Bodhidharmas Begegnung mit Kaiser Wu-Di
Als Bodhidharma beim Kaiser Wu-Di zu Gast war, entspann sich folgendes Gespräch.
Der Kaiser sagte: „Man vermag kaum aufzuzeichnen, wie viele Tempel ich bauen, Buddhapredigten ich abschreiben und Mönche ich weihen liess. Welche Verdienste habe ich mir dadurch erworben?“
Bodhidharma erwiderte: „Gar keine.“
Der Kaiser fragte: „Weshalb nicht?“
Bodhidharma antwortete „Das sind nur wertlose Verdienstgründe, die noch eng mit der Wiedergeburt verknüpft sind. Sie sind wie Schatten, die der Gestalt folgen, sie besitzen keine eigene Wesenheit.“
Der Kaiser fragte „Worin bestehen denn wahre Verdienste?“
Bodhidharma erwiderte: „Es ist das reine Wissen, wunderbar und rund. Sein Wesen ist Leere und Stille. Solcherlei Verdienst lässt sich nicht durch weltliches Tun erlangen.“
Der Kaiser fragte von neuem: „Welches ist der höchste Sinn der heiligen Wahrheit?“
Bodhidharma antwortete : „Offene Weite – nichts von heilig
Der Kaiser fragte: „Wer ist das, der mir so zu entgegnen wagt?“
Bodhidharmas Antwort war: „Ich weiss es nicht!“
Später verfasste Kaiser Wu-Di folgende Grabinschrift:
„Weh mir! Ich sah und sah ihn nicht!
Ich trafund traf ihn nicht!
Empfing ihn und empfing ihn nicht!
Heute wie vor Jahren schon klage ich es an,
und hasse mich dar ob !!“
aus Zen-Texte
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Über den leichten Weg, Buddha zu werden.
Wirke nichts, das böse ist. Hänge nicht an Leben und Tod.
Erbarme dich aller Lebewesen. Ehre was über dir ist.
Sei gnädig zu den Unteren. Hasse nicht, verlange nicht.
Lass nichts an deinem Herzen haften. Trage Leid um nichts.
Dann wirst du selbst der Buddha sein. Suche ihn nirgends anders!
ein Lied von Zen-Meister Dogen
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Zehn Richtungen
In alle zehn Richtungen von Buddhas Universum, führt nur ein einziger Weg.
Wenn wir klar sehen, finden wir keine Unterschiede in den Lehren.
Was gibt es zu verlieren? Was gibt es zu gewinnen?
Wenn wir etwas gewinnen, war es schon von Anfang an da.
Wenn wir etwas verlieren, ist es ganz in der Nähe verborgen.
Ryokan
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Der wahre Weg.
„Was ist der wahre Weg?“
„Der alltägliche Weg ist der wahre Weg.“ „Kann mann den Weg erlernen? „
Je mehr du lernst, desto weiter kommst du vom Weg ab.“
„Wenn man dem Weg nicht durch lernen näher kommen kann; wie kann man ihn denn erkennen?“
Der weg ist kein sichbares Ding, er ist auch kein unsichtbares Ding. Er ist nichts Erkennbares und auch nichts Unerkennbares. Suche ihn nicht, lerne ihn nicht, nenne ihn nicht! Sei weit offen wie der Himmel und du bist auf dem Weg.
aus Aussprüche und Verse der Zenmeister
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„Was ist der Weg?“
„Er liegt vor deinen Augen.“
„Warum kann ich ihn dann nicht sehen?“ – „Weil du an dein Ich denkst.“
„Siehst du ihn denn?“ – „Solange du Worte gebrauchst wie “Ich“ und “Du“ und Sätze sprichst wie “Du siehst“ und “Ich sehe nicht“, kannst du ihn nicht sehen.“
„Wenn es kein Ich und kein Du mehr gibt, kann man ihn dann sehen?“ – „Wenn es kein Ich und kein Du mehr gibt, wer will ihn denn dann sehen?
(Zen-Text Unbekannt)
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Ikkyu, der Zen-Meister, war schon als Junge sehr klug. Sein Lehrer besaß einst eine wertvolle Teeschale, eine seltene Antiquität. Es geschah nun, dass diese Teeschale zerbrach, und Ikkyu war sehr bestürzt darüber. Als er den Meister kommen sah, hielt er die Stücke der Schale hinter sich. Der Meister erschien, und Ikkyu fragte: »Warum müssen die Menschen sterben?
»Das ist natürlich«, erklärte der alte Mann. »Alles muss sterben und lebt gerade so lange. «Ikkyu zeigte die zerbrochene Schale und meinte: »Es war wohl Zeit für Eure Schale zu sterben.«
(Zen-Annekdoten)
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Staub auf dem Spiegel ?
„Der Körper gleicht dem Baum der Erleuchtung,
Der Geist ist ein klarer Spiegel.
Beständig und eifrig sollst du ihn fegen,
damit kein Stäubchen an ihm haften bleibt.
Schen-Hsiu,
Die Antwort von Huei Neng
„Im Ursprung gibt es keinen Erleuchtungsbaum,
Und nirgends steht ein klarer Spiegel.
In Wahrheit ist kein Ding vorhanden,
Woran sollte Staub wohl haften?“
Huei-Neng, 638 – 713
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Am Anfang des Zenweges, sind Berge nur Berge. Sobald wir anfangen zu verstehen, sind Berge nicht mehr Berge. Wenn wir wirklich verstehen, sind Berge wieder Berge.
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Auf die Frage eines Schülers, „wie verwirkliche ich Zen im Alltag?“ Antwortete der Meister: Tue nichts besonderes und das, ohne Anstrengung; leere deinen Darm, lass Wasser, trage deine Kleider, iss dein Essen, wasche dein Essgeschier, und wenn du müde bist, geh schlafen.




[...] der Buddhismus, mit Boddhidharma nach China gekommen war, wurde daraus zuerst das Chinesische ,,Chan,, und von dort kam es mit [...]
Ich liebe diese Zenworte…
Macht Spaß das zu lesen. Sobald der innere Dialog ruht, wird klar was die Meister ihren Schülern zu sagen wünschen. Sie haben sehr schöne Bilder und Worte dafür gefunden.