Tags: Achtsamkeit, Alltag, Augenblick, Buddha, Buddhismus, Gedanken, Gegenwart, Hier, Jetzt, Leben, Meditation, Menschen, Spiritualität, Vergänglichkeit, Weg, Weisheit, Zen
Wie immer wir unser Leben, leben wollen, es ist vollkommen in Ordnung, so wie es ist, jeder soll sein Leben, so leben, wie er es für richtig hält. Wer Feste feiern will, der soll seine Feste feiern. Gut Essen und viel Alkohol, viel Arbeiten und viel Geld verdienen, ja auch das ist gut. Nur muss er sich nicht wundern, wenn er irgendwann, sein Burnout erlebt.
Es gibt die Vergangenheit und es gibt die Gegenwart und es gibt die Zukunft. Aber ohne diesem Jetzt und diesem Hier, genannt Gegenwart, gibt es keine Vergangenheit und wird es keine Zukunft geben. Es gibt nur diesen gegenwärtigen Augenblick, es geht wirklich nur um diesen Augenblick, und wenn wir ihn nicht leben, ist dieser Moment unweigerlich Vergangenheit, unwiederbringliche Vergangenheit.
Wir haben immer die Wahl, die Zukunft, kann nur gut werden, wenn wir die Grundlagen dazu  im Hier und Jetzt, gut vorbereitet haben. Alles was folgt, kann nur auf den vorherigen Augenblick geschehen. Alles folgende, hat einen Bezug zur Vergangenheit, hat also, eine Ursache und die Ursache ist immer der Grund, warum es uns heute gut geht oder eben nicht gut geht.
Ein Beispiel; Wenn jemand, im jetzigen Augenblick wütend ist, geht sein Atem schneller und er sagt eventuell Dinge, die er, so nie sagen sollte, auch das hat Folgen. Wenn er nicht lernt mit seiner Wut umzugehen, könnte sein Herz geschädigt werden und irgendwann, in einem plötzlichen Wutanfall, hat er, möglicherweise einen Herzinfarkt. Alle Ärzte werden da von Herz Fehler, Überlastung, Krankheit, usw. reden. Dass aber die Ursache in der Vergangenheit liegt, das ist ihm nicht bewusst. Da er nie im jetzigen Augenblick gelebt hat, fragt er sich vielleicht; „warum ich?“ Erst wenn er sich bewusst wird, dass, sein Verhalten, die Ursache, seiner heutigen Probleme ist, kann er bewusst, daran etwas ändern.
Das wir nicht bereit sind im Augenblick zu leben, da ist unsere Gewohnheitsenergie schuld, es ist ja alles gut, warum, soll ich etwas ändern, und etwas anders machen, ist womöglich anstrengend, also bleit es beim alten und wir wursteln weiter und wollen die Wahrheit nicht sehen.
Sorgen und Ängste sind ein Phänomen unserer Zeit und sind nur Kontraproduktiv, sie nützen nichts und schaden uns nur. Einer meiner ersten Spirituellen Lehrer, hat zu mir gesagt; „deine Sorgen, will keiner, die will niemand, die kannst du nicht verkaufen oder verschenken, die gehören dir, nur dir, wem willst du sie geben? Du musst deine Sorgen behalten, Also hör auf dir Sorgen zu machen, lass sie los und lebe.“
Wenn ein Sorgen voller Gedanke auftaucht, muss ich mir bewusst machen, dass ich, das was ich tun muss, gemacht habe und ich mir wirklich keine Sorgen machen muss, alles ist getan. Wenn falsche Gedanken hochkommen, den falschen Gedanken nicht denken, wenn falsche Gedanken hochkommen, einfach etwas Schönes denken, das ist der bessere Weg.
Freunde von mir, die immer noch im Arbeitsprozess sind, jammern dauernd, wegen ihrer Termine und wollen, alles planen. Das ist weder gut noch schlecht, wenn sie gut und bewusst planen und ab und zu auch einmal Nein sagen lernen, dann wird ihr Leben etwas ruhiger. Wenn ich so etwas vorschlage,” wie sie sollen auch einmal Nein sagen, ” heisst es immer „ du hast ja keine Ahnung, wie das heute läuft.“  Das mag ja sein, das heutige Leben ist hektischer geworden, aber dennoch; wir haben immer die Wahl, und wie immer wir uns entscheiden, die Rechnung wird uns irgendwann präsentiert. Nicht vergessen, alles hat eine Ursache und Ursachen haben Folgen.
Wann immer wir versuchen im Hier und Jetzt zu leben, es  ist immer eine Versuchsreihe. Wenn es in die Hosen geht… was Solls. Kein Mensch ist perfekt, ob Buddha perfekt war, weiss ich nicht, aber Buddha hat diese Wahrheit entdeckt und uns den Weg gezeigt. Nur gehen müssen wir ihn selber. Wenn wir hinfallen, müssen wir wieder aufstehen und weitergehen, so einfach. Das Leben, ist eine ganze Versuchsreihe, von Lebensmomenten, Augenblick an Augenblick, darauf folgt der nächste Augenblick, wie auf einer Perlenkette.
Je öfters wir, versuchen uns zu verbessern, um so öfters wird es uns gelingen, im Hier und jetzt zu leben.
Im Zen gibt es so etwas wie richtig oder falsch nicht, Schuldgefühle sind überflüssig, und wenn Fehler geschehen, versuchen wir diese, beim nächsten Mal zu verbessern. Es ist so wie es ist, in diesem Augenblick und versuchens noch einmal, immer im Hier und Jetzt.
Ganz gleich, wie schwer, das Gestern war,
du kannst immer wieder von neuem beginnen
Buddha
02.03.2012 Text von zentao

































