Tags: Achtsamkeit, Alltag, Buddhismus, Glück, Leben, Lebensfreude, Meditation, Menschen, Natur, Zen, Zazen, Vortrag
Am Montag war ich wieder einmal an einem Vortrag von Beatrice Knechtle, Meditationslehrerin vom Haus Tao. Der Titel des Vortrages lautete.
Hingabe und buddhistische Praxis
Beatrice hat uns ganz am Anfang gefragt; wie viel Hingabe braucht es? Ein wenig? Sehr viel? Oder mehr als 100%? Das Publikum meinte schon etwas mehr als 100%, aber Beatrice erklärte uns das die Hingabe, nicht einfach in Prozenten gemessen werden könne, um Hingabe zu erlangen brauchen wir Vertrauen und um Vertrauen zu erlangen brauchen wir einen Vertrauensvorschuss, denn wenn wir mit der Meditation beginnen, wissen wir nicht was uns erwartet, eine Freundin oder Freund hat uns in der Regel zu einem Meditationsabend oder Meditationskurs mitgenommen und wir sitzen da und versuchen mit dem Denken aufzuhören und je mehr wir das versuche um so mehr denkt es in unserem Geist, unsere Beine schmerzen, alle rund herum sitzen scheinbar, ganz ohne Probleme nur wir, die gerade das erste Mal meditieren haben Probleme. Damit wir das nächste mal wieder zur Meditation kommen, brauchen wir einen Vertrauensvorschuss, es ist ja schon ein Wunder das wir das durchgestanden haben. Es ist erstaunlich, trotzdem fühlen wir und sehr gut und irgendwie gelassen. Wenn wir öfters meditieren, erfahren wir, das tut uns gut und wir entwickeln Vertrauen. Vertrauen, das Meditation uns wirklich hilft, Vertrauen zu unseren Lehrern und wir brauchen Vertrauen für unseren Weg.
Wenn wir einige Zeit meditiert haben, gehen wir vielleicht, jeden Freitag zur Meditation und wir denken, das sei genügend weil wir danach so entspannt und Zufrieden sind. Beatrice erklärte uns das, das eben nicht genüge, eines Tages müssen wir uns entscheiden, wollen wir endlich inneren Frieden finden und wir meditieren jetzt möglicherweise täglich. Wir bemühen uns wirklich, aber da ist immer noch keine Hingabe in unserer Meditation.
Wenn wir Vertrauen erlangt haben, dann ist etwas vom wichtigsten, Achtsamkeit, die Achtsamkeit ist die Hüterin der Sinnestore und sie ist etwas vom aller wichtigsten in unserer Meditation. Mit der Achtsamkeit, sind wir uns bewusst, was in und um uns geschieht. Wenn wir uns zur Meditation hinsetzen, müssen wir alles wollen aufgeben, Hingabe kann nur geschehen wenn wir ohne Absicht sind, wenn wir es einfach geschehen lassen, akzeptieren was immer kommt. Aber wir müssen hellwach sein, auch der Buddha war hellwach. Beatrice erinnerte uns das, das Wort Buddha; der Erwachte heisse, das ist der Erkenntniszustand, den der Prinz Shakjamuni ausstrahlte, erst nach dem er erwachte, (erleuchtet) wurde er Buddha genannt.
Dieser wache Zustand nennt man Buddha-Natur, weil es der gleiche Zustand der Wachheit ist, wie es der Buddha erfahren hat. Diese Buddha-Natur hat jeder von uns, sie ist aber oft verdeckt von unserer Geistestrübung, wie die Sonne an einem Regentag von Wolken bedeckt ist. Auch wenn der Himmel bedeckt ist, scheint die Sonne.
Beatrice hat uns gefragt, ob wir auch schon Menschen erlebt hätten, die diese Ausstrahlung des wach Seins ausstrahlen? Wenn wir solchen Menschen begegnen spüren wir ihre Liebe und Güte zu ihren Mitmenschen. Solche Menschen können zuhören ohne immer einen Rat geben zu wollen.
Um das zu erreichen brauchen wir das unerschütterliche Vertrauen, dass in jedem von uns, die Buddha-Natur vorhanden ist. Es ist wie eine Erinnerung an ein Heimkommen, es ist alles ohne Anstrengung, es geschieht einfach, durch öffnen unseres Herzens, meditieren wir mit Freude. Zwischen dem Alltag und der Meditation besteht kein grosser Unterschied mehr. Durch eine grundlegende Herzensöffnung und ein unangestrengtes Mitgefühl, dazu gehört eine Grosszügigkeit ohne Erwartungen,wir geben von Herzen, all das müssen wir in uns selbst entwickeln. In erster Linie müssen wir. das für uns selber tun und wenn ich anfange mich selber zu respektieren und zu Lieben, so kann ich das auf alle anderen Lebewesen ausdehnen. Wir kommen weg vom ich und und es entsteht ein wir Bewusstsein.
In einer kurzen Meditation über den Buddha, stellten wir uns vor, das wir ja bereits Buddha-Natur haben, in unserem Geist stellten wir uns den Buddha vor, wie er in goldenem Licht schräg über uns schwebte, wir betrachteten unser Leben, wie in einem Foto-Album, vom Baby über unsere Kindheit unsere Lehrjahre, auch unsere Berufliche Entwicklung. das werden unserer Familie, das weggehen unserer Kinder, der Tod unserer Eltern bis am Schluss unser Tod Wirklichkeit wird und es wurde uns wieder Bewusst wie alles zusammenhängt und veränderlich ist.
Da dies ein langer Weg ist, wurde gefragt, wie können wir diese Hingabe in uns fördern?
In dem wir öfters mal für andere da sind, können wir Verdienste anhäufen.
Durch das Studieren der Schriften, wird uns manches erklärt und Bewusst gemacht.
Regelmässig meditieren und mit Menschen zusammen sein, die den selben spirituellen Weg gehen.
4.03.2009 Nacherzählt aus dem Vortrag von Beatrice Knechtle von zentao
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