11 Kommentare zu “Das Leben ist wie eine Perlenkette

  1. Loslassen bedeutet für mich einfach nur die Phänomene oder Dinge so zu akzeptieren wie sie gerade sind. Das bedeutet aber keinesfalls hilflos oder untätig sein zu müssen. Ich sehe darin keinesfalls eine verkrampfte Haltung, sondern eher eine gelöste und lockere Haltung den Erscheinungen gegenüber. Wer die Struktur der Phänomene erkennt, der kann auch damit umgehen. Es ist also wichtig, dass wir die Phänomene betrachten. Wenn wir sie jedoch umklammern, verdeckt die Umklammerung meist den Blick und wir konzentrieren uns dann nur noch auf die Umklammerung, weil sie sich in den Vordergrund verschoben hat .
    Wer keine bestimmten Ziele angepeilt und verfolgen muß, die er als Konzept mit sich trägt, der ist locker. Wer seine Ziele nach den Diegen wählt die jetzt gerade erscheinen, der ist frei. Wer seine Ziele hingegen um jeden Preis verfolgt, der handelt starr, zwanghaft und kämpft meist gegen sich selber. Für Freiheit sage ich manchmal auch Gelöstsein oder von etwas losgelöst sein. Locker sein.

    Mögen alle Menschen immer schön locker bleiben.

  2. Lieber Taigyo Gido
    wenn ich etwas überwunden, habe, dann kann ich das auch loslassen, und den 8 fachen Pdad kenne ich und gehe ihn auch, vielleicht, nicht so konsequent wie Du, ich versuche immer den mitleren Weg zu gehen, so wohl als auch. Ich schätze den Weg des Buddha, ich gehe ihn etwas weniger verbissen. Die Worte über Loslassen tönen immer so schön, nur im Leben ist dies nicht immer so leicht. Jeder muss seinen Eigenen Weg gehen,Deine Erfahrungen, sind nicht meine Erfahrungen, Jeder kann nur sich selber verbessern und ändern.
    Liebe Grüsse zentao

  3. Lieber Zentao,

    ich möchte mit meinem posting deutlich machen, dass ich es für unpraktisch halte etwas überwinden zu wollen, denn Überwinden bedeutet für mich auch gleichzeitig Kampf. Es gibt aber auch eine kampflose Lösung um Distanz zu schaffen. Die Methode des Loslassens. Es ist eine einfache Methode, die jeder erlernen kann. Vor dem Loslassen steht das Erkennen und da hat uns der Buddha eine einfach und wirkungsvolle Anleitung hinterlassen, den achtfachen Pfad.

  4. Lieber Taigyo Gido
    Es ist richtig, unsere Abneigungen und Begierden,sind da und sie, sind auch ein Teil von uns, und dennoch müssen wir daran arbeiten, dass wir diese überwinden können, so dass, unsere Abneigungen und Begierden, nicht uns umklammern.
    LG zentao

  5. Lieber Zentao,

    das Problem unseres Lebens besteht darin, dass wir meist nicht wissen, was wir da umklammern. Der Buddha nannte das Unwissenheit. Erwartungen und Wille, sind nicht das Problem, sondern eher das Festhalten daran.
    Bestimmte Dinge können wir nicht verschwinden lassen. Alles ist vollkommen wie es ist. Es gibt weder Überschuß noch Mangel. Wir können üben mit den Erscheinungen unseres Lebens zu leben, aber ich empfinde es als äußerst unpraktisch, Abneigungen und Begierden zu umklammern. Das sie da sind, können und müssen wir nicht verhindern, denn sie dürfen da sein, genau wie wir und alles was den Raum füllt.

  6. Lieber phom
    ja das wollen, der Wille, und die Erwartungen, verhindern oft, dass wir wirklich Leben, mit diesen drei kreieren unser Ego
    Liebe Grüsse zentao

  7. Im Jetzt zu leben bedeutet meines Wissens nach nicht nur sein eigenes Ding durchzuziehen. Man kann gleichzeitig voller Hingabe sein und trotzdem im Jetzt verweilen. Das Jetzt ist nicht nur Form, sondern auch gleichzeitig Nichtform. Mit etwas Übung erkennen wir die Stille, den Raum oder die Nichtform.
    Es ist sehr wichtig, wenn wir das Leben als ganzheitliche, bedingte Entwicklung sehen, die keinen Bestandschutz braucht und hat.

  8. Auch ich glaube, dass das Wollen entscheidend ist. Zu oft habe ich Menschen getroffen, die am Ende ihrer Tage standen und voll Reue zurückblickten. Reue, weil sie vergessen hatten, zu leben. Sie lebten für andere Menschen, ja, aber nicht für sich selbst. Nun, da sich erste Gebrechen zeigten und die Gesundheit nachhaltig angeschlagen war, war es zu spät, jene Reisen zu unternehmen, die sie gerne unternommen hätten oder jene Berge zu erklimmen, die sie sich einst als Ziel gesetzt hatten. Diese Menschen haben vergessen, zu leben und sind bis ans Ende ihrer Tage unglücklich.

    Man sollte seine Zeit hier wirklich so gestalten, dass man selbst das Gefühl hat, glücklich zu sein. Jammern führt zu nichts, wie du richtig sagst, zentao.

    Gruß an alle,
    phom

  9. Lieber phom
    ja Du hast recht, das muss man sich leisten können, aber vorallem wollen. Um im Jetzt zu leben muss man nicht Rreich sein. Wenn jemand reich ist und sich das leisten kann, so kommen noch allerlei Versuchungen dazu. Wenn ich im Hier und Jetzt lebe, lebe ich nur bedingt nach meinen Vorstellungen. Ich nehme das Leben an, so wie es ist, ohne wenn und aber. Auch das Ein und Auskommen, nehme ich wie es kommt, alles Jammern macht das ganze auch nicht besser.
    Liebe Grüsse zentao

  10. Das ist ein zugleich schöner und nachdenklich machender Text.

    Ich möchte dazu nur eine kleine Bemerkung anbringen: Es gibt Menschen, die nicht im Augenblick leben, weil sie hoffen, sich durch vorübergehenden Verzicht ein erfüllendes Leben in der Zukunft gönnen zu können. Das Leben lehrt einem dann leider allzu häufig, dass die Zukunft voll von Ungewissheit ist und die schönen Pläne oft nicht aufgehen.

    Letztendlich muss man es sich aber auch leisten können, im hier und jetzt nach seinen eigenen Vorstellungen und Wünschen zu leben. Die Notwendigkeit, mit viel harter Arbeit sich und seiner Familie ein halbwegs angenehmes Auskommen zu ermöglichen, schränkt die Lebensgestaltung eben sehr stark ein und verhindert bisweilen eine persönliche Entfaltung. Für diejenigen, die mit Wohlstand gesegnet sind, ist es hingegen leicht, das Leben nach den persönlichen Vorlieben zu führen. Ihnen fehlt oft die Wertschätzung für die Freiheit, die sie genießen dürfen.

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