unter einem Baum. So auch in diesem Dorf. Er saß ohne zu lachen, mit geschlossenen Augen, unter einem Baum. Er hatte nicht einmal ein kleines Lächeln auf dem Gesicht und war völlig ruhig und gesammelt.
Jemand fragte ihn:
„Hotei, du lachst ja gar nicht?“
Er öffnete seine Augen und sagte:
„Ich bereite mich darauf vor.“
Der Fragende verstand ihn nicht.
Er sagte: „Was meinst du damit, du bereitest dich vor?“
Hotei antwortete:
„Ich muss mich aufs Lachen vorbereiten. Ich muss mich vorher ausruhen und nach innen gehen. Ich muss vorher die ganze Welt vergessen, damit ich wieder erfrischt lachen kann.“
Weinen und lachen gehören zu sammen, es sind zwei Gegensätze, die nicht zu trennen sind;
Wenn du wirklich lachen möchtest, musst du das Weinen lernen. Wenn du nicht weinen kannst und keine Tränen fliessen, dann wird dir lachen auch nicht möglich sein. Ein Mensch der lachen kann ist auch ein Mensch mit Tränen – dann ist er im Gleichgewicht. Hotei, der lachende, stille Buddha – Osho Zitat.
Wie war, ich selber bin eigentlich ein fröhlicher Mensch, aber seit Jahren fällt mir das Weinen schwer, das heisst, auch wenn ich Grund zum Weinen hätte, kann ich nicht weinen. Gut unsere Generation lernte noch; “ein Mann weint nicht,” und da prägte eine Ganze Generation Männer. Wenn wir das Lachen wieder lernen, kommen wir unserer Mitte immer näher, es ist doch auch schön wenn wir auch über einen traurigen Film wieder etwas weinen könnten.
13.02.2012 Text von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Blogger, Blogs, Buddha, Glück, Leben, Lebensfreude, Meditation, Menschen, Spiritualität, Vergänglichkeit, Video, Weisheit, Zen, Stille
Stille spricht…. Text + video von Eckhart Tolle
Wenn Du den Kontakt mit deiner inneren Stille verlierst, so verlierst Du den Kontakt mit dir selbst. Wenn Du den Kontakt mit dir selbst verlierst, verlierst du dich selbst in der Welt. Dein innerstes Verständnis von dir selbst, was du bist, ist untrennbar von Stille. Dies ist das “Ich bin” , das tiefer ist als Name und Form.
***
Stille ist Deine wahre Natur. Was ist Stille? Der innere Raum von Bewusstsein, in dem diese Worte wahrgenommen und zu Gedanken werden. Ohne dieses Bewusstsein würde es Wahrnehmung, keine Gedanken, keine Welt geben. Du bist dieses Bewusstsein in Gestalt deiner Person.
***
Das äußere Geräusch entspricht dem inneren Geräusch des Denkens. Die äußere Stille entspricht der inneren Stille. Wann immer Stille um dich herum ist, höre sie. Das bedeutet, Du bemerkst sie. Richte deine Aufmerksamkeit auf diese Stille. Die Wahrnehmung der Stille lässt die Stille in dir erwachen, weil du nur durch Stille Schweigen wahrnehmen kannst. In dem Augenblick, wenn Du die Stille um dich bemerkst, hörst du auf zu denken. Du nimmst wahr, aber du denkst nicht.
***
Wenn Du der Stille gewahr wirst, dann ist da sofort ein Zustand von stiller Wachsamkeit. Du bist präsent. Du bist aus einer kollektiven menschlichen Konditionierung von Tausenden von Jahren ausgestiegen.
***
***
Schaue einen Baum, eine Blume, eine Pflanze. Richte deine ganze Aufmerksamkeit darauf. Wie still sind sie, wie tief verwurzelt mit dem Sein. Erlaube der Natur, die Stille zu lehren.
***
Wenn du einen Baum anschaust und seine Stille wahrnimmst, wirst du selbst still. Du verbindest dich mit ihm auf einer sehr tiefen Ebene. Du fühlst diese Einheit mit was immer du in und durch Stille wahrnimmst. Diese Einheit deines Selbst mit allen Dingen zu spüren, das ist wahre Liebe.
***
Geräuschlosigkeit ist hilfreich, aber du brauchst sie nicht, um zur Stille zu finden. Sogar wenn da Geräusche sind, kannst du die Stille wahrnehmen, die hinter diesem Geräusch ist., der Raum, von dem diese Geräusche kommen. Das ist der innere Raum von reiner Wahrnehmung, dem Bewusstsein selbst. Du kannst dieses Bewusstsein wahrnehmen als der Hintergrund für alle deine Sinneswahrnehmungen, deiner Gedanken. Sich seines Bewusstseins gewahr zu werden, bedeutet das Entstehen innerer Stille.
***
Richte deine Aufmerksamkeit auf die Räume dazwischen – der Raum zwischen zwei Gedanken, das kurze Schweigen zwischen zwei Worten bei einer Unterhaltung, zwischen den Noten eines Piano oder einer Flöte, oder der Zeitraum zwischen dem Ein- und Ausatmen. Wenn du deine Aufmerksamkeit auf diese Zwischenräume richtest, dann wird Gewahrsein von etwas einfach Gewahrsein. Die formlose Dimension von reinem Bewusstsein kommt aus deinem Innern und ersetzt die Identifikation mit Form.
***
Wirkliche Intelligenz arbeitet schweigend. Stille ist wo Kreativität ihre Quelle hat, Lösungen zu Problemen gefunden werden.
***
Ist Stille nur die Abwesenheit von Geräusch und Inhalt? Nein, sie ist Intelligenz selbst. Ihr liegt das Bewusstsein zugrunde, aus dem jede Form geboren wird. Und wie kann das von dir getrennt sein? Die Form, von der du denkst, dass du sie bist, kommt aus diesem und wird davon getragen. Es ist die Essenz aller Galaxien und Grashalmen, von allen Blumen, Bäumen, Vögel und all den anderen Formen.
***
Stille ist das einzige in dieser Welt, das keine Form hat. Aber dann ist sie auch nicht wirklich ein Ding und ist somit nicht von dieser Welt.
***
Wenn du einen Baum oder ein menschliches Wesen in Stille anschaust, wer schaut dann wirklich? Da ist etwas, das tiefer ist als eine Person. Bewusstsein schaut auf diese Schöpfung. In der Bibel steht, dass Gott die Welt erschuf und sah, dass sie gut war. Das ist es was du siehst wenn du aus der Stille heraus schaust – ohne Gedanken.
***
Brauchst du mehr Wissen? Brauchen wir mehr Information, um die Welt zu retten. Oder schnellere Computer, mehr wissenschaftliche oder intellektuelle Analysen? Brauchen wir nicht am nötigsten Weisheit in dieser Zeit? Aber was ist Weisheit und wo kann man sie finden? Weisheit kommt aus der Fähigkeit, still zu sein. Schaue einfach und horche. Das ist nichts mehr, was wir brauchen. Still sein, schauen und lauschen aktiviert die nicht-konzeptuelle Intelligenz in dir. Lass die Stille deine Worte und Aktionen lenken.
Zitate aus dem Buch “Stillness speaks” von Eckhart Tolle, veröffentlicht im britischen Literaturmagazin “Cygnus Review” und von Hans Piron ins Deutsche übersetzt.
Quelle:
http://www.zentrum-fuer-psychosynthese.de/zitate_tolle.html
Webseite von Eckhart Tolle
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Frieden, Gedanken, Glück, Leben, Laufen, Joggen, Meditation, Menschen, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weisheit, Zen
Bald Acht Wochen ist es her, seit ich wieder mit Laufen (Joggen ) begonnen habe und ich stelle Gemeinsamkeiten zwischen dem Zen und dem Laufsport fest. Was mir beim Zen, erst nach Jahren regegelmässiger Meditation gelang, das Denken loszulassen und die Gedanken einfach vorbeiziehen lassen, das geschah beim Laufen, wie von selbst, einfach nur laufen. Im normalen Alltag rattert mein Hirn und ich überlege mir dies und das, ich plane und schreibe in  meinen Blog, aber beim Laufen und im Zen ist es einfach nur still im Kopf, ein eine Ruhe und ein entspantes Sein. Das geschieht beim Laufen dank der Glückshormone die mein Gehirn produziert, was in der Meditation im Gehirn passiert seht ihr bei 3Sat Wie Meditation unser Gehirn verändert und hier über Meditationsforschung. Meditation entspannt nicht nur, sie hilft auch Ängste zu überwinden, wir entwickeln mehr Vertrauen und Gelassenheit wir verbessern unsere Konzentration,und als Nebenprodukt werden wir entspannter und fühlen uns glücklicher, last not least, verändert sich unser Gehirn zum besseren und es ist möglich den Geist und den Körper zu heilen.
Was wiederum bei beiden gleich ist, man muss es einfach tun, wenn möglich regelmässig. Laufen wie Zen sind Fähigkeiten, die nicht selbstverständlich sind und ich musste beides lernen und bei beidem braucht es wenn möglich jemanden der einem zeigt wie es geht. Zen habe ich vor 17 Jahren gelernt und es ist mir bewusst geworden, dass  ich, zu dem Zen in Stille auch noch etwas mehr Bewegung brauche.
Laufen lerne ich zur Zeit durch ein Buch von Jeff Galloway einem Amerikanischem Läufer, welches er speziellfür ältere Menschen geschrieben hat und es heisst Laufen ein Leben lang es hat mir schnell eingeleuchtet, dass ich nicht so Laufen kann, wie in jungen Jahren und dass ich einiges anpassen muss. Jeff Galloway schreibt für Läufer ab 50 Jahren, aber sein Wissen ist für jeden Anfänger geeignet auch wer schon viele Jahre läuft kann da möglicherweise noch etwas lernen. Was haben Zen und Laufen noch gemeinsam? Man wird besser, je öfters und länger man es macht.
Wie Meditation unser Gehirn verändert
13.11.2011 Text von zentao
Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddha, Buddhismus, Leben, Meditation, Menschen, Spiritualität, Tiger, Vergänglichkeit, Weg, Weisheit, Zen, Zen-Geschichten

Mohini die weisse Königstigerin





































